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Das Supportnet mal anders genutzt..... (Medienprojektideen gesucht)





Frage

Hallo zusammen ich bin staatl. Erzieher und soll nun ab September 2002 für 1 Jahr in unserer Jugendhilfeeinrichtung ein neues Projekt zu dem Thema "Medien" geben. Ich soll zusammen mit einer Kollegin ein Konzep oder vielmehr ersteinmal Ideen zu diesem Projekt entwickeln. (Budget ca. 10 000€) Hier ein Beispiel: Gemeinsam mit einer Gruppe Kinder/Jugendlicher wird eine Zeitung für die Einrichtung und für die aussenstehenden Eltern herausgegeben. Die eingesetzten Medien dienen zur Herstellung dieser Zeitung. Inhalte, etc. werden mit den Kindern/Jugendlichen gestaltet.... Leider ist dies derzeit meine einzigste und auch keine besonders innovative Idee und auch für uns relativ schwer durchführbar. Deshalb versuche ich auf diesem Weg ähnliche Ideen für unserer Projekt zu suchen. Vielleicht kann mir hier von den Medienprofies ein paar gute Tipps geben und verschiedene Ideen geben... Für viele Ideen wäre ich dankbar, vor allem weil bis in 2Wochen die Ideen in einer Konferenz ausgwertet werden sollen. vielen Dank im vorraus mfg Fabian

Antwort 1 von elianna

Hallo Fabian,
Mit "Medien" meinst du doch sicher PC???Und mit Jugendhilfeeinrichtung sind sicher eher Kinder/Jugendliche aus "sozial benachteiligten Familien" gemeint???!
Wenn ich soviel Geld auf einmal zur Verfügung hätte, würde ich auf jeden Fall ein kleines Netzwerk zusammenstellen, außerdem einen Drucker,Scanner und eine Digitalkamera anschaffen.Vielleicht auch/oder eine Videokamera, falls noch nicht vorhanden. Behalte dir auf jeden Fall Geld für Software und Verbrauchsmaterialien zurück.

Damit kannst du dann auf jeden Fall viele Zeitungen erstellen.

Du kannst mit entsprechender Lernsoftware Übungseinheiten für schwache Schüler durchführen (Hausaufgabenhilfe)

Du kannst ein Internetcafe einrichten (bei Telekom nachfragen, ob ihr nicht als Einrichtung ähnlich wie eine Schule behandelt werden könnt, d.h. kostenloser Internetanschluß). Gerade Kinder und Jugenliche, die von solchen Einrichtungen betreut werden, haben meistens privat keine Möglichkeit das Internet kennenzulernen.

Sollten auch Erwachsene eure Einrichtung nutzen, gäbe es auch die Möglichkeit ein Internetcafe für Hausfrauen/Mütter anzubieten. (Ist auch eine Gruppe, die in der Regel keine Möglichkeit hat, dieses Medium kennenzulernen oder zu nutzen).Das gleiche würde für Senioren gelten, falls es eine eher stadtteilbezogene Enrichtung ist.


Du könntest PC und Internet für berufsvorbereitende Maßnahmen nutzen, wie zB. einrichten eines "Lebensordners", in dem Unterlagen erstellt/gesammelt werden z.B. über abgeleistete Praktika, Zeugnisse. Lebenslauf erstellen, all diese Dinge, wo Jugendliche oft ziemlich hilflos allein davor stehen und dann oft mit katastrophalen Materialien sich bewerben wollen.Übers Internet Infos über verschiedene Berufsbilder/möglichkeiten einholen.

etc......

Du könntest dich auch mal an folgende Adresse wenden
www.schnittpunkt-ev.de
die bieten ab diesem Jahr eine Qualifizierung zu Medienteamer-Innen an,. Geschieht im Rahmen des medienpädagogischen Modellprojekts "Jugendmediennetz Schleswig-Holstein". Da könntest du sicherlich eine Menge Ideen bekommen, da die sich nun speziell mit diesem Thema beschäftigen.
Außerdem würde ich mich an dein Landesinstitut für Lehrerfortbildung wenden (in Hamburg heißt es IfL, in Schleswig Holstein IPTS, wie die anderen heißen, weiß ich im Moment nicht. Findest du alle im Internet). Da bekommst du sicher auch noch viele Tipps.
Aber egal was du veranstaltest, ich denke, ihr asolltet vorher überlegen, wer die Geräte installiert, konfiguriert, wartet und wer da ganze weiter betreut, wenn du nicht mehr da bist. 1 Jahr ist kurz und ich finde es schlecht, wenn so etwas anläuft, die Jugendlichen frischen Wind schnuppern und das war es dann wieder. Solche Dinge sollten länger geplant und finanziell gesichert werden.
Soll es aber alles gar nicht mit PC passieren, kannst du mir gerne schriben: ich habe schon Schülerzeitungen mit Matritzenumdrucker, selbstgebauten Druckrahmen und Copierer gefertigt. Geht auch, macht nur nicht mehr so viel Spaß ;-)
elianna





Antwort 2 von Manuel

nach oben ;-)

Antwort 3 von eisen

gute Idee.

Ist natürlich auch ne feine Sache, so ne Zeitung. Kann ich Elianna nur zustimmen:
Mit Geld für eine digitale Kamera und nem PC zum bearbeiten kannst Du schon eine Menge Schwung in die Kids bringen. Ist schon genial, wenn die in Zukunft mal eine mail irgendwohin schicken können, mit ihrem Foto als Anhang.

Schreiben ist sowieso immer ganz nett zu üben, gerade bei Redaktionsarbeit geht das so nebenbei her.

Ihr könnt ja auch eine eigene Domain (webauftritt) erstellen. Langsam rantasten, aber die Freude wird gross sein, wenn plötzlich unter www.irgdendwas.de die ihre Bilder im Netz weltweit sehen können.

Antwort 4 von klaus.stachuletz

hallo zusammen,

vielleicht wäre das noch eine gute ergänzung: eigene internetpräsenz als forum, in dem die kids mitarbeiten und mitgestalten können.
eigene radiosendung im bürgerfunk (die radiowerkstätten vor ort sind bei der technik etc., behilflich. Die sendung muss bei dem lokalsender ausgestrahlt werden, in dessen verbreitungsgebiet ihr seid.
diese radiosendung könnte regelmäßig über eure aktivitäten berichten und bietet eine super plattform für die öffentlichkeitsarbeit.

mobile aufnahmegeräte für reportagen und o-töne (falls immer noch knete da ist).

Wenn noch mehr infos zu diesem thema nötig sind, mail mir einfach.

viele grüsse

klaus stachuletz
studio bergisch land
redaktion medientipp

Antwort 5 von starwash

Hallo zusammen

ersteinmal vielen Dank für die bisherigen Ideen. Alle diese Ideen, die ihr hier veröffentlicht werden von mir gesammelt, egal wie abstrakt sie auch sein mögen und dann in der Projektkonferenz unserer Einrichtung vorgestellt. (weitere Ideen sind also gerne noch erwünscht)...
.
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Meine Erfahrungen im Bezug auf Medien sind mit Kinder und Jugendliche zum Teil sehr unterschiedlich.
Ich weiß nicht, ob ich die Kinder und Jugendlichen auf dauer für ein rein Medienbezogenes projekt begeistern kann.... Meine Idee war dazu mit Ihnen ein Produkt o.ä. herzustellen und diese dann mit der Hilfe von den unterschiedlichsten Medien zu vermarkten, Prospekte herstellen, Internetpräsenz, etc.
Oft habe ich das Gefühl, dass ich die Kinder und Jugendlichen nur erreiche, wenn für sie ein sehr differenziertes Angeote mache, in denen sie auch selbst etwas herstellen können.

Nun meine Frage:

Habt ihr eine Idee, was für Produkte o.ä. ich aufziehen könnte, die sich dann mit Medien aufarbeiten lassen (Form von Dokumentation, Werbung, etc)???

Für Ideen diesbezüglich wäre ich auch noch sehr dankbar.

mfg Fabian

Antwort 6 von elianna

Hallo Fabian
gib mal mehr Infos über Altersstruktur und Möglichkeiten in der Einrichtung
gruß, elianna


Antwort 7 von starwash

@Hallo Elianna: schon mal vielen Dank für deine Hilfe...
Die Kinder sind zwischen 8 und 14 Jahren, Mädchen wie Jugen.
Grundsätzlich möchte ich im wesentlichen eigentlich zwei Bereiche miteinander verbinden, da ich glaube nur am Computer sitzen o.ä. ist auf Dauer eher unbefriedigend für die Kids.

Von den Möglichkeiten sind wir eigentlich nicht beschränkt, oder es kommt darauf an was du im Einzelnen genau meinst.

Schreib mir doch bitte einfach nocheinmal zurück.

mfg Star

PS: @all: Ideen sind weiterhin dringend erwünscht!!!

Antwort 8 von Tronje

Hi Fabian,

Jugendhilfeeinrichtungen sind ja räumlich begrenzt in ihrem Aktionsradius (also Stadtteil, Gemeinde etc).
In einem Stadtviertel oder in einer Gemeinde gibt es immer scheinbar spezielle Probleme deren Lösung auch für deine "Klientel" von Bedeutung ist (z.B. kein Bolzplatz/Kinderspielplatz, fehlende Ampeln, starkes Generationsgefälle etc.).
Wie wäre es wenn eure Jugendlichen sich diesen Problemen annehmen und beispielsweise im Internet recherchieren ob es anderswo bereits Aktionen und Lösungen gibt oder die Problematik per Website, Zeitung, Flyer, Aktion in der Fussgänerzone öffentlich machen?
Gegebenenfalls auch Medienkritik erfahren:
Bespiel aus meinem persönlichen Leben:
Mein Frau ist Lehrerin an einer Hauptschule mit geringem Ausländeranteil.
Die wenigen Schüler mit ausländischem Background waren diversen Vorurteilen ausgesetzt (zum Beispiel forciert durch die Statements diverser Politiker.:-(.)
Diese Statements wurden durch diverse Medien "wahrhaftig".
Durch Aktionen wie einem internationalen Frühstück und dem Besuch einer Moschee und einer Synagoge sowie der Recherche in Medien (Internet und "aufgeklärten" Zeitungen (also nicht "Picture") entwickelten die Schüler eine differnzierte Sichtweise im Umgang mit Medien.

Nunja....


Gruss,

Tronje



Antwort 9 von elianna

Hallo Fabian,
eine Idee: ein Stadt(teil)führer für Kinder/Jugendliche. Für größere Städte kann man so etwas bereits kaufen(z.B. Hamburg für Kids). Selbstgemacht ist doch viel besser. Außerdem gibt es das für kleine Orte meistens nicht.

Ihr könnt
- Orte in der Stadt/Umgebung suchen, ausprobieren, beschreiben, darstellen (Digitalkamera!, aber auch gemalte Bilder) die für Ki/Ju relevant sind. Mögliche Orte: Spiel- und Sportplätze (auch gute Bolzplätze, Skaterbahnen, Parkplätze auf denen man gut am Wochenende fahren kann nicht vergessen), Sportvereine, Büchereien, Bademöglichkeiten, Kinos, wichtige Läden, Schulen, andere Jugendeinrichtungen, Tierheim, etc. Die Ki/Ju werden dir schon sagen, was am wichtigstem ist, oder was sie gerne hätten. Und dann müßt ihr eben suchen, ob es so etwas bei euch gibt
- Kartenmaterial (Stadtplan) besorgen, kindgerecht aufarbeiten, evtl. selbst neu erstellen (wenn Kinder einen Plan erstellen, verstehen den meist auch andere Kinder, Erwachsene allerdings nicht unbedingt ;-), auf den Karten werden alle wichtigen Orte natürlich eingetragen
- Für Ki/Ju wichtige Telefonnumern und Adressen zusammentragen
- Alle Einrichtungen, die Ki/Ju Hilfe anbieten können zusammentragen (auch Polizei und Jugendamt, gleich klar machen, dass diese Institutionen FÜR sie da sind und etwas TUN MÜSSEN, wenn Kinder sich an sie wenden)
- Veranstaltungskalender zusammentragen
- Und sicher noch viel mehr, was mir jetzt nicht auf die Schnelle einfällt
Du hast dabei viel praktische Arbeit, vor allem auch mitten im „richtigen Leben“ nicht nur in der Einrichtung und setzt dann die Ergebnisse mit den Medien um. Dafür ist ein PC das einzig wahre!!!

Zweite Idee: Veranstaltungskalender
- in regelmäßigen Intervallen ein Blatt herausgeben (Verteiler: Schulen, Bücherei etc) wo ihr relevante Termine in der Stadt sammelt und für die Kinder veröffentlicht. Ein Termin solltet ihr selbst sein (z.B. ein Nachmittag pro Woche/Monat wo ihr einen offenen Themennachmittag für ALLE anbietet – Einrichtung nach außen öffnen!!!)

Dritte Idee: Foto-AG:
- in Themeneinheiten arbeiten (zB „was krabbelt da“), raus, nach themenbezogenen Motiven suchen, Fotos
- Fotos bearbeiten (PC!), können dann zu Plakaten, Postkarten, Briefpapier etc weiter verwendet werden
- Produkte verkaufen (über Internet – Homepage!), Flohmarkt (selbst veranstalten), Märkte etc. Werbung hierfür wird wieder über Medien (PC) hrgestellt

Vierte Idee: Druckstudio
- Postkarten, Briefpapier, Aufkleber (für Hefte, Bücher etc) Plakate und eben die ganz Palette, die es da gibt nutzen. Produkte können entweder verkauft werden (kommt wieder Geld für neues Verbrauchsmaterial rein) oder selbst genutzt werden (evtl. Finanz. Eigenbeteilgung der Kinder)
- Gibt massig fertige und einfach zu nutzende Software. Auch günstige. Ich habe bisher immer erlebt, dass die Kinder (Klasse 1 – 9) mit Riesenvergnügen mit Farben und Bildern m PC herumwerkeln und hinterher immer tierisch stolz sind

Fünfte Idee: Homepage
- schlicht zur Selbstdarstellung der Kinder, über IHRE Wichtigkeit. D.h. über alles, was ihr so in der Einrichtung macht, könntet ihr da berichten. Wir haben leider noch keine (ich kann das noch nicht, mir fehlt auch die Zeit mich da einzuarbeiten, schäm!) aber wenn ich – gerade mit älteren Schülern – ins Internet gehe und wir die Seiten anderen Schulen angucken, sitzen die immer ganz ehrfürchtig davor. Und zwar nicht ehrfürchtig vor der –vielleicht raffiniert- erstellten Seite an sich, sondern darüber, das die Texte wirklich von KI/Ju erstellt wurden („und ALLE können es lesen“). Ich betreue z.B. eine kleine Breakdance – Gruppe und die sind immer völlig fertig, wenn sie andere Gruppen auf so einer Schulseite sehen – und liegen mir dann in den Ohren, dass sie auch „von allen“ gesehen werden wollen.
- Es gibt übrigens irgendwo auf den Seiten des IPTS ein kleines Programm zum download, mit dem Kinder direkt nach dem Schreiben ihren Text auf die Homepage laden, quasi mit dem Speichern taucht es dann da auf (oder ist das immer so einfach ???)

Die Radioidee fand ich auch klasse !!!!!

So, das ist das, was mir auf die Schnelle einfällt. Ist natürlich nur angedacht, ohne Feinheitn und vieles fehlt noch. Wenn du mehr wissen willst, mail einfach. Will hier keine Mecker für zu lange Texte bekommen ;-)

Viel Grüße, elianna


Antwort 10 von Griemokhan

Mit 11, 12 Jahren sind Kinder noch fasziniert von Trickfilmen. Sowas mal selber machen ist der große Hit für sie.

Powerpoint oder Mediator sind nun Programme, mit denen man mit relativ wenigen Schritten Animationen bewirken kann.
Nimmt man dazu eine Digitalkamera, ist schnell ein Daumenkino erstellt. Originelle Schrifteinblendungen führen oft zu engagiertem Tüfteln.

Unter einem Titel wie "Besuch von Harry P." lässt sich allerlei präsentieren:
Harry fliegt auf seinem Besen durch eure Einrichtung (über Fotos davon),
durch eure Heimatstadt,
durch Wohnungen der Kinder usw.

So erleben die Kinder ihre Welt dann zweimal ganz neu:
- als Gestalter und
- als außenstehendes Publikum.

So könnten sie auch Werbespots entwickeln oder - z. B. mit Hilfe von Illustrierten (Scanner) - Werbung parodieren.

Oh, Fabian, ich komm ins Schwärmen!

Antwort 11 von elianna

@Griemokhan
schöne Ideen!!!! Ist der Mediator teuer?

elianna

Antwort 12 von Griemokhan

Leider ja, aber vielleicht gibt's da irgendwo nen Haushaltsposten.

Manche Institutionen bekommen Sonderkonditionen.

Ausprobieren kann du ihn mal mit dem Demoprogramm. Ergebnisse lassen sich nur leider nicht speichern.

http://www.medienwerkstatt-online.de/products/medi8or/medi8or.html

Antwort 13 von elianna

@Griemokhan
ist tatsächlich unbezahlbar. Übersteigt meinen Jahresetat und ich brauche noch simple Soundkarten
trotzdem Danke
elianna

Antwort 14 von Griemokhan

Aber es lassen sich doch schon soooooo schöne "Trickfilme" mit Powerpoint machen, da reicht selbst das "alte" 2000.

Und wer auch das nicht hat:

Frag mal in nem Laden nach, wo sowas verkauft wird. Die kennen vielleicht jemand, der OfficeXP gekauft hat, und der dann das alte günstig abgeben könnte.

Antwort 15 von starwash

@all: Liebe Leute: Ich finde es unheimlich spannend, was für viele Ideen hier nun nach und nach zusammengetragen werden....

macht weiterso...

vielen Dank

STAR

Antwort 16 von Manuel

Und???

Gruß Manuel

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