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Feststellen, ob Audio-CD mal MP3 war?





Frage

Hallo, ich habe hier eine Audio-CD vor mir liegen, und ich würde jetzt gerne wissen, ob die Tracks vorher MP3's waren. Abgesehen von der Klangqualität (die man ab 192 kBit ohne Vergleich zum Original nicht hören kann), gibt es Tools, die prüfen, ob eine Wave (also die Tracks von CD) schon mal eine MP3 war? [i]<gruß thj>[/i]

Antwort 1 von TheHappyJoker

▲ und hoch damit ▲

Antwort 2 von Friedel

Sowas kann es nicht geben. Die Wavedateien enthalten keine Informationen darüber aus welcher Quelle sie aufgenommen wurden. Möglicherweise hat sich ein Probramm im Dateiheader verewigt und gibt dadurch einen Hinweis. Ist aber eher unwahrscheinlich. In dem Fall kann man das mit einem Hexeditor feststellen oder mit eiem Klick auf die Dateieigenschafen. Wenn das eine nix bringt, kann das andere trotzdem was bringen. Wenn du nix findest, hat das nix zu bedeuten. Wenn sich dort ein Programm verewigt hat, kannst du zumindest überprüfen ob dieses Programm MP3 in Wave umwandeln kann.

Antwort 3 von TheHappyJoker

Das in der Wave keine Infos über die Quelle sind, ist mir auch klar.

Beim Konvertieren zu MP3 werden doch aber bestimmte Frequenzen weggeschnitten, gequetscht oder sonst irgendwie verändert. Erstellt man aus dieser MP3 eine Wave werden diese Infos ja 1:1 übernommen (d.h. die Wave (sofern 16 bit, Stereo, 44.100 Hz) hört sich 100% so an, wie die MP3 die sie vorher mal war).

Es müsste doch Programme geben, die gerade diese "Verstümmelungen" (die das menschliche Ohr nicht hören sollte) erkennen können.

In dieser Richtung hatte ich eher gedacht...

Wenn also jemand eine Lösng kennt: Danke schon mal für Vorschläge :)

<gruß thj>

Antwort 4 von Casvil

Informier dich doch mal welche Frequenzen weggeschnitten werden. Das müssten die Frequenzen ab 20000 Hz sein, wenn ich mich nicht irre. Danach kannst du mit einem Analyse tool, z.B. um Musik Dateien zu schneiden, sehen ob diese Frequenzen vorhanden sind. Ein vergleich zu einer Original Wave sollte dann in dem Wellenmuster einige unterschiede zeigen.
Eine andere Frage warum willst du es wissen?
Cas

Antwort 5 von AnPapaSeiBua

Probier mal Folgendes:

Wandle die CD mit Lame und der Einstellung --r3mix wieder nach MP3 (VBR) um. Untersuch die Datei dann mit EncSpot. Wenn die Datei vorher mal eine MP3 z. B. mit 128 kb war, dann hast du bei der neuen Datei eine Häufung bei 128 kb. Wenn die MP3 aber in VBR oder mit sehr hohen Bitraten (>=256 kb) encodiert war, dann wirst davon nix merken.

MfG
Jürgen

Antwort 6 von Pete K.

"Beim Konvertieren zu MP3 werden doch aber bestimmte Frequenzen weggeschnitten, gequetscht oder sonst irgendwie verändert." - Ja, aber daraus kann man keine Schlüsse ableiten, ob die Datei gewandelt wurde. Schließlich weißt du gar nicht, in welcher Qualität ggf. die Urpsrungsdatei vorgelegen hat bzw. welche Frequenzen im "Original" enthalten waren. Alles in allem: Es geht nicht! Und wenn man den Unterschied eh nicht hört, sollte es auch egal sein ...

Antwort 7 von Casvil

@Pete K.: Das siehst du leider gottes falsch lieber Pete. Es ist nunmal so, unabhängig von der Qualität eines Musikstückes, das dort IMMER Töne in Frequenzen jenseits vom Hörbaren klingen.(Ebend die Frequenzen ab ich glaube 18000-20000 Hz). Der Mpeg Audio Layer 3 Codec(Mp3) filtert gerade diese für das menschliche Gehör nicht wahrzunehmenden Klänge heraus, und erreicht so eine wunderbare Kompremierung der Sounddatei.
Wie gesagt sind bei den Waves diese Frequenzen jenseits der o.g. Marke nicht vorhanden, so handelt es sich wohl sehr Wahrscheinlich um umgewandelte Mp3s.
Die Qualität des Originals hat damit wirklich überhaupt nichts zu tun.

Cas

Antwort 8 von sutadur

@Casvil: Wenn schon das Original keine Frequenzen jenseits des hörbaren enthielt, wird auch durch die Komprimierung nichts abgeschnitten! Dass das sich um eine solche Vorlage handelt, ist zwar sehr unwahrscheinlich, theoretisch aber möglich.

Antwort 9 von Casvil

@sutadur Ja das stimmt schon, aber bei jeder normalen Vorlage kommen diese Frequenzen automatisch mit auf die Cd/Track also ins Musikstück rein. Andere Datenkomprimierungen schneiden auch diese Frequenzen ab(WMA-Windows Media Player z.B.). Aber du kannst mit SICHERHEIT davon ausgehen, das jedes 'normale' Musikstück im Originalzustannt diese Frequenzmuster hat. Es ist einfach bei der Musikaufnahme Technisch noch nicht möglich/oder nicht praktikabel diese Frequenzen herauszufiltern. Ich weiss nicht wie es mit komplet Computergenerirten Stücken aussieht. Wenn die nicht gerade real aufgenommene Sequenzen nutzen(Magix Musikmaker) also wirklich alles aus den Soundprozessoren repliziert wird, dann ist es möglich, das dort dieses Muster nicht auftritt. Aber da die heutige Musik entweder Original Instrumente oder Original Aufnahmen(wie bei Magix) verwendet, ist noch damit zurechnen im Original diese Frequenzen zu finden.

Cas

Antwort 10 von Pumuckel

Mann Mann Mann, da redet ein Blinder von Farben....

Um analoge Daten digitalisieren zu können, müssen sie abgetastet werden.
Das Nyquist-Theorem besagt, daß für eine fehlerfreie Rekonstruktion die Abtastrate mindestens doppelt so groß sein muß, wie die höchste Frequenz im Nutzsignal.
Da bei CDs die Abtastrate bekanntermaßen 44,1 kHz beträgt, kann theoretisch höchstens eine Frequenz von 22,05 kHz fehlerfrei rekonstruiert werden. Dazu wären aber ideale Filter nötig, die es natürlich nicht gibt. Deshalb ist die höchste Frequenz laut Standard auf 20kHz festgelegt.
Da aber Sound (wegen Rauschen etc.) nicht bandbegrenzt ist, wird das Audiosignal vor der Digitalisierung tiefpaßgefiltert, um sicherzustellen, daß keine Frequenzen größer 20kHz auftreten. Aufgrund nichtidealer Filter treten zwar Signalanteile mit höheren Frequenzen auf, diese sind aber stark gedämpft und nach der Digitalisierung nicht mehr vom Quantisierungsrauschen des AD-Wandlers zu unterscheiden.
Treten ungedämpfte Signalanteile größer 20kHz auf, werden diese bei der Rekonstruktion (beim Cd-Abspielen) in das Nutzsignalspektrum verschoben und "verpfuschen" auch das hörbare Audiosignal.

Genaueres dazu unter http://www2.cs.ust.hk/faculty/layers/comp342/waveforms/nyquist.html
und für Fortgeschrittene:
http://www-it.et.tudelft.nl/html/education/courses/et4_089/pdf/dscs...(ca. 400kByte)

Ein MP3-Encoder filtert in erster Linie Audiosignale heraus, die wegen psychoakustischer Effekte vom menschlichen Ohr nicht wahrgenommen werden (leise Töne nach lauten etc.) Nur bei niedrigen Bitraten (<=128kBit) wird zusätzlich noch eine Tiefpaßfilterung durchgeführt.


Zurück zum Thema:
Da wegen der psychoakustischen Filterung auch im normalen hörbaren Bereich Töne fehlen, kann man, vorrausgesetzt man hat das Original, mit einer Frequenzanalyse Abweichungen feststellen.

Wenn Du das Original hast, wird Dich das aber kaum noch interessieren ;-) deshalb sehe ich da keine großen Chancen eine vorherige Codierung nachzuweisen.

Antwort 11 von TheHappyJoker

So, ich danke euch erstmal für die reichlichen Antworten (dachte schon, es kommt nichts mehr :)

Casvil, Du wolltest den Grund wissen:

Vor ca. 1 1/2 Jahren habe ich angefangen mit MP3's herumzuexperimentieren. Nun habe ich eine CD hier, von der ich nicht mehr weiß, ob ich sie über den Umweg der MP3-Konvertierung oder direkt 1:1 kopiert habe (Ja, ich habe auch das Original noch!) Is' blöd, aber ich würde es zugern wissen :)

Naja, wegen einer CD mache ich (noch) keinen Thread auf. Ich war dann halt neugierig geworden, und wollte wissen, ob man generell festellen kann, ob eine Wave mal eine MP3 war.

Mit den fehlenden Frequenzenbereich klingt schonmal sehr gut. Werde gleich mal eine Spektralanalyse verschiedener Files durchführen.

Achso: Es gibt aber tatsächlich CD's (also Originale), welche die Frequenzen nicht beinhalten. Und zwar sind das meißtens Remastered-CD's aus den 60er Jahren und früher. Weil damals die Musik noch nicht mit den vollen Frequenzspektrum aufgenommen wurde (die Technik gab's noch nicht her).

<gruß thj>