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Im Supportnet-Test: Das Netbook Eee PC X101 von Asus (mit Video)

Sogenannte Ultrabooks markieren neben Tablet-PCs den Trend bei tragbaren Computern. Klein, schnell, leicht sollen die Geräte sein, die man überall hin mitnimmt – im Format möglichst nicht größer als eine Illustrierte. Auch Computerhersteller Asus folgt mit seinem Eee PC X101 dieser Idee und hat dem Supportnet freundlicherweise ein Testexemplar seines extradünnen Netbooks zur Verfügung gestellt.

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Einleitung

Kaum war das Testpaket eingetroffen, drängelte sich das Berliner Team des Supportnets um die weiße Flunder. Hands-On hieß die Devise. Mit 900 Gramm erstaunlich leicht, kommt das Netbook Eee PC X101 handlich daher. 10,1 Zoll (25,7 Zentimeter) misst der Bildschirm und das Gerät ist auch deutlich dünner als die Netbooks der Vergangenheit.

Asus wirbt mit 17,6 Millimeter Dicke- das könnte mit den MacBook Air von Apple konkurrieren. Aber die Messung ist wohl bei ausgebautem Akku entstanden. Unser Messstab zeigte jedenfalls im Test dort, wo die (vom Benutzer selbst auswechselbare) Batterie im Unterbau sitzt, rund drei Zentimeter. Trotzdem passt das Asus Netbook Eee PC X101 in alle Akten- und wohl auch viele Handtaschen. Unsere Testversion machte einen gut verarbeiteten Eindruck, das Plastikgehäuse gewinnt durch eine Strukturoberfläche.

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Hochfahren in rund zehn Sekunden

Aufgeklappt, eingeschaltet – und sofort bootet das Netbook hoch. Gut zehn Sekunden dauert das nur im Test – sehr erfreulich. Während des Hochfahrens sieht man aber statt des gewohnten Microsoft-Emblems „MeeGo“ aufleuchten – auf das auf Linux basierende Betriebssystem werden wir in diesem Test noch genauer zu sprechen kommen müssen.

Als erstes haben wir eine Maus angeschlossen, was auch unter MeeGo problemlos funktionierte. Auch das Verbinden mit einem herkömmlichen WLAN-Netz funktioniert im Test einfach – etwas komplizierter wird es unter MeeGo aber bei besser gesicherten Netzwerken (siehe auch das Video). Ein Anschluss für Netzwerkkabel fehlt übrigens. Zwei USB-Anschlüsse bringt der Asus Eee PC X101 mit sich, dazu einen Schacht für Micro SDs, dazu die Buchse für das Ladegerät und eine Kombibuchse für ein Headset.

Erste Eindrücke vom Asus Eee PC X101

Der Spaß kann also beginnen, dachten wir. Im Internet surfen geht zügig mit dem Eee PC X101, der eingebaute Intel Atom N435 verrichtet dort seine Aufgaben tadellos. Als Browser wird unter MeeGo eine modifizierte Chrome-Version namens Chromium genutzt. Ein vorhandenes Google E-Mail-Konto war schnell mit dem bordeigenen E-Mail-Programm verknüpft.

So weit, so gut – in der ersten Teststunde überzeugte das Asus Eee PC X 101 unter MeeGo als intuitiv zu bedienendes Netbook. Jetzt aber sollten sowohl die geräteeigenen Features als auch die Einsatzmöglichkeiten für mobiles Arbeiten unter MeeGo ausprobiert werden. Auffällig ist der Button für einen Asus-App-Store. Der App-Store deutet übrigens darauf hin, dass Netbooks näher an die Tablet- und Smartphone-Sparte rücken.

Der Asus-App-Store

Für die Registrierung im Asus-App-Store reicht die Angaben von E-Mail-Adresse und Passwort. Damit lässt sich auf kostenlose Apps zugreifen. Wer Apps kaufen möchte, muss auch eine Bezahlmethode wählen und die zugehörigen Daten angeben. Wir wollten ein paar Spiele testen. Die Apps wurden zwar geladen und installiert – starteten aber nicht.  Funktioniert hat hingegen die Anzeige eines E-Books, welches ebenfalls als App angeboten wurde. Da wir während der Nutzung des App-Stores im Test einmal sogar einen Systemabsturz von MeeGo erleben mussten, ist hier klar: Der Asus-Apps-Store ist noch nicht ausgereift, zumindest bei der Nutzung mit dem Netbook Eee PC X101.

Schreibarbeiten auf dem Eee PC X101

Für Schreibarbeiten ist beim Eee PC X101 unter MeeGo Open Officevorinstalliert. Die Software wurde an sich seit Jahren erprobt und für gut befunden. Im Test störte allerdings, dass keine deutsche Rechtschreibkontrolle möglich war. Auch das Tippen auf der Gummitastatur ist gewöhnungsbedüftig. Zum einen sind die Tasten recht klein, was aber logischerweise der Gerätegröße geschuldet ist. Zum anderen verwirrt beim Blindschreiben, dass Zifferntasten noch kleiner als die Buchstabentasten sind.

Entspiegeltes Display

Gut gefallen hat uns im Test hingegen das matte Display des Asus Eee PC X101 mit 1024 x 600 Bildpunkten, welches Arbeiten mit dem Netbook auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen enorm erleichtert. Es werden ja mittlerweile immer weniger mobile Computer überhaupt mit mattem Display angeboten – das Eee PC X101 stellt in dieser Hinsicht eine löbliche Ausnahme dar.

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Das Betriebssystem MeeGo bringt mit sich, dass nur sehr wenige Programme für diese Nische im Angebot sind. Uns gelang es aber im Test immerhin, mit Linux-Kenntnissen Skypeunter MeeGo zu installieren. Wie gut sich dann die eingebaute Videokamera (0,3 Megapixel) und Mikrofon bewährt haben, sehen Sie im Test-Video.

3G nicht ohne Weiteres möglich

Gescheitert sind wir hingegen mit dem Test, einen handelsüblichen 3G-Stick (von o2) am Eee PC X101 unter MeeGo zu installieren. Der Stick wurde zwar durch das System erkannt, aber in keinster Weise unterstützt. Erfahrene Linux-User könnten da aber mehr Glück haben. Sinnvoll wäre es ja, per UMTS mit dem Asus Eee PC X101 notfalls auch ohne WLAN online gehen zu können, denn das Netbook ist ja zum mobilen Einsatz gedacht. Ärgerlich in diesem Zusammenhang übrigens auch, dass der USB-Eingang an der linken Seite so dicht neben dem Stromkabel sitzt, dass größere USB-Sticks bei angekoppeltem Strom keinen Platz mehr finden.

Der Akku scheint nach unseren ersten Testeindrücken durchaus drei Stunden und länger durchzuhalten – das ist für ein Netbook dieser Preisklasse ein guter Wert. Ärgerlich dann aber wiederum, dass Videos auf YouTube im 720p- oder FullHD-Modus nur ruckelnd wiedergegeben werden – da scheint der Prozessor, ein Intel Atom N435, an seine Grenzen zu stoßen.

Schön wiederum die eingebaute SSD(8 GB), die der Eee PC X101 unter MeeGo beim Hochbooten und bei Programmstarts wirklich sehr schnell macht. Standardmäßig installiert ist 1 GB RAM, der auf 2 GB erweitert werden kann. Zudem lassen sich auch Micro-SDs über einen Schacht nutzen und eine Dropbox-Anwendung für Cloud-Speicher ist vorinstalliert.

Fazit

169 Euro kostet der Asus Eee PC X101. Preiswerter kommt man derzeit kaum an ein Netbook. Wer sich für das Asus Eee PC X101 entscheidet, sollte sich aber dessen bewusst sein, dass er damit auf ein Netbook setzt, welches mit MeeGo ein Betriebssystem nutzt, das ursprünglich für Smartphones gedacht war. Für MeeGo gibt es kaum kompatible Programme und Treiber. Es ist also fast nur für Linux-*Z*s möglich, dieses Netbook um zusätzliche Anwendungen oder Hardware zu erweitern. Wer damit zufrieden ist, das Netbook nur für das Internet-Surfen, E-Mail und einfache Office-Aufgaben zu verwenden, könnte aber mit MeeGo zufrieden sein. Leicht und hübsch anzusehen ist das Asus Eee PC X101 allemal. Wer aber etwas mehr Computer als diesen Minimalismus benötigt, sollte eher 50 Euro mehr ausgeben und dafür ein Netbook kaufen, welches unter Windows 7 statt MeeGo läuft. Auch Asus hat solche Modell im Angebot.
 
Und hier das Video vom Supportnet-Test des Netbook Asus Eee PC X101 unter MeeGo:

Von |2018-07-25T13:58:38+00:00Dezember 21st, 2011|Kategorien: HW-Sonstiges|0 Kommentare

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