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seltsames PC-Totalversagen - woher?
Frage
An meinem PC trat vor ca. vier Wochen (nachdem der Rechner eineinhalb Jahre lang fast probmlemlos funktionierte) zum ersten Mal folgendes Problem auf: Mitten während der Arbeit schaltete der Bildschirm ab (wohl auch das System), und alle Laufwerksleuchten gingen an. Ein Hardware-Reset war nicht möglich (keine Reaktion). Nach Aus- und Einschalten des Rechners ging nichts, d.h. die Stomversorgung ging zwar an (Lüfter drehen sich, Peripherie versorgt) allerdings kam keine Bios-Fehlermeldung (Piepsen o.ä.) und natürlich keine Bildschirmdarstellung.
Dieses Problem war im folgenden nicht ohne weiteres zu beheben. Zur Fehleranalyse wurde eine anderes Board (vorher EPOX 8KTA, Duron 700 ; nachher unbek. Intel-Board mit Celeron) mit anderem Prozessor, aber identischem RAM und id. Grafikkarte eingebaut, wonach das System wieder arbeitete.
Damit war der Fehler offenbar auf Board und/oder Prozessor eingeschränkt. Nachdem ich einen neuen Prozessor mit neuem Lüfter eingebaut hatte, lief das System wieder, allerdings musste ich die Grafikkarte ersetzen, da diese bei der ganzen Fehleranalyseprozedur einen Schaden bei den AGP-Kontakten davongetragen hatte.
Ich war somit eigentlich überzeugt, dass der Prozessor aus unbek. Gründen defekt war. Er lief eineinhalb Jahre lang bei ca. 40-45 °C, was ja wohl kein thermisches Problem darstellen dürfte, sondern eventuell einfach Materialermüdung.
Das neue System (mit neuem Prozessor Duron 1000) lief auch 4 Wochen stabil und völlig problemlos, bis [gestern] der identische Fehler wieder auftrat. Wieder brach das System zusammen, kein Hardware-Reset möglich. Interessanterweise fuhr das System nach Aus- und Einschalten ca. 5 Sekunden hoch, bis sich die ersten BIOS-Informationen in Zeichensalat verwandelten und kurz darauf auch wieder der Monitor ausging. Danach lief erst einmal wieder gar nichts.
Heute schaltete ich den PC wieder (mehr aus Neugier) wieder an, und er fuhr anstandslos hoch (ohne Änderung der Hardware).
Ich bin ziemlich ratlos, wo ich den Fehler ansetzen soll. Hätte er nicht wieder funktioniert, wäre ein Prozessordefekt wieder am wahrscheinlichsten (allerdings auch eher unmotiviert - Temp. wieder max. bei ca. 40-45°C), und daraus wäre wohl ein Fehler des Boards oder des Netzteils gefolgt, der evtl. zu hohe Spannungsstösse liefert.
Jetzt, da wieder (vorübergehend?) alles funktioniert, bin ich vor allem ratlos, wo die genaue Ursache der Problems liegt.
Am wahrscheinlichsten erscheinen mir wie gesagt Board oder Netzteil, aber wie die spontane Wiedergenesung ins Bild passt, ist mir ein Rätsel.
Vielleicht (???) könnte es mit der Umgebungstemperatur zusammenhängen, denn beide Male trat der Fehler auf, als es recht warm war. Der Prozessor war dennoch natürlich nicht zu heiss, eventuell gibt es aber eine gewisse Temperaturanfälligkeit des Boards oder des Netzteils.
Falls jemand ähnliche Probleme gehabt hat, oder dieses Verhalten erklären kann, würde ich mich auf eine Antwort freuen.
Joachim Heuser
Antwort 1 von Zemmel
Hi !
Mal andere RAMs probiert ???
Gruß
Klaus
Mal andere RAMs probiert ???
Gruß
Klaus
Antwort 2 von Joachim Heuser
Andere RAMs nicht, lediglich von den beiden Riegeln (je 128) jeden einzeln probiert (als beim ersten Mal nichts ging). Beide Male war kein Erfolg zu sehen.
Wie sähe es denn aus, wenn ein Riegel kaputt wäre? Würde das das System bemerken und gar nicht mehr hochfahren oder gäbe es massenweise Speicherfehler im OS?
Zudem erklärt das leider auch nicht die Erscheinungen, die vor kurzem aufgetreten sind (geht, geht nicht, geht kurz, geht nicht, geht wieder), da ja die Hardware hier nicht angerührt wurde, oder?
Danke für die Antwort,
Joachim
Wie sähe es denn aus, wenn ein Riegel kaputt wäre? Würde das das System bemerken und gar nicht mehr hochfahren oder gäbe es massenweise Speicherfehler im OS?
Zudem erklärt das leider auch nicht die Erscheinungen, die vor kurzem aufgetreten sind (geht, geht nicht, geht kurz, geht nicht, geht wieder), da ja die Hardware hier nicht angerührt wurde, oder?
Danke für die Antwort,
Joachim
Antwort 3 von Locke
Das sieht mir eher nach einem Problem mit dem Netzteil aus, das ist auch recht empfindlich gegen Temperaturen.
Hast Du die anderen Teile nochmal einzeln geprüft?
Könnte sein, daß da eigentlich nix kaput war.
Wenn das Netzteil abschaltet, kann das mit unter eine gewisse Zeit dauern, bis das wieder läuft (hat dann aber bestimmt ´ne Macke).
Übrigens sind defekte Netzteile keine Seltenheit, ein Board, oder Prozessor, der lange lief aber schon.
Hast Du die anderen Teile nochmal einzeln geprüft?
Könnte sein, daß da eigentlich nix kaput war.
Wenn das Netzteil abschaltet, kann das mit unter eine gewisse Zeit dauern, bis das wieder läuft (hat dann aber bestimmt ´ne Macke).
Übrigens sind defekte Netzteile keine Seltenheit, ein Board, oder Prozessor, der lange lief aber schon.
Antwort 4 von Joachim Heuser
Wenn das Netzteil ein so instabiles Element sein kann, ist die Wahrscheinlichkeit hier wohl recht gross.
Wie allerdings die Tatsache einzuordnen ist, dass das Netzteil ein anderes Board einwandfrei versorgt hat, während das ursprüngliche zu diesem Zeitpunkt nicht lief, kann ich nicht beurteilen. Eventuell ist die Spannungstoleranzgrenze von dem Alternativboard breiter.
Andere Teile, die in Frage kämen sind eben Board und Prozessor; alle anderen Teile brachten keine Änderung, nachdem sie entfernt oder ausgetauscht wurden.
Aufgrund der beschriebenen Effekte ist wohl Instabilität das beste Wort, um den Defekt der betreffenden Komponente zu beschreiben, und meiner Vorstellung nach, gibt es bei Prozessoren und Boards keine Unterabstufung zwischen defekt und nicht defekt, was den Systemstart betrifft.
Das Problem, das ich nun habe, liegt nun darin, das Netzteil als Übeltäter zu "erwischen", also zu warten, bis der Fehler wieder auftritt (wird ja wieder warm) und durch Verwendung eines anderen Netzteils dem Defekt nachzuweisen. Dazu brauche ich allerdings ein anderes Netzteil, das ich kaufen müsste, ohne zu wissen, ob's WIRKLICH daran liegt.
Ich denke aber nach deiner Erklärung, was häufig vorkommt und was nicht, ist das ein nicht allzugrosses Risiko.
Joachim
Wie allerdings die Tatsache einzuordnen ist, dass das Netzteil ein anderes Board einwandfrei versorgt hat, während das ursprüngliche zu diesem Zeitpunkt nicht lief, kann ich nicht beurteilen. Eventuell ist die Spannungstoleranzgrenze von dem Alternativboard breiter.
Andere Teile, die in Frage kämen sind eben Board und Prozessor; alle anderen Teile brachten keine Änderung, nachdem sie entfernt oder ausgetauscht wurden.
Aufgrund der beschriebenen Effekte ist wohl Instabilität das beste Wort, um den Defekt der betreffenden Komponente zu beschreiben, und meiner Vorstellung nach, gibt es bei Prozessoren und Boards keine Unterabstufung zwischen defekt und nicht defekt, was den Systemstart betrifft.
Das Problem, das ich nun habe, liegt nun darin, das Netzteil als Übeltäter zu "erwischen", also zu warten, bis der Fehler wieder auftritt (wird ja wieder warm) und durch Verwendung eines anderen Netzteils dem Defekt nachzuweisen. Dazu brauche ich allerdings ein anderes Netzteil, das ich kaufen müsste, ohne zu wissen, ob's WIRKLICH daran liegt.
Ich denke aber nach deiner Erklärung, was häufig vorkommt und was nicht, ist das ein nicht allzugrosses Risiko.
Joachim
Antwort 5 von Locke
Ich habe noch nie! einen Prozessor wegen Defekt getauscht, wenn der mal eine Zeit lang lief.
Ich habe erst 2 mal ein Board getauscht, das mal lief, und das nur, weil jemand mit neuer Hardware rumgespielt hatte und irgendwas zerschossen hat.
Ich habe aber schon etliche Netzteile getauscht mit Problemen, ähnlich wie Deinen.
Der häufigste Defekt, warum ein Rechner nicht mehr läuft, ist allerdings ein nicht mehr voll funktionsfähiger CPU-Lüfter.
Ich habe erst 2 mal ein Board getauscht, das mal lief, und das nur, weil jemand mit neuer Hardware rumgespielt hatte und irgendwas zerschossen hat.
Ich habe aber schon etliche Netzteile getauscht mit Problemen, ähnlich wie Deinen.
Der häufigste Defekt, warum ein Rechner nicht mehr läuft, ist allerdings ein nicht mehr voll funktionsfähiger CPU-Lüfter.
Antwort 6 von Joachim Heuser
Das mit dem Lüfter kann ich ziemlich ausschliessen.
Dann werd' ich mich mal nach einem neuen Netzteil umsehen und hoffe (nach deinen Ausführungen: mit grosser Hoffnung), dass damit das Problem nicht mehr auftritt.
Vielen Dank
Joachim
Dann werd' ich mich mal nach einem neuen Netzteil umsehen und hoffe (nach deinen Ausführungen: mit grosser Hoffnung), dass damit das Problem nicht mehr auftritt.
Vielen Dank
Joachim
Antwort 7 von Locke
Sicher ist nur das Amen in der Kirche.
Hast Du die "alten" Teile mal in einem anderen rechner getestet?
Hast Du die "alten" Teile mal in einem anderen rechner getestet?
Antwort 8 von Joachim Heuser
Natürlich bin ich mit dem Netzteil nicht sicher, nur ist es eben sehr wahrscheinlich.
Ich habe keine Komponenten in einem anderen Rechner getestet, d.h. in einem lauffähigen Rechner, wo ich Komponente nach Komponente durchprobiert habe (steht nicht zu Verfügung, nur diverse Einzelteile), sondern ich habe nur bestehende Komponenten ausgetauscht, bzw. entfernt. Das Netzteil blieb dabei immer dasselbe.
Ich müsste mit dieser Prozedur ja auch warten bis der Fehler wieder auftritt - für diesen Fall war auch der Kauf eines neuen Netzteils gedacht.
Wie gesagt, zur Analyse wäre es optimal, wenn ich im Falle eines erneuten Fehlers Komponente für Komponente in einem anderen PC testen könnte. Da dies nicht möglich ist (ohne grösseren Aufwand) muss eben eine Plausibilitätsanalyse der wahrscheinlichsten Fehler herhalten. Und dank deiner Erfahrungen ist eben das Netzteil hier der wahrscheinlichste Kandidat. Mehr Informationen wird man denke ich ohne obige Prozedur nicht erhalten können.
Mein grösstes Problem, die Instabilität zwischen geht nix, geht kurz und geht einwandfrei zu erklären, ist auf jeden Fall durch ein temperaturanfälliges Netzteil zu meiner Zufriedenheit gelöst.
Um das zu testen, bzw. den Fehler zu beheben, wird zwar das neue Netzteil von Nöten sein, das kann ich jedoch verkraften (mehr als auf Verdacht ein komplettes Board mit RAM zu kaufen).
Joachim
Ich habe keine Komponenten in einem anderen Rechner getestet, d.h. in einem lauffähigen Rechner, wo ich Komponente nach Komponente durchprobiert habe (steht nicht zu Verfügung, nur diverse Einzelteile), sondern ich habe nur bestehende Komponenten ausgetauscht, bzw. entfernt. Das Netzteil blieb dabei immer dasselbe.
Ich müsste mit dieser Prozedur ja auch warten bis der Fehler wieder auftritt - für diesen Fall war auch der Kauf eines neuen Netzteils gedacht.
Wie gesagt, zur Analyse wäre es optimal, wenn ich im Falle eines erneuten Fehlers Komponente für Komponente in einem anderen PC testen könnte. Da dies nicht möglich ist (ohne grösseren Aufwand) muss eben eine Plausibilitätsanalyse der wahrscheinlichsten Fehler herhalten. Und dank deiner Erfahrungen ist eben das Netzteil hier der wahrscheinlichste Kandidat. Mehr Informationen wird man denke ich ohne obige Prozedur nicht erhalten können.
Mein grösstes Problem, die Instabilität zwischen geht nix, geht kurz und geht einwandfrei zu erklären, ist auf jeden Fall durch ein temperaturanfälliges Netzteil zu meiner Zufriedenheit gelöst.
Um das zu testen, bzw. den Fehler zu beheben, wird zwar das neue Netzteil von Nöten sein, das kann ich jedoch verkraften (mehr als auf Verdacht ein komplettes Board mit RAM zu kaufen).
Joachim

