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Mo 24.02 21:45 (ARD) Stalin - Tod eines Diktators Dokumentation, Deutschland 2003 Stalin - das ist bis heute ein Name, der Schauder auslöst - und Neugier. Wer war dieser Mann, der drei Jahrzehnte lang fast uneingeschränkt die Sowjetunion beherrscht hat? Als er am 5. März 1953 stirbt, trauern Millionen Menschen um den angeblich "Unsterblichen". In Moskau sind wenig später Hunderttausende auf der Straße, um vom aufgebahrten Iossif Wissarionowitsch Dshugaschwili, Parteiname Stalin, Abschied zu nehmen. Dass nur drei Jahre später der große Stalin, der Führer aller Werktätigen, als Verbrecher, als Mörder, als Monster, als einer, der dem Sieg der Revolution im Wege stand und schließlich zu deren Totengräber wurde, entlarvt werden wird, das ahnen im kalten März 1953 nur wenige. Das wird 1956 der XX. Parteitag der Kommunistischen Partei der Sowjetunion offen legen. Einer der einst treuesten Paladine Stalins, Nikita Chrustschow, wird dann dem Volk einen Teil der schrecklichen Wahrheit berichten. Stalins langer Schatten in der Sowjetunion und in Russland hat bis vor kurzem eine unabhängige Auseinandersetzung mit seiner historischen Rolle behindert. Jetzt allerdings gibt es spektakuläre neue Entwicklungen: Junge Historiker und Stalin-Experten können heute erstmals und unwiderlegbar beweisen, dass Stalin nicht nur von jeder einzelnen Terrortat informiert war, sondern sie angeordnet und ihre Durchführung überwacht hat. Heute lässt sich Stalins Weg zur selbstherrlichen Alleinherrschaft ebenso glaubhaft darstellen wie die bisher heftig bestrittene These, der Zweite Weltkrieg sei nicht dank Stalin, sondern trotz Stalin gewonnen worden. Auch die Einsamkeit des mächtigen Diktators in seinen letzten Jahren ist jetzt erzählbar geworden. Der Filmemacherin Inga Wolfram ist es gelungen, Zugang zum bislang verschlossenen Privatarchiv Stalins zu erhalten. Mit kaum bekanntem Filmmaterial, mit Fotos, Briefen und Dokumenten wirft sie einen neuen Blick auf einen schlauen, geschickten, intriganten, bösartigen und machtbesessenen Menschen. Zeitzeugen aus dem familiären Umfeld Stalins sowie Bilder von wichtigen Schauplätzen seiner Karriere lassen das Psychogramm des Diktators entstehen, der bis heute als Politiker und als Verbrecher die Fantasie vieler Menschen elektrisiert.

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