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Tauschbörsen vorgestellt

00-Tauschboersen-vorgestellt-Logo-80.jpg?nocache=1319055461102Dieser Artikel stellt aktuelle Tauschbörsen vor und vergleicht sie. Einige Screenshots stellen Programm und Webseiten vor.

Tauschbörsen gibt es seit sehr vielen Jahren im Internet. Leider haben Sie ein sehr schlechtes Image bekommen, da sie oft für illegale Tauschgeschäfte genutzt wurden und immer noch werden. Doch die Tauschbörsen haben auch Ihre Sonnenseiten, denn Sie werden ebenso für legale Downloads genutzt.

Die verschiedenen Techniken und Programme

Die Möglichkeiten die eigenen Dateien mit anderen Internetbenutzern zu tauschen sind zahlreich. Angefangen hat es etwa 1999 mit der Musik-Tauschbörse Napster, welche aber relativ schnell wegen der Massen an illegalen Downloads in rechtliche Konflikte kam und den Betrieb einstellte. Napster war ein sogenanntes zentrales Netzwerk, was bedeutet, dass die Dateien und Verbindungen über einen zentralen Server laufen. Somit gibt es keine Direktverbindung zwischen dem Anbieter und Downloader einer Datei (man spricht in diesem Fall von Clients).

Aus diesem ursprünglichen Tauschbörsen-Dienst entwickelte sich später das gnutella-Netzwerk, welches als dezentrales Netzwerk aufgebaut ist. In diesem Fall gibt es keinen zentralen Server, sondern die Kommunikation findet direkt zwischen den Clients statt. Jeder Benutzer hat ein gleichwertiges Programm installiert, welches die Verbindung direkt zwischen den beiden Computern aufbaut.

Dies sind bis heute die beiden Techniken, die im sogenannten Filesharing-Bereich genutzt werden. Die heute wohl bekanntesten Tauschbörsen sind eMule/eDonkey und das BitTorrent-Netzwerk.

(Zur Darstellung in Originalgröße Abbildungen anklicken)
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Das eDonkey/eMule-Netzwerk ist leider hauptsächlich für illegale Downloads bekannt, obwohl sich hier auch viele legale Downloads finden lassen. Der eMule-Nutzer benötigt neben dem Client Programm auch eine aktuelle Serverliste, welche das Programm ständig aktualisiert und erhält somit eine Liste mit anderen Clients innerhalb der Tauschbörse, die Ihre Dateien anbieten. Bei dem oben gezeigten Programm handelt es sich um eMule, einem der vielen eMule-Clients.

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Das bekannteste Netzwerk ist sicherlich das Bittorrent-Netzwerk. Es wird inzwischen von immer mehr Anbietern genutzt, um eigene große Dateien über das Bittorrent-Netzwerk zum Download bereitzustellen. Da die Dateien mit der Zeit von immer mehr Usern aus dem Bittorrent-Netzwerk geladen wurden, kann diese Datei ohne große Serverbelastung mit voller Geschwindigkeit geladen werden. Auf dem Screenshot sehen Sie das Programm Transmission, einem der vielen verfügbaren Bittorrent-Clients.
Das wohl beliebteste Programm um auf das Bittorrent-Netzwerk zuzugreifen ist Vuze (früher bekannt als Azureus). Da es kostenlos ist und in Java entwickelt wurde, ist es plattformübergreifend einsetzbar und ein sehr beliebtes Programm um Zugriff auf die Bittorrent-Tauschbörse zu erhalten.

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Im Screenshot ist das Bittorrent-Programm Vuze auf dem Mac zu sehen. Inzwischen wird das Bittorrent Netzwerk auch für Podcasts, Verbreitung von Trailern zu Videospielen und neuen Kinofilmen (teilweise sogar in HD). Sogar ein Plug-in für iTunes wird angeboten. All dies sind legale Einsatzmöglichkeiten des Bittorrent-Netzwerks. Damit mauserte sich das Netzwerk zu eigentlich der beliebtesten Tauschbörse im Netz.

Dies sind die bekanntesten und größten Filesharing-Netzwerke. Kleinere Tauschbörsen, auf die hier nicht weiter eingegangen werden soll, sind das Manolito P2P Netzwerk und das FastTrack Netzwerk, welche ebenfalls eigene Programme verwenden.

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Etwas umstritten ist das Usenext Portal. Es basiert auf dem alten UseNet-System, einem Netzwerk, welches ursprünglich für Newsgroups in den 90ern entwickelt wurde. Das UseNet bot quasi ein virtuelles schwarzes Brett, welches mit Einträgen gefüllt wurde, auf welche andere User wiederum antworten konnten. UseNext ist quasi heute ein Nachfolger dieses alten Systems.
Der Dienst bietet laut eigenen Angaben 2500 Terabyte an Daten. Für Zugriff auf diese Daten zahlt der User monatlich eine Gebühr, wodurch er laut Angaben von UseNext legal alle verfügbaren Dateien herunterladen kann. Allerdings ist es dort auch laut AGB natürlich verboten, illegale Dateien, sprich urheberrechtlich geschützte Daten zum Download bereitzustellen. (Dies gilt für alle Tauschbörsen, also auch für Bittorrent, eMule usw.) Dies wird oft übersehen oder nicht erwähnt, weswegen es im Bezug auf die Legalität von UseNext viele Streitigkeiten gibt.

Tauschbörsen im Web

Neben den oben vorgestellten Filesharing-Netzwerken gibt es auch Tauschbörsen, welche sich im Web befinden (sog. One-Click-Hoster) und die Dateien auf großen Servern lagern und zum Download bereitstellen. Ein spezielles Programm wie z.B. bei Bittorrent wird nicht benötigt. Wer eine Datei verbreiten will, registriert sich bei einem der Anbieter und lädt die Datei kostenlos in seinen Account und verbreitet dann die Links zu seiner Datei. Diese Anbieter bieten meist kostenlosen Download an, allerdings nur mit beschränkter Bandbreite und oft auch beschränkter Anzahl der Downloads. Das bedeutete, dass man beispielsweise nur 1 Datei alle 3 Stunden herunterladen darf. Gegen ein Abonnement erhält man dann unbegrenzte Bandbreite und unbegrenzte Anzahl an Downloads. Anders als bei z.B. BitTorrent wird die Datei aber von einem Server bezogen und nicht unter den Clients geteilt.

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Legal, illegal, nicht egal.

Gerade im Bereich Filesharing kann Unwissenheit schnell zu Strafe führen. Im Internet gelten eigentlich genau die gleichen Regeln, die auch im Supermarkt gelten. Alles, was Ihnen nicht gehört und nicht gratis angeboten wird, dürfen Sie auch nicht mitnehmen, ohne zu bezahlen. Und wer glaubt, nur die Anbieter bekommen Post von den Anwälten, die irren sich, auch die Personen, die "nur" herunterladen, werden inzwischen verstärkt verfolgt und müssen mit Strafen rechnen.
Wenn Sie sich also nicht sicher sind, ob eine Datei urheberrechtlich geschützt ist, lassen Sie lieber die Finger davon.
Sollten Sie Programme wie Miro benutzen, welche das BitTorrent Netzwerk nutzen um sog. Legal Torrents zu verteilen, sind sie auf der sicheren Seite.

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Hier sehen Sie Miro und den Torrent Bereich.

Fazit

Tauschbörsen sind eine praktische Sache, wenn man sich von illegalen Downloads fernhält. Ob nun Peer2Peer mit eigenem Programm und Downloadliste oder der Online-Hoster welcher gegen Gebühren "Full Speed" anbietet muss jeder selbst entscheiden, bzw. muss je nach Einsatzgebiet gewählt werden. Richtig eingesetzt bieten alle Angebote reichlich Vorteile beim Tausch und der Verbreitung der Dateien.

Von |2011-10-20T16:24:06+00:00Oktober 20th, 2011|Kategorien: SW-Sonstige|2 Kommentare

Über den Autor:

2 Comments

  1. Audrey 21. Oktober 2011 um 12:21 Uhr

    In dem Beitrag werden Streitigkeiten bei der Legalität von Usenext erwähnt. Warum das bei den anderen Optionen (Oneclick-Hostern) etc. nicht der Fall sein soll, ist mir ein Rätsel.

    Und was hier über die Geschichte des Usenets geschrieben steht ist auch nicht ganz richtig: das besteht schon seit den 70er Jahren und es existiert bis heute.

    Usenext ist deshalb auch kein "Nachfolger des alten Systems" sondern ein Usenet- Provider, der den Zugang zum Usenet ermöglicht… und meiner Meinung nach ist Usenext ein ganz guter!

  2. JohannesG 21. Oktober 2011 um 13:06 Uhr

    Naja, Jein. UseNext betreibt meines Erachtens eine eigene Usenet-Serverfarm. Das Usenet ist schließlich nicht wirklich global vernetzt wie das WWW, somit wäre es streng genommen auch falsch, von einem Zugangsprovider zum Usenet zu sprechen.
    Aber die genauen Erläuterungen dazu spare ich mir jetzt mal, ich will ja das Kommentarfeld nicht sprengen 😉

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