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Nachschärfen mit Gefühl

einleitung.jpgNicht immer kommt ein Bild schon perfekt scharf aus der Kamera. Vielfach ist aber noch was zu retten. Dezent und mit Gefühl nachschärfen kann aus einem nicht ganz scharfen Bild doch noch ein sehr gutes Foto machen. Und nicht zuletzt, ist es natürlich auch nach Verkleinern eines Bildes bspw. für die Anzeige im Internet sehr wichtig, die Schärfe etwas nachzubessern, wie das mit Photoshop geht, zeigt dieser Beitrag.

Fehlende Schärfe in einem Bild kann mehrere Ursachen haben. Abhängig davon, ist auch die Chance, das Bild durch Nachschärfen doch noch zu retten. Aus einem sehr unscharfen Bild oder aus Bildern bei denen falsch fokussiert wurde, bspw. nicht das Motiv sondern sein Hintergrund scharf gestellt wurde, kann auch die beste Photoshop-Technik nichts mehr machen.

Geeignet sind die nachfolgenden Schritte zur Nachschärfung für Bilder, denen allgemein etwas Schärfe fehlt, bspw. durch eine schlechte Objektivqualität oder minimales Verwackeln oder Bewegungsunschärfe oder wenn Schärfe durch starkes Verkleinern des Bildes verloren gegangen ist. Letzteres kommt eigentlich sehr häufig vor, nämlich immer dann, wenn Sie ein Bild aus einer 10 oder 12-Megapixel-Kamera auf eine webtaugliche Größe von bspw. 640 x 480 Pixel reduzieren müssen. Danach sollten Sie unbedingt leicht nachschärfen, denn sonst wirkt das Bild deutlich unschärfer als es im Original war. Als Beispiel soll nachfolgend ein Hundebild dienen, dass bei schlechtem Licht entstanden ist und bei dem das letzte Bisschen Schärfe fehlt.

(Zur Darstellung in Originalgröße Abbildungen anklicken)

01-Nachschaerfen-vor-der-bearbeitung-470.jpg

Nachschärfen mit dem Filter "Unscharf maskieren"

Hat ein Bild im Wesentlichen Schärfe verloren, weil Sie es stark verkleinert haben, sollte Sie den Filter "Unscharf maskieren" einsetzen. Damit können Sie grundsätzlich scharfe Bereiche nachschärfen, ohne zu riskieren, dass in unscharfen Bereichen bspw. digitales Rauschen durch das Nachschärfen hervorgehoben wird. Ebenso ist diese Methode geeignet, wenn das Bild zwar eigentlich scharf ist, aber die Schärfe noch etwas besser sein könnte. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

      [*]Öffnen Sie das Bild in Photoshop.[/*]
    [/list]
        [*]Wählen Sie "Filter/Scharfzeichnungsfilter/Unscharf maskieren" aus.[/*]
      [/list]

      02-nachschaerfen-einstellungen-fuer-den-filter-unscharf-maskieren-470.jpg

          [*]Sie finden im nun eingeblendeten Dialogfeld drei Regler. Mit dem oberen, "Stärke" legen Sie die Stärke des Effektes fest. Das heißt, wie stark die Schärfe erhöht werden soll. Das geschieht über die Anhebung des Hell-Dunkel-Kontrastes in den scharfen Bereichen des Bildes. Wie hoch Sie den Regler einstellen sollten, hängt vom Motiv und der Bildgröße ab. Je kleiner das Bild ist, desto vorsichtiger sollten Sie mit den Einstellungen im Allgemeinen umgeben. Probieren Sie am besten zuerst einen Wert zwischen 40% und 80% aus.[/*]
        [/list]
            [*]Der Regler "Radius" legt fest, wie breit der Bereich in Pixel neben einer Kontrastgrenze scharf gezeichnet wird. Sie sollten hier einen Wert von ca. 1 Pixel wählen, mehr ist meist zu viel, dann erhalten Sie unschöne Ränder an den Kontrastgrenzen im Bild. Im Beispiel wären das um den Hund herum, zum Hintergrund hin. Außerdem wirkt das Bild später sehr grob, wenn Sie einen zu großen Radius wählen.[/*]
          [/list]

          03-durch-zu-starkes-nachschaerfen-entstehen-helle-und-dunkle-raender.jpg

              [*]Mit dem Regler "Schwellenwert" legen Sie fest, wie groß scharfe Bereiche sein müssen, damit sie geschärft werden. Je kleiner dieser Wert ist, desto eher verstärken Sie nachschärfen von digitalem Rauschen. Sie sollten hier in der Regel einen Wert von 1 bis 5 wählen. Das hängt auch davon ab, wie stark das Rauschen im Bild ist.[/*]
            [/list]
            <img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/db8af39800044e77957bc6c280d1bcb0" alt="" width="1" height="1" />

            Tipp: bei geöffnetem Dialog können Sie durch Klicken auf das Bild den Zustand ohne den Filter anzeigen lassen. Halten Sie dazu die Maustaste auf dem Vorschaubild gedrückt und lassen Sie die Maustaste los, um die Vorschau mit Anwendung des Filters zu sehen.

                [*]Schließen Sie das Dialogfeld mit "OK".[/*]
              [/list]

              Tipp: Für ein optimales Ergebnis ist es oftmals sinnvoll die Werte "Stärke" und "Radius" etwas kleiner zu wählen und dafür den Filter mit diesen Einstellungen zwei- oder dreimal nacheinander auf das Bild anzuwenden. Das Ergebnis ist meist sehr viel feiner. Wenn Sie den Filter mit den gleichen Einstellungen erneut anwenden möchten, müssen Sie nur noch "Filter/Unscharf maskieren" auswählen.

              04-das-ergebnis-von-unscharf-maskieren-nur-scharfe-teile-des-bildes-werden-nachgeschaerft-470.jpg

              Nachschärfen mit dem Filter "Scharfzeichnen"

              Den Filter "Scharfzeichnen" sollten Sie immer dann nutzen, wenn das ganze Bild scharf gezeichnet werden soll, also auch die eigentlich unscharfen Teile des Bildes. Sie haben dabei auch keine Einstellungsmöglichkeiten. Wählen Sie dazu "Filter/Scharfzeichnungsfilter/Scharfzeichnen" aus.

              05-das-ergebnis-des-filters-scharfzeichnen-470.jpg

              Das Ergebnis ist für dieses Motiv deutlich übertrieben, denn es entstehen am Rand helle und dunkle Ränder und das Rauschen im Hintergrund wird verstärkt.

              Für andere Motive kann es aber durchaus eine gute Wahl sein.

              Achtung: Sie sollten Sie den Filter auf keinen Fall mehrmals nacheinander anwenden, denn dann wirkt das Ergebnis extrem hart und übertrieben. Bei jeder Anwendung werden nämlich die entstehenden Ränder an den Kontrastgrenzen natürlich auch weiter verstärkt.

              Von |2011-02-28T11:47:54+00:00Februar 28th, 2011|Kategorien: Bildbearbeitung|0 Kommentare

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