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Job auf Bohrinsel





Frage

Hi, ein Bekannter von mir, der leider schon 1 Jr. arbeitslos ist (Handwerker) möchte für ein halbes oder ein Jahr auf einer Bohrinsel arbeiten. Wir haben schon gegoogelt, aber nur links gefunden, die einem einen Katalog für 39 E mit Jobs auf Bohrinseln verticken wollen. Sonst magere Ausbeute. Kann jemand helfen? Soll man direkt bei den Mineralölfirmen nachfragen? Danke für Hinweise.

Antwort 1 von Nessus

Hi,

vergiß es. Auf Bohrinseln arbeiten nur Spezialisten, die Jahrelang ausgebildet werden.
Dort gibt es keine Jobs wie "ich gehe mal 1 Jahr den Bohrkopf putzen."
Alles andere ist Humbug.

Nessus

Antwort 2 von popolli

Kann ich mir auch nicht vorstellen... Hab auch schon so Geschichten gehört. Mal ´n halbes Jahr und dabei die dicke Kohle absahnen und so... Wenns so einfach wäre, würde es jeder bzw. viel mehr machen

Antwort 3 von roger51

Wie Du vielleicht auch an den ironischen und unsachlichen Kommentaren in diesem Forum gemerkt hast, ist die Zahl der Neider groß. Das hat seinen Grund: Jobs auf Bohrinseln sind seit jeher sehr begehrt aufgrund der guten Arbeitsbedingungen und den hohen Löhnen.

Ich habe damals vor über 10 Jahren in der untersten Lohntarifstufe als Deckarbeiter schon umgerechnet etwa 85.000 DM brutto jährlich auf einer Bohrinsel verdient – und war zudem von der Steuer befreit. Die Jungs vom Bohrturm oder die Fachhandwerker von der Wartungsabteilung verdienten noch deutlich mehr. Zuvor hatte ich als Lagerverwalter für Kfz-Ersatzteile in einen großen VW & Audi Autohaus nicht einmal 30.000 DM verdient.

Die Suche nach einem Bohrinseljob ist nicht einfach. Es gibt einige "Hürden" zu überwinden. Etwas einfacher ist es über Zeitarbeitsfirmen – wenn man denn eine kompetente findet. Eine Zeitarbeitsfirma wollte mir regelmäßig 25 % von meinem monatlichem Nettolohn abknüpfen und der Vertrag wäre auf 6 Monate befristet gewesen.

Adressen von Bohrinselfirmen zu finden um sich direkt zu bewerben ist jedoch sehr schwierig. An Mineralkonzerne wie Shell, BP & Co bringt nichts. Denn die Arbeiten auf Bohrinseln werden alle von Fremdfirmen durchgeführt, die kaum bekannt sind. Ich habe mir einen Adressenkatalog mit Bohrfirmen weltweit von einem Spezialverlag aus den USA kommen lassen und dafür stolze 150 USD bezahlt.

Die Adressen sind allerdings erst dann nützlich, wenn Du weißt, welche Arbeitspapiere Du für die Bewerbung brauchst und wo Du diese her bekommst. Denn ohne gültige Arbeitspapiere bzw. korrekte, formale Bewerbungsunterlagen wird deine Bewerbung nirgends akzeptiert.

Da die wenigsten Bewerber sich gründlich informieren bzw. darüber bescheid wissen, ist es nicht verwunderlich, dass die meisten mit Ihren Bewerbungen scheitern. Auch ich habe damals viel „Lehrgeld“ gezahlt, blien hartnäckig und nach 9 Monaten langer Suche und nerviger Recherche fand ich endlich einen Job auf einer niederländischen Bohrinsel.

So gesehen sind 39 Euro für einen Informationskatalog echt nicht der Rede wert. Die vielen Monate, die ich mit meinen Recherchen verplemperte, hätte ich auf der Bohrinsel fast das dreifache verdienen können – das zählt!

Leider betreiben die meisten Anbieter im Internet eine unseriöse Informationspolitik um die Leute zu ködern und weisen nicht auf diese „Hürden“ für Bewerber um Jobs auf Bohrinseln hin. Ich kann dir derzeit leider nur eine seriöse deutschsprachige Quelle im Internet empfehlen: http://www.nordseebohrinseljobs.de

Eine Jobgarantie ist das natürlich nicht. Aber auf der Webseite findest Du wenigstens seriöse und kompetente Angaben und kannst sorgfältig checken und ob Du überhaupt geeignet bist bzw. ob Du in der Lage bist alle „Hürden“ zu nehmen und die Arbeitsanforderungen erfüllen kannst. Sollte das der Fall sein, kannst Du gegebenenfalls von denen Bewerbungsunterlagen bestellen. Diese dürften dann eine gute Ausgangslage für dich bilden einen Bohrinseljob zu finden. Ich hatte nicht den „Idealberuf“ mitgebracht und hatte es dennoch geschafft.

Und lass dich nicht unken von dem angeblich knallharten Job oder es gebe nur Spezialisten. Alles Quatsch.

Es gibt solche und solche Jobs auf einer Bohrinsel. Klar, hatte ich häufig mit schweren Gerätschaften an Deck zu tun. Aber auch bei den Jobs als Deckarbeiter wo Du körperlich ran musst, geht es ruhig und professionell zu, schon allein aus Gründen der Arbeitssicherheit. Auf allen Plätzen an Deck gibt es hydraulische Hebewinden, Gabelstapler und Kräne. Was die Arbeit an Deck manchmal erschwert ist das Wetter. Ich habe die frischen Nordseebrisen genossen – falls es nicht zusätzlich heftig regnete. Aber es gibt ja auch Jobs auf Bohrinseln bei denen man nicht ständig draußen arbeitet.

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