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Helfen oder zuschauen?





Frage

Hallo zusammen! Vor einigen Wochen hat sich diese Situation bei uns zugetragen die mich nicht loslässt! Ein junger Mann wird am hellichten Tag vor der Bushaltestelle voller Menschen von 3 Ausländern bedroht. Keiner, der Wartenden hat den Mut einzugreifen, obwohl der Bedrohte sich um Hilfe umschaut! Es kommt zufällig ein junges Mädchen (Azubi im 3. Lehrjahr) 17 Jahre alt dazu und spricht 2 Männer um Hilfe an. Diese beiden meinen aber nur, sie müssten mit dem Bus fahren und hätten keine Zeit! Da meldet sich der Busfahrer und bietet an, zu warten, da dem jungen Mann wirklich geholfen werden sollte. Und siehe da, es gelingt ihr mit Hilfe dieser 2 Männer den Bedrohten frei zu bekommen. Nicht ohne übelste Beschuldigungen über sich ergehen lassen zu müssen. Von Beleidigungen über unser Land, die Frauen e.t.c Es stimmt mich mehr als nachdenklich, dass ein junges Mädchen den Mut aufbringen muss, ohne grosse Unterstützung, aktiv zu werden und sich selbst in Gefahr bringen muss, um zu helfen. Ich danke diesen 2 Männern in Gedanken, dass sie sich bereit erklärt haben ihr zu helfen. Aber was ist mit denjenigen auf den Wartebänken, die nur stumm dagesessen sind und zu geschaut haben? Wäre es nicht an der Zeit, im täglichen Leben etwas mehr Mut zu zeigen und aktiv zu werden? Lieber Gruss Monica

Antwort 1 von firefighter_fel

Das Problem kenn ich von unserer Schule. Dort bekommen die Schüler auch ärger, die nur Rumstehen und zuschauen.

Wenn du an einem Unfall vorbeifährst, ohne zu anhalten bzw. zu helfen, kannst du wegen unterlassener Hilfeleistung belangt werden.

Aber ob das auch für Handgreiflichkeiten/Streit gilt, weiß ich nicht.


Gruß fel
Angaben ohne Gewehr

Antwort 2 von Heiko1985

Zitat:
Aber ob das auch für Handgreiflichkeiten/Streit gilt, weiß ich nicht.

Gilt da natürlich auch. Ist ja genau so unterlassene Hilfeleistung.

Ich bin selber immer wieder erstaunt, wenn ich von solchen Geschichten höre.
Aber das Problem (z.B. in o.g. Situation) ist, dass Du selber erst mal alleine bist. Wenn Du mit mehreren Freunden da bist, dann fällt es sehr viel leichter einzugreifen, denn wenn einer von euch sagt "Wir schreiten da jetzt ein", dann sind die anderen sofort dabei.

Sind die Umstehenden aber alles Unbekannte, bist Du ohne Rückendeckung, wenn Du eingreifen willst. Ich denke, dass viele Leute dann denken: "Wer garantiert mir meine Unversertheit? Warum sollten die Leute mir helfen, wenn sie dem jetzigen Opfer auch nicht helfen?!"

Wenn ich in so einer Situation wäre, würde ich versuchen, laut zu werden. Wenn man ruft "Geht´s noch?!" oder "Ich glaubs ja nicht. Verpisst euch", dann schauen mich erst mal alle an. Und wenn ich dann zum Ziel der bösen Menschen werden, dann denke ich, dass dann zumindest einige Dabeistehende auch eingreifen.

---

Frauen (besonders junge) haben in solchen Situationen den Vorteil, dass man gegen sie nicht so einfach handgreiflich wird. Und, dass Frauen in Notsituaionen eher geholfen wird.
Männer habens da schwerer. Da fliegt schnell mal ne Faust...

Antwort 3 von halfstone

Hi ihr beiden,

die einfachste und ungefährlichste Lösung:

Handy in die Hand nehmen und die Polizei anrufen, basta.

Hier in Berlin sind die in 30 Sek. (selber schon erlebt) vor Ort. Kleiner Tip für den Anruf, immer sagen: "Täter ist noch vor Ort" dann machen die hinne.

Gruß Fabian

Antwort 4 von halfstone

Das mit dem laut werden hab ich auch schon gemacht und bin auch schon deshalb auf so eine Situation aufmerksam geworden.

Situation: In meiner Straße, ich komme gerade aus der Haustüre, schreit ein Mann von der gegenüberliegenden Straßenseite rum.
Erst dadurch bin ich aufmerksam geworden, dass im Nachbareingang ein junges Pärchen steht, die Frau weinend auf der Treppe und der Typ wild gestikulierend.
Da wir beide dann sofort hin sind und nachgefragt haben was da los wäre hat sich der Typ recht schnell beruhigt.

Ich hab mich dann noch mit einem "so etwas passiert nicht wieder!" von dem Typen verabschiedet.

Gruß Fabian

Antwort 5 von Bleu de Coup

Ähm, erstens finde ich das rassistisch, wenn du schreibst "von 3 Ausländern" bedroht, weil es IMHO keinen Unterschied macht, ob jemand von Einheimischen oder Ausländern bedroht wird.

Zweitens DARF man das nicht sagen, weil man sonst ein Nazi ist, obwohl du natürlich völlig recht hast.

Antwort 6 von Monica

@ firefigther_fel

Das bei Dir in der Schule Jene auch Ärger bekommen, die nur zuschauen, ist ein bekanntes Phänomen! Ist bei uns auch ein Thema!


@ heiko 1985 und halfstone

Euer Vorschlag "laut" aufzutreten, mag Sinn machen, in dieser von mir geschilderten Situation, in der sich etliche Leute in unmittelbarer Nähe befanden. Doch warum ist es heute nötig, sich durch rufen bemerkbar zu machen, wenn es doch genügend Menschen in nächster Nähe hat? Ist es wirklich so, dass man lieber wegschaut, weil man sich eventuellen Ärger
einhandeln könnte? Weil es zu bequem ist, die Augen zu schliessen?

Damit habe sehr Mühe!

@ Bleu de Coup
ich wollte keineswegs rassistisch sein, Sorry.

Aber Du hast trotzdem recht, man wird sehr schnell zum Nazi gestempelt. Das wäre wieder ein Thema, über das es viel zu schreiben gäbe und rote Köpfe vorprogrammiert wären!

Trotzdem Euch allen einen schönen Tag
Monica

Antwort 7 von Griemokhan

Woher wusste Monica, dass es sich bei den Tätern um Ausländer handelt?
Haben die ihr ihrenLichtbildausweis gezeigt?
Oder sieht man ihnen das etwa an?

Antwort 8 von Monica

@ Griemokhan,

ganz einfach, weil es meine Tochter war! Klar?
Weil diese 3 erkannt worden sind, auch noch von anderen Anwesenden.
Ich wollte aber keineswegs als rassistisch rüberkommen, ok?

Gruss Monica

Antwort 9 von Penorek

@griemo
evtl. Hautfarbe, Physiogonomie, gebrochenes Deutsch,
Fluchen und Schimpfen in anderer Sprache?

Antwort 10 von Griemokhan

Ja schon, Penorek,
wurde aber nicht klar.

Was meinst du,
wieviele meiner Schüler mit Namen wie Tomek, Carlos, Human oder Johannes
haben eine andere Hautfarbe und Physiognomie,
fluchen und schimpfen auch gelegentlich in einer anderen Sprache
- wie ich -
und sind doch hier im Westzipfel geboren und sozialisiert
- wie ich?

Alles kölsche oder öcher Jonge!

Und die meisten von denen
benehmen sich wie
du und ich.

Antwort 11 von Griemokhan

... und einige von denen würden auch im oben geschilderten Fall helfend einschreiten.

Wie du und ich?

Antwort 12 von Penorek

Zitat:
und sind doch hier im Westzipfel geboren und sozialisiert

na hoffentlich ;-)

Zitat:
Und die meisten von denen
benehmen sich wie
du und ich.

wollen wir mal nicht hoffen ;-)

Grüße in Deine Richtung
Penorek

Antwort 13 von Griemokhan

Und so schlimm können ja die Ausländer nicht sein; denn ...

... Monica ist auch eine.

Zumindest aus meiner Richtung betrachtet.

Grüße an den Zürichsee!

Antwort 14 von Monica

@ Griemokhan

ich werde mich ganz bestimmt nicht weiter zu dem Thema Ausländer äussern. Es driftet sonst von Kern der Sache ab, nämlich ob einschreiten oder nicht.

(Nur soviel sei erwähnt, bei einigen Herrschaften ist die Gewaltbereitschaft um einiges höher.)

Grüsse vom Zürichsee
Monica ;-)

Antwort 15 von Griemokhan

Da geb ich dir vollkommen Recht, Monica.

Antwort 16 von Monica

@ Griemokhan
Wow, wir sind gleicher Meinung?

Grüessli
Monica

Antwort 17 von WeSt

Das ist das Problem der Deutschen. Sobald man das Wort Ausländer in den Mund nimmt geht die Diskussion wieder los........

Antwort 18 von Griemokhan

Es kommt immer drauf an, WeSt,
wie und wozu es in den Mund genommen wird.

Und ich denke, das ist gut so.

Antwort 19 von Nhuya

Ich finde, man sollte auf jeden Fall einschreiten, zur Not auch alleine.
Oft ist es so, dass allein die Tatsache ausreicht, dass jemand etwas unternimmt, dass die Täter von ihrem Opfer ablassen. Außerdem kommt dann auch meist Hilfe von anderen, wenn sie sehen, dass sich andere engagieren.
Traut man sich nicht, sollte man auf jeden Fall sofort die Polizei alamieren, auch wenn es sich "noch" vielleicht nur um einen Streit handelt. Besser 1 Mal zu oft anrufen, als 1 Mal zu wenig :)

Antwort 20 von WeSt

Ja klar aber hier in diesem Post würde ich mir rein gar nichts denken bzw einen Hintergedanken hegen. Sie hat ja im Prinzip nur die Lage wiedergegeben. Musst schon zugeben dass bei Deutschen das Thema Ausländer immer noch (meiner Meinung zu Unrecht) sehr sensibel behandelt wird, obwohl D-Land eigentlich zum Ausländerparadies Nummer 1 aufgestiegen ist. ;-)


Grüße




PS: Bin selber "Ausländer"

Antwort 21 von Nhuya

Im Prinzip sind wir doch alle Ausländer...kommt nur drauf an, wo man sich aufhält :)

Zudem denke ich, war die Bezeichnung "Ausländer" von Monika nun wirklich nicht böse gemeint. Man sagt doch immer was dazu, z.B. " 3 Skinheads", " 3 Frauen", "3 wasweißichwas" :)

Antwort 22 von ro+con

komisch.... wenn ich im TV solche Situationen sehe, helfen meist die Ausländer und die Deutschen schauen weg.......

Ansonsten habe ich Halfstones Meinung. Selbst einschreiten sollte wohl überlegt sein. Auf die Art sind schon einige drauf gegangen, weil sie sich ein messer oder eine Kugel eingefangen haben.

Was unsere Gesellschaft prägt ist ein Wegsehen wenn andere Hilfe brauchen, leider.

gruss r.

Antwort 23 von Seven-Off-Nein

Hi Monica,

erst mal möchte ich dir zu deiner Tochter gratulieren. Offensichtlich ist es dir gelungen, ihr trotz der um sich greifenden Egomanie (Was geht mich das an? Was springt für mich dabei raus?) soviel Verantwortungsgefühl, Unrechtsbewusstsein und vor allem Mut mitzugeben, dass sie so handeln musste. :-)

Aber ich verstehe nicht ganz, welche Antwort du auf die Fragen "helfen oder zuschauen", "einschreiten oder nicht" erwartest. Glaubst du, dass irgend jemand zugeben wird, dass er einfach weiter gehen würde oder vielleicht schon mal so gehandelt oder vielmehr nicht gehandelt hat?

Mir ist es völlig unverständlich, wie man ignorieren kann, wenn jemand Schwächerer bedroht oder gar geschlagen wird, zumal von mehreren Personen. Wenn ich sowas sehe, denke ich nicht mehr groß drüber nach, was mir passieren könnte, sondern geh "da rein", wenns sein muss mit Körpereinsatz. Oft reicht aber selbstbewusstes Auftreten mit dem schon genannten "laut werden". Ist sicher nicht die Ideallösung, aber wenn keiner sonst einen Finger rührt...irgendwas muss man doch tun. Die Polizei ist leider nur in Ausnahmefällen in 30 Sekunden zur Stelle und bis die mal da sind, kann längst alles zu spät sein. Ich gebe zu, dass ich bisher immer Glück hatte und manchmal auch Hilfe von unerwarteter Seite (wenn sich Einer traut, bewegen sich meist auch die Anderen).

Erstaunlich finde ich, dass es fast immer Frauen oder Mädchen sind, die nicht zugucken, sondern handeln. Die Erfahrung habe ich nicht nur selbst gemacht. Das bestätigen auch immer wieder Untersuchungen zum Thema Zivilcourage. Der männliche Retter -Ritter scheint ein Mythos oder zumindest eine seltene Spezies zu sein.

Ich glaube auch nicht, dass Heiko1985´ These stimmt
Zitat:
Frauen (besonders junge) haben [...] den Vorteil, dass man gegen sie nicht so einfach handgreiflich wird.


Denn wenn du siehst, wie in aller Öffentlichkeit (Straße oder Kneipe <- schon mehrmals erlebt) eine Frau von ihrem "Partner" brutal zusammen geschlagen wird, kannst du als "Störfaktor" und Frau kaum davon ausgehen, dass er dich aufgrund deines Geschlechts verschont, gelle? ;-)

Gruß
auch an deine prima Tochter, Monica,
Seven

Antwort 24 von fritz_brause

moin

ich finde es ja toll, dass alle hier soviel zivilcorage haben. hoffentlich nicht nur hier im forum sondern auch im "real life" . aber ich denke mal, helfen oder nicht helfen, hängt von der situation ab. kleines beispiel. vor einigen jahren haben wir mal in der nähe von hannover gewohnt. morgens ca. halb 5 ein geräusch dass sich anhört als wenn jemand mit ner holzlatte auf kies haut. na ja, da über uns ein, sagen wir, mann wohnte der dem alkohol nicht abgeneigt war, und über uns tatsächlich eine terasse mit kies war, dachten wir uns nichts dabei. nachmittags bei schwiegereltern klingelt die kripo. blablabla ob wir denn nichts gehört hätten. naja, denen eben erzählt, dass man ein geräusch hörte das sich eben so und so anhörte. na ja, unser herr nachbar ( polizist!!! ) hatte seine 2 kinder erschossen. tja und dann kam der herr kriminale und meinte, "sie (meine frau) arbeiten doch in der polizeischule, da müssen sie doch wissen wie sich ein schuss anhört" (das meinte der übrigens ernst. ) was meine frau aber verneinte (schon gar nicht morgens um halb 5 im halbschlaf) na ja, lange rede gar kein sinn, es folgte eine anzeige wegen unterlassener hilfeleistung!!!!!!! die dann allerdings vor gericht mit freispruch endete. und glaubt mir, wenn hier irgendwo, irgendwie rumballert stell ich ( meine frau auch) mich taub und hab nix gehört. deshalb würde ich aber z.b. wenn eine schwächere person angegriffen wird, trotzdem eingreifen. aber wie schon gesagt, es hängt von der situation ab........

Antwort 25 von Monica

Hi Seven,

Ja es ist mir gelungen meinen Kids, ein wenig Verantwortungsgefühl (unter anderem) mit auf den Weg zu geben. Ich finde es auch gut, wie meine Tochter reagiert hat (Sie würde im Übrigen wieder gleich handeln, sollte es wieder zu einer ähnlichen Situation kommen) Doch auf der anderen Seite, ist da auch eine gewisse Angst. Was ist wenn sie angegriffen wird und niemand wagt es einzugreifen?

Was mich bewog diese Frage: helfen oder zuschauen" zu stellen?
Ich wollte einfach einmal die verschiedenen Meinungen dazu lesen. Viele Bekannte gaben ähnliche "Ratschläge" wie laut werden, per Handy die Polizei anrufen e.t.c. doch waren auch relativ viele darunter, die sich niemals einmischen würden! Und genau das, liess mich nicht los. Sind wir wirklich soweit, dass der grosse Teil der Menschen lieber die Augen schliesst?

Schade!

Grüessli
Monica

Antwort 26 von respektion

also ich habe mir jetzt nicht alles durchgelesen, aber
wer wird sich denn überall einmischen ohne die hindergründe zu kennen,
sich überall einmischen ohne zu wissen wie gewaltbereit die jenigen sind (traurig, aber so ist es)

so wie es oben schon mal geschrieben wurde, die bullen rufen und fertig!

denn wenn DU wirklich mal bei so einer auseinandersetzung schwer verletzt wirsd (nam will ja nicht immer das schlimmste annehmen) er hilft dir dann?

finanziell, materiell und seelisch???
in diesem sinne ingo

Antwort 27 von gast_

helfen schön und gut, nur überlege ich mir inzwischen 3 mal, bevor ich helfe.

fremdes auto hat eine panne, ich will helfen, panne war nur vorgetäuscht. muß ich mehr erzählen?
in der heutigen zeit, in der die messer recht locker sitzen und baseballschläger nicht alzu teuer sind, bin ich vorsichtig geworden, irgendwo einzugreifen oder zu helfen.

Antwort 28 von Nhuya

Falls man selbst so eine Situation kommt, sollte man auf jeden Fall auch selbst handeln.
In o.g. Situation würde ich die anderen direkt ansprechen mir zu helfen oder direkt einfach "hiiiiilfe" rufen.
Wird man von nur einem Täter bedrängt kann es helfen selber lautstark zu schreiben/reden, natrülcih nicht um Hilfe rufen, sondern "Mut" demonstrieren.

Ist mir schon beides selbst passiert und hat beides hat mir geholfen.

Antwort 29 von respektion

@ Nhuya, dein mut in ähren, aber das ist leichtsinn was niemanden geraten werden sollte!!!

also wenn ich in antwort 26 zu milde gewesen sein sollte, dann so,

wenn du dein erstes messer im hals haben solltest denkst du anders drüber!!!

frage mal einen rettungssanitäter.

in diesem sinne ingo

Antwort 30 von Endless_Online

Schweigen ist feige, reden ist Gold !

Zitat:
Oft reicht aber selbstbewusstes Auftreten mit dem schon genannten "laut werden"


Das sehe ich in der heutigen Zeit ,wo Messer und andere Waffen wirklich locker sitzen, auch so.
Bin selber bis jetzt zweimal mit einem blauen Auge (im wahrsten Sinne des Wortes) davon gekommen.
Eingreifen, zumindest verbal, würde ich je nach Situation auf jeden Fall...wenn Hilfe erwünscht ist.
Ich könnte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren nichts getan zu haben und dann nächsten Tag in der Zeitung lesen wer wen totgeprügelt hat.
In der heutigen Zeit hat fast jeder ein Handy...und die 110 wählen ist sogar umsonst.
Nicht der körperliche Einsatz ist gefragt sondern nur die Bereitschaft irgendwas zu tun.
Was gibt es da noch zu überlegen?

Gruß Esther

Antwort 31 von respektion

und ein locker leichtes,
Ich hab mich dann noch mit einem "so etwas passiert nicht wieder!" von dem Typen verabschiedet.
finde ich auch nicht sehr verantwortungsvoll der jüngeren generation gegenüber! weil genau diese schreiber dann jegliche verantwortung von sich weisen wenn es mal zur eskalation kommt!

ingo

Antwort 32 von Nhuya

Natürlich sollte man sich nicht überall einmischen. Wenn zum Beispiel eine Clique untereinander Streit hat und sich rumschubst, halte ich mich auch raus. Aber wenn ich in o.g. Situation gewesen wäre, und darum gehts hier ja, dann hätte ich eingegeriffen.

Es kann doch nicht sein, dass man nichts tut, wenn ein offensichtlich hilfloser Mensch angegrifen wird.

Selbstverständlich sollte man seine Hilfeaktion der Situation anpassen und nicht z.B. gegen eine Truppe von 20 Mann mit Messern allein antreten, das ist Selbstmord. Aber 3 "Ausländer" gegen wesentlich mehr Passenten? Vielleicht bekommt man ein blaues Auge, dafür überlebt vielleicht ein Mensch.

Da ich wie gesagt bereits in beiden Situationen war (Opfer und Helfer), kann ich halt so wie in A28 nur sagen, was dort sinnvoll war und finde diesen Rat nicht leichtsinnig. Als ich das erste mal Opfer war, habe ich nichts gemacht und keine Hilfe bekommen. Beim zweiten Mal hab ich mich lautstark geäußert und Hilfe bekommen. Beide Male waren andere Menschen in der direkten Umgebung und haben es mitbekommen. Beim ersten Mal dachte ich noch, dass es normal wäre, dass mir als Frau jemand hilft und war menschlich ziemlich enttäuscht anschließend. Täter hatte übrigens keine Waffe dabei.

Bei Autopannen wäre ich auch sehr kritisch, grad als Frau, vorallem in der Zeit der Handys, wo jeder den ADAC oder die Polizei rufen kann. Nachts halt ich da auch nicht an, egal wo.

Mein Fazit:

Die Situation immer abschätzen und abwägen ob und wenn ja welche Hilfe angemessen ist, aber niemals nur zuschauen.

Antwort 33 von sorgenacker

@ halfstone

Schön das in Berlin die Trachtengruppe so schnell da ist.
Funktioniert in Hamburg nur sporadisch - jüngstes Beispiel:
Kommen aus einem Club und werden Zeuge eines Ladeneinbruches, schnappen uns die Täter, halten diese fest und rufen die Ordnunghüter. Es kommt nach etwa 15 !! Minuten ein Streifenwagen - einer von uns geht auf die Straße um die Herren einzuweisen und wird fast über den Haufen gefahren. Danach verschwindet der Peterwagen im Nirwana. Erneuter Anruf in der Wache - Auskunft hier - Wagen ist unterwegs - hmm. 2 Zigarrettenlängen später erscheint dann ein Mannschaftswagen in Begleitung einer anderen Streifenwagenbesatzung. Wir fragen natürlich nach, warum der erste Wagen nicht angehalten hat und erfahren, daß ein betrunkener auf einer Tanke randalierte. Was sagt man dazu??

Antwort 34 von Monica

Hi an Alle,

Ich danke Euch für die diversen Antworten. Was mir auffällt ist, dass man sich wirklich gut überlegt, ob man eingreifen will, kann oder soll.

Für mich keine Frage. Wenn Jemand in Not ist, bedroht wird, werde ich mich auch bemerkbar machen sei es durch lautes Rufen oder andere Leute aufmerksam machen.
Nichtstun oder gar stillschweigend weggehen, finde ich ganz einfach feige!

@ Endless_Online
stimme Dir voll und ganz zu.

@ Nhuya
Ich zitiere: // Die Situation immer abschätzen und abwägen ob und wenn ja welche Hilfe angemessen ist, aber niemals nur zuschauen. //

Genau das denke ich auch.
Vielen Dank nochmals und einen schönen Abend euch allen

Gruss
Monica

Antwort 35 von Habasch

Hallo,
ich habe eben diesen Thread entdeckt und ich finde, dass man in den meisten Situationen eingreifen kann oder sogar muss!
Zusehen und nicht handeln finde ich ganz einfach feige! Durch lautes Rufen oder eben per Handy die polizei alarmieren ist das Mindeste.

Habasch

Antwort 36 von Pina

hallo,

nichts unternehmen scheint mir in diesem Falle mehr als feige. Hut ab vor dem jungen Mädchen, dass beherzt, Hilfe organisiert hat!

Gruss
Pina

Antwort 37 von Strothi

Moin,
ich finde es gut und auch bewundernswert, das es immer noch Menschen gibt, die in solchen situationen einschreiten. Dabei ist es egal, ob es sich um "fremdsprachige Mitbürger" oder "Einheimische" handelt. Viele, die nicht helfen, haben einfach nur Angst. Wenn ich irgenwo helfen muß gehen mir machmal auch die Muffen, ich denke das ist bei den meisten so, wenn eine Situation nicht abgschätzt werden kann. Ich glaube das ist Situationsunbahängig, bei Unfällen siegt einfach der Herdentrieb und die Sensationslust. Glücklicherweise verlaufen die meisten Tage friedlich.
Was unseren Freund und Helfer anbetrifft, da habe ich meine eigene Meinung (und die ist wirklich nicht sehr hoch). Wenn er hilft (und nicht ewig braucht, damit er endlich mal kommt), ist es o.k., meine Freunde suche ich mir selber aus.

Kurz: Helfen ist gut, solange ich mich nicht wirklich selbst gefährde. Und deswegen bekommen alle, die in solchen Situationen eingreifen einen :-))

Gruß
Strothi