Supportnet / Forum / Plauderecke
und oder oder (eigentlich Mathematik)
Frage
Hallo,
wir haben in Informatik ein Programm zum Lösen von Gleichungen geschrieben: ax^2+bx+c=0
Mein Informatiklehrer meint, dass es egal ist, ob ich die Lösungen auf der Bildschirm z.B. als
1. x=7 v x=-5 (v steht für "oder" (lat.: vel))
oder
2. x1=7 /\ x2=-5 (/\ steht für "und" (lat.: ???) )
darstelle. Weil man bei 2. wegen der Indizierung auch \/ schreiben kann. Ich meine es ist nicht egal. Habe meinen Mathelehrer noch nicht fragen können. Ich meine NUR 1. ist richtig, weil x1,x2 nur soetwas ist wie eine Nummerierung und deswegen nicht beide gleichzeitig (das ist in meinen Augen die Bedeutung von /\) erfüllt sein können.
Obwohl das Thema wohl eher in der Mathematik angesiedelt ist aber bei mir im Informatikunterricht hoch kam, stelle ich die Frage hier. Informatiker haben ja meistens auch Ahnung von Mathe ;-)
Grüße
Hasi
Antwort 1 von MixMax
evtl hat dein lehrer sich mal verlesen oder so :)
was wohl das gleiche ist (nun aber aus informatik)
x = 5 or x = 7
bedeutet auch
not x != 5 and x != 7
mit x1 und x2 sollte der lehrer auch angaben machen wo der unterschied sein soll zwischen x odr x1 und x2.
Frage ihn mal ob er das mal am praktischen Beispiel vorrechnen kann.
was wohl das gleiche ist (nun aber aus informatik)
x = 5 or x = 7
bedeutet auch
not x != 5 and x != 7
mit x1 und x2 sollte der lehrer auch angaben machen wo der unterschied sein soll zwischen x odr x1 und x2.
Frage ihn mal ob er das mal am praktischen Beispiel vorrechnen kann.
Antwort 2 von Xavier
Vielleicht meint er ja auch, dass x nicht gleichzeitig 7 und -5 sein kann, sondern nur eins von beiden -> x=7 v x=-5
x1 und x2 sind unterschiedlich und können daher mit "und" verknüpft werden.
x1 und x2 sind unterschiedlich und können daher mit "und" verknüpft werden.
Antwort 3 von MixMax
hm, wer würde auf die idee kommen eine abfrage zu machen x=7 /\ x=-5 also wenn x 7 und x -5 ist, aber wenn sein lehrer sonst keine Probleme hat, kann er ja mal prüfen ob 7 = -5 ist *gg*
Frage mich welchen lerneffekt es haben soll - er kann ja seine schüler das kleine 1x1 binär auswenig lernen lassen...
Frage mich welchen lerneffekt es haben soll - er kann ja seine schüler das kleine 1x1 binär auswenig lernen lassen...
Antwort 4 von Hasi
Er meint, genau wie Xavier sagt, dass x NICHT gleichzeitig 7 und -5 sein kann. Aber genau deshalb, meine ich, kann man NICHT "und" sagen, weil man dann "und gleichzeitig" meint.
Der Lehrer sagt nun: Man kann das "oder" gegen ein "und" austauschen, wenn man ein indiziertes x (x1,x2) nimmt. Denn damit hat man die Unterschiedlichkeit von x ausgedrückt.
Aber darin liegt für mich ein Widerspruch. Er meint, er führt neue Variabel ein:
1. x1:=x
und
2. x2:=x
Aber selbst dann ist das "und" falsch! Das klingt wahrscheinlich alles sehr keinkariert, aber in der Mathematik muss man doch so genau unterscheiden!
Hasi
Der Lehrer sagt nun: Man kann das "oder" gegen ein "und" austauschen, wenn man ein indiziertes x (x1,x2) nimmt. Denn damit hat man die Unterschiedlichkeit von x ausgedrückt.
Aber darin liegt für mich ein Widerspruch. Er meint, er führt neue Variabel ein:
1. x1:=x
und
2. x2:=x
Aber selbst dann ist das "und" falsch! Das klingt wahrscheinlich alles sehr keinkariert, aber in der Mathematik muss man doch so genau unterscheiden!
Hasi
Antwort 5 von Hasi
Er meint, genau wie Xavier sagt, dass x NICHT gleichzeitig 7 und -5 sein kann. Aber genau deshalb, meine ich, kann man NICHT "und" sagen, weil man dann "und gleichzeitig" meint.
Der Lehrer sagt nun: Man kann das "oder" gegen ein "und" austauschen, wenn man ein indiziertes x (x1,x2) nimmt. Denn damit hat man die Unterschiedlichkeit von x ausgedrückt.
Aber darin liegt für mich ein Widerspruch. Er meint, er führt neue Variabel ein:
1. x1:=x
und
2. x2:=x
Aber selbst dann ist das "und" falsch! Das klingt wahrscheinlich alles sehr keinkariert, aber in der Mathematik muss man doch so genau unterscheiden!
Hasi
Der Lehrer sagt nun: Man kann das "oder" gegen ein "und" austauschen, wenn man ein indiziertes x (x1,x2) nimmt. Denn damit hat man die Unterschiedlichkeit von x ausgedrückt.
Aber darin liegt für mich ein Widerspruch. Er meint, er führt neue Variabel ein:
1. x1:=x
und
2. x2:=x
Aber selbst dann ist das "und" falsch! Das klingt wahrscheinlich alles sehr keinkariert, aber in der Mathematik muss man doch so genau unterscheiden!
Hasi
Antwort 6 von Teddy7
Xavier hat das schon richtig erklärt.
Es gibt Gleichungen, die für mehrere Werte erfüllt sind.
So ist z.B. x**2 = 9
erfüllt für X1 = 3 UND für X2 = -3
hier ist und richtig, weil X1 und X2 unterschiedliche Variablen sind
Durch die Indizierung wird in der Mathematik eben ausgedrückt, das es sich um unterschiedliche Ausprägungen der (Lösungs-)Menge X handelt.
Wenn man nur von X spricht, dann kann diese Variable natürlich immer nur gleich 3 ODER = -3 sein.
Gruß
Teddy
Es gibt Gleichungen, die für mehrere Werte erfüllt sind.
So ist z.B. x**2 = 9
erfüllt für X1 = 3 UND für X2 = -3
hier ist und richtig, weil X1 und X2 unterschiedliche Variablen sind
Durch die Indizierung wird in der Mathematik eben ausgedrückt, das es sich um unterschiedliche Ausprägungen der (Lösungs-)Menge X handelt.
Wenn man nur von X spricht, dann kann diese Variable natürlich immer nur gleich 3 ODER = -3 sein.
Gruß
Teddy
Antwort 7 von Hasi
Hmmm, das macht mich einigermaßen baff! Kann das, was Klaus gesagt hat, noch jemand bestätigen?
Hieße das nicht auch, dass wenn die Variable x 2 mal im Term (z.B. x^2+4x+ ...) vorkommt, dass man dann auch x1 und x2 in einen Term einsetzen kann (z.B. (x1)^2+4(x2)+...)???
fragt sich
Hasi
Hieße das nicht auch, dass wenn die Variable x 2 mal im Term (z.B. x^2+4x+ ...) vorkommt, dass man dann auch x1 und x2 in einen Term einsetzen kann (z.B. (x1)^2+4(x2)+...)???
fragt sich
Hasi
Antwort 8 von Teddy7
das macht wenig Sinn, weil man ja gerade versucht in solchen Gleichungen möglichst wenig Unbekannte zu haben.
Außerdem geht das nicht weil: z.B.
X**2 = 9 (**2 = zum quadrat)
Lösungsmenge X1 = 3 und X2 = -3
kann man auch schreiben:
X * X = 9
aber NICHT:
X1 * X2 = 9 (weil eben 3 * -3 <> 9)
Man muß X1 und X2 wirklich nur als Teile der LösungsMENGE sehen - rechnen tut man damit nur um das Ergebnis zu überprüfen, ansonsten spricht man nur von der Unbekannten X.
Gruß
Teddy
Außerdem geht das nicht weil: z.B.
X**2 = 9 (**2 = zum quadrat)
Lösungsmenge X1 = 3 und X2 = -3
kann man auch schreiben:
X * X = 9
aber NICHT:
X1 * X2 = 9 (weil eben 3 * -3 <> 9)
Man muß X1 und X2 wirklich nur als Teile der LösungsMENGE sehen - rechnen tut man damit nur um das Ergebnis zu überprüfen, ansonsten spricht man nur von der Unbekannten X.
Gruß
Teddy

