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Heise.de: Hamburger Landgericht: Forenbetreiber sind für Beiträge haftbar
Frage
Wie das Computermagazin C’t berichtet ist inzwischen die umstrittene schriftliche Begründung des Urteils vom 02.12.05 (Az. 324 O 721/05) zur Haftung von Internetforenbetreibern veröffentlicht.
[url]http://www.heise.de/newsticker/meldung/72026 [/url]
Meiner Meinung nach ein typisches Beispiel für ein Fehlurteil im technischen Neuland.
Falls das Urteil bestand haben sollte dürfte die Luft eng werden für Forenbetreiber in Deutschland.
Viele Grüße
Fabian
Antwort 1 von O-Hase
hi,
jetzt wird es mindestens rotgefärbt wenn nicht gar gelöscht, ist mir aber egal.
stell jemand ein der mitliest und im zweifelsfall dann einmal mehr löschen.
mfg
ps: so lange es natürlich geduldet wird das mitglieder deines forums hier frei über das kopieren von software und das benutzen von cr.ack´s schreiben wundert mich das nicht.
jetzt wird es mindestens rotgefärbt wenn nicht gar gelöscht, ist mir aber egal.
Zitat:
"Wenn die Zahl der Foren und die Zahl der Einträge so groß ist, dass die Antragsgegnerin nicht über genügend Personal oder genügend technische Mittel verfügt, um diese Einträge vor ihrer Freischaltung einer Prüfung auf ihre Rechtmäßigkeit zu unterziehen, dann muss sie entweder ihre Mittel vergrößern oder den Umfang ihres Betriebs [ ...] beschränken", so das Landgericht Hamburg.
"Wenn die Zahl der Foren und die Zahl der Einträge so groß ist, dass die Antragsgegnerin nicht über genügend Personal oder genügend technische Mittel verfügt, um diese Einträge vor ihrer Freischaltung einer Prüfung auf ihre Rechtmäßigkeit zu unterziehen, dann muss sie entweder ihre Mittel vergrößern oder den Umfang ihres Betriebs [ ...] beschränken", so das Landgericht Hamburg.
stell jemand ein der mitliest und im zweifelsfall dann einmal mehr löschen.
mfg
ps: so lange es natürlich geduldet wird das mitglieder deines forums hier frei über das kopieren von software und das benutzen von cr.ack´s schreiben wundert mich das nicht.
Antwort 2 von TFT
O-Hase hat das Urteil des Hamburger Landgerichts offensichtlich nicht kapiert und konstruiert Zusammenhänge, die von diesem Urteil in keinster Weise berührt sind.
Im Übrigen ist der Heise - Verlag in Berufung gegangen, das Urteil mithin nicht rechtskräftig und es wird mit großer Wahrscheinlichkeit von der nächsthöheren Instanz ohnehin kassiert werden.
Ansonsten können die Foren dichtmachen.
Im Übrigen ist der Heise - Verlag in Berufung gegangen, das Urteil mithin nicht rechtskräftig und es wird mit großer Wahrscheinlichkeit von der nächsthöheren Instanz ohnehin kassiert werden.
Ansonsten können die Foren dichtmachen.
Antwort 3 von steffen2
@ O-Hase
da benötigst du schon mindesten 4 Leute die sich dann an 365 Tagen rund um die Uhr um alle Post kümmern und lesen BEVOR sie für alle anderen sichtbar werden.
Das kann sich fast kein Forum leisten
da benötigst du schon mindesten 4 Leute die sich dann an 365 Tagen rund um die Uhr um alle Post kümmern und lesen BEVOR sie für alle anderen sichtbar werden.
Das kann sich fast kein Forum leisten
Antwort 4 von O-Hase
hi steffen,
das ist natürlich eine begründung die nicht von der hand zu weisen ist.
habe ich mir so nicht überlegt als ich es fix hingeschrieben habe.
aber der satz bleibt trotzdem bestehen,
und ob sich die richter der tragweite ihrer begründung bewusst sind?
mfg
das ist natürlich eine begründung die nicht von der hand zu weisen ist.
habe ich mir so nicht überlegt als ich es fix hingeschrieben habe.
aber der satz bleibt trotzdem bestehen,
Zitat:
Zitat:
dann muss sie entweder ihre Mittel vergrößern oder den Umfang ihres Betriebs
dann muss sie entweder ihre Mittel vergrößern oder den Umfang ihres Betriebs
und ob sich die richter der tragweite ihrer begründung bewusst sind?
mfg
Antwort 5 von halfstone
@O-Hase,
Ja da hast du Recht, wenn du hier Lügen verbreitest ist die Wahrscheinlichkeit groß dass dein Posting gelöscht wird.
Du hast auch nicht so richtig mitgedacht, man braucht nicht nur irgendwelche Leute die das alles lesen würden bevor es freigeschaltet wird, sondern juristisch ausgebildetes Personal, und das kann sich weder eine kommerzielle noch eine private Seite leisten, oder willst du in Zukunft für die Benutzung eines Forums Geld bezahlen?
Gruß Fabian
Zitat:
so lange es natürlich geduldet wird das mitglieder deines forums hier frei über das kopieren von software und das benutzen von cr.ack´s schreiben wundert mich das nicht.
so lange es natürlich geduldet wird das mitglieder deines forums hier frei über das kopieren von software und das benutzen von cr.ack´s schreiben wundert mich das nicht.
Ja da hast du Recht, wenn du hier Lügen verbreitest ist die Wahrscheinlichkeit groß dass dein Posting gelöscht wird.
Du hast auch nicht so richtig mitgedacht, man braucht nicht nur irgendwelche Leute die das alles lesen würden bevor es freigeschaltet wird, sondern juristisch ausgebildetes Personal, und das kann sich weder eine kommerzielle noch eine private Seite leisten, oder willst du in Zukunft für die Benutzung eines Forums Geld bezahlen?
Gruß Fabian
Antwort 6 von sutadur
Zitat:
... und es wird mit großer Wahrscheinlichkeit von der nächsthöheren Instanz ohnehin kassiert werden.
... und es wird mit großer Wahrscheinlichkeit von der nächsthöheren Instanz ohnehin kassiert werden.
Woher nimmst Du diesen Optimismus?
Antwort 7 von Gonozal
@O-Hase
Beiträge dieser Art werden in der Regel gleich gelöscht, zumindest wenn sie inhaltlich gegen geltendes Recht verstoßen oder auf Quellen verweisen deren Inhalt und oder Programmdownloads gegen geltendes Recht verstoßen.
Mehr kann man von einem Forenbetreiber der dies unentgeltlich zum Wohle der Community betreibt eigentlich nicht verlangen.
Dieses Urteil würde aber z.B. dem Supportnet abnötigen alle Beiträge vor der Veröffentlichung Korrektur zu lesen, auf rechtliche Konformität zu prüfen und gegebenenfalls zu korrigieren/löschen. Da kannst du mit dem Forum gleich nach China ziehen.
Manchmal muss man sich fragen wie weltfremd unsere Richter tatsächlich sind. Tststs
Gruß Gonozal
Beiträge dieser Art werden in der Regel gleich gelöscht, zumindest wenn sie inhaltlich gegen geltendes Recht verstoßen oder auf Quellen verweisen deren Inhalt und oder Programmdownloads gegen geltendes Recht verstoßen.
Mehr kann man von einem Forenbetreiber der dies unentgeltlich zum Wohle der Community betreibt eigentlich nicht verlangen.
Dieses Urteil würde aber z.B. dem Supportnet abnötigen alle Beiträge vor der Veröffentlichung Korrektur zu lesen, auf rechtliche Konformität zu prüfen und gegebenenfalls zu korrigieren/löschen. Da kannst du mit dem Forum gleich nach China ziehen.
Manchmal muss man sich fragen wie weltfremd unsere Richter tatsächlich sind. Tststs
Gruß Gonozal
Antwort 8 von TFT
@sutadur
Weil das Urteil u.a. (indirekt) die Meinungsfreiheit- und vielfalt bedroht.
Weil das Urteil u.a. (indirekt) die Meinungsfreiheit- und vielfalt bedroht.
Antwort 9 von guest1
demnäxt werden dann wohl auch Hausbesitzer usw. für den Inhalt der Graffiti zur Rechenschaft gezogen ...
da kann man dann ja prima Leute in den Knast bringen ;)
da kann man dann ja prima Leute in den Knast bringen ;)
Antwort 10 von Klassenkasper
Hallo
Meines Erachtens nach ist dieses Urteil Wasser auf die Mühlen der "Unterlassungsklagenindustrie".
Gruß
Kk
Meines Erachtens nach ist dieses Urteil Wasser auf die Mühlen der "Unterlassungsklagenindustrie".
Gruß
Kk
Antwort 11 von Kismo
Hi all,
da hat der zuständige Richter am LG Hamburg in seinem Urteil m.E. nicht viel Sachkenntnis bewiesen.
Ich unterstelle mal, dass er in diesem Fachbereich (Forenproblematik) nicht ausreichende Kentnissse in der ihm zur Verfügung stehenden Zeit erlangen konnte.
Ein Forum muss frei bleiben von Rechtsanwälten die nur nach "Lücken" suchen um Unterlassungsklagen zu formulieren.
Das Urteil ist nicht "nach herrschender Meinung", sondern m.E. nach dem Willen einer Minderheit gefällt. Dem Richter mag das nicht anzulasten sein, da er sein Urteil auch nur nach "Besten Wissen" fällen kann.
Meiner Einschätzung nach wird das OLG zu einer anderen Urteilsbildung kommen.
Gruß
Kismo
da hat der zuständige Richter am LG Hamburg in seinem Urteil m.E. nicht viel Sachkenntnis bewiesen.
Ich unterstelle mal, dass er in diesem Fachbereich (Forenproblematik) nicht ausreichende Kentnissse in der ihm zur Verfügung stehenden Zeit erlangen konnte.
Ein Forum muss frei bleiben von Rechtsanwälten die nur nach "Lücken" suchen um Unterlassungsklagen zu formulieren.
Das Urteil ist nicht "nach herrschender Meinung", sondern m.E. nach dem Willen einer Minderheit gefällt. Dem Richter mag das nicht anzulasten sein, da er sein Urteil auch nur nach "Besten Wissen" fällen kann.
Meiner Einschätzung nach wird das OLG zu einer anderen Urteilsbildung kommen.
Gruß
Kismo
Antwort 12 von Locke
Machen wir doch mal eine grobe Rechnung auf:
Wenn ein Mensch 8 Stunden täglich, 40 Stunden die Woche arbeitet, so kann er unter Berücksichtigung von 30 Tagen Urlaub und ignorieren aller Feiertage 1840 Stunden arbeiten.
Ziehen wir den momentan durchschnittlichen Krankenstand von 3,6 % ab bleiben gerundet 1744 Stunden.
Das jahr besteht aus 8760 Stunden.
Also brauchen wir für eine Rund-Umbesetzung 5,02 Leute. OK, unsere Leute sind hochmotiviert und deswegen weniger krank, also 5 Leute die abwechselnd im kontinuerlichen Schichtbetrieb arbeiten.
Im Falle von Heise geht es um 200000 Beiträge im Monat. Das wären also 2.400.000 Beiträge im Jahr oder 6575 am Tag oder 274 pro Stunde oder knapp 5 pro Minute.
Nun unterstelle ich mal das ein Mitarbeiter der den Pinkeltopf unter dem Tisch hat pro Minute einen Artikel lesen, verstehen, bewerten, evtl. editieren und einstellen kann. Und im Falle eines illegalen Beitrags ein kurzes Statement in dem entsprechenden Thread ausgibt (hier bekannt als Admininfos).
Ergo braucht man 5 Leute die gleichzeitig zur selben Zeit beschäftigt sind.
Dies stockt unseren theoretischen Personalstamm auf 25 Leute auf. Die Erfahrung zeigt das pro Schicht ein sog. Springer beschäftigt werden muss um Personalausfälle flexibel abzufangen.
Somit sind wir bei 30 Leuten die alle eigenverantwortlich ohne Personalführung arbeiten.
OK, nehmen wir den Springer wieder raus und nehmen statt dessen einen verantwortlichen, juristisch ausgebildeten Schichtführer dazu der die anderen berät, auch mitarbeitet und diese Ausfälle abfängt.
Also haben wir 30 Leute die sagen wir mal im Schnitt 12 Euro die Stunde bekommen (ich weiß, für die einen zu wenig für die anderen zu viel). Somit haben wir für den Arbeitgeber einen Stundensatz von ca. 20 Euro. Das Ganze mal 173,3 Stunden pro Monat ergibt Lohnkosten von 103.980 Euro im Monat. Nicht dazu gerechnet sind Nacht- , Wochenend- , Sonntags- , und Feiertagszuschläge, Urlaubszuschüsse und evtl. Weihnachtsgelder.
Die Zahl ist also für jeden zu erkenn immer noch viel zu klein im Vergleich zur Realität.
Nun soll mal einer der Richter erklären wie das ein Forenbetreiber bezahlen soll.
Gruß
Locke
Wenn ein Mensch 8 Stunden täglich, 40 Stunden die Woche arbeitet, so kann er unter Berücksichtigung von 30 Tagen Urlaub und ignorieren aller Feiertage 1840 Stunden arbeiten.
Ziehen wir den momentan durchschnittlichen Krankenstand von 3,6 % ab bleiben gerundet 1744 Stunden.
Das jahr besteht aus 8760 Stunden.
Also brauchen wir für eine Rund-Umbesetzung 5,02 Leute. OK, unsere Leute sind hochmotiviert und deswegen weniger krank, also 5 Leute die abwechselnd im kontinuerlichen Schichtbetrieb arbeiten.
Im Falle von Heise geht es um 200000 Beiträge im Monat. Das wären also 2.400.000 Beiträge im Jahr oder 6575 am Tag oder 274 pro Stunde oder knapp 5 pro Minute.
Nun unterstelle ich mal das ein Mitarbeiter der den Pinkeltopf unter dem Tisch hat pro Minute einen Artikel lesen, verstehen, bewerten, evtl. editieren und einstellen kann. Und im Falle eines illegalen Beitrags ein kurzes Statement in dem entsprechenden Thread ausgibt (hier bekannt als Admininfos).
Ergo braucht man 5 Leute die gleichzeitig zur selben Zeit beschäftigt sind.
Dies stockt unseren theoretischen Personalstamm auf 25 Leute auf. Die Erfahrung zeigt das pro Schicht ein sog. Springer beschäftigt werden muss um Personalausfälle flexibel abzufangen.
Somit sind wir bei 30 Leuten die alle eigenverantwortlich ohne Personalführung arbeiten.
OK, nehmen wir den Springer wieder raus und nehmen statt dessen einen verantwortlichen, juristisch ausgebildeten Schichtführer dazu der die anderen berät, auch mitarbeitet und diese Ausfälle abfängt.
Also haben wir 30 Leute die sagen wir mal im Schnitt 12 Euro die Stunde bekommen (ich weiß, für die einen zu wenig für die anderen zu viel). Somit haben wir für den Arbeitgeber einen Stundensatz von ca. 20 Euro. Das Ganze mal 173,3 Stunden pro Monat ergibt Lohnkosten von 103.980 Euro im Monat. Nicht dazu gerechnet sind Nacht- , Wochenend- , Sonntags- , und Feiertagszuschläge, Urlaubszuschüsse und evtl. Weihnachtsgelder.
Die Zahl ist also für jeden zu erkenn immer noch viel zu klein im Vergleich zur Realität.
Nun soll mal einer der Richter erklären wie das ein Forenbetreiber bezahlen soll.
Gruß
Locke
Antwort 13 von anwaltsliebling
hi Locke,
gegen den Einsatz einer intelligenten Software wäre aber nichts einzuwenden?
Im übrigen hat Heise in der beklagten Sache wirklich unendlich arrogant gehandelt. Das sollte man bei dem verständlichen Ärger im Auge behalten. Die Suppe dürfen jetzt die anderen Foren auslöffeln.
gegen den Einsatz einer intelligenten Software wäre aber nichts einzuwenden?
Im übrigen hat Heise in der beklagten Sache wirklich unendlich arrogant gehandelt. Das sollte man bei dem verständlichen Ärger im Auge behalten. Die Suppe dürfen jetzt die anderen Foren auslöffeln.
Antwort 14 von TFT
Ging es beim Heise - Verfahren nicht um die in Foren veröffentlichte Aufforderung zur DDoS - Attacke gegen bestimmte Server?
Und um derartige Verabredungen zu erkennen und herauszufiltern, gibt es bereits intelligente Software?
Da sind die Programmierer doch bestimmt schon mit Auszeichnungen und Preisen überhäufte Multimillionäre.
Respekt!
Und um derartige Verabredungen zu erkennen und herauszufiltern, gibt es bereits intelligente Software?
Da sind die Programmierer doch bestimmt schon mit Auszeichnungen und Preisen überhäufte Multimillionäre.
Respekt!
Antwort 15 von halfstone
Hi,
bei der Rechnung von Locke fehlt noch, dass man da nicht irgendwen hinsetzen kann, da die Wächter ja auch eine juristische Ausbildung haben müssen um entscheiden zu können was ok ist und was nicht (glaube nicht, dass so jemand für 12 Euronen die Stunde arbeitet ;-).
Wie man sieht wissen das manchmal nicht mal Richter so genau, da die bisherige Rechtsprechung davon ausgegangen ist, dass Forenbetreiber erst ab Kenntnis des Sachverhaltes haften.
Zum Thema automatische Wächter will ich nur auf einen älteren Thread hinweisen in dem angeprangert wurde, dass wir hier eine Texterkennungssoftware hätten, die unliebsame Threads automatisch löschen würde.
Im gleichen Zug wurde uns Zensur im großen Stil vorgeworfen.
Na was denn nu, Zensur und/oder gerichtlich angeordnete Überwachung.
Auch wenn ich als Informatiker gerne was anderes behaupten würde, aber eine automatische Text/Sinn erkennung gibt es leider noch nicht.
Viele Grüße
Fabian
bei der Rechnung von Locke fehlt noch, dass man da nicht irgendwen hinsetzen kann, da die Wächter ja auch eine juristische Ausbildung haben müssen um entscheiden zu können was ok ist und was nicht (glaube nicht, dass so jemand für 12 Euronen die Stunde arbeitet ;-).
Wie man sieht wissen das manchmal nicht mal Richter so genau, da die bisherige Rechtsprechung davon ausgegangen ist, dass Forenbetreiber erst ab Kenntnis des Sachverhaltes haften.
Zum Thema automatische Wächter will ich nur auf einen älteren Thread hinweisen in dem angeprangert wurde, dass wir hier eine Texterkennungssoftware hätten, die unliebsame Threads automatisch löschen würde.
Im gleichen Zug wurde uns Zensur im großen Stil vorgeworfen.
Na was denn nu, Zensur und/oder gerichtlich angeordnete Überwachung.
Auch wenn ich als Informatiker gerne was anderes behaupten würde, aber eine automatische Text/Sinn erkennung gibt es leider noch nicht.
Viele Grüße
Fabian
Antwort 16 von Mutukalas
Das Urteil ist beschämend für die deutsche Rechtssprechung. Da urteilen Juristen, denen es offensichtlich an Sachkenntnis mangelt. Ein auffällig weltfremdes Urteil, das dem heutigen Technologiestandard in keinster Weise gerecht wird und klar einen Rückschritt bedeutet, was die freie Meinungsfreiheit -und Entfaltung abgelangt.
Antwort 17 von TFT
Aber um die Kirche im Dorf zu lassen:
Gerademal e i n Landgericht hat so geurteilt.
Gerademal e i n Landgericht hat so geurteilt.
Antwort 18 von cille
Hallo,
aber das ist ein Landgericht zuviel
cille
aber das ist ein Landgericht zuviel
cille
Antwort 19 von TFT
Ach was.
So bedeutend ist das Urteil eines Landgerichts nun auch nicht.
So bedeutend ist das Urteil eines Landgerichts nun auch nicht.
Antwort 20 von Klassenkasper
Aber dieses Urteil kann ganz schnell bedeutend werden, wenn es als "Grundsatzurteil" in dieser Sache eingestuft wird.
So wird sich dann jeder Richter in einem ähnlichen Verfahren immer wieder auf dieses Urteil berufen können.
Und ich denke dann wird die Sache problematisch.
Und was Locke und Halfstone angeht:
Wer von den hier Anwesenden würde bei der Stange bleiben und im Falle dessen, dass das Supportnet kostenpflichtig würde, hier für die bisher kostenlose Nutzung dann auch noch Geld bezahlen???
Ich denke eher dass das eigene Lösen eines Problems durch Lektüre oder Suchmaschinen dann wieder sehr populär werden würde. Oder andere Foren, wobei ich bisher nichts Vergleichbares gefunden habe.
Und Halfstone kann die Seite dann irgendwann schließen, und die Leute denen er einen Job dadurch verschafft hat, wieder auf die Straße setzen.
Und die Qoute der Anfragen, warum wurde mein Post/Thread editiert/gelöscht, wird wahrscheinlich in die Höhe schnellen, so das Halfstone dann wahrscheinlich noch mehr Leute braucht, um diesen Benutzern dann zu erklären, warum diese Form der Zensur angewandt wurde.
Ich denke das Halfstone und seine Mannen sich sowieso schon auf sehr dünnem Eis bewegen, und jeden Tag mit einem Bein im Knast stehen.
Gruß
Kk
P.S. Ich für meinen Teil KÖNNTE mir das kostenpflichtige Supportnet nicht leisten.
So wird sich dann jeder Richter in einem ähnlichen Verfahren immer wieder auf dieses Urteil berufen können.
Und ich denke dann wird die Sache problematisch.
Und was Locke und Halfstone angeht:
Wer von den hier Anwesenden würde bei der Stange bleiben und im Falle dessen, dass das Supportnet kostenpflichtig würde, hier für die bisher kostenlose Nutzung dann auch noch Geld bezahlen???
Ich denke eher dass das eigene Lösen eines Problems durch Lektüre oder Suchmaschinen dann wieder sehr populär werden würde. Oder andere Foren, wobei ich bisher nichts Vergleichbares gefunden habe.
Und Halfstone kann die Seite dann irgendwann schließen, und die Leute denen er einen Job dadurch verschafft hat, wieder auf die Straße setzen.
Und die Qoute der Anfragen, warum wurde mein Post/Thread editiert/gelöscht, wird wahrscheinlich in die Höhe schnellen, so das Halfstone dann wahrscheinlich noch mehr Leute braucht, um diesen Benutzern dann zu erklären, warum diese Form der Zensur angewandt wurde.
Ich denke das Halfstone und seine Mannen sich sowieso schon auf sehr dünnem Eis bewegen, und jeden Tag mit einem Bein im Knast stehen.
Gruß
Kk
P.S. Ich für meinen Teil KÖNNTE mir das kostenpflichtige Supportnet nicht leisten.
Antwort 21 von Luke_Filewalker
@locke (a12)
LOL, traurig aber wahr.
Zum Thema:
Na ist ja reizend! Folgt man, ausgehend von diesem Urteil, der Logik und überlegt sich die Konsequenzen, bedeutet das nichts anderes als Zensur. Denn wie angesprochen, können es sich wohl nur die wenigsten Forenbetreiber leisten, juristisch ausgebildetes Personal zur Überprüfung der Beiträge einzusetzen.
Da nach diesem Urteil der Tatbestand bereits erfüllt ist, wenn ein Beitrag mit rechtswidrigen Inhalt gerade gepostet wurde ohne das der Betreiber eines Boards/Forums oder seine Moderatoren davon Kenntniss genommen und evtl. reagiert haben, bleibt nur noch eine Form der Moderation übrig: Prinzipiell dürfen Beiträge nicht mehr sofort online gestellt, sondern müssen gesichtet und manuell freigeschaltet werden. Das alleine stellt bereits eine Form der Zensur dar. Und auch hier müsste wieder juristisch geschultes Personal eingesetzt werden.
Verwendet ein Forenbetreiber also zumindest die genannte Methode der Moderation, kann sich aber kein entsprechendes Personal leisten, muss im Zweifelsfall jeder Beitrag gelöscht werden, der nur annähernd rechtswidrig sein könnte oder irgendeine Firma/Person dazu bringen könnte, Klage gegen den Forenbetreiber einzureichen. Das wäre dann der nächste Schritt der Zensur und stellt bereits unser Grundrecht auf freie Meinungsäusserung auf äusserst wacklige Beine.
´tschuldigung.... gehts noch???
Aber auch dieser Nachricht kann wieder was positives abgewonnen werden. Denken wir nur an die vielen geistig unreifen Menschen die nun endlich eine wirksame "Waffe" haben, um ihren Frust auszuleben. Hey, das ist jetzt echt easy! Gefällt mir der Forenbetreiber nicht oder einer seiner Moderatoren, veröffentliche ich einfach anonym einen Beitrag mit völlig unmissverständlich rechtswidrigen Inhalt, verständige gleich die betroffene Firma, am besten mit Link zum Beitrag und zur Sicherheit noch mit Bildschirmfoto und freue mich auf den Ärger den der Betreiber bekommt.
LOL, traurig aber wahr.
Zum Thema:
Na ist ja reizend! Folgt man, ausgehend von diesem Urteil, der Logik und überlegt sich die Konsequenzen, bedeutet das nichts anderes als Zensur. Denn wie angesprochen, können es sich wohl nur die wenigsten Forenbetreiber leisten, juristisch ausgebildetes Personal zur Überprüfung der Beiträge einzusetzen.
Da nach diesem Urteil der Tatbestand bereits erfüllt ist, wenn ein Beitrag mit rechtswidrigen Inhalt gerade gepostet wurde ohne das der Betreiber eines Boards/Forums oder seine Moderatoren davon Kenntniss genommen und evtl. reagiert haben, bleibt nur noch eine Form der Moderation übrig: Prinzipiell dürfen Beiträge nicht mehr sofort online gestellt, sondern müssen gesichtet und manuell freigeschaltet werden. Das alleine stellt bereits eine Form der Zensur dar. Und auch hier müsste wieder juristisch geschultes Personal eingesetzt werden.
Verwendet ein Forenbetreiber also zumindest die genannte Methode der Moderation, kann sich aber kein entsprechendes Personal leisten, muss im Zweifelsfall jeder Beitrag gelöscht werden, der nur annähernd rechtswidrig sein könnte oder irgendeine Firma/Person dazu bringen könnte, Klage gegen den Forenbetreiber einzureichen. Das wäre dann der nächste Schritt der Zensur und stellt bereits unser Grundrecht auf freie Meinungsäusserung auf äusserst wacklige Beine.
´tschuldigung.... gehts noch???
Aber auch dieser Nachricht kann wieder was positives abgewonnen werden. Denken wir nur an die vielen geistig unreifen Menschen die nun endlich eine wirksame "Waffe" haben, um ihren Frust auszuleben. Hey, das ist jetzt echt easy! Gefällt mir der Forenbetreiber nicht oder einer seiner Moderatoren, veröffentliche ich einfach anonym einen Beitrag mit völlig unmissverständlich rechtswidrigen Inhalt, verständige gleich die betroffene Firma, am besten mit Link zum Beitrag und zur Sicherheit noch mit Bildschirmfoto und freue mich auf den Ärger den der Betreiber bekommt.
Antwort 22 von TeX
Als sarkastisch anmutende Analogie fällt mir hierzu folgendes ein. In den Nutzungsbedingungen werden ja die User des Forums darüber aufgeklärt wie sie sich zu verhalten haben. Des Weiteren wird darauf verwiesen, dass im Falle der Nichtbeachtung der User gesperrt werden kann. Zwar kann der User sich dann wieder neu anmelden oder anonym "erscheinen", aber was will man als Forenbetreiber schon dagegen tun, man kann es einfach nicht verhindern. Das OLG sieht in der Verhinderung des o.g. den beschirebenen Weg. Nun zu meiner Analogie.
Der Fahrschullehrer erklärt den Schülern, dass innherhalb von Ortschaften die Geschwindigkeit von 50 km/h nicht überschritten werden darf, es sei denn die Beschilderung schriebt anderes vor, sei es langsamer oder schneller. (Dies bezieht sich auf die Nutzungsbedingungen des Forums)
Wird dann aber ein ehemaliger Fahrschüler des Fahrschullehrers geblitzt, dann ist somit dieser Fahrschullehrer für die Missetaten seiner Schüler zur Verantwortung zu ziehen. So lässt sich das als Analogie auf die derzeitge Diskussion übertragen.
Ich verfolge mit Spannung den weiteren rechtlichen Verlauf dieser Sache.
Gruß
Der Fahrschullehrer erklärt den Schülern, dass innherhalb von Ortschaften die Geschwindigkeit von 50 km/h nicht überschritten werden darf, es sei denn die Beschilderung schriebt anderes vor, sei es langsamer oder schneller. (Dies bezieht sich auf die Nutzungsbedingungen des Forums)
Wird dann aber ein ehemaliger Fahrschüler des Fahrschullehrers geblitzt, dann ist somit dieser Fahrschullehrer für die Missetaten seiner Schüler zur Verantwortung zu ziehen. So lässt sich das als Analogie auf die derzeitge Diskussion übertragen.
Ich verfolge mit Spannung den weiteren rechtlichen Verlauf dieser Sache.
Gruß
Antwort 23 von TFT
@Klassenkasper
Es gibt genügend Urteile anderer Land- und auch Oberlandesgerichte, die zu völlig anderen Schlussfolgerungen kommen als das Landgericht Hamburg, was die Haftung eines Forenbetreibers betrifft.
Insofern stellt dieses Urteil einen Ausreisser dar und bestimmt keinen "Grundsatz" auf.
Im Moment schlägt´s halt ein wenig Wellen, warten wir also lieber die Revision ab.
Danach sieht man etwas klarer.
Es gibt genügend Urteile anderer Land- und auch Oberlandesgerichte, die zu völlig anderen Schlussfolgerungen kommen als das Landgericht Hamburg, was die Haftung eines Forenbetreibers betrifft.
Insofern stellt dieses Urteil einen Ausreisser dar und bestimmt keinen "Grundsatz" auf.
Im Moment schlägt´s halt ein wenig Wellen, warten wir also lieber die Revision ab.
Danach sieht man etwas klarer.
Antwort 24 von Luke_Filewalker
Zitat:
TFT schrieb am 18.04.2006 um 15:29
Im Moment schlägt´s halt ein wenig Wellen, warten wir also lieber die Revision ab.
TFT schrieb am 18.04.2006 um 15:29
Im Moment schlägt´s halt ein wenig Wellen, warten wir also lieber die Revision ab.
Yepp, aber sowas muss auch Wellen schlagen. Sonst kommen einige noch auf den Gedanken, dass ihre Entscheidungen aufgrund mangelnder Diskussion darüber, richtig sind.
Ich möchte hier nicht den Thread mit Kommentaren eines anderen Forums fluten, diesen hier jedoch finde ich "pädagogisch wertvoll". Ich kann nur empfehlen, mal die Kommentare des Heise-Beitrags zu sichten. ;)
Zitat:
Kommentar: Hausbesitzer sollten vor Sonnenaufgang...
Von: Willi Wusel
...unbedingt die Wände ihres Hauses überprüfen. Denn es könnte ihnen jemand über Nacht eine Aufforderung zu rechtswidrigem Verhalten draufgepinselt haben -- was sie der Gefahr einer Abmahnung, "an der Verbreitung von ´Leserkommentaren´ mitzuwirken", aussetzt. Insbesondere Anrainer von Autobahnen und vielbefahrenen Strassen sollten aufmerksam sein, denn deren Gebäude stellen "besonders gefährliche Einrichtungen" dar, weil sie aufgrund ihrer Eigenschaft, von vielen Menschen gelesen und beschrieben werden zu können, eine "pressemässige" Verbreitung von Meinung zulassen. Man stelle sich nur vor: jemand sprüht eine Bombenbauanleitung an das Brandenburger Tor! (Oder auch nur die Aufforderung sich "machUniversalBeardsPlatt.exe" runterzuladen...) Die dadurch entstehende Gefährdung der bundesrepublikanischen Demokratie (respektive der unternehmerischen Individualentwicklung) steht doch wohl klar in keinem Verhältnis zu dem bisschen Aufwand (mal abgesehen von der Einschränkung der Freiheit der Meinung nebst deren Verbreitung), den ein tägliches Prüfen aller Schmierereien an allen öffentlich einsehbaren Gebäuden vor ihrer Freischaltung (= vor Sonnenaufgang) "auf die rechtliche Zulässigkeit ihres jeweiligen Inhalts" bringen wird! (Ganz nebenbei wird sich durch eine solche Praxis der Arbeitsmarkt für Juristen deutlich entspannen lassen: Anstellung als Gebäudeaussenreinigungskraft nur noch mit erstem juristischen Staatsexamen!)
Allerdings wird sich dann wohl auch die Zahl der öffentlichen Gebäude in den Hauptstädten nicht aufrecht erhalten lassen: denn wenn "die Antragsgegnerin (die Haupt- oder die Hansestadt) nicht über genügend Personal oder genügend technische Mittel verfügt, um die Einträge vor ihrer Freischaltung einer Prüfung auf ihre Rechtmäßigkeit zu unterziehen, dann muss sie entweder ihre Mittel vergrößern oder den Umfang ihres Betriebs [ ...] beschränken." Noch eine Mehrwertsteuererhöhung verkraften wir aber nicht. D.h. wir müssen uns entscheiden: das Brandenburger Tor abreissen oder den Reichstag? Oder vielleicht doch das Hamburger Ziviljustizgebäude?
Kommentar: Hausbesitzer sollten vor Sonnenaufgang...
Von: Willi Wusel
...unbedingt die Wände ihres Hauses überprüfen. Denn es könnte ihnen jemand über Nacht eine Aufforderung zu rechtswidrigem Verhalten draufgepinselt haben -- was sie der Gefahr einer Abmahnung, "an der Verbreitung von ´Leserkommentaren´ mitzuwirken", aussetzt. Insbesondere Anrainer von Autobahnen und vielbefahrenen Strassen sollten aufmerksam sein, denn deren Gebäude stellen "besonders gefährliche Einrichtungen" dar, weil sie aufgrund ihrer Eigenschaft, von vielen Menschen gelesen und beschrieben werden zu können, eine "pressemässige" Verbreitung von Meinung zulassen. Man stelle sich nur vor: jemand sprüht eine Bombenbauanleitung an das Brandenburger Tor! (Oder auch nur die Aufforderung sich "machUniversalBeardsPlatt.exe" runterzuladen...) Die dadurch entstehende Gefährdung der bundesrepublikanischen Demokratie (respektive der unternehmerischen Individualentwicklung) steht doch wohl klar in keinem Verhältnis zu dem bisschen Aufwand (mal abgesehen von der Einschränkung der Freiheit der Meinung nebst deren Verbreitung), den ein tägliches Prüfen aller Schmierereien an allen öffentlich einsehbaren Gebäuden vor ihrer Freischaltung (= vor Sonnenaufgang) "auf die rechtliche Zulässigkeit ihres jeweiligen Inhalts" bringen wird! (Ganz nebenbei wird sich durch eine solche Praxis der Arbeitsmarkt für Juristen deutlich entspannen lassen: Anstellung als Gebäudeaussenreinigungskraft nur noch mit erstem juristischen Staatsexamen!)
Allerdings wird sich dann wohl auch die Zahl der öffentlichen Gebäude in den Hauptstädten nicht aufrecht erhalten lassen: denn wenn "die Antragsgegnerin (die Haupt- oder die Hansestadt) nicht über genügend Personal oder genügend technische Mittel verfügt, um die Einträge vor ihrer Freischaltung einer Prüfung auf ihre Rechtmäßigkeit zu unterziehen, dann muss sie entweder ihre Mittel vergrößern oder den Umfang ihres Betriebs [ ...] beschränken." Noch eine Mehrwertsteuererhöhung verkraften wir aber nicht. D.h. wir müssen uns entscheiden: das Brandenburger Tor abreissen oder den Reichstag? Oder vielleicht doch das Hamburger Ziviljustizgebäude?
Antwort 25 von LouZipher
Ich stichel mal ein wenig: wieder ein Schritt in Richtung Zensur und Beschneidung der Meinungs- und Redefreiheit.
Hallo China ...
Hallo China ...
Antwort 26 von Kismo
Hi all,
ich verfolge die Debatte mit regem Interesse.
Es sollte ein leichtes sein dem zuständigen Richter am LG Hamburg diesen Thread zukommen zu lassen. Das gefällte Urteil bleibt bestehen aber es wird damit erreicht, dass er sein Urteil überdenken kann......
Das dieser Thread an die RA´s von Heise geht oder von diesen zur Kenntnis genommen wird , zwecks Vorbereitung der nächster Instanz ist klar.
Auch Richter sind nur Menschen und urteilen nach besten Wissen. Das hier das Wissen nicht ausreichend war ist für mich ganz klar.
Gruß
Kismo
ich verfolge die Debatte mit regem Interesse.
Es sollte ein leichtes sein dem zuständigen Richter am LG Hamburg diesen Thread zukommen zu lassen. Das gefällte Urteil bleibt bestehen aber es wird damit erreicht, dass er sein Urteil überdenken kann......
Das dieser Thread an die RA´s von Heise geht oder von diesen zur Kenntnis genommen wird , zwecks Vorbereitung der nächster Instanz ist klar.
Auch Richter sind nur Menschen und urteilen nach besten Wissen. Das hier das Wissen nicht ausreichend war ist für mich ganz klar.
Gruß
Kismo
Antwort 27 von halfstone
@Klassenkasper Antwort20,
na ja, woher kommen denn die meisten Infos darüber wie man ein Problem lösen kann?
Aus Forenbeiträgen!
Die würden bei Bestand dieses Urteils alle verschwinden, auf die eine oder andere Art.
Bei Bestand dieses Urteils (was ich nicht glaube dass es passiert) gibt es nur zwei Wege wie Forenbetreiber darauf reagieren können:
1. Forum schließen
2. Forum ins Ausland verlegen.
Gruß Fabian
na ja, woher kommen denn die meisten Infos darüber wie man ein Problem lösen kann?
Aus Forenbeiträgen!
Die würden bei Bestand dieses Urteils alle verschwinden, auf die eine oder andere Art.
Bei Bestand dieses Urteils (was ich nicht glaube dass es passiert) gibt es nur zwei Wege wie Forenbetreiber darauf reagieren können:
1. Forum schließen
2. Forum ins Ausland verlegen.
Gruß Fabian
Antwort 28 von rfb
Zitat:
gibt es nur zwei Wege wie Forenbetreiber darauf reagieren können
falsch. Weg 3: bestehende Gesetzeslage an die Tatbestände des 21. Jhd. anpassen. Schreibt doch mal euren lokalen Bundestagsabgeordneten, dass sie gefälligst mal ihre Hausaufgaben machen sollen.gibt es nur zwei Wege wie Forenbetreiber darauf reagieren können
Antwort 29 von Klassenkasper
Hi Fabian
Weis ich doch das alle diese Antworten aus den Forenbeiträgen kommen. Ich selbst habe schon davon profitiert, dass andere sich mit meinem Problem auskannten und zur Lösung beigetragen haben. Wenn ich dann überlege, dass ich ohne diese Hilfe immernoch hier sitzen würde mit nem Switch auf dem Tisch und kein Plan hätte was für ein Problem diese Ding hat, kommt mir das Grausen. Wahrscheinlich hätte ich das Ding schon längst in die Ecke gefeuert und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen.
Ohne euch hätte ich das bestimmt getan.
Ich kann nur hoffen dass das Urteil niemals Bestand haben wird.
@rfb
Ob die Sache mit dem Bundestagsabgeordneten so eine dolle Idee ist, wage ich mal zu bezweifeln...
Ich habe in einer anderen Angelegenheit dem für mich zuständigen Abgeordneten geschrieben, als Antowrt bekam ich nur, er könne sich nicht um alles kümmern, weil er soviel zu tun habe.
Ich habe ihm dann nett und freundlich wie ich bin zu verstehen gegeben, dass ich bei der nächsten Wahl seinen Konkurenten unterstützen werde. Seitdem hab ich nix mehr von ihm gehört, und das Problem ist auch nicht gelöst worden.
Gruß
Kk
Weis ich doch das alle diese Antworten aus den Forenbeiträgen kommen. Ich selbst habe schon davon profitiert, dass andere sich mit meinem Problem auskannten und zur Lösung beigetragen haben. Wenn ich dann überlege, dass ich ohne diese Hilfe immernoch hier sitzen würde mit nem Switch auf dem Tisch und kein Plan hätte was für ein Problem diese Ding hat, kommt mir das Grausen. Wahrscheinlich hätte ich das Ding schon längst in die Ecke gefeuert und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen.
Ohne euch hätte ich das bestimmt getan.
Ich kann nur hoffen dass das Urteil niemals Bestand haben wird.
@rfb
Ob die Sache mit dem Bundestagsabgeordneten so eine dolle Idee ist, wage ich mal zu bezweifeln...
Ich habe in einer anderen Angelegenheit dem für mich zuständigen Abgeordneten geschrieben, als Antowrt bekam ich nur, er könne sich nicht um alles kümmern, weil er soviel zu tun habe.
Ich habe ihm dann nett und freundlich wie ich bin zu verstehen gegeben, dass ich bei der nächsten Wahl seinen Konkurenten unterstützen werde. Seitdem hab ich nix mehr von ihm gehört, und das Problem ist auch nicht gelöst worden.
Gruß
Kk
Antwort 30 von halfstone
@rfb,
das ist natürlich auch ein Weg den man beschreiten kann wenn man zu viel Zeit hat und die Hoffnung nicht aufgegeben hat, dass so etwas irgendetewas ändern würde.
Ich war selber auch schon mal in der Lage, dass eine Verwaltungsvorschrift in Berlin anders gehandhabt wurde als in Bayern z.B. und damit mein gesamtes Geschäftsmodell zu Fall gebracht wurde.
In dem Fall hat es auch nichts genutzt sich an die nächst höhere Stelle oder an Politiker zu wenden (habe das Projekt in dem dann ca. 160 behinderte Menschen Arbeit gefunden hätten eingestampft).
Außerdem sollte ja im Idealfall Politik und Justiz unabhängig von einander sein ;-)
Viele Grüße
Fabian
das ist natürlich auch ein Weg den man beschreiten kann wenn man zu viel Zeit hat und die Hoffnung nicht aufgegeben hat, dass so etwas irgendetewas ändern würde.
Ich war selber auch schon mal in der Lage, dass eine Verwaltungsvorschrift in Berlin anders gehandhabt wurde als in Bayern z.B. und damit mein gesamtes Geschäftsmodell zu Fall gebracht wurde.
In dem Fall hat es auch nichts genutzt sich an die nächst höhere Stelle oder an Politiker zu wenden (habe das Projekt in dem dann ca. 160 behinderte Menschen Arbeit gefunden hätten eingestampft).
Außerdem sollte ja im Idealfall Politik und Justiz unabhängig von einander sein ;-)
Viele Grüße
Fabian
Antwort 31 von rfb
@Klassenkasper:
natürlich reicht es nicht, wenn einer einem Abgeordneten schreibt - die Masse machts.
PS: hast du deinen Briefwechsel wenigstens der Lokalzeitung zukommen lassen? Wenn die Parteien nicht Druck von aussen bekommen stellen sie sonst solche Pfeifenköpfe glatt noch mal auf. Die Drohung mit deiner Stimme hingegen ist wirklich das Papier nicht wert gewesen.
natürlich reicht es nicht, wenn einer einem Abgeordneten schreibt - die Masse machts.
PS: hast du deinen Briefwechsel wenigstens der Lokalzeitung zukommen lassen? Wenn die Parteien nicht Druck von aussen bekommen stellen sie sonst solche Pfeifenköpfe glatt noch mal auf. Die Drohung mit deiner Stimme hingegen ist wirklich das Papier nicht wert gewesen.
Antwort 32 von Klassenkasper
@ rfb
Ich weis das es nicht das Papier wert war, aber ich wollte das er es weis.
Unsere Lokalzeitung hat sich für den Fall eher nicht interessiert. Wie du schon geschrieben hast, die Masse macht es. Und da ich nicht die erforderliche Masse habe ist das Ding im Sande verlaufen. Aber genau darum geht es doch. Ich denke Fabian und seine Mannen hier stellen auch nicht die erforderlich Masse um einen Abgeordneten dazu zu bewegen, tätig zu werden.
Deine Aussage negiert doch somit den Vorschlag an Fabian, seinem Bundestagsabgeordenten zu schreiben.
Zumindest rein theoretisch.
Soll nicht heißen das er es nicht doch versuchen kann...
Zumindest hätte Fabian durch die räumliche Nähe zum Bundestag die Möglichkeit dort persönlich aufzuschlagen.
Aber ob es nützt ist fraglich..
@Fabian
Falls du Leute für nen Protestmarsch in deiner Sache brauchst, sag mal Bescheid...ich denke da kann man was deichseln ;-))
Da finden sich bestimmt ein paar Leute die da mitmachen.*lol*
Gruß
Kk
Ich weis das es nicht das Papier wert war, aber ich wollte das er es weis.
Unsere Lokalzeitung hat sich für den Fall eher nicht interessiert. Wie du schon geschrieben hast, die Masse macht es. Und da ich nicht die erforderliche Masse habe ist das Ding im Sande verlaufen. Aber genau darum geht es doch. Ich denke Fabian und seine Mannen hier stellen auch nicht die erforderlich Masse um einen Abgeordneten dazu zu bewegen, tätig zu werden.
Deine Aussage negiert doch somit den Vorschlag an Fabian, seinem Bundestagsabgeordenten zu schreiben.
Zumindest rein theoretisch.
Soll nicht heißen das er es nicht doch versuchen kann...
Zumindest hätte Fabian durch die räumliche Nähe zum Bundestag die Möglichkeit dort persönlich aufzuschlagen.
Aber ob es nützt ist fraglich..
@Fabian
Falls du Leute für nen Protestmarsch in deiner Sache brauchst, sag mal Bescheid...ich denke da kann man was deichseln ;-))
Da finden sich bestimmt ein paar Leute die da mitmachen.*lol*
Gruß
Kk
Antwort 33 von Papasagt!!!
Jetzt frage ich mal, Fabian warum gehst Du mit dem Supportnet nicht zu einem Anbieter im Ausland, soweit ich weiß betrifft dieses Urteil nur Domains die in DE gemeldet sind.
Denn wie wollen unsere lieben Tugendwächter denn ein Forum bremsen welches seinen Sitz auf einem com-Server hat.
Oder in den osteuropäischen Raum.
Oder nach Italien dann hast Du die schöne Endung .IT
wäre das nix.
Und wenn es hart auf hart kommt, ich kann mich noch an den alten Spendenaufruf von Dir errinnern, als es mit Werbung ganz schön dünne war.
Um das Supportnet zu erhalten wäre ich gerne bereit im Monat 10 bis 20€ hinzulegen.
Das ist meine Meinung, ich weiß jetzt kommen erstmal wieder die anderen die sich nicht Registrieren und unter einem 5-Minuten-Nick nur stung machen wollen.
Denn wie wollen unsere lieben Tugendwächter denn ein Forum bremsen welches seinen Sitz auf einem com-Server hat.
Oder in den osteuropäischen Raum.
Oder nach Italien dann hast Du die schöne Endung .IT
wäre das nix.
Und wenn es hart auf hart kommt, ich kann mich noch an den alten Spendenaufruf von Dir errinnern, als es mit Werbung ganz schön dünne war.
Um das Supportnet zu erhalten wäre ich gerne bereit im Monat 10 bis 20€ hinzulegen.
Das ist meine Meinung, ich weiß jetzt kommen erstmal wieder die anderen die sich nicht Registrieren und unter einem 5-Minuten-Nick nur stung machen wollen.
Antwort 34 von Papasagt!!!
Ups ich bin ja auch nicht registriert hihihihi
Antwort 35 von halfstone
Hi Papasagt,
das mit einer neuen Domainendung ist nicht so einfach, supportnet.com ist leider auch schon vergeben.
Was ein Namenswechsel alles für negative Folgen hat brauche ich glaube ich hier nicht aufzuzählen.
Ist also alles nicht so einfach, aber ein Umzug auf einen ausländischen Server bei bestand dieses Urteils ist natürlich eine Alternative.
Ich glaube nur nicht, dass so ein weltfremdes Urteil bestand haben wird.
Gruß Fabian
das mit einer neuen Domainendung ist nicht so einfach, supportnet.com ist leider auch schon vergeben.
Was ein Namenswechsel alles für negative Folgen hat brauche ich glaube ich hier nicht aufzuzählen.
Ist also alles nicht so einfach, aber ein Umzug auf einen ausländischen Server bei bestand dieses Urteils ist natürlich eine Alternative.
Ich glaube nur nicht, dass so ein weltfremdes Urteil bestand haben wird.
Gruß Fabian
Antwort 36 von POwie_ohneKeks
[OFFTOPIC]
ciao gemeinde
fabian, stell den server in mein büro, dann richten wir ein tunnel für dich ein und von mir aus kannste auch n schlafplatz neben deinem server kriegen *grins*
bei uns in der schweiz gibts zwar auch richter die ein wenig meschugge sind, aber was da in hamburg entschieden wurde...................
ciao gemeinde
fabian, stell den server in mein büro, dann richten wir ein tunnel für dich ein und von mir aus kannste auch n schlafplatz neben deinem server kriegen *grins*
bei uns in der schweiz gibts zwar auch richter die ein wenig meschugge sind, aber was da in hamburg entschieden wurde...................
Antwort 37 von uwei
Gottseidank gibt es noch andere Domains.
Aber es ist wohl auch die einzig sichere Alternative, wenn sich solche oberflächlichen Urteile durchsetzen sollten.
Vom Verursacherprinzip scheint das Gericht ja nicht viel zu halten.
Es wird dann sicher einen "Bußgeldkatalog" entsprechend des geäußerten Wortlauts und der Anzahl der Threadzugriffe für die Forenbetreiber geben.
Und in nicht allzuferner Zukunft gibt es dann wohl auch Tools zum "Aufspüren und Vernichten bösartigen Wortlauts".:(
Zu A:24 fällt mir auch was nettes ein. Wie wärs damit, im Falle eines Verkehrsunfalls, in dem ich(oder mein Auto) geschädigt werde, Kommune, Land oder Bund zu verklagen, die die Straße für den Verursacher bereit gestellt haben und nicht dafür Sorge trugen, daß sich dieser an bestehende Gesetze bei deren Benutzung hielt?
Aber es ist wohl auch die einzig sichere Alternative, wenn sich solche oberflächlichen Urteile durchsetzen sollten.
Vom Verursacherprinzip scheint das Gericht ja nicht viel zu halten.
Es wird dann sicher einen "Bußgeldkatalog" entsprechend des geäußerten Wortlauts und der Anzahl der Threadzugriffe für die Forenbetreiber geben.
Und in nicht allzuferner Zukunft gibt es dann wohl auch Tools zum "Aufspüren und Vernichten bösartigen Wortlauts".:(
Zu A:24 fällt mir auch was nettes ein. Wie wärs damit, im Falle eines Verkehrsunfalls, in dem ich(oder mein Auto) geschädigt werde, Kommune, Land oder Bund zu verklagen, die die Straße für den Verursacher bereit gestellt haben und nicht dafür Sorge trugen, daß sich dieser an bestehende Gesetze bei deren Benutzung hielt?
Zitat:
nicht über genügend Personal oder genügend technische Mittel verfügt, um Verkehrsteilnehmer auf ihre Rechtmäßigkeit zu überprüfen, dann muss sie entweder ihre Mittel vergrößern oder den Umfang ihres Betriebs [ ...] beschränken.
lolnicht über genügend Personal oder genügend technische Mittel verfügt, um Verkehrsteilnehmer auf ihre Rechtmäßigkeit zu überprüfen, dann muss sie entweder ihre Mittel vergrößern oder den Umfang ihres Betriebs [ ...] beschränken.
Antwort 38 von Kommentator
Richter, die solche Urteile ("Im Namen des Volkes") fällen, sollte man, bei übergeordneter, andersartiger Entscheidung, die Pensionszahlung pro Fehlurteil, um 50% kürzen, oder wenigstens die entstandenen Kosten auferlegen.
Armes Deutschland
Armes Deutschland
Antwort 39 von ro+con
Hi,
sind leider offenbar im Vormarsch. Machen wir uns mal nichts vor. Selbst wenn dieses Urteil abgeschmettert werden sollte, es wird sich früher oder später durchsetzen.
Deutschland hat in den vergangenen Jahren sehr viel verschlafen. Ob Microelektronik, Verteidigungshaushalt oder Bildungsentwicklung, ob Patententwicklung/Verwaltung, soziale Reformen oder eben auch die Weiterentwicklung einer modernen zeitgemäßen Rechtssprechung.
Während sich in anderen Ländern die Wirtschaft auch über das Internet weiterentwickelt hat, haben unsere "Vordenker" bis heute auch dem Internet nicht den notwendigen Stellenwert zugestanden.
Dieses Urteil wird vor allem die "Regenmacher" unter den Internetanwälten beflügeln. Wie wurde schon vor Jahren geschrieben?:
" ...irgendwann erwischt es jeden..."
Unter Anderem auch deshalb habe ich schon vor einigen Jahren meine "Internetpräsenz" geschlossen. Sicherheitshalber eine RS-Versicherung für Internetrecht gemacht. Für die Klagehansel welche es leider überall gibt.
Meiner Meinung nach hat Halfstone schon Recht, wenn er sagt, dass damit die Luft dünner wird für Homepage und Forenbetreiber.
Interessant wäre hierbei die Frage:
Natürlich kann Halfstone auslagern, aber bringts das wirklich? Man darf auch nicht vergessen, dass Foren aller Art durch "Stinker" finanziell ruiniert werden könnten. Andererseits darf man natürlich nicht vergessen, dass dieses Forum grundsätzlich davon lebt, dass kluge Leute bereit sind unentgeltlich ihr Wissen und ihre Zeit anderen zur Verfügung zu stellen. Angefangen hat SN mal ganz anders. Halfstone bietet lediglich die Plattform und verdient dabei sicher nicht schlecht. Also wenn dieses Urteil den Status eines Grundsatzurteils bekommt und deshalb SN schließt, dann verliert vor allem Halfstone seine Einnahmequellen. GOOGEL bietet praktisch zu jedem Problem auch Lösungen an. Die Leute sind nur sehr oft zu faul zum selber suchen oder lesen....
Alternativen wären dann unter anderem reine HPs, welche Anleitungen aller Art anbieten. Natürlich ohne die Möglichkeit irgendwas zu posten.
Eine andere Frage ist, wer könnte Interesse daran haben, kostenlosen Support zu unterbinden? Natürlich springt noch viel mehr heraus, wenn "kostenlos" aus dem Netz verschwunden ist.
Der händeringende hilfesuchende PC-Laie zahlt am Ende für jeden Tipp der ihm helfen könnte.
Aber das sind meine Überlegungen. Die Praxis wird zeigen was Deutschland für sich aus der "Säule Internet" am Ende macht und wie sich das Internetrecht weiter entwickelt.
gruss r.
Zitat:
Richter, die solche Urteile ("Im Namen des Volkes") fällen...
Richter, die solche Urteile ("Im Namen des Volkes") fällen...
sind leider offenbar im Vormarsch. Machen wir uns mal nichts vor. Selbst wenn dieses Urteil abgeschmettert werden sollte, es wird sich früher oder später durchsetzen.
Deutschland hat in den vergangenen Jahren sehr viel verschlafen. Ob Microelektronik, Verteidigungshaushalt oder Bildungsentwicklung, ob Patententwicklung/Verwaltung, soziale Reformen oder eben auch die Weiterentwicklung einer modernen zeitgemäßen Rechtssprechung.
Während sich in anderen Ländern die Wirtschaft auch über das Internet weiterentwickelt hat, haben unsere "Vordenker" bis heute auch dem Internet nicht den notwendigen Stellenwert zugestanden.
Dieses Urteil wird vor allem die "Regenmacher" unter den Internetanwälten beflügeln. Wie wurde schon vor Jahren geschrieben?:
" ...irgendwann erwischt es jeden..."
Unter Anderem auch deshalb habe ich schon vor einigen Jahren meine "Internetpräsenz" geschlossen. Sicherheitshalber eine RS-Versicherung für Internetrecht gemacht. Für die Klagehansel welche es leider überall gibt.
Meiner Meinung nach hat Halfstone schon Recht, wenn er sagt, dass damit die Luft dünner wird für Homepage und Forenbetreiber.
Interessant wäre hierbei die Frage:
Zitat:
gibt es evtl. eine Absicherung gegen Schadenersatzforderungen dieser Art durch eine Versicherung? Und wenn ja, wie teuer wäre das p.M.?
gibt es evtl. eine Absicherung gegen Schadenersatzforderungen dieser Art durch eine Versicherung? Und wenn ja, wie teuer wäre das p.M.?
Natürlich kann Halfstone auslagern, aber bringts das wirklich? Man darf auch nicht vergessen, dass Foren aller Art durch "Stinker" finanziell ruiniert werden könnten. Andererseits darf man natürlich nicht vergessen, dass dieses Forum grundsätzlich davon lebt, dass kluge Leute bereit sind unentgeltlich ihr Wissen und ihre Zeit anderen zur Verfügung zu stellen. Angefangen hat SN mal ganz anders. Halfstone bietet lediglich die Plattform und verdient dabei sicher nicht schlecht. Also wenn dieses Urteil den Status eines Grundsatzurteils bekommt und deshalb SN schließt, dann verliert vor allem Halfstone seine Einnahmequellen. GOOGEL bietet praktisch zu jedem Problem auch Lösungen an. Die Leute sind nur sehr oft zu faul zum selber suchen oder lesen....
Alternativen wären dann unter anderem reine HPs, welche Anleitungen aller Art anbieten. Natürlich ohne die Möglichkeit irgendwas zu posten.
Eine andere Frage ist, wer könnte Interesse daran haben, kostenlosen Support zu unterbinden? Natürlich springt noch viel mehr heraus, wenn "kostenlos" aus dem Netz verschwunden ist.
Der händeringende hilfesuchende PC-Laie zahlt am Ende für jeden Tipp der ihm helfen könnte.
Aber das sind meine Überlegungen. Die Praxis wird zeigen was Deutschland für sich aus der "Säule Internet" am Ende macht und wie sich das Internetrecht weiter entwickelt.
gruss r.
Antwort 40 von Klassenkasper
Hallo
Zurzeit läuft auf Sat1 in der Sendung Planetopia eib Beitrag zu dem Urteil aus Hamburg.
Die sagen dort, dass Anwälte mit diesem Urteil schon unterwegs sind, und Abmahnungen schreiben an Forenbetreiber.
Na das kann anscheinend noch heiter werden....
Gruß
Kk
Zurzeit läuft auf Sat1 in der Sendung Planetopia eib Beitrag zu dem Urteil aus Hamburg.
Die sagen dort, dass Anwälte mit diesem Urteil schon unterwegs sind, und Abmahnungen schreiben an Forenbetreiber.
Na das kann anscheinend noch heiter werden....
Gruß
Kk
Antwort 41 von -P9-
hi,
ich halte dieses urteil für eine moderne form von zensierung! und wie klassenkasper schon sagte die google suche würde dadurch wieder aufleben aber da findet man meiner meinung nicht immer die richtige antwort und mal ganz ehrlich die meisten information erhält man doch durch forenbeiträge
gruß P9
ich halte dieses urteil für eine moderne form von zensierung! und wie klassenkasper schon sagte die google suche würde dadurch wieder aufleben aber da findet man meiner meinung nicht immer die richtige antwort und mal ganz ehrlich die meisten information erhält man doch durch forenbeiträge
gruß P9
Antwort 42 von Luke_Filewalker
Ganz zu schweigen davon, dass nicht jedes Problem erfasst und deren Lösung in Stein gemeisselt werden kann. Die meisten Probleme die heutzutage am PC entstehen, sind aufgrund der schier unendlichen Anzahl an Kombinationsmöglichkeiten zwischen Hard- und Software derart unterschiedlich, dass sie oft nur durch eine Diskussion gelöst werden können. Man vermutet eine Lösung, die schlägt fehl, dann wird was anderes probiert bis das Problem eingegrenzt und behoben wurde.
In der heutigen Zeit ist eben genau die Zeit ein entscheidender Faktor, vor allem für Firmen und alle PC-Benutzer die kommerzielle Interessen haben. Ich z.B. betreibe das nicht nur als Hobby, sondern primär um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Wenn ich eine Lösung für ein Problem suche, dann brauch ich die Lösung meistens schon gestern. Ein öffentliches Medium wie ein Forum garantiert dass das Problem von vielen gelesen wird und damit die Chance steigt, eine schnelle Lösung zu finden.
Wenn wir also weiterdenken, könnte dieses Urteil sogar für viele "kleine" IT´ler langfristig ein echtes Problem darstellen, wenn sie für jeden Tipp und kleine Hilfe in dann evtl. geschlossenen Foren extra bezahlen müssten. Denn nicht jede Firma kann es sich leisten, ihre Mitarbeiter ständig auf Schulungen zu schicken oder ähnliches. Für mich und wohl die meisten meiner Kollegen ist das Internet das Informationsmedium Nummer eins. Dazu gehören auch die öffentlich Foren.
Höchst persönliche und subjektive Meinung: Ich finde diese ganze "künstliche" Abmahnerei eine ziemliche Sauerei. Mal ehrlich, wenn jemand einen RA engagiert um seine Rechte zu vertreten, dann ist das eine Sache und legitim. Wenn nun aber "einfach so" unter Angabe von fadenscheinigen Gründen irgendwelche kostenpflichtige Abmahnungen ausgesprochen werden, dann hat das m.M. nach nichts mehr mit "Rechte vertreten" zu tun, sondern eher mit legitimierter Abzocke. Traurige Welt.
In der heutigen Zeit ist eben genau die Zeit ein entscheidender Faktor, vor allem für Firmen und alle PC-Benutzer die kommerzielle Interessen haben. Ich z.B. betreibe das nicht nur als Hobby, sondern primär um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Wenn ich eine Lösung für ein Problem suche, dann brauch ich die Lösung meistens schon gestern. Ein öffentliches Medium wie ein Forum garantiert dass das Problem von vielen gelesen wird und damit die Chance steigt, eine schnelle Lösung zu finden.
Wenn wir also weiterdenken, könnte dieses Urteil sogar für viele "kleine" IT´ler langfristig ein echtes Problem darstellen, wenn sie für jeden Tipp und kleine Hilfe in dann evtl. geschlossenen Foren extra bezahlen müssten. Denn nicht jede Firma kann es sich leisten, ihre Mitarbeiter ständig auf Schulungen zu schicken oder ähnliches. Für mich und wohl die meisten meiner Kollegen ist das Internet das Informationsmedium Nummer eins. Dazu gehören auch die öffentlich Foren.
Höchst persönliche und subjektive Meinung: Ich finde diese ganze "künstliche" Abmahnerei eine ziemliche Sauerei. Mal ehrlich, wenn jemand einen RA engagiert um seine Rechte zu vertreten, dann ist das eine Sache und legitim. Wenn nun aber "einfach so" unter Angabe von fadenscheinigen Gründen irgendwelche kostenpflichtige Abmahnungen ausgesprochen werden, dann hat das m.M. nach nichts mehr mit "Rechte vertreten" zu tun, sondern eher mit legitimierter Abzocke. Traurige Welt.
Antwort 43 von Luke_Filewalker
Weitere interessante Informationen zu diesem Thema finden sich auch im Supernature-Forum. Dessen Betreiber wurde abgemahnt unter Berufung auf das Heise-Urteil.
Interessant auch der kurze Live-Mitschnitt eines Interwievs zwischen OSRadio und Martin Geuß, dem Betreiber des Supernature Forums. Um diesen Mitschnitt nicht aus dem Kontext zu reissen, verlinke ich auf den betreffenden Thread. Der Mitschnitt findet sich weiter unten im Thread als MP3
Interessant auch der kurze Live-Mitschnitt eines Interwievs zwischen OSRadio und Martin Geuß, dem Betreiber des Supernature Forums. Um diesen Mitschnitt nicht aus dem Kontext zu reissen, verlinke ich auf den betreffenden Thread. Der Mitschnitt findet sich weiter unten im Thread als MP3
Antwort 44 von SNNutzer
nabend,
bei allem verständniss, jeder forenbetreiber, egal welcher art ist bestrebt geld und seinen lebensunterhalt zu bestreiten.
und wie es letztendlich läuft liegt zu 50% an denen die es nutzen.
es ist ein geben und nehmen und das sollte man auch mal bedenken!
mfg
bei allem verständniss, jeder forenbetreiber, egal welcher art ist bestrebt geld und seinen lebensunterhalt zu bestreiten.
und wie es letztendlich läuft liegt zu 50% an denen die es nutzen.
es ist ein geben und nehmen und das sollte man auch mal bedenken!
mfg
Antwort 45 von guest1
bei der Gelegenheit habe ich mir auch mal die Begründung für das Heise-Urteil angetan ...
also, wenn das was da steht unstrittig ist - und es scheint ja so zu sein, daß Heise es für in Ordnung befindet, wenn hier zur gezielten Überlastung von Servern aufgerufen wird -, dann war es schon "ein wenig unvernünftig" mit diesem Streitfall vor Gericht zu ziehen.
Sieht so aus, als wenn andere den Schlamassel jetzt auszubaden haben.
also, wenn das was da steht unstrittig ist - und es scheint ja so zu sein, daß Heise es für in Ordnung befindet, wenn hier zur gezielten Überlastung von Servern aufgerufen wird -, dann war es schon "ein wenig unvernünftig" mit diesem Streitfall vor Gericht zu ziehen.
Sieht so aus, als wenn andere den Schlamassel jetzt auszubaden haben.
Antwort 46 von halfstone
Das ganze Abmahnwesen in Deutschland könnte man mit einem einfachen in England bherzigten Trick abschaffen.
Der Abmahnende zahlt die Kosten der Abmahung. Erst wenn vor Gericht festgestellt wird, dass der Abmahnende Recht hat werden die Gerichtskosten auf den Abzumahnenden "verlegt".
So wäre diese Abmahnindustrie ganz schnell trocken gelegt.
Gruß fabian
Der Abmahnende zahlt die Kosten der Abmahung. Erst wenn vor Gericht festgestellt wird, dass der Abmahnende Recht hat werden die Gerichtskosten auf den Abzumahnenden "verlegt".
So wäre diese Abmahnindustrie ganz schnell trocken gelegt.
Gruß fabian
Antwort 47 von Luke_Filewalker
Zitat:
guest1 schrieb am 29.04.2006 um 12:56
Sieht so aus, als wenn andere den Schlamassel jetzt auszubaden haben.
guest1 schrieb am 29.04.2006 um 12:56
Sieht so aus, als wenn andere den Schlamassel jetzt auszubaden haben.
Mal schauen, Heise geht bzw. ging in Berufung. Da ist noch lange nicht so schnell das letzte Wort gesprochen. Insofern betrachte ich auch die Feststellungsklage durch den Betreiber der Supernature-Forums als interessant, denn das könnte Präzedenzfall Charakter bekommen, bzw. hat es eig. jetzt schon.
Zitat:
halfstone schrieb am 29.04.2006 um 13:18
Der Abmahnende zahlt die Kosten der Abmahung. Erst wenn vor Gericht festgestellt wird, dass der Abmahnende Recht hat werden die Gerichtskosten auf den Abzumahnenden "verlegt".
halfstone schrieb am 29.04.2006 um 13:18
Der Abmahnende zahlt die Kosten der Abmahung. Erst wenn vor Gericht festgestellt wird, dass der Abmahnende Recht hat werden die Gerichtskosten auf den Abzumahnenden "verlegt".
Tja, wäre hier auch dringend nötig. Diesem ganzen Abmahnwahn der teilweise auf völlig unhaltbaren und fadenscheinigen Argumenten aufgebaut ist, gehört ein Riegel vorgeschoben.

