Supportnet / Forum / WindowsXP
Festplatte von fujitsu-siemens nach 4 Monaten kaputt - wie kann das angehen?
Frage
Hi!
Habe mir vor vier Monaten einen Fujitusu-Siemens-Scaleo, 3,4 GH-Taktung mit zwei 160 GB-Festplatten und 1GHZ Arbeitsspeicher gekauft (1000 Euro). Vor zwei Wochen verabschiedete sich Festplatte C ohne Vorwarnung - PC ließ sich nicht mehr starten und Werkstatt stellte fest, dass die Platte elektrisch nicht mehr ansprechbar - sprich kaputt - war. Wurde inzwischen ausgetauscht, aber hunderte von Daten sind weg. Oberärgerlich!!! (Platte D ist zum Glück heil geblieben.)
Dazu zwei Fragen an Euch:
1. Kommt sowas inzwischen öfter vor? (dass Festplatten so schnell crashen)?
2. Kann die Ursache dafür in einer sehr starken Beanspruchung liegen? Zur Info: Betreibe ein semi-professionelles Musikstudio mit dem PC, mit Software-Sampler und Cubase SX3. Das Musikstudio stellt an den PC hohe Anforderungen.
Die Frage "Wie schütze ich mich künftig davor?" stellt sich mir nicht mehr, nachdem ich True Image 9 installiert habe. Eigentlich wohl eine gute Lösung, aber enttäuschend fand ich, dass es praktisch unmöglich ist, ein Image auf CD oder DVD zu brennen - es sei denn, man will 5 - 10 Stunden vor dem Bildschirm sitzen.
Immerhin habe ich jetzt ein Image von Platte C auf D und umgekehrt und außerdem noch eine windowsunabhängige Ecke auf D eingerichtet, die in jedem Fall einen Notfall-Start - auch ohne Windows - ermöglichen soll. Und meine Songs brenn´ ich fleißig auf CDs.
Also nochmal: Mich interessiert, ob Festplatten-Crashs in der Regel durch Materialfehler entstehen oder evtl. auch durch starke Beanspruchung. Da gehen die Meinungen wohl auseinander.
Gruß
f.
Antwort 1 von Supermax
Es gab und gibt auch bei Festplatten immer wieder Modelle oder Chargen, die sich durch eine besondes hohe Fehleranfälligkeit "auszeichnen".
Meine Frau hatte etwa eine Maxtor 80GB Platte, die ebenfalls - bei durchschnittlicher Beanspruchung - nach ca. 6 Monaten den Geist aufgab; ich selbst habe auch schon schlechte Erfahrungen mit IBM DeskStar-Platten gemacht.
Relativ problemlos scheinen Festplatten von Seagate und Samsung zu sein... wir setzen solche Platten in der Firma auch in Webservern ein und hatten eigentlich trotz jahrelangem Dauerbetrieb noch nie größere Probleme damit.
Trotzdem sollte man von wichtigen Daten auf jeden Fall regelmäßig ein Backup anlegen.
Meine Frau hatte etwa eine Maxtor 80GB Platte, die ebenfalls - bei durchschnittlicher Beanspruchung - nach ca. 6 Monaten den Geist aufgab; ich selbst habe auch schon schlechte Erfahrungen mit IBM DeskStar-Platten gemacht.
Relativ problemlos scheinen Festplatten von Seagate und Samsung zu sein... wir setzen solche Platten in der Firma auch in Webservern ein und hatten eigentlich trotz jahrelangem Dauerbetrieb noch nie größere Probleme damit.
Trotzdem sollte man von wichtigen Daten auf jeden Fall regelmäßig ein Backup anlegen.
Antwort 2 von funnystock
"Relativ problemlos scheinen Festplatten von Seagate und Samsung zu sein."
Dachte ich auch - nur bei der defekten FP handelt es sich um eine Seagate ST3160023AS..:-)
Dachte ich auch - nur bei der defekten FP handelt es sich um eine Seagate ST3160023AS..:-)
Antwort 3 von thomasn1975
Willkommen in der Welt der Feinmechanik!
Mein Musik-PC ist identisch mit deinem, allerdings mit dem Unterschied, dass ich die zweite Platte als reine Backup-Platte verwende und nur auf der ersten arbeite. Aus genau dem Grund, den Du gerade erleben durftest.
Meine Devise ist schon seit langem: Traue keinem Datenträger, schon garnicht einer Festplatte. Die Mechanik da drin ist mittlerweile so empfindlich, da muss der Lieferant nur den Karton mal in der falschen Lagerhallenecke abgestellt haben und die Lebensdauer der Festplatte verringert sich drastisch.
Ich würde dir auch empfehlen, im Gegensatz zu deiner jetzigen Lösung, auf einer Platte zu arbeiten und die zweite als Backup zu benutzen. Wenn du die Datenträgerkomprimierung auf der zweiten Festplatte aktivierst, bleibt auch noch genug Platz für deine Notinstallation von Windows (die Komprimierung merkt man auf modernen Rechnern nicht mehr, ich habe sie auch eingeschaltet).
Zum Backup benutze ich SecondCopy, das kostet zwar (29€, naja), das ist aufgrund der höheren Sicherheit aber kein Geld. Und ich kann zur Not auch mal durch versehentliches Überschreiben/Löschen was zurückholen.
Wichtige Sachen musst Du natürlich trotzdem regelmäßig bspw. auf CD brennen.
Die absolute Datensicherheit wird man nie erreichen.
Mein Musik-PC ist identisch mit deinem, allerdings mit dem Unterschied, dass ich die zweite Platte als reine Backup-Platte verwende und nur auf der ersten arbeite. Aus genau dem Grund, den Du gerade erleben durftest.
Meine Devise ist schon seit langem: Traue keinem Datenträger, schon garnicht einer Festplatte. Die Mechanik da drin ist mittlerweile so empfindlich, da muss der Lieferant nur den Karton mal in der falschen Lagerhallenecke abgestellt haben und die Lebensdauer der Festplatte verringert sich drastisch.
Ich würde dir auch empfehlen, im Gegensatz zu deiner jetzigen Lösung, auf einer Platte zu arbeiten und die zweite als Backup zu benutzen. Wenn du die Datenträgerkomprimierung auf der zweiten Festplatte aktivierst, bleibt auch noch genug Platz für deine Notinstallation von Windows (die Komprimierung merkt man auf modernen Rechnern nicht mehr, ich habe sie auch eingeschaltet).
Zum Backup benutze ich SecondCopy, das kostet zwar (29€, naja), das ist aufgrund der höheren Sicherheit aber kein Geld. Und ich kann zur Not auch mal durch versehentliches Überschreiben/Löschen was zurückholen.
Wichtige Sachen musst Du natürlich trotzdem regelmäßig bspw. auf CD brennen.
Die absolute Datensicherheit wird man nie erreichen.
Antwort 4 von funnystock
Danke thomas, für deinen Tipp. Ich hatte meine aktuellen Songs zum Glück auf Platte D gespeichert, sonst wäre die Arbeit an den Arrangements - viele, viele Stunden - umsonst gewesen.
Die 2. Festplatte nur fürs Backup nutzen? Ist die nicht mit 160 GB bisschen groß dafür?
Mein jetziges Acronis-System verteilt die Programme auf zwei Festplatten: die normalen sind auf C und das Musikstudio auf D. Dachte, das führt vielleicht zu einer besseren Performance und Entlastung.
Sollte das nicht stimmen, hättest du recht. Mir fällt nur immer auf, wie lange Cubase SX3 braucht, bis Halion (Softwaresampler) und das Programm geladen werden - es sind ca. 2 Minuten, obwohl ich doch ein Rennpferd als PC habe. Ich setzt Halion allerdings für ca. 10 Cubase-Tracks ein, inklusive einem virtuellen Gitarristen und einem virtuellen Bassisten.
Nebenbei: Halion und SX3 bieten wirklich eine Menge für Musiker, aber so viele Fehler hatte ich bei den alten Cubase-Versionen nie. Da mir die Fehlersucherei zulange dauert, laß ich alles so...
Gruß
f.
Die 2. Festplatte nur fürs Backup nutzen? Ist die nicht mit 160 GB bisschen groß dafür?
Mein jetziges Acronis-System verteilt die Programme auf zwei Festplatten: die normalen sind auf C und das Musikstudio auf D. Dachte, das führt vielleicht zu einer besseren Performance und Entlastung.
Sollte das nicht stimmen, hättest du recht. Mir fällt nur immer auf, wie lange Cubase SX3 braucht, bis Halion (Softwaresampler) und das Programm geladen werden - es sind ca. 2 Minuten, obwohl ich doch ein Rennpferd als PC habe. Ich setzt Halion allerdings für ca. 10 Cubase-Tracks ein, inklusive einem virtuellen Gitarristen und einem virtuellen Bassisten.
Nebenbei: Halion und SX3 bieten wirklich eine Menge für Musiker, aber so viele Fehler hatte ich bei den alten Cubase-Versionen nie. Da mir die Fehlersucherei zulange dauert, laß ich alles so...
Gruß
f.
Antwort 5 von Zemmel
Hi !
Um auch mal meinen Senf dazuzugeben:
- Februar 2005 Samsung SP1604N gekauft
- Mai 2005 Platte defekt (wurde nicht mehr erkannt)
- Platte eingeschickt - wurde getauscht
- Austauschplatte (gleicher Typ) nach 6 Monaten wieder defekt
- Offenbar hatte der Händler (Reichelt) dann auch die Nase voll.
- Habe eine SP1614N ohne Aufpreis geschickt bekommen
Muss wohl eine Montags-Serie gewesen sein.
Die SP1614N läuft bisher problemlos, aber in einem anderen Rechner.
In meinem Fileserver habe ich jetzt eine Western Digital mit 200 GB - bisher ebenfalls ohne Probleme.
Ich kann nur sagen, seit diesen Vorfällen nehme ich meine Datensicherung sehr ernst ....
Gruß
Klaus
Zitat:
Relativ problemlos scheinen Festplatten von Seagate und Samsung zu sein
Relativ problemlos scheinen Festplatten von Seagate und Samsung zu sein
Um auch mal meinen Senf dazuzugeben:
- Februar 2005 Samsung SP1604N gekauft
- Mai 2005 Platte defekt (wurde nicht mehr erkannt)
- Platte eingeschickt - wurde getauscht
- Austauschplatte (gleicher Typ) nach 6 Monaten wieder defekt
- Offenbar hatte der Händler (Reichelt) dann auch die Nase voll.
- Habe eine SP1614N ohne Aufpreis geschickt bekommen
Muss wohl eine Montags-Serie gewesen sein.
Die SP1614N läuft bisher problemlos, aber in einem anderen Rechner.
In meinem Fileserver habe ich jetzt eine Western Digital mit 200 GB - bisher ebenfalls ohne Probleme.
Ich kann nur sagen, seit diesen Vorfällen nehme ich meine Datensicherung sehr ernst ....
Gruß
Klaus
Antwort 6 von thomasn1975
Zitat:
Die 2. Festplatte nur fürs Backup nutzen? Ist die nicht mit 160 GB bisschen groß dafür?
Die 2. Festplatte nur fürs Backup nutzen? Ist die nicht mit 160 GB bisschen groß dafür?
Nein, die ist - zumindest bei mir - nur zum Spiegeln da. Und bei den Festplattenpreisen ist es mir das auch locker wert. Bei den jetzigen Geschwindigkeiten, die die Festplatten erreichen wirst du auch keine Probleme bekommen, wenn alles auf einer Platte passiert. Auf meinem Rechner habe ich es noch nie geschafft, mehr als 20% der Maximalgeschwindigkeit auszunutzen. Eher geht der Prozessor durch Plugins in die Knie.
Antwort 7 von nostalgiker6
Das Auftreten von Festplattendefekten dürfte (bei je nach Modell etwas unterschiedlichen Mittelwerten) einer Normalverteilung folgen:
Nach unten ist die Verteilung vielleicht abgeschnitten, weil Platten, die schon nach ein paar Stunden verrecken, wahrscheinlich bereits vor Auslieferung ihren Geist aufgeben.
Nur sehr wenige Platten gehen in den ersten Tagen und Wochen kaputt.
Die meisten wohl nach vier bis sechs Jahren (?)
Sehr wenige halten zehn Jahre und mehr.
Nach oben ist die Verteilung möglicherweise wieder abgeschnitten, weil Platten, die nach zehn und mehr Jahren immer noch leben, den Bedürfnissen nun wirklich nicht mehr gerecht und deshalb ausgemustert werden.
MORAL:
Man muss im Prinzip vom ERSTEN Tag an mit einem massiven Plattendefekt rechnen (auch wenn er selten vorkommt). Es ist deshalb naiv, NICHT VOM ERSTEN TAG AN an REGELMÄSSIG seine Daten zu sichern!!! Eine extra Platte, die nur zu diesem Zweck da ist, ist ein guter Ansatz. Ganz reicht das jedoch nicht: Für den Fall, dass die Bude abbrennt, sollte zumindest periodisch eine Sicherung wirklich wichtiger Daten ausgelagert werden (Keller, Freunde, Banksafe - je nach Wichtigkeit).
Nach unten ist die Verteilung vielleicht abgeschnitten, weil Platten, die schon nach ein paar Stunden verrecken, wahrscheinlich bereits vor Auslieferung ihren Geist aufgeben.
Nur sehr wenige Platten gehen in den ersten Tagen und Wochen kaputt.
Die meisten wohl nach vier bis sechs Jahren (?)
Sehr wenige halten zehn Jahre und mehr.
Nach oben ist die Verteilung möglicherweise wieder abgeschnitten, weil Platten, die nach zehn und mehr Jahren immer noch leben, den Bedürfnissen nun wirklich nicht mehr gerecht und deshalb ausgemustert werden.
MORAL:
Man muss im Prinzip vom ERSTEN Tag an mit einem massiven Plattendefekt rechnen (auch wenn er selten vorkommt). Es ist deshalb naiv, NICHT VOM ERSTEN TAG AN an REGELMÄSSIG seine Daten zu sichern!!! Eine extra Platte, die nur zu diesem Zweck da ist, ist ein guter Ansatz. Ganz reicht das jedoch nicht: Für den Fall, dass die Bude abbrennt, sollte zumindest periodisch eine Sicherung wirklich wichtiger Daten ausgelagert werden (Keller, Freunde, Banksafe - je nach Wichtigkeit).

