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SuSE7.1 auf einem P I mit 75 MHz?





Frage

Hallo allerseits! Mein Sohn (9 J.) hat noch einen alten Rechner mit 75 MHz Taktfrequenz (Pentium I) in seinem Zimmer stehen. Das man mit dieser alten Kiste unter Windows nur noch wenig anstellen kann (aus praktischer Sicht) plane ich die Installation von SuSE7.1 auf diesen Rechner für ihn. Wie ist eure Erfahrung? Kann man - sicherlich nur auf Kommandoebene - mit solch einem Rechner unter Linux einigermaßen arbeiten? Lassen die zumindest die Anwendungs-Programme samt GUI starten? Win95 läuft grundsätzlich. Die GraKa hat 4 MB.

Antwort 1 von oberzerfer

Hallo!

Ich denke, daß Du grundsätzlich auf der Kommandoebene relativ gut damit arbeiten kannst, aber Graphische Oberflächen ala X kannst Du imho vergessen.
Vielleicht kommst Du aber noch an eine ältere Linux Version (<6.3) dran, dann könnte sogar X o.ä. (kommt drauf an wieviel RAM Du hast) einigermaßen laufen.

Grüße,
Oberzerfer

Antwort 2 von Piepsi

Damit hab ich bis jetzt zwar noch keine Erfahrung gemacht, aber bei nem Kumpel von mir hab ich mal Win95 auf nem Pentium 90MHz mit 8MB RAM und ner Graka mit 1 (!)MB installiert!!
Läuft gut, is halt nur a wengerl langsam (die HD is ganz schön am rattern!).
Und wenn bei Dir Win95 grundsätzlich auch läuft, dann sollte Linux eigentlich auch funzen.

...nur mal so zum Vergleich!

Bis neulich,
Piepsi {:o)

PS: Kannst Du mir vielleicht ein paar Links nennen, wo´s fette Infos zum neuen AMIGA-OS gibt, das im Herbst kommen soll? Danke schon mal im Voraus!

Antwort 3 von Angel1701

Also Linux läuft auf "fast" allen Rechnern was man von Windows ja nicht gerade behaupten kann. Und wenn ich ehrlich bin alles ausser der Installation sollte eigentlich TOP laufen vermutlich sogar um klassen besser als ein P 166 unter Win 98SE...

So unsere erfahrungen...

cu Angel

Antwort 4 von Werner Bittl

Meine Frage ging in die Richtung, ob die Performance und vor allem die Standard-Grafikkarte (mit 4 MB) ausreicht, um den X-Server starten zu können.
Man kann die Frage auch nochmal anders stellen:
Ist der X-Server notwendig, um die GUI eines Programms sehen zu können?

Antwort 5 von ylf

Ja! Linux ohne X ist wie Amiga ohne Workbench, also nur Shell.
Die Graka sollte sehr gut laufen und ist auch nicht das Problem. Ich habe auch lange Zeit mit einer 4MB-GraKa gearbeitet.

Die alles entscheidende Frage ist: wieviel RAM hat die Kiste?
Ab 32MB wird es einigermaßen gehen, besser sind 64. Die reichen dann aber auch ganz. Ein zweiter Faktor ist die Festplattengeschwindigkeit. Linux rödelt viel auf der Platte rum, nicht nur zum swappen.

Wenn du auf KDE verzichtest und statt dessen den fvwm2 nimmst, sollte X nicht so speicherhungrig sein. Komkrete Erfahrungen dazu stehen mir aber selber noch bevor. ;-)

bye, ylf

Antwort 6 von Warspell

Als Vorraussetzungen sind bei Suse 7.1 ein 486/66 angegeben und mindestens 32 MB Ram mit Grafischer Oberfläche.
Da das aber absoulte minimal Werte und damit ein Arbeiten eher recht und schlecht ist, würde ich wie Oberzerfer sagen: nimm eine ältere Suse Version wenn du nicht mindestens 64 MB Ram in dem Rechner hast. Um dir ne Vorstellung von dem Speicherhunger zu geben, so ab ca 150MB Ram lagert Suse nichts mehr aus, wenn man nicht mehrere Programme gleichzeitig startet. Und nur auf Kommandoebene bedeutet du hast nur ne Oberfläche wie unter Dos, und da kannste gleich dein Win95 drauflassen.

Antwort 7 von Werner Bittl

Auf der Kommandoebene arbeite ich persönlich sogar lieber - das ist schon seit vielen Jahren so (Amiga Shell). Die Frage ist, ob mein Sohn (9) dann mit der Shell (vorzugsweise bash) klarkommt. Prinzipiell ist er ziemlich fit, auch mit seinen 9 Jahren. Es gibt wirklich Kinder, die sich mit dem ganzen Kram besser auskennen als so mancher Erwachsene. ;-) Wenn ich ihm eine Liste der Kommandos erstelle und ihm die Struktur des Datei-Systems erläutere, wird er sicherlicch damit zurechtkommen. Eine Oberfläche wäre natürlich für ihn angenehmer. :-Q Ich will man ganz konkret werden: starten Programme unter Linux auch ihre GUI, wenn kein X-Server gestartet ist (bzw. gestartet werden KONNTE)? Ich denke mal, dass man dann mit einem alten Rechner immer noch ganz gut arbeiten kann, auch wenn alles vielleicht ziemlich lahm ist. Voraussetzung sind wohl mind. 128 MB an RAM-Speicher, um einigermaßen vernünftig zu arbeiten, wenn ich das richtig verstanden habe. Man hat ja schließlich nichts davon, wenn die geringe Performance des Systems an sich dann auch noch durch einen andauernden Zugriff auf die Harddisk weiter geschmälert wird. :-)

Antwort 8 von Werner Bittl

Man kann MS-DOS nun wirklich nicht mit einer neueren Linux-Shell oder einer Amiga-Shell vergleichen. MS-DOS steht in Sachen Komfort (wenn man es so nennen kann, will und möchte) ganz, ganz hintenan! Deshalb hat mich der Satz "Man kann dann ja gleich bei Win95 bleiben) ziemlich verwundert. Oder war gar Windows im Vergleich zu bash gemeint? Hmmm, dann vergleicht man Äpfel mit Bananen. Wenn ich die Wahl zwischen beiden habe, dann nehme ich lieber die Shell. Nun ja, es kommt auch immer auf das BS an. Was ich absolut hasse ist diese 8+3-Dateinamen-Konvention. Da muss Herr Torvald sich doch mal bei den Ex-Amiga-Entwicklern schlau machen, wie das anno 1985 gelöst wurde. Schließlich ist auch das Amiga OS ein Unix-"Deverat". Warum sollte das unter Linux nicht möglich sein!?...

Antwort 9 von Angel1701

Eigentlich sollte auch von der Performance kein größeres Problem auftretten also wir haben Linux schon auf schwecheren rechnern gut zum laufen bekommen...

cu Angel

P.S.Ist halt kein windowsparkbremse

Antwort 10 von Chonhulio

@ Werner Bittl

Von was für einer 8+3 Namenskonvention bei Linux redest du ???
Seit Linux existiert (oder kurz danach) beherrscht es lange Dateinamen inkl. Sonderzeichen und Leerstellen auf den verschiedensten Dateisystemen (ext,ext2,minix,coherent,jffs,reiserfs ...).
Falls du unter Linux FAT(32)-Laufwerke (DOS,Windows) benutzt mounte diese als Typ vfat oder umsdos (nicht msdos)und du hat auch hier lange Dateinamen (bei umsdos sogar Benutzerrechte, allerdings sind nur bei vfat die langen Namen Win95 kompatibel).

mfg Chonhulio, der erstaunt ist wie jemand auf die Idee kommt Linux könnte nur 8+3 Namen !

Antwort 11 von Werner Bittl

Wenn dem so ist, ok. Nur wundere ich mich, dass sämtliche Programmnamen nicht mehr als 8 Zeichen haben. Ein stilles Abkommen aller Programmierer? Wohl kaum. :-)

Antwort 12 von ylf

Hallo Werner, du brauchst nicht unbedingt 128MB Ram, mit 32MB sollte es auch schon gehen. X ist allerdings die Grafische Oberfläche. Ohne X nur Dos-Ähnliches gepixel. Die Konsole/Shell unter Linux ist ebenso mächtig, wie die Shell auf dem Amiga. Was Leistung schluckt ist der KDE (die Optik). Wenn du einen anderen Windowsmanager nimmtst, wie zum Beispiel fvwm2, dann sollte es besser laufen. Ein weiterer Trick ist die geschickte Positionierung der Swap-Partition. Wenn diese auf einer anderen Platte ist, als der Rest, geht es auch noch wieder einen Tick schneller. (der Kopf der Platte muß dann nicht so viel springen) bye, ylf

Antwort 13 von Chonhulio

Kein stilles Abkommen, sondern der POSIX Standard für UNIX-Systeme (der übrigens auch die langen Dateinamen vorschreibt)...

PS: Falls du mir nicht glaubst probier doch einfach mal mkdir "Ein langer Verzeichnisname, sogar mit Leer- und Sonderzeichen" (auf einem Linuxdateisystem)

Antwort 14 von Warspell

Also Leute die Kommandoebene ist ja gut und recht, aber da kannste ja nicht viel mit anfangen. Drum finde ich biste bei so einem alten rechner nun mal besser beraten Win 95 drauf zulassen. Die andere Option wäre ne ältere Suse und wie schon von einigen gesagt, nicht den KDE benützen. Noch ein Tip wäre unnötige Dienste abschalten.

Antwort 15 von Werner Bittl

Lange Dateinamen: Gut, ok, die Sache mit der 8+3-Konvention war ein Schuss in den Ofen; das gibt es anscheinend wirklich nur unter MS-DOS und Windows (Windows unterstützt eigentlich auch nur 8+3 - die langen Dateinamen werden hier erst durch einen Trick ermöglicht. Also ein regelrechter hauseigener Hack. :-) Wie sieht das denn bei Apple aus? Ist denn Amiga das einzige System, welches alnge Dateinamen seit jeher konsequent unterstützt und wo die Dateinamen durchweg eine wirklich aussagekräftige Bedeutung haben (mal abgesehen von C: und S:)? Ich akzeptiere das Argument, dass kurze Dateinamen in einer Shell-Umgebung besser zu handhaben sind. Ich habe bislang in einer Amiga-Shell noch nie Probleme mit langen Dateinamen gehabt.

Antwort 16 von Chonhulio

Vernünftige Shells haben ja auch eine automatische Namensergänzung (üblicherweise mit Tab) und sind somit trotz langer Namen besser zu bedienen als DOS.

Wird der Win95 Dateinamenshack eigentlich auch noch bei FAT32 verwendet ? Würde mich nicht wundern ...