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Weg von Oracle: OpenOffice ist LibreOffice

01-LibreOffice-StarOffice-OpenOffice-The-Document-Foundation-Libre-Office-3-Beta-Screenshot-200.pngDas Projekt OpenOffice.org hat eine unabhängige Foundation zur Förderung und Weiterentwicklung der freien Office-Suite gegründet: „The Document Foundaton“.  Die Document Foundation wird die Open-Source-Bürosuite als freie Software unter dem Namen LibreOffice.org vertreiben und weiter entwickeln. Seit der Übernahme von Sun Microsystems, dem Hauptsponsor des Projekts,  durch Oracle  Anfang des Jahres war nicht sicher gewesen, ob und wie es mit OpenOffice.org weitergehen sollte. Viele hatten befürchtetet, Oracle würde die kostenlose Office-Suite ausbluten und bis auf Basis-Funktionen in Lizenz-Versionen verwandeln. Oracele selbst hatte auch auf dem letzten OpenOffice Kongress Anfang Dezember keinerlei Aussagen bezüglich seiner Pläne mit der freien Office-Suite gemacht.

[imgr=02-LibreOffice-StarOffice-OpenOffice-The-Document-Foundation-Libre-Office-Download-470.png]02-LibreOffice-StarOffice-OpenOffice-The-Document-Foundation-Libre-Office-Download-200.png[/imgr]Oracle wurde aufgefordert, der Foundation beizutreten und die Markenrechte an "OpenOffice.org" einzubringen. Da es jedoch sehr unwahrscheinlich ist, dass Oracle diesem Aufruf Folge leistet, wird das das Programm nun als "LibreOffice" angeboten.

Unklar ist, inwieweit die Weiterentwicklung der Office-Suite LibreOffice ohne Oracle möglich ist. Bisher wurde der größte Teil der Entwicklung hauptsächlich von über 100 Sun-Mitarbeitern erledigt. Code-Vorschläge von der Community wurden meist nicht angenommen. Deshalb war die Mitarbeit für freie Entwickler bisher auch eher unattraktiv.

Regierungen von Ländern wie Brasilien, Indien, China und Russland, die auf Open Document Format setzen, waren nach Angaben von Jan Wildeboer von Red Hat die treibende Kraft für das Entstehen der Document Foundation. Brasilien habe sogar schon finanzielle Unterstützung angekündigt.

Unterstützung soll das Projekt auch von  Red Hat, Novell und erhalten. Red Hat beschäftigt derzeit mehrere Programmierer, die in Voll- oder Teilzeit an OpenOffice bzw. LibreOffice arbeiten, wird aber noch weitere Entwickler abstellen, erklärte Wildeboer. Bei Novell arbeiteten derzeit etwa zwölf Programmierer an dem freien Office-Paket.

Einige Firmen, darunter auch Google, Novell und Red Hat, hätten zwar bereits zugesagt, die Foundation zu unterstützen. Ob diese Unterstützung ausreichend sein wird ist allerdings fraglich. Keiner der genannten  Firmen hat großes Interesse an einer freien Office-Suite. Google möchte lokale Anwendungen in Web verlagern. Der Fokus von Novell und Red Hat liegt im Server-  nicht im Desktop-Bereich.

Wichtig für die Zukunft von LibreOffice sei eine anwender- und nicht firmengetriebene Weiterentwicklung, erklärte Wildeboer gegenüber heise open. Er denke dabei speziell an Behörden und öffentliche Einrichtungen.

Ob die Unterstützung durch Google, Novell und Red Hat ausreichend sein wird, ist sehr fraglich. Keine der genannten  Firmen kann ein großes Interesse an einer freien Office-Suite haben. Google möchte lokale Anwendungen ins Web verlagern. Der Fokus von Novell und Red Hat liegt im Server-  nicht im Desktop-Bereich.

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Von |2018-07-25T14:34:48+00:00Oktober 4th, 2010|Kategorien: Windows 7|0 Kommentare

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