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C++ oder Delphi 4?





Frage

Sagen wir, ich will alle Arten von Programme, kompliziert und toll, sowie klein und fein programmieren.Welche Sprache von den beiden ist dann besser. Oder gibt es eine bessere.? Cu Markus

Antwort 1 von draack

Ja. Nein.
Dazu kann man (frau auch!) keine globale Feststellung machen.
Ich würde allerdings Anfängern eher zu Delphi raten -
"klassische" Fehler finden sich in Delphi einfach leichter.

Da Delphi demnächst auch als "Kylix" für Linux zu haben ist,
ist das ein Grund weniger für C++.

C++ ist aber universeller - es ist auf so ziemlich jeden
BS zu erhalten.

Ciao!
Volker.

Antwort 2 von Kunter Agan

Hallo,

die Argumente von Volker stimmen. Trotzdem würde ich auch einem Anfänger zu C++ raten :

-In meiner letzten Firma bevorzugte der Chef der Softwareentwicklung Delphi. Anfragen nach C/C++-Entwicklern kamen laufend (es wurde auch Bodyleasing betrieben). Nach Delphi-Entwicklern wurde wirklich nie gefragt. Das sollte man bei einer solchen Entscheidung eventuell berücksichtigen.

-In großen Projekten (> 0,5 Megazeilen) ist man auf leistungsfähige Tools angewiesen, ist das alles auch in dem Umfang (große Auswahl, kostenlos, etc.) für Delphi zu haben (UML, etc.)?

-Sprachliche Fortentwicklungen setzen momentan auf C++ und Java auf (Stichworte C# & Intentional Programming).

-Wenn ich DesignPatterns, MVC und so weiter verwende, kann ich auf ein großes Reservoir an Code und Literatur zurückgreifen, aber alles auf C, C++, Java ausgerichtet. Um diese Werkzeuge/etc. zu verwenden ist sicher häufig ein erheblicher zusätzlicher Aufwand notwendig.

-Welchen guten Grund gibt es, Unix/Linux-Code nach Kylix zu portieren ? Und plötzlich habe ich zwei APIs ? Perl und Konsorten haben ihre Berechtigung, die suchen aber erst gar nicht den Vergleich mit C/C++, in ihren Nischen sind sie C/C++ zweifellos überlegen, aber eben nur dort.
Richtig gute Sprachen setzen sich durch, das hat man zuletzt mit Java gesehen. Aber Delphi hat es nie auch nur annähernd geschafft an C/C++ heranzukommen.

Das Ganze hört sich vielleicht so an : alle tuen es - also tue es auch.
Das ist nicht gemeint.
Es ist nur ein gutes Gefühl, wenn die Grenzen im Entwickeln hauptsächlich durch einen selbst definiert werden, nicht durch : Leider gibt es das für Delphi nicht.
Die C/C++-Welt ist sehr groß und hat sehr viel zu bieten - Du musst es Dir nur nehmen...

Übrigens, momentan arbeite ich an einem großen Java-Projekt mit (findet gerade seinen Abschluss). Java hat auch seine Vorteile, gerade um objektorientierte Programmierung zu lernen, ohne sich mit *, &, -> herumschlagen zu müessen. Aber zur Zeit gilt leider : bei allem, was schnell sein muß, ist Java nicht erste Wahl (obwohl unser App-Server auch in Java geschrieben wurde - zentraler Server für weltweit > 200 oder mehr Filialen von Abu Dabi bis Zaire).

Ich hoffe es erleichtert Deine wie auch immer richtige Entscheidung...

Gruß,

Kunter

PS:

Delphi ist ein Produkt, etwa vie Visual Basic, etwas leistungsfähiger, aber eben doch nur ein Produkt.

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