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Telefon gesperrt - Und nun?





Frage

Im Moment gibt's ja hier im Forum einige Debatten zu Dialern und die Folgen. Eine neue Variante kündigt sich an. Eben hat sich bei mir jemand angekündigt, der Rat sucht. Nun bin ich kein Jurist und kann höchstens aus Erfahrung schöpfen und weiter leiten. Folgendes steht an: Er ist seit Jahrzehnten problemloser Telefon/Telekom-Kunde, seit Jahren Internet-Nutzer über T-Online. Unerwartet bekam er vor ca. einem halben Jahr eine um mehrere hundert Euro höhere Rechnung als üblich: angebliche Dialer-Dienste. Er zahlte nur die unstrittigen Beträge, informierte die Telekom über seine Position und managte das Ganze anschließend noch mal über einen Anwalt der Verbraucherberatung. Seitdem kommen wieder unstrittige Rechnungen, die auch problemlos bezahlt werden. Heute nun bekommt er Mitteilung von der Telekom, dass ab sofort sein Anschluss gesperrt für abgehenden Verkehr gesperrt sei. Ich kann ihn anrufen. Das widerspricht allem, was ich bisher so erlebt und gelesen habe. Was tun? Wer weiß Rat? Na klar, morgen geht's wieder zum Anwalt. Wer hat jetzt schon was parat?

Antwort 1 von Rangoo

Hat er sich vielleicht erneut unbemerkt einen Dialer eingefangen, so dass die Telekom eine Gebührensperre verhängt hat? Ganz ohne Angaben von Gründen werden die wohl kaum einen Anschluss sperren.

Antwort 2 von Griemokhan

YAW und meine Wenigkeit checken seitdem das System - ich nicht so regelmäßig wie YAW. Nix Auffälliges.

Den Wortlaut der Telekompost werde ich ja heute Abend erfahren.
Ich denke mir, die Sperren wegen Nichtbezahlung.

Ist das überhaupt so rechtens?
Der Mann zahlt schließlich ansonsten immer alles reibungslos.

Machen die sowas jetzt öfter?
Wer hat Erfahrung?

Wo kann ich im Netz speziell zum Thema Sperrung was Interessantes finden?
Es gibt sooo viele - wie http://www.urbs.de/aktuell/change.htm?recht78.htm

Wer hat aber selbst Erfahrung mit sonem Fall?

Antwort 3 von Netzwerkpsycho1

Also nochmal:
Der Typ hat sich mehr oder weniger nen Dialer eingefangen und bezahlt den auch Brav.
Die nächsten Monate hat er immernoch nen Dialer oder sowas in der Art drauf und bezahlt wiederum Brav.

1) Wie beknackt - oder reich ist der, das ihn das nicht sonderlich Stört?
2)Warum dankt er nicht der Telekom, das sie ihn vor weiteren Schäden schützen?
3)Warum unternimmt er nichts gegen diese Abzocken, wie Antidialer oder Antivirus oder ein neues OS?

Oder Blick ich das nicht Richtig?
MfG:NWP1

Antwort 4 von REALKOJACK

@ netzwerkpsycho
Ich glaube, Du hast es nicht richtig verstanden.
Der bekannte hat nachdem die rechnung höher ausgefallen war, nur das bezahlt, was auf der Rechnung korrekt war- mehr nicht.
Das ganze hat sich wohl irgendwie in Wohlgefallen aufgelöst und aus dem Mir-nichts-Dir nichts, wird sein Anschluß gesperrt.

Mehr hat Griemokhan doch gar nicht beschrieben. Wie kommst Du zu solchen Schlüssen? Beknackt kann er ja wohl kaum sein, da er die Forderungen nicht erfüllt hat.

Oder habe ICH da jetzt was nicht geblickt? ;-)

Antwort 5 von Netzwerkpsycho1

Ok - man sollte L A N G S A M lesen.
Er schrieb UNstrittig und ich laß UMstrittig.
Also hab ich was verpeilt.
MfG:NWP1

Antwort 6 von Smigel

Könnte es sein das er nur die Rechnung um den 0190-Betrag gekürzt hat ohne einen Hinweis welche Positionen der Rechnung er nicht bezahlt? In einem Solchen Fall wird die Zahlung gleichmässig auf alle Posten verteilt. Dadurch wird er einen offenen Betrag bei der Telekom haben und deswegen sperren die.

Antwort 7 von Lioness

Die Telekom verhält sich so wie jede andere normale Firma. Es ist völlig ohne Belang wie lange Geschäftsverhältnis besteht. Hat der Kunde so und so lange einen Betrag offen und macht keine Anstalten diesen zu begleichen, wird Lieferung bzw. weitergehende Leistung unterbrochen, d.h. in diesem Falle es können keine Kosten auflaufen. Offensichtlich war aus Sicht der Telekom der offene Betrag nicht zu stornieren sondern strittig und weiterhin offen und aus Sicht des Ratsuchenden die Sache mit dem Nichtbezahlen bzw. Einschalten des Rechtsanwalts erledigt. Der Ratsuchende hätte auf Storno drängen müssen, d.h. etwas mehr Druck machen müssen bzw.der Anwalt hätte dafür sorgen müssen. Ein Stornobetrag wird als Minusbetrag auf der nächsten Rechnung ausgewiesen und gleicht damit den ursprünglichen Forderungsbetrag aus.


Antwort 8 von Griemokhan

Also, jetzt sehe ich etwas klarer:

An irgendeinem schönen Tag im Mai hat der Mann sich drei Dialer gefangen - wie auch immer.

Er sagt mir, dass sei nicht willens und bewusst geschehen. Das kann ja nun jeder sagen, aber ich vertrau ihm da, geh zu ihm hin, check sein System und find die drei Dinger. Gesichert! System gesäubert.

Der Telekom sofort schriftlich Mitteilung gemacht, Widerspruch eingelegt, um Sperrung der 0190er gebeten und um detaillierten Einzelverbindungsnachweis für die Zukunft und für die letzte Rechnungsperiode.

Unstrittige Leistungen werden bezahlt.

Telekom schickt Service-Man, der prüft die Telefonleitungen durch, blickt Rechner noch nicht mal an und meint: "Was soll ich eigentlich hier? Alles ok."

Nachfolgende Rechnungen beinhalten immer auch Nachforderung der strittigen Summe, ...

aber eben auch in der Juni- und in der Juli-Rechnung jeweils einen Dialer-Posten mit Verbindungshinweis zum selben Tag im Mai wie oben.

Zwischendurch immer Mahnungen, die zurück gewiesen werden.

Am 09.09.2002 letzte Mahnung.

Heute: Verbindungstrennung.

Nochmal kurz:

Alles zu Dialern, die nur an einem einzigen Tag Verbindungen aufgebaut haben, ...

... an einem schönen Tag im Mai.




Antwort 9 von Svenja

Griemo, das hast du aber schön beschrieben. ;-)

Rat an deinen Bekannten: Sofort unter Vorbehalt(!) löhnen! Sonst blüht als nächstes die komplette Sperrung des Anschlusses (das geht flott!) und ein Schufaeintrag. Einen neuen Anschluss bekommt er dann nur noch, wenn er ca. 300 € Kaution hinterlegt, eine durchschnittliche Monatsrechnung im Voraus und natürlich die Kosten für den Neuanschluss bezahlt.

"Die" sitzen einfach am längeren Hebel. Das Geld durch einen Anwalt später wieder zurückholen zu lassen, bleibt ihm unbenommen.

Gruß
Svenja

Antwort 10 von Sir-Tobi

Hallo Griemokhan!

Mach dich mal bei www.dailerschutz.de kundig. Dort sind viele Tips und Ratschläge aufgelistet. Man findet auch was über Rechtliche Aspekte.

MFG Sir-Tobi

Antwort 11 von Darkman01

Moin Moin,
mal kurze Gegenfrage.

Wieso hat dein Bekannter eigentlich nicht sofort alle 0190...Nummern , mit Ausnahme der T-Online Einwahlnumer sperren lassen??

so hat es mein Kollege auch gemacht, und ist ansonsten auch so vorgegangen wie dein Bekannter.
Es hat sogar eine Gerichtsverhandlung gegeben, bei der rausgekommen ist, dass er nicht zahlen musste, weil...

1. Man ihm nicht nachweisen konnte, dass er die Dialer absichtlich installiert hat und es eben auch die technischen Vorraussetzungen gibt, dass sich die Dialer selbst installieren.

2. Das Anbieten, der Leistungen, die hinter einem solchen Dialer stecken ( Sexseiten ), nicht den guten Sitten entprechen, und eben deshalb auch kein Anspruch auf Bezahlung von Seiten des Anbieters bestehe.

Ich bin mir aber ehrlcih gesagt auch nicht sicher ob das immer noch gilt,odr ob sch die Rechtsprechung nicht geändert hat,ist alles schon 3 Jahre her.
Ich weiss aber, dass die Teledumm, seit kurzen nicht mehr verpflichtet ist, die Leistungen, die Drittanbieter anbieten ueber die teledumminkasso einzutreiben, und die Teledumm dies auch nicht mehr macht.

Vielleicht hilft Dir das ja weiter

Bis denne

Darkman01


Antwort 12 von Darkman01

Moin Moin,
mal kurze Gegenfrage.

Wieso hat dein Bekannter eigentlich nicht sofort alle 0190...Nummern , mit Ausnahme der T-Online Einwahlnumer sperren lassen??

So hat es mein Kollege auch gemacht, und ist ansonsten auch so vorgegangen wie dein Bekannter.
Es hat sogar eine Gerichtsverhandlung gegeben, bei der rausgekommen ist, dass er nicht zahlen musste, weil...

1. Man ihm nicht nachweisen konnte, dass er die Dialer absichtlich installiert hat und es eben auch die technischen Vorraussetzungen gibt, dass sich die Dialer selbst installieren.

2. Das Anbieten, der Leistungen, die hinter einem solchen Dialer stecken ( Sexseiten ), nicht den guten Sitten entprechen, und eben deshalb auch kein Anspruch auf Bezahlung von Seiten des Anbieters bestehe.

Ich bin mir aber ehrlich gesagt auch nicht sicher ob das immer noch gilt,oder ob sch die Rechtsprechung nicht geändert hat,ist alles schon 3 Jahre her.
Ich weiss aber, dass die Teledumm, seit kurzen nicht mehr verpflichtet ist, die Leistungen, die Drittanbieter anbieten ueber die Teledumminkasso einzutreiben, und die Teledumm dies auch nicht mehr macht.

Vielleicht hilft Dir das ja weiter

Bis denne

Darkman01


Antwort 13 von Griemokhan

Erfolgsmeldung

Der Anschluss ist wieder frei.

Wie kam's?

Gestern Begründung wie oben an Anwalt.
Gestern schon Anwalt an Gericht:
Einstweilige Verfügung auf Aufhebung der Sperrung.
Heute: Aufhebung der Sperrung.

So schnell kann's gehen.

Nur nix gefallen lassen.

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