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Windows 7 – Bootfähigen USB- Stick unter Windows 7 erstellen

00-Windows-7-USB-Stick-Bootfaehig-80.jpg?nocache=1301670060951Eine mit Abbildungen versehene Anleitung zur Erstellung eines bootfähigen USB-Sticks mit den Mitteln von Windows 7.

Es gibt verschiedene Situationen in welchen ein bootfähiger USB-Stick für Windows 7 erforderlich ist, besonders die Besitzer von Netbooks ohne optisches Laufwerk stehen oftmals vor dieser Frage.

Hier soll beschrieben werden, wie man sich einen bootfähigen USB-Stick erstellt. Download, Installation und Ausführung von Drittanbieter-Tools sind dazu nicht erforderlich, auch mit den von Windows 7 bereitgestellten Werkzeugen ist die Erstellung eines bootfähigen USB-Sticks in wenigen Minuten erledigt.

Erstellen eines bootfähigen USB-Sticks mit den Mitteln von Windows 7

Schritt 1 – Primäre NTFS-Partition auf USB-Stick anlegen

Voraussetzung für die spätere Bootfähigkeit ist, dass sich auf dem USB-Stick eine primäre NTFS-Partition befindet, gerade auf kleineren USB-Sticks wird jedoch häufig noch FAT32 als Format verwendet.

Die Erstellung der primären Partition mit NTFS erfolgt über die Datenträgerverwaltung von Windows 7. Sinnvollerweise gibt man dem Stick auch gleich noch eine Volumebezeichnung welche auf dem Inhalt des Sticks hinweist, damit er später nicht mal versehentlich für andere Zwecke verwendet oder gar gelöscht wird.

Mit Klick auf OK wird der Vorgang gestartet, eine Schellformatierung – Löschen des alten Dateiverzeichnisses und Anlegen eines neuen leeren NTFS-Dateiverzeichnisses – ist bei Flash-Speichern i.d.R. ausreichend.

(Zur Darstellung in Originalgröße die Abbildungen anklicken)
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Abb. 01 – Windows 7 – Primäre NTFS-Partition auf USB-Stick anlegen

Schritt 2 – Primäre NTFS-Partition auf USB-Stick aktivieren

Damit von dem Stick später gebootet werden kann muss die auf dem USB-Stick erstellte primären Partition auf Aktiv gesetzt werden, leider lässt die Datenträgerverwaltung von Windows 7 eine Aktivierung dieser Partition jedoch nicht zu. Windows 7 verfügt jedoch noch über ein weiteres Partitionierungswerkzeug mit größerem Funktionsumfang, das Kommandozeilen-Tool Diskpart.

Im Feld Programme/Dateien durchsuchen von Windows 7 einfach diskpart eingeben, auf die kurz darauf  angezeigte diskpart.exe einen Rechtsklick ausführen und im Kontextmenü Als Administrator ausführen auswählen.

Mit dem Befehl list disk lässt man sich zunächst mal alle angeschlossenen Laufwerke anzeigen, der USB-Stick muss natürlich zuvor eingesteckt sein. Im unten gezeigten Beispiel ist es der Datenträger 6.

Mit select disk 6 wird der Fokus von Diskpart auf diesen Datenträger gesetzt. (Kurzformen der Befehle wie z.B. ‚sel‘ oder  ‚sele‘ sind auch möglich. Es müssen nur mindestens die ersten drei Buchstaben eines Kommandos eingegeben werden.)

Mit list partition (par oder part, s.o.) lässt man sich die Partitionen auf dem Stick anzeigen. (Von einer angezeigten Partition 0 soll man sich nicht stören lassen, diese benötigt der Stick für ‚interne‘ Aufgaben.) Die zu aktivierende Partition ist hier die 1.

Mit select part 1 wird der Fokus von Diskpart auf die Partition 1 gesetzt.

Mit dem Befehl active wird die Partition auf welcher sich der Fokus von Diskpart befindet aktiviert.

Mit nochmaligem list part kann man sich ggf. noch von der Richtigkeit der Rückmeldung überzeugen, die aktive Partition ist dann mit einem Stern gekennzeichnet.

Mit exit wird Diskpart beendet und das Fenster geschlossen.

Sofern man Diskpart über die Eingabeaufforderung gestartet hat, was auch möglich ist, bleibt diese jedoch weiter geöffnet und bei entsprechender Vorbereitung kann man dann sofort zu Schritt 3 übergehen.
 
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Abb. 02 – Windows 7 – Primäre Partition auf USB-Stick aktivieren

Schritt 3 – Windows 7 Bootsektor auf USB-Stick übertragen

Nach Aktivierung der primären Partition auf dem USB-Stick muss noch der Bootsektor von Windows 7 auf den Stick übertragen werden. Ohne diesen Bootsektor kann eine später auf den Stick übertragene Installations-DVD oder auch ein Systemreparaturdatenträger nicht gestartet werden.

Die Übertragung des Bootsektors erfolgt über die bootsect.exe. Dieses Tool befindet sich im Verzeichnis boot der Installations-DVD von Windows 7.

Sollte diese DVD bzw. kein optisches Laufwerk zur Verfügung stehen kann man sich auch eine Testversion von Windows 7 herunterladen, diese Iso entpacken und die dort ebenfalls im Verzeichnis boot befindliche  bootsect.exe verwenden.  Diese Datei mit immerhin rd. 3 GB wird z.B. auch benötigt, wenn der USB-Stick später als Installationsdatenträger für Windows 7 eingerichtet werden soll.

Tipp: Kostenloser Download von Windows 7

In der unten stehenden Abbildung  wurde auf eine vorhandene Installations-DVD zurückgegriffen, der Vorgang mit einer entpackten ISO dieser DVD ist aber bis auf die Pfadangaben  identisch.

Zunächst ist wieder die Eingabeaufforderung (cmd.exe) mit Administratorrechten zu öffnen.

Im Beispiel befindet sich die Installations-DVD im Laufwerk „G“, mit Eingabe von G: und Bestätigung mit der Enter-Taste wird auf dieses Laufwerk gewechselt.

Mit dir lässt man sich die Dateien und Ordner im Wurzelverzeichnis von G: anzeigen. Der Ordner boot ist vorhanden.

Mit cd boot wechselt man in den Ordner boot und kann sich dann wieder mit dir die dort vorhandenen Dateien und Ordner anzeigen lassen. Das gesuchte Tool boosect.exe ist vorhanden.

Der USB-Stick hat im hier gezeigten Beispiel den Laufwerksbuchstaben „N“.  Mit dem Befehl bootsect  /nt60 N: lässt man nun den Bootsektor auf den USB-Stick übertragen. Die erfolgreiche Übertragung des Bootcodes wird anschließend angezeigt.

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Abb. 03 – Windows 7 – Bootsektor auf USB-Stick übertragen
 

Der USB-Stick ist jetzt grundsätzlich bootfähig, es fehlt nur noch ein zu startendes System.

USB-Stick mit Windows 7 Systemreparaturdatenträger einrichten
USB-Stick für die Installation von Windows 7 einrichten

Von |2018-07-25T14:32:50+00:00April 1st, 2011|Kategorien: Windows 7|5 Kommentare

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5 Comments

  1. Rialto1990 27. März 2013 um 20:38 Uhr

    … so eine selten dämliche und komplexe Beschreibung ist mir selten unter gekommen. Es lässt sich auch viel leichter ein ISO-Abbild auf einen Bootfähigen Stick übertragen ….

  2. Bern_Married 27. März 2013 um 20:41 Uhr

    rialto du bist ein idiot, hier geht es doch nicht im ISO bootfähige sticks …

  3. halfstone 27. März 2013 um 20:42 Uhr

    Hi Rialto1990,

    wenn dein Stick aber nicht schon bootfähig ist bekommst du nur mit Windows 7 Bordmitteln ein Problem.

    Und genau dafür ist die Beschreibung gemacht für die Erstellung mit Windows Bordmitteln.

    Gruß und Danke für deine Kritik

    Fabian

  4. Laie_0815 13. Januar 2014 um 10:27 Uhr

    Vielen Dank für die ausführliche Anleitung.
    Es gibt ja im Netz nicht nur Freaks.
    Für mich als Laie war diese Anleitung sehr gut geschrieben und alles hat geklappt.
    Habe vorher 2 Tage mit diversen Boot-Tools Ergebnislos rumgedocktort.
    Diese Anleitung hat beim ersten Versuch funktioniert.

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