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Was sind Abofallen und wie funktionieren sie?

Eine Abofalle läuft immer nach dem gleichen Prinzip. Man besucht eine Webseite, die einem eine Dienstleistung anbietet, wie zum Beispiel die Berechnung der Lebenserwartung, des persönlichen Intelligenzquotienten oder sonstige Dienste von denen man ausgeht, dass sie im Internet kostenlos zu haben sind.
Aktuell gibt es nichts was nicht zu einer Abofalle benutzt werden kann. Sogar ganze Downloadportale wurden nachgebaut um so mehr Besucher in die Falle tappen zu lassen.

An dieser Stelle möchten wir Sie dazu anhalten, eine kurze Pause einzulegen und auf dieser Webseite einen Lebenscheck durchzuführen. Möchten Sie denn nicht wissen, wie alt Sie werden?

Wenn der Besucher einer solchen Seite, nichtsahnend die Dienstleistung in Anspruch nimmt, werden oft die AGBs (Allgemeinen Geschäftsbedingungen), oder technisch gut versteckte Hinweise auf ein kostenpflichtiges Angebot übersehen, da man im Allgemeinen davon ausgeht im Internet sei alles umsonst.

wollen_nur_ihr_erspartes_200.jpgGibt man nun seinen Namen und die Adresse ein um die Dienstleistung der Webseite zu erhalten, also die ausgerechnete Lebenserwartung, den IQ oder eben den aktuellen Download eines Programms dann schnappt die Falle zu.

Jetzt werden vollautomatisch Rechnungen verschickt, meist über ca. 100 Euro, die anscheinend für ein jährliches Abonnement, das man mit der Angabe seiner Daten auf einer Abofallenseite vermeintlich abgeschlossen hat.

Bezahlt man diese nicht, wird eine Drohkulisse mit Mahnungen und Anwaltsschreiben und diversen weiteren Drohungen (Eintrag bei der Schufa…) aufgebaut und viele eingeschüchterte Benutzer zahlen dann den Betrag um Ruhe zu haben.

Denkt man jetzt man wäre das Problem los irrt man sich, da man ja ein Abonnement abgeschlossen hat und in einem Jahr gibt es die nächste Rechnung.

Die Hinweise auf ein kostenpflichtiges Angebot fehlten in den Anfangszeiten der Abofallen meist, inzwischen versuchen die Betreiber mit technischen Tricks den Besucher reinzulegen.

Zum Beispiel, zeigt man beim ersten Besuch der Seite eine sich ändernde Grafik an bei der erst nach 6-8 Sekunden der Abopreis sehr deutlich auf der Seite erscheint, beim zweiten Besuch aber sofort. So sieht man den Hinweis beim ersten Besuch nicht, da die meisten Besucher schneller auf die nächste Seite wechseln.
Wenn dann aber die Rechnung eingetrudelt ist, dann schaut man zur Sicherheit nochmal auf der Seite nach (der zweite Besuch) und sieht dort, das deutliche Hinweisschild sofort. Solche Tricks sind aber allesamt nur dazu da den Besucher dazu zu bewegen die Rechnung zu bezahlen.

Anfänglich wurden die entstehenden Kosten in den AGBs versteckt usw.

Abofallen, die Raubritter des digitalen Zeitalters
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Was kann man dagegen tun, wenn man auf eine Abofalle reingefallen ist?
Schon bezahlt (Die Rechnung der Abofalle)?

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Von |2018-07-25T14:42:55+00:00August 31st, 2009|Kategorien: PC-Sonstiges|0 Kommentare

Über den Autor:

halfstone
Ich betreibe seit 20 Jahren das Supportnet um Menschen die wunderbaren Möglichkeiten der Technik näher zu bringen.

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