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SmartTV im Eigenbau – mit einem Android-Stick

Meine Fernseher stammen noch aus der Zeit vor den SmartTV's, sind also nur bedingt in der Lage, auf das Internet zuzugreifen.
Um diesem Zustand abzuhelfen, habe ich mir einen Android-Stick gekauft, den man einfach an einen HDMI-Anschluss des Fernsehers steckt und so einen vollertigen Android-PC, vergleichbar mit einem großen Tablet, erhält.

Meine Wahl fiel aufgrund der Ausstattung, Größe und nicht zuletzt dem Preis (rund 55 Euro) auf einen MK 809 II. Details zur Hardware kann man hier nachlesen.

Zum Lieferumfang gehört neben dem Stick ein Netzteil mit USB-Anschluss (2A am Ausgang), ein USB auf Micro-USB-Kabel für die Stromversorgung, ein kurzes HDMI-Verlängerungskabel (falls am Fernseher nicht genug Platz ist, um den Stick direkt anzustecken) und ein kurzer MicroUSB auf USB-Adapter.
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Ich hatte mir auch noch eine Funktastatur in der Größe einer Fernbedienung bestellt. Die habe ich aber nach kurzem Test als für mich zu fummelig befunden und zurückgeschickt.
Ich steuere das Gerät jetzt mit einer Performance MX Funkmaus von Logitech. Sie wurde ohne weitere Klimmzüge erkannt und funktioniert tadellos. Ich kann sogar eine Daumentaste für die "Zurück"-Funktion nutzen. Auch Scrollen kann man mit dem Rad. Schwierig wird es nur, wenn Multitouch gefragt ist.
Der Empfänger der Maus steckt mit dem Adapterkabel in einem Micro-USB-Anschluss, ein weiterer USB-Anschluss in normaler Größe ist noch frei. Man muss aber ein wenig aufpassen, was man hier anschließt. Geräte, die zuviel Strom ziehen (z.B. Festplatten ohne Stromversorgung), führen sum sofortigen Aus des ganzen Sticks.

Die Inbetriebnahme des Sticks hat nicht mal 10 Minuten gedauert. Ich musste nur die Systemsprache auf Deutsch umstellen und die Netzwerkverbindung herstellen. Das geht dank WPS-Unterstützung auf Knopfdruck.
Danach noch die Anmeldung mit der Google-Id und fertig war mein Android 4.1-Fernseher.

Inzwischen habe ich aber doch noch was zu meckern gefunden:
Die WLAN-Antennen taugen nicht viel, so dass man sich bei schwachem WLAN Gedanken machen muss. Ich hatte kurz mit der Möglichkeit geliebäugelt, einen USB-Ethernet-Adapter zu verwenden. Nach kurzem Nachdenken habe ich das dann aber wegen der geringen Datenrate des USB2.0 wieder verworfen. Ich habe das Problem jetzt mit einem WLAN-Repeater gelöst.

Der Stick selbst ist ein tolles Ding. Videos vom USB-Stick oder einer MicroSD-Karte laufen auch in FullHD völlig ruckelfrei.
Das ist besser als auf meinem Acer Iconia Tab A500.
Allzuviele Apps waren nicht installiert, hier kann man sich aber an der kompletten Auswahl der diversen App-Stores bedienen und seine Lieblingsprogramme installieren.
Die Kompatibilitätsprüfung des Play-Stores klappt hier aber nicht immer. Zum Beispiel läuft die HD-Version der beliebten Weather Pro-App nicht.

In der langfristigen Planung ist jetzt noch die Vernetzung mit einem Linux-Sat-Receiver um einen Fernseher ohne Antennenkabel mit Fernsehprogrammen zu versorgen. Das dauert aber noch ein bisschen.

Wer Fragen zum MK 809 II hat, kann sie hier stellen. Ich versuche dann, sie zügig zu beantworten.

Gruß Flupo

Von | 2013-08-01T17:09:30+00:00 August 1st, 2013|Kategorien: HW-Sonstiges|0 Kommentare

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