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Starten eines eigenen DOS





Frage

Hallo, ich möchte mich hiermit an diejenigen wenden, die sich noch mit DOS auskennen: Im Laufwerk C: habe ich einen Ordner angelegt namens "DOS", in dem sich alle Dateien befinden, die ich für DOS auftreiben konnte - also diejenigen des Ordners "Command" aus Windows 98SE und noch einige im Netz erhältliche DOS-Treiber für Maus und CD-ROM. Es ist sozusagen ein separates, Windows-unabhängiges DOS, ein Ersatz für ein früheres Disketten-OS, was ich nie besaß. Ich möchte folgendes machen: In der Autoexec.bat bzw. Config.sys sollen die Einträge so verändert werden, daß dieses DOS (aus dem Ordner C:\DOS\) beim Rechnerstart hochgefahren wird bzw. dessen DOS-Prompt erscheint, und nicht C:\Windows geladen wird. Ich hoffe, dass das geht. Wie müssen die Einträge in Autoexec.bat bzw. Config.sys verändert werden? Müssen noch andere Dateien geändert werden? (mit einer Startdiskette würde ich dazu jedesmal die alternative Autoexec.bat bzw. Config.sys nach C: kopieren, oder eben die originale Autoexec.bat bzw. Config.sys, wenn Winndows starten soll) Grüße

Antwort 1 von Pausenfueller

Hallo,

ichhabe es selber nicht getestet, aber evntuell hilft dir folgender Tip weiter
--> Altes DOS nachträglich installieren

Gruß
Pausenfüller

Antwort 2 von ralfb

Wenn ich richtig verstehe ist bei Dir Windows installiert ...Du willst aber nur in DOS booten

Einfache Lösung:

öffne mit nem Editor dir MSDOS.SYS ...vorher Schreibschutz- und System-Attribut entfernen, und setze

BootGUI=0

---

Was willste denn im Dos-Modus machen?

mfg Ralf

Antwort 3 von Rainar

Zitat:
öffne mit nem Editor dir MSDOS.SYS ...vorher Schreibschutz- und System-Attribut entfernen, und setze

BootGUI=0

Wenn das alles ist, wäre es natürlich Klasse!
Kurz vorher nachgefragt: Wenn bei BootGui "0" eingetragen wird, was passiert dann nach dem Neustart ohne Startdiskette?
---
Zitat:
Was willste denn im Dos-Modus machen?

Windows manipulieren, wogegen es sich im AbModus sperrt.

Antwort 4 von ralfb

Wenn Du für den DOS-Modus andere Startkonfigurationen benötigst, kannst Du in CONFIG.SYS und AUTOEXEC.BAT ein Startmenü basteln

Hier eine Bsp.-Konfig:

CONFIG.SYS
-----------------------------
[menu]
menuitem=win, Windows
menuitem=dos, Dosprompt
menudefault=dos, 5

[common]
device=c:\win98\himem.sys /testmem:off
Country=049,850,C:\WIN98\COMMAND\country.sys

[win]

[dos]
device=c:\win98\emm386.exe /noems
DEVICEhigh=c:\treiber\VIDE-CDD.SYS /D:MSCD001
devicehigh=c:\treiber\keyboard.bin

---------------------------
---------------------------
Die Treiber hier sind nur ein Beispiel ...ich benutze nicht die von MS


AUTOEXEC.BAT
------------------------
@echo off
rem erst Befehle die für beide Configs gelten

:win
win.com
goto end

:dos
rem hier z.B Maustreiber laden
goto end

:end
----------------------------

Antwort 5 von ralfb

Korrektur /Ergänzung:

:dos
rem hier z.B Maustreiber laden
lh c:\treiber\MSCDEX /D:MSCD001
goto end

Antwort 6 von Rainar

Bevor ich mich evtl. an alternative Startkonfigurationen heranwage: Könntest Du mir kurz noch etwas zur Frage aus AW3 / BoouGUI=0 'sagen'?
---
PS: als Treiber verwende ich "oakcdrom.sys" und den Inhalt eines Ordners namens "ctm20a4.rar" ("ctmouse")

Antwort 7 von m-a-d

hallo

Mit BootGUI=0 wird der Start von Windows verhindert. Es wird lediglich, wie sonst auch, DOS 7 geladen.

NDT

m-a-d

Antwort 8 von ralfb

was ich Dir hier beschrieben habe gilt für Systemstart von Festplatte aus ...nix Diskette

Wenn BootGUI=0 kann man Windows immer noch mit einer schlichten Eingabe am Prompt starten
> win.com

in der Config.sys kann auch der der Eintrag
menudefault=win, 5
gesetzt werden, dann bootet halt Windows automatisch nach 5 Sekunden und nicht DOS

> siehe autoexec.bat
:win
win.com


Du siehst also dass man mit MSDOS.SYS, CONFIG.SYS und AUTOEXEC.BAT den Systemstart unter Win98 variabel gestalten kann :)

kleine Tips noch:

Das MSDOS.SYS Starmenü kann mit
BootMenu=0 ...versteckt werden
Bei Bedarf einfach beim Start F8 drücken...

Wenn das CONFIG.SYS Startmenü auf dem Schirm ist, reicht Tastendruck auf Pfeil hoch oder runter um den Timer anzuhalten.

Antwort 9 von Reinar

Zitat:
Mit BootGUI=0 wird der Start von Windows verhindert. Es wird lediglich, wie sonst auch, DOS 7 geladen.

Yepp, das habe ich gerade gesehen, da "Xdir.exe" von C:\ gestartet wurde, welches sich nur im DOS7 des Windowsordners befindet. Im Grunde könnte ich da auch per Punkt 5 des Bootmenüs hineinkommen, da ich BootMenu=1 und BootMenuDelay=2 in msdos.sys eingerichtet habe. BootGui also bei "1" bleiben kann.

Aber das bringt nichts, denn ich will ja das DOS aus dem Ordner C:\DOS starten, und nicht das in Windows enthaltene DOS.

Zitat:
Du siehst also dass man mit MSDOS.SYS, CONFIG.SYS und AUTOEXEC.BAT den Systemstart unter Win98 variabel gestalten kann :)

Wenn man es weiß ... :) Der Text in Config.sys und Autoexec.bat aus AW4+5 ist mir ein Rätsel, wenn ich das mit dem derzeitigen Originaleinträgen vergleiche...

Antwort 10 von ralfb

es wird immer das gleiche Dos7 gestartet... das bitte verinnerlichen!

Wenn Du Windows paralel benutzen willst brauchst du keine Dos-Ordner ...gib mal am Prompt
> set ...ein

z. B. ist sieht man dort, dass der Pfad (Path=...) in dem Programme gesucht werden bereits c:\windows\command enthält

Über die drei Start-Programme wird der Systemstart nur etwas abgeändert. Du bekommst über AUTOEXEC und CONFIG neben dem Windows-Startmenü, das underdrückt werden kann, ein zusätzliches DOS-Startmenü .


..deshalb fängt die CONFIG.SYS mit

[[b]menu]
menuitem=win, Windows
menuitem=dos, Dosprompt

...an, geht dann z. B. weiter mit den Befehlen unter

[win]

...und in der AUTOEXEC.BAT sucht das OS den Sprungbefehl

%goto config%
:win


Das ist die Menü-Logig in CONFIG und AUTOEXEC

und noch ein Link:

http://www.lsg.musin.de/admin/msdos/bootmenu/einrichten_eines_bootm...

Antwort 11 von Reinar

Zitat:
es wird immer das gleiche Dos7 gestartet... das bitte verinnerlichen!

Genau darum geht es mir! Ich möchte zwar das Gleiche starten, aber nicht Dasselbe - eben DOS aus C:\DOS und nicht aus dem Windowsordner <-- der soll völlig unbeteiligt bleiben.

Zitat:
Das ist die Menü-Logig in CONFIG und AUTOEXEC

Keine Frage, die Seiten aus dem Link werde ich mir reinziehen.

Antwort 12 von ralfb

Du weisst immer nocht was DOS ist

> DOS ist NICHT der Command-Ordner
...sondern IO.SYS und MSDOS.SYS und COMMAND.COM im Root der Startpartition ...unter DOS immer LwC

Antwort 13 von Reinar

Ach ... dann weiß ich gar nicht, ob ein extra DOS überhaupt Sinn macht?! (deshalb laufen zwei unabhängige OS wohl eher auf Bootmanager-Einsatz hinaus, was ich eigentlich vermeiden wollte)

Antwort 14 von ralfb

Win9x und ME setzen eindeutig auf DOS auf.

Zitat:
Ach ... dann weiß ich gar nicht, ob ein extra DOS überhaupt Sinn macht?!


Du spricht immer in Rätseln was Deine Absichten angeht...
Was wiillst Du denn in Windows "manipulieren"??

Antwort 15 von Reinar

Ich brauche einfach nur den Zugriff auf (m)eine inaktive Partition C:, auf der sich W98SE befindet!
Da hilft vermutlich nur, diese per Bootmanager zu verstecken? Beziehungsweise den Zugriff von einer aktiven C: Partition mit Betriebssystem=DOS auf die versteckte Partition C: ...

Wie sieht es denn mit DOS auf einem Stick aus - mein Rechner kann von einem USB-Stick (mit aktiver FAT-32-Primärpartition) aus booten - wird dann die Partition des Sticks zu C: und die C: Partition der Platte mit Windows entsprechend zu D: verschoben?

Antwort 16 von Estron

JA, es ist ein bisschen lang geworden...

Immer meine erste Empfehlung:
http://www.antonis.de

DOS-Informationen sind hier leicht aufzutreiben, wenn man etwas Geduld hat. Es gibt auch einige Links von dort aus.

------
Die meisten zeigen mit ihren Beiträgen momentan, dass sie nicht mehr sehr viel Ahnung von DOS haben - oder zumindest nicht die Geduld, es dir zu erklären.

Da ich zugegebenermaßen auch nicht gewillt bin, dir den Umgang damit vom Anfang bis zum Ende in einem viel zu engen Forum (zur Seite hin) aufzulisten, erstmal ein paar kurze Erläuterungen, und am Ende noch ein paar weitere Seiten, mit (unter anderem) deren Hilfe ich innerhalb weniger Monate ein recht nettes DOS-System auf meinem Computer eingerichtet habe. (Vorher hatte ich übrigens auch KEINE Ahnung, was Text-Betriebssysteme angeht.)

Anderes DOS:
Bitte drücke dich hier deutlicher aus. Mir ist zwar klar geworden, dass du meinst, du willst die (vermeintlichen System-)Dateien deines selbst zusammengestellten "DOS" benutzen willst, aber anderen anscheinend weniger.
Es entsteht der Eindruck, du wolltest nicht das DOS-Betriebssystem starten, dass in Windows 98 eingebaut ist (und das auch Windows 98 startet), sondern eine ganz andere Version.

Mehrere Partitionen:
Abgesehen von wenigen, besonderen Mehrfachstart-Programmen (die einfachste davon ist die von Microsoft, die anstatt dem Windows-98-DOS das alte MS-DOS 6 startet) bleibt einem zum Starten von mehreren DOS-Betriebssystemen tatsächlich nur die Möglichkeit mehrere Partitionen einzurichten.
Wenn du dich nicht damit auskennst, solltest du es nicht versuchen: Abgesehen von der verschwindend geringen Chance eines Datenverlustes* dauert es natürlich noch eine Weile, bis man sich darin eingearbeitet hat.
Außerdem braucht man zum Starten von verschiedenen Partitionen entweder ein Anwender-Programm als Bootmanager (sind recht selten) oder einen Bootmanager zur Laufzeit. (Man wählt hier beim Starten des Computers aus, was denn gestartet wird.)
Falls dir die Begriffe MBR, Bootsektor, Primärpartition wenig sagen, versuche lieber nicht, einen Bootmanager zu installieren.**

Was du haben möchtest: (denke ich zumindest!)
Du möchtest nur bis zur Eingabeaufforderung von Windows 98 starten (MS-DOS 7.10)*** und dort, statt den in Windows mitgelieferten, solche Programme benutzen, die du dir selbst im Ordner C:\DOS zusammenstellst. An sich auf jeden Fall ein guter Ansatz!
Die hier vorgeschlagenen Konfigurationen sind zwar durchaus nett, allerdings ist es immer besser, sich selbst etwas zusammenzustellen. Weil du dich damit anscheinend (noch) nicht auskennst, solltest du dich erst informieren, bevor du eine "Fertig-Konfiguration" von jemand anderem nach dem Motto "Wird schon richtig sein" nimmst.
Das ist quasi, als ob du deinen Autostart-Ordner in Windows ohne Nachfrage mit Dingen anfüllst, die andere dir vorgegeben haben. (Sicher nicht böse gemeint, aber selber machen tut's besser.)

Was festzuhalten ist (und auch schon erwähnt wurde):
- Die Einstellung
bootgui=0

in der Datei MSDOS.SYS (Bereich [Options]) dient dazu, dass nicht automatisch Windows gestartet wird. Sonst auch nichts.
- Die Umgebungsvariable %PATH% sagt DOS, wo es Programme suchen soll, die benutzt werden. Diese Einstellung ist entweder in der CONFIG.SYS-Datei oder in der AUTOEXEC.BAT-Datei zu finden. (Falls in beiden, reicht es, die AUTOEXEC.BAT zu verändern.)
Die Einstellung sieht so aus wie eines der folgenden Beispiele:
SET PATH=C:\WINDOWS;C:\WINDOWS\COMMAND
PATH=C:\WINDOWS;C:\WINDOWS\COMMAND
PATH C:\WINDOWS;C:\WINDOWS\COMMAND

Die Werte nach dem Gleichheitszeichen geben die Pfade an. Füge also genau vor dem "C:\WINDOWS;" usw. "C:\DOS;" ein (Mit Semikolon, ohne Anführungszeichen), dann werden statt den Windows-DOS-Programmen erstmal deine benutzt.
Achtung: Statt "C:\WINDOWS;" usw. können andere Werte eingetragen sein!
- Über die folgenden Einstellungen in der Datei CONFIG.SYS lassen sich Menüs beim Starten des MS-DOS-Betriebssystems erstellen. Daraus könntest du zum Beispiel beim Starten wählen, ob Windows oder nur DOS gestartet wird.
[menu]
menuitem=...
menuitem=...
menudefault=...
[menüpunkt1]
[menüpunkt2]

Allerdings empfehle ich nicht, dies zu benutzen, sofern man noch nicht mal weiss, was alles andere in CONFIG.SYS, AUTOEXEC.BAT und MSDOS.SYS bedeutet.

Für USB-Stick siehe ganz unten...

-------
Hier einige Links, die recht informativ sind bzw. Downloads und Links für eine eigene DOS-Zusammenstellung bieten:

http://www.antonis.de/
Oben erwähnt. Deutsche und andere englische Tutorials zu DOS im Allgemeinen und einigen Programmiersprachen im Speziellen.
http://www.drdos.org/
Jede Menge Informationen zu DR-DOS und anderen DOS-Betriebssystemen, englischsprachig. Wird noch häufig geupdatet.
http://www.winfaq.de/
Eine der zahlreichen Windows-FAQs. Dabei, weil sie erstens einerseits recht verständlich ist (wenn auch nicht sehr tiefgehend), andererseits aber auch noch viele Tipps zum DOS aus Windows 98 enthält.

Gute Treiber und Programme...

http://www.uwe-sieber.de/deutsch.html
Ein paar nette Treiber für DOS - unter anderem der (unter heutigen DOS-Benutzern) "weltberühmte" UMBPCI-Treiber. Lesen der Beschreibungen kann auch informativ sein.
http://japheth.de/
Wenige, SEHR gute Treiber (und ein paar Programme) für DOS, die noch weiterentwickelt werden. Englischsprachig.
http://www-user.tu-chemnitz.de/~heha/hs_freeware/freew.html
Erstens eine kleine Software-Sammlung mit diesem und jenem, zweitens aber auch der recht bekannte DOSLFN-Treiber für lange Dateinamen ohne Windows 98 zu starten. Sogar deutschsprachig!
http://adoxa.cjb.net/
DOSLFN (auch hier zu finden) und ein besserer CD-ROM-Treiber um Dateien auf CD-ROMs zu benutzen, außerdem gute Softwaresammlung zu DOS. Englischsprachig.
http://www.4dos.info/
Infos speziell zu 4DOS (ein Ersatz für COMMAND.COM), aber auch viele gute DOS-Downloads. Englisch.

Alternative Betriebssysteme zu MS-DOS...

http://www.drdos.de/
Paar Informationen und die Downloads zur ehemaligen MS-DOS-Konkurrenz DR-DOS - kostenlos erhältlich. Inzwischen wird es nicht mehr weiterentwickelt.
http://drdosprojects.de/
Enhanced DR-DOS, eines der modernsten DOS-Betriebssysteme. Es ist kostenlos erhältlich und wird noch immer weiter entwickelt. (Die Sachen zum Downloaden hier sind sozusagen ein Update für das normale DR-DOS oben.) Englischsprachig.
http://www.freedos.org/
Eines der modernsten, ebenfalls kostenlosen DOS-Betriebssysteme, das zudem unter der OpenSource-Lizenz GNU GPL steht und noch weiter entwickelt wird. Englischsprachig.

Es gibt auch noch eher für industrielle Aufgaben gedachte DOS-Betriebssysteme. Diese werde ich allerdings nicht auflisten, da sie meiner Meinung nach weniger geeignet sind, wenn man sich noch nicht sehr auskennt.

-------
Natürlich musst du nicht alle diese Seiten (durch-)lesen. (Du musst, um es genau zu sagen, natürlich keine einzige lesen.) Aber falls du wirklich vor hast, dir viel Wissen im Umgang mit DOS anzueignen, wären das schon gute Anfänge.

Falls du noch Fragen hast oder sonst irgendetwas von mir wissen willst, würde ich das ganze meinethalber auch auf E-Mail verlegen. Adresse gibt's erst, falls du auch möchtest ;)

-------
* Der Datenverlust wird immer als riesiges Risiko heraufgespielt. Wenn man sich in dem Thema ein bisschen eingelesen hat und aufmerksam darauf achtet, was das Programm einem bietet, passiert das allerdings höchstens bei einem Hardware-Defekt, Stromausfall oder wenn man ein paar sehr merkwürdige Dinge mit seiner Festplatte versucht.

** Natürlich darfst du auch das GERNE versuchen, aber ich empfehle (!) dir dringend, dir vorher das entsprechende Wissen anzulesen.

*** MS-DOS 7.10 ist der inoffizielle Name des zugrundeliegenden DOS-Betriebssystems in Windows 98. Wenn man es benutzt, entfällt die Nutzung mehrerer Partitionen sowie das Installieren eines weiteren DOS-Betriebssystems für's erste. (Aus anderen DOS-Betriebssystemen kann man zudem nicht Windows 98 starten.)


P.S.: Und da das Schreiben dieses Beitrags eine halbe Ewigkeit gedauert hat, noch etwas zu deiner letzten Antwort:

USB-Stick = Schlechte Idee
Warum? Erstens schon kompliziert zu Erstellen. Zweitens vielleicht kompliziert (oder gar nicht möglich) zu Starten. (Zweitens kommt aber immer auf den Computer an, und wie alt er ist.)

FALLS du von einem USB-Stick bootest, wird entweder C: C: geblieben sein (der Stick ist dann A:, Diskettenlaufwerk B:, zweites Diskettenlaufwerk nicht mehr benutzbar) oder aber C: wird sich nach D: verschieben und der Stick ist C:. (Wie du vermutet hast.)

Und falls du eine Partition versteckst, wirst du sie unter DOS erstmal nicht mehr benutzen können. Partitionen versteckt man, um den Zugriff (und vorallem die Kenntnis ihrer Existenz) seitens des Betriebssystems zu verhindern.

Antwort 17 von Reinar

Hallo Estron,
Tolles Engagement ... mir fehlen die Worte.
Herzlichen Dank für Deine wirklich große Mühe!
Natürlich gilt der Dank auch all denjenigen, denen ich mich nicht verständlich machen kann, nach dem Sinn meiner Fragen suchen, klar.
Zum Stand meiner Kenntnisse in Sachen MS-DOS: Ich habe das System nicht von der Pieke auf lernen können, es aber so nach und nach nicht zum Arbeiten, sondern als fähiges Werkzeug entdeckt, so dass sich mein Wissen sozusagen auf bestimmte Felder konzentriert und allmählich größer wird. Einen "brutalen" Crashkurs kann ich mir aus verschiedenen Gründen nicht leisten (manchmal ist auch etwas Widerwillen dabei, zugegeben, es kommt auf den Ehrgeiz an), und es läuft zu 100% über learning by doing bei bestimmten Aufgabenstellungen (dabei ist es egal, ob auch mal etwas in die Hose geht, da ich dafür einen alten "Übungsrechner" benutze).
Ich picke mir ein paar Deiner für mich wichtigsten Bemerkungen heraus:
Zitat:
Anderes DOS:
Bitte drücke dich hier deutlicher aus. Mir ist zwar klar geworden, dass du meinst, du willst die (vermeintlichen System-)Dateien deines selbst zusammengestellten "DOS" benutzen willst, aber anderen anscheinend weniger.
Es entsteht der Eindruck, du wolltest nicht das DOS-Betriebssystem starten, dass in Windows 98 eingebaut ist (und das auch Windows 98 startet), sondern eine ganz andere Version.

Wie schon gesagt:
Zitat:
Ich brauche einfach nur den Zugriff auf (m)eine inaktive Partition C:, auf der sich W98SE befindet!

Den Zugriff auf die Dateien dieser Partition soll per MS-DOS bewerkstelligt werden. Ein MS-DOS 6 besitze ich, wie gesagt nicht, so dass ich mir eine eigene Version zusammengestellt habe, die grundsätzlich funktionsfähig ist, wenn ich sie allein auf einer C: Partition betreibe. Mein Problem/Aufgabe besteht darin, dieses DOS so zu starten, dass es auf die inaktive C: Partition Zugriff bekommt, letztere aber wiederum als aktive Partition auswählbar ist - und da beides jeweils auf C: läuft, komme ich mittlerweile zu der Überzeugung, dass ich sie voreinander verstecken muss - also ich die Auswahl per Bootmanager treffen sollte/müsste.
Aber: wenn DOS diesen Zugriff auf die versteckte Partition nicht hat, hat sich die Sache eigentlich (prinzipiell) erledigt. Ich dachte da an meinen "Hauptrechner", dessen XP auch Zugriff auf die inaktive Partition C: mit den Windows98-Dateien hat. Oder wenn ich eine zweite Platte mit - konkret: W2000 - an die IDE-Ports anschließe und diese als Master betreibe, so bekomme ich eben den Zugriff auf die vorübergehend als Slave betriebene Platte mit dem inaktiven (=nicht gebooteten) W98 bzw. seiner Dateien einschließlich des Programmordners. Dieses Plattenwechseln würde ich vermeiden wollen, weil es auf Dauer umständlich ist.

Zitat:
Was du haben möchtest: (denke ich zumindest!)
Du möchtest nur bis zur Eingabeaufforderung von Windows 98 starten (MS-DOS 7.10)*** und dort, statt den in Windows mitgelieferten, solche Programme benutzen, die du dir selbst im Ordner C:\DOS zusammenstellst. An sich auf jeden Fall ein guter Ansatz!

Exakt so habe ich mir das vorgestellt!

Zitat:
*** MS-DOS 7.10 ist der inoffizielle Name des zugrundeliegenden DOS-Betriebssystems in Windows 98. Wenn man es benutzt, entfällt die Nutzung mehrerer Partitionen sowie das Installieren eines weiteren DOS-Betriebssystems für's erste. (Aus anderen DOS-Betriebssystemen kann man zudem nicht Windows 98 starten.)

Hier liegt wohl das Problem. Wobei ein weiteres DOS-Betriebssystem nicht Windows zu starten braucht, sondern lediglich auf dessen Dateien Zugriff haben soll.
(Die DOS-auf-dem-Stick-Lösung vergesse ich am besten, da nur neue Probleme entstehen, z.B. die Frage nach einem DOS-USB-Treiber)

Ich denke, dass mir deine Links erst einmal genügend Lesestoff bieten (mögen sie auch für andere nützlich sein!) - wenn die Sache konkreter zu durchschauen ist, nehme ich Deinen Vorschlag dankend an und melde ich mich mit einer Mailadresse - die Sache geht doch ein bisschen zu sehr ins Spezielle und meine "Windows-Manipulationen" möchte ich auch nicht unbedingt öffentlich diskutieren.

Antwort 18 von nighttip

Hi, schau auf Freeware.de rein. Dort gibt es ausreichende Tools, welche mit und ohne Windows zu starten entsprechende Möglichkeiten bieten. mfg

Antwort 19 von ralfb

habe wenig Zeit momentan...
> USB unter DOS funktioniert auch OHNE Treiber
Ich benutze selber so ein Teil mit Dos 7.1

Formatiere den Stick wie gewohnt über Arbeitsplatz mit FAT32, übertrage Systemdateien ...dann kopiere alles was Du brauchst rüber und "stricke" Dir Deine Startdateien wie oben beschrieben.

Wenn der Stick bootet wird er zu Laufwerk C

Antwort 20 von ralfb

ein Kommentar noch...

Ich habe jetzt verstanden dass auf das Bootlaufwerk zugegriffen werden soll ohne dass Windows aktiv ist.

Mit dem Start von Festplatte / LwC wird immer ein Teil von Win98 geladen (z.B Systemregistrierung) ...so dass die einzige Lösung der Start von anderer Partition oder von externen Wechselmedien ist (Diskette, CD oder USB)

DOS lässt sich in alle 3 Möglichkeiten einbasteln, es gibt dabei nur ein Problem ...und zwar einschränkungen:

- bei langen Dateinamen
- keine volle Hardwareunterstützung
- kein Netzwerk
usw.

Für den flexibleren Zugrif auf das Dateisystem (NTFS, FAT, FAT32) der Festplatte würde ich BartPE empfehlen

http://pcwelt-wiki.de/wiki/Bart_PE_Builder

Ich benutze zu Wartungs- und Reparaturzwecke DOS sowie BartPE

mfg Ralf

Antwort 21 von Reinar

Zitat:
Ich habe jetzt verstanden dass auf das Bootlaufwerk zugegriffen werden soll ohne dass Windows aktiv ist.

Hallo ralfb,
richtig! ;)

Zitat:
Mit dem Start von Festplatte / LwC wird immer ein Teil von Win98 geladen (z.B Systemregistrierung) ...so dass die einzige Lösung der Start von anderer Partition oder von externen Wechselmedien ist (Diskette, CD oder USB)

Genau, das wusste ich bereits vorher, daraus entstand dann die Notwendigkeit, meinen Hauptrechner (wie schon angedeutet) als Dual-Boot einzurichten. Damit habe ich Zugriff vom jeweils gebooteten System auf das jeweils inaktive System, welches sichtbar ist, da mir diese Option in meinem externen Bootmanager ermöglicht wird.
Die andere Möglichkeit besteht im umständlichen Festplattenwechsel - sozusagen das Wechselmedium -, bei dem die aktive=gebootete Platte vollen Zugriff auf die nicht gebootete Platte hat.

Beides - Dual-Boot und Plattenwechsel - möchte ich umgehen, so dass die Aktionen auch von einem quasi Normalsystem aus möglich sind. Und so weiter. Daher auch die Idee mit dem Wechselmedium "USB-Stick".

Zitat:
> USB unter DOS funktioniert auch OHNE Treiber
Ich benutze selber so ein Teil mit Dos 7.1

Ich kann mir zwar nicht recht vorstellen, wie der Datenaustausch zwischen DOS und dem USB-Controller ohne entsprechenden Treiber vonstatten gehen soll, aber wenn du es sagst...

Zitat:
Formatiere den Stick wie gewohnt über Arbeitsplatz mit FAT32, übertrage Systemdateien ...dann kopiere alles was Du brauchst rüber und "stricke" Dir Deine Startdateien wie oben beschrieben.

Die Partitionierung und Formatierung als primäres Laufwerk mit FAT32 mache ich standardmäßig mit jedem neuen Stick. Sys <Laufwerksbuchstabe> ist auch klar, die Startdateien zu stricken, ist jedoch Neuland, noch nie probiert, nahezu völlige Unkenntnis...
(leider kann ich da nicht nach Herzenslust herumprobieren, weil nur mein Arbeitsrechner per Stick booten kann, beim alten Übungsrechner gibt es kein first boot per USB)
Kann DOS dann auf die komplette, nicht gebootete Platte zugreifen? Zumindest auf NTFS-Partitionen wird das wohl nicht gehen, oder?

Zitat:
DOS lässt sich in alle 3 Möglichkeiten einbasteln, es gibt dabei nur ein Problem ...und zwar einschränkungen:
- bei langen Dateinamen
- keine volle Hardwareunterstützung
- kein Netzwerk
usw.


Eine umfangreiche Hardwareunterstützung ist nicht notwendig, da der Zugriff i.e.L. Editier- und Kopiermöglichkeiten bieten soll. Aber wie ist das mit langen Dateinamen - ich habe ja xcopy32 im Koffer, welches ja mit langen Dateinamen klarkommt, notfalls per Eingabe des langen Dateinamens mit Gänsefüßchen...? Oder funzt das nur im Windows98-internen DOS/aus der DOS-Box heraus?

(Mit BartPE möchte ich vorläufig nicht auch noch anfangen, der Zeitaufwand für MS-DOS war schon groß genug. Zum Beispiel "AutoHotkey": das Tool habe ich zwar installiert, finde aber momentan keinen Einstieg dazu)

Antwort 22 von ralfb

Zitat:
Kann DOS dann auf die komplette, nicht gebootete Platte zugreifen? Zumindest auf NTFS-Partitionen wird das wohl nicht gehen, oder?


DOS kann von Haus aus nur auf FAT / FAT32 zugreifen
Es soll für DOS Treiber für NTFS geben, mit den man aber meines Wissens nach nur lesend zugreifen kann. Für NTFS ist BartPE die sinnvollste Lösung.

Bedienung von BartPE zur Erstellung eines einfachen CD-ISOs, das mit jedem Brennprogramm gebrutzelt werden kann, ist relativ einfach. Über Plugins lassen sich auch problemlos Erweiterungen einbauen.

Ralf

Antwort 23 von Estron

Zitat:
Mit dem Start von Festplatte / LwC wird immer ein Teil von Win98 geladen (z.B Systemregistrierung) ...so dass die einzige Lösung der Start von anderer Partition oder von externen Wechselmedien ist (Diskette, CD oder USB)

Ich muss dies korrigieren. Die korrekten Einstellungen (notfalls tut's auch einfach das Umbenennen des Windows-98-Ordners) verhindern ALLE Zugriffe auf das nicht gestartete Windows 98. MS-DOS 7.x wird dann aus der IO.SYS gestartet, lädt seine COMMAND.COM und danach hat sich's. Dazu braucht man also nicht unbedingt Bootmanager etc.
Hinweis: FALLS ein Bootmanager benutzt wird, um von einer anderen Partition zu starten, ist zu beachten, dass Windows 98 unter keinen Umständen gestartet werden sollte, wenn mehrere Primärpartitionen sichtbar (und darauf zugreifbar) sind. Dies KANN zu Dateisystemfehlern führen, da Windows 98 MÖGLICHERWEISE nicht korrekt mit den Partitionen umgeht.

Zitat:
Zitat:
> USB unter DOS funktioniert auch OHNE Treiber
Ich benutze selber so ein Teil mit Dos 7.1

Ich kann mir zwar nicht recht vorstellen, wie der Datenaustausch zwischen DOS und dem USB-Controller ohne entsprechenden Treiber vonstatten gehen soll, aber wenn du es sagst...

Jain. OHNE jeglichen Treiber wird es garantiert nicht funktionieren. Es wird funktionieren, falls das BIOS den Stick als Festplatte oder als Diskette (2-GB-Diskette :-) für DOS emuliert. Dies ist auf allen Rechnern der Fall, auf denen man DOS von einem USB-Stick bootet, falls das funktioniert. Einige Rechner emulieren einen Stick sogar, falls der Computer gar nicht davon startet. Allerdings dies als "USB unter DOS" allgemein zu beschreiben, tue ich für mich als Unfug ab.
Es gibt bisher keine ausgereiften USB-Treiber für MS-DOS-kompatible Betriebssysteme.

Anmerkung: DOS 7.1? ROM-DOS, oder vielleicht PC-DOS? Besonders bei solchen "inoffiziellen" Bezeichnungen wie "MS-DOS 7.10" (Null optional) sollte man doch lieber angeben, welches DOS denn gemeint ist...

Zitat:
Die Partitionierung und Formatierung als primäres Laufwerk mit FAT32 mache ich standardmäßig mit jedem neuen Stick.

Zu beachten: Dies führt nicht unbedingt zum Erfolg. Standardmäßig wird ein (unformatierter) USB-Stick Disketten-artig formatiert. Das heißt: Es gibt keinen MBR und keine Partitionstabelle, sondern nur eine einzige Partition.
Allerdings: Aufgrund jeder Menge Inkompatibilitäten gibt es Rechner, die nur von Disketten-artig formatierten Sticks starten wollen, als auch solche, die nur von Festplatten-artig formatierten Sticks können. (Das heißt, Sticks, die einen MBR, eine Partitionstabelle und möglicherweise mehrere Partitionen haben - wie eine Festplatte.)
Deswegen trage ich immer zwei USB-Sticks mit mir, wenn ich vorhabe, einen Rechner von USB zu starten :-)

Zitat:
beim alten Übungsrechner gibt es kein first boot per USB

Könnte mit einer kompletten Unfähigkeit im Bereich "Von USB booten" zu tun haben. (Das hat mein vergleichsweise moderner (von 2000) DOS-Rechner übrigens auch.)

Zitat:
Kann DOS dann auf die komplette, nicht gebootete Platte zugreifen?

Ja. Im Sinne von "Roher Zugriff", was nicht impliziert, dass man auf jeden Fall irgendetwas mit den Dateien darauf anfangen kann.

Zitat:
Zumindest auf NTFS-Partitionen wird das wohl nicht gehen, oder?

Nein. Zumindest nicht ohne einen ordentlichen Treiberaufwand.
Was ich dazu benutze: Avira NTFS4DOS. Das ist in einer (etwas nervigen) Version kostenlos für Privat erhältlich, hat eine komplett deutsche Oberfläche und erstellt seine Startdisketten über ein grafisches Windows-Programm. Allerdings stecken noch einige hässliche Bugs in der Umsetzung, man sollte eher vorsichtig damit umgehen.

Zitat:
Aber wie ist das mit langen Dateinamen - ich habe ja xcopy32 im Koffer, welches ja mit langen Dateinamen klarkommt, notfalls per Eingabe des langen Dateinamens mit Gänsefüßchen...? Oder funzt das nur im Windows98-internen DOS/aus der DOS-Box heraus?

Nein - Ja/Nein. Noch ein bisschen Geschwafel zur Erklärung:

XCOPY liegt in zwei Versionen vor, die da wären XCOPY.EXE (und XCOPY32.EXE, es handelt sich um die gleiche Datei) sowie XCOPY32.MOD. Das Besondere: Die EXE-Datei an sich ist nur für den DOS-Modus gedacht. Sie kennt weder lange Dateinamen (auch nicht unter Windows, glaube ich) noch kann sie versteckte oder Systemdateien kopieren. (Es gibt noch ein paar Einschränkungen.)
XCOPY32.MOD allerdings ist tatsächlich ebenfalls eine EXE-Datei, im Gegensatz zur XCOPY.EXE aber eine Win32-Anwendung. (Funktioniert nur unter Windows o. Ä..) XCOPY32.MOD kann zudem mit den von Windows bereitgestellten langen Dateinamen umgehen (Es hat KEINE eigene Lange-Dateinamen-Unterstützung!) und wirklich ALLE Dateien kopieren.
Der Trick: XCOPY.EXE (oder die Kopie XCOPY32.EXE) ruft einfach XCOPY32.MOD auf, falls es feststellt, dass Windows läuft.

Und zu den Anführungszeichen: Die werden nur benötigt, wenn spezielle Zeichen im Namen vorkommen, die unter DOS mehrere Kommandozeilenargumente trennen. Das heißt im Klartext: Falls kein Leerzeichen im Namen steckt, geht's fast immer auch ohne Anführungszeichen.


Ansonsten zu den langen Dateinamen: DOSLFN ist die einzige ordentliche Lösung, die lange Dateinamen wirklich genau wie unter Windows ermöglicht. (Braucht auch nicht besonders viel DOS-Speicher.) Download-Möglichkeiten siehe bei den Links, mit guter englischer und etwas älterer deutscher Dokumentation im Download enthalten.

Da der DOS-Befehl COPY zwar lange Dateinamen mit Windows oder DOSLFN, aber kein Kopieren von Ordnern unterstützt, kann man sich außerdem noch eine XCOPY32.MOD speziell für DOS zusammenbasteln, aber das ist eine andere Geschichte.

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Zitat:
Zitat:

Kann DOS dann auf die komplette, nicht gebootete Platte zugreifen? Zumindest auf NTFS-Partitionen wird das wohl nicht gehen, oder?


DOS kann von Haus aus nur auf FAT / FAT32 zugreifen
Es soll für DOS Treiber für NTFS geben, mit den man aber meines Wissens nach nur lesend zugreifen kann.

Nein. Aviras (eigentlich mal von einer anderen Firma) NTFS4DOS ermöglicht (wie oben erwähnt, mit Vorsicht) Schreibzugriffe. Z.B. NTFSDOS (ohne "for") von Sysinternals ermöglicht aber tatsächlich nur Lesezugriff.

Zitat:
Für NTFS ist BartPE die sinnvollste Lösung.

Mag sein. Das könnte daran liegen, das BartPE auf ein Betriebssystem aufsetzt, dessen natives Dateisystem NTFS ist. (MS-)DOS ist nicht für NTFS gedacht, und infolge dessen auch nicht besonders dafür geeignet.

Zitat:
Ich denke, dass mir deine Links erst einmal genügend Lesestoff bieten (mögen sie auch für andere nützlich sein!)

Waren ja auch fast alle "informativen" Seiten, die mir auf einen Schlag so einfielen... :)

Zitat:
wenn die Sache konkreter zu durchschauen ist, nehme ich Deinen Vorschlag dankend an und melde ich mich mit einer Mailadresse

Hehe... Schreibe bei Interesse doch einfach (vollkommen unverbindlich ;-) eine Mail an:
estragon.debakel@googlemail.com

Das ist sowieso eher eine Trash-Adresse, deswegen poste ich sie ja auch ganz gerne. (Komm nur, Spam...)
Falls ich eine Nachricht von dir erhalte, werde ich dir danach meine richtige Adresse mitteilen.

Zitat:
die Sache geht doch ein bisschen zu sehr ins Spezielle und meine "Windows-Manipulationen" möchte ich auch nicht unbedingt öffentlich diskutieren.

Mhm... Tu nicht, was du lassen willst (oder so ähnlich).

-

Antwort 24 von ralfb

@Estron

thx, für den informativen Post bzgl. USB-Boot ...meine Erfahrung beschränkt sich bzgl. USB bisher nur auf meinen Rechner

Aber eine Sache muss ich anmerken zu:

Zitat:
Hinweis: FALLS ein Bootmanager benutzt wird, um von einer anderen Partition zu starten, ist zu beachten, dass Windows 98 unter keinen Umständen gestartet werden sollte, wenn mehrere Primärpartitionen sichtbar (und darauf zugreifbar) sind. Dies KANN zu Dateisystemfehlern führen, da Windows 98 MÖGLICHERWEISE nicht korrekt mit den Partitionen umgeht.


Das MS-DOS (vermutl. alle Versionen bis ME) ist recht "eigentümlich" beim booten. Jetzt muss ICH mal ein bischen ausholen...

Nehmen wir mal an wir legen auf einer Festplate mehrere Primärpartionen mit DOS/Win9x/ME Systemen an und aktivieren nicht die erste sondern eine der anderen Partitionen (maximal 4 sind möglich oder 3 plus eine erweiterte)

Das Bios des Rechners lädt den Bootsektor der aktivierten Partition und dieser DOS-Bootcode macht dann aber folgendes:

Er hustet drauf woher er geladen wurde und sucht seinen Bootsektor immer auf der ersten sichtbaren Primärpartition ...obwohl im MBR eine andere DOS-Partition als aktiviert markiert wurde.

Wenn diese Dosversionen gleich sind (z.B. 2x Win98) startet lustigerweise immer die erste Partition.

Verschiedenen DOS-Versionen habe ich zwar nicht getestet, aber mehr als Fehlermeldungen beim laden wird nicht passieren ...da geht nix kaput, es bootet nur nicht.

DESHALB sollte man die davor liegenden DOS-Partitionen verstecken ...aber dies gilt NICHT für Dateisysteme wie NTFS, die werden ignoriert ...ich vermute auch das DOS6 und älter FAT32 (ab Win95) ignorieren würde.

Die dahinter liegen Primärpartitionen sind egal, sie werden von DOS hinter logische Laufwerke buchstabiert und gut is ...unbekannte Dateisysteme wie NTFS sind unbekannt und werden halt nicht buchstabiert.

NT/2K/XP/Vista buchstabieren unbekannte Dateisystememe genauso wenig ...aber sie zeigen sie wenigstens in der Datenträgerverwaltung an

Ein Wort noch zum verstecken... es ist eigentlich kein echtes Verstecken sondern ein "unbekannt" machen. Im MBR wird nur ein nicht interpretierbares Flag für den Partitionsty gesetzt ...das kann man sogar selber mit einem Diskeditor machen oder ...rückgängig machen ;)

Bekloppt finde ich nur dass wenn z.B. Bootmager Vamos eine Partition versteckt, dann PartitionMagic widerum den Typ nicht erkennt und umgekehrt ...obwohl eine Prüfung des Startbereiches der Partition sofort Auskunft gibt. Programme wie TestDisk oder OntrackRecovery haben deshalb keine Probleme solche Partitionen zu "reparieren" oder darauf Daten zu lesen.

so ...nu aber ab in die Falle
ciao Ralf

Antwort 25 von Estron

Zitat:
Das MS-DOS (vermutl. alle Versionen bis ME) ist recht "eigentümlich" beim booten. Jetzt muss ICH mal ein bischen ausholen...

Zitat:
Nehmen wir mal an wir legen auf einer Festplate mehrere Primärpartionen mit DOS/Win9x/ME Systemen an und aktivieren nicht die erste sondern eine der anderen Partitionen (maximal 4 sind möglich oder 3 plus eine erweiterte)

Das Bios des Rechners lädt den Bootsektor der aktivierten Partition und dieser DOS-Bootcode macht dann aber folgendes:

Er hustet drauf woher er geladen wurde und sucht seinen Bootsektor immer auf der ersten sichtbaren Primärpartition ...obwohl im MBR eine andere DOS-Partition als aktiviert markiert wurde.

Wenn diese Dosversionen gleich sind (z.B. 2x Win98) startet lustigerweise immer die erste Partition.

Verschiedenen DOS-Versionen habe ich zwar nicht getestet, aber mehr als Fehlermeldungen beim laden wird nicht passieren ...da geht nix kaput, es bootet nur nicht.

Naja, alle Windows-9x-Bootsektoren (bei Me bin ich mir nicht sicher, deswegen nicht 4.x) sind vollkommen kompatibel zueinander und können jede 9x-IO.SYS booten. Und ansonsten ist es dann halt so, als ob man versuchen würde, ein MS-DOS-7.x-Laufwerk mit dem FreeDOS-SYS bootfähig zu machen. (Es funktioniert einfach nicht, obwohl es angeblich sollte...)

Zitat:
DESHALB sollte man die davor liegenden DOS-Partitionen verstecken ...aber dies gilt NICHT für Dateisysteme wie NTFS, die werden ignoriert ...ich vermute auch das DOS6 und älter FAT32 (ab Win95) ignorieren würde.

Die dahinter liegen Primärpartitionen sind egal, sie werden von DOS hinter logische Laufwerke buchstabiert und gut is ...unbekannte Dateisysteme wie NTFS sind unbekannt und werden halt nicht buchstabiert.

NT/2K/XP/Vista buchstabieren unbekannte Dateisystememe genauso wenig ...aber sie zeigen sie wenigstens in der Datenträgerverwaltung an

Das erklärt einige seltsame Dinge, die mir schon untergekommen sind...

Allerdings: Als ich einmal mein System von der ersten, sichtbaren und aktiven Primärpartition startete, listete MS-DOS (7.10) nur die Bootpartition und alle logischen Partitionen auf. Es war aber noch eine weitere Partition "sichtbar" gesetzt, sie war für DOS nur scheinbar immer noch nicht sichtbar. Kurios: Nach dem Starten von Windows 98 (auf der Bootpartition) wurde der vergessenen Primärpartiton dann wirklich ein Laufwerksbuchstabe nach allen logischen Partitionen zuteil.

Zitat:
Ein Wort noch zum verstecken... es ist eigentlich kein echtes Verstecken sondern ein "unbekannt" machen. Im MBR wird nur ein nicht interpretierbares Flag für den Partitionsty gesetzt ...das kann man sogar selber mit einem Diskeditor machen oder ...rückgängig machen ;)

Bekloppt finde ich nur dass wenn z.B. Bootmager Vamos eine Partition versteckt, dann PartitionMagic widerum den Typ nicht erkennt und umgekehrt ...obwohl eine Prüfung des Startbereiches der Partition sofort Auskunft gibt. Programme wie TestDisk oder OntrackRecovery haben deshalb keine Probleme solche Partitionen zu "reparieren" oder darauf Daten zu lesen.

So was hatte ich auch schon mal, aber ich wusste damals nicht genau, ob es daran lag :-)

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Antwort 26 von Reinar

Ich könnte stundenlang 'zuhören' ...
Danke Estron für die Beantwortung der offengebliebenen Fragen.

Zitat:
...verhindern ALLE Zugriffe auf das nicht gestartete Windows 98. MS-DOS 7.x wird dann aus der IO.SYS gestartet, lädt seine COMMAND.COM und danach hat sich's.

Mit anderen Worten: Die separat zusammengestellte und separat gebootete MS-"DOSE" kann (wie die Originalversionen auch) die an sie gestellten Anforderungen nicht erfüllen, egal ob vom Stick oder von der Platte gestartet. Es gibt keinen vollen Zugriff, ob das nun FAT oder NTFS ist. Davon abgesehen, dass damit die langen Dateinamen ebenfalls der typischen Einschränkung anheimfallen.
Was Letzteres betrifft, bin ich übrigens einigen Internet-Behauptungen auf den Leim gegangen, wonach statt xcopy xcopy32 allein die Instanz wäre, dieses Problem zu umgehen. Die Voraussetzung ist also das Zusammenspiel von xcopy32.exe + xcopy32.mod + Windows ... kein Wunder, dass die mit in den DOS-Ordner aufgenommene .mod-Datei wirkungslos bleiben musste. DOSLFN ist die Lösung? - diesbezüglich vermutlich ja, aber am gewünschten vollen Zugriff auf das nicht-gebootete Windows ändert das ja nichts.

Meinen DOS-Ordner kann ich demnach einstampfen, bleibt also doch nur die etwas lästige funktionierende Methode des Plattenwechsels oder eines Dual-Boot-Systems, also der Aufruf von DOS aus der DOS-Box des gebooteten Windows-Systems heraus auf das inaktive System. Vielleicht könnte sich bezüglich Ersterem ein Ansatz ergeben?

Da ich das Problem irgendwie lösen möchte, versuche ich es mal mit einem Blick auf die mechanische Baustelle: ich denke da (in meiner Not) an einen Hardware-Schalter, um die Hilfs-Platte mit dem Hilfs-Windows per mechanischem Schalter nach Bedarf vor dem Rechnerstart zuzuschalten, die dann als Master ggü. der dauerhaft "versklavten" Betriebssystemplatte bootet (mit der W2000/FAT32/DOS-Box habe ich auf diese Weise uneingeschränkten Zugriff auf W98SE - richtig, W98SE ist bei mir der "Chef", W2k/XP seine gelegentlichen Gehilfen ;-). Der Schalter würde das IDE- und Betriebsspannungs-Gestöpsel ersparen. Aber 40+4-polige Umschalter sind und waren wohl schon immer selten bis unverkäuflich, es sei denn, neuerdings für S-ATA-Platten mit ihren deutlich weniger Einzelstrippen (?) Wenn alles nichts hilft, lasse ich eben aus dem untersten, offenen Slot das Ende der IDE-Strippe nebst Stromversorgung herausbaumeln, um die externe Platte anzuschließen, da (der) etwas "ältere" Rechner (Intel-Board von anno 2002) nicht per USB-Platte/Stick zu booten ist. Eine wirklich konkrete Softwarelösung kann ich zu meinem Leidwesen nicht erkennen.

Antwort 27 von RoFloSogCyb

@ Reinar,

auch ich verfolge diesen Thread schon seit Beginn da auch ich mit DOS groß geworden bin und verschiedene Dinge auch gerne mal auffrische.

Dein Problem war Anfangs die Frage: wie du im laufenden Betrieb von XP auf dein verstecktes win98 zugreifen kannst, bzw. ob das mit Dos irgendwie zu bewerkstelligen geht:

Zitat:
Ich brauche einfach nur den Zugriff auf (m)eine inaktive Partition C:, auf der sich W98SE befindet!


Da du trotz der hervorragenden Arbeit von vor allem Estron
(großeßLob auch von mir:-))keine Lösung finden konntest, wären die Alternativen zu diskutieren.

1. zwei Platten über Wechselrahmen betreiben (hilft dir aber nicht wirklich)

2. Dualbootsystem mit Bootmanager und je einer versteckten Partition C: betreiben( hier könnte eine 3.Partition auf welche jedes deiner aktiven BS zugreifen kann als "Vermittlerplatte" dienen) oder

3. Dualbootsystem ohne verstecktes BS; C:=win98 und D:=winXP; (Vorteil=Zugriff auf die Ordner des jeweils inaktiven Systems, Nachteil= keine Sicherheit für verstecktes BS)

Ich habe selbst diese Varianten ausprobiert (bis auf 1., da m.E. nicht dauerhaft belastbare Variante). "Hängen" geblieben bin ich bei Variante 2. Sie erschien mir sicher durch die jeweils versteckte Partition C: und dennoch praktikabel, da ich immer Daten über die 3 Partition zwischen Win98 und XP hin und herschieben kann.

Vielleicht kannst du dich ja auch für eine solche Variante erwärmen?

mfg
RoFloSogCyb

Antwort 28 von Reinar

Zitat:
Dualbootsystem mit Bootmanager und je einer versteckten Partition C: betreiben( hier könnte eine 3.Partition auf welche jedes deiner aktiven BS zugreifen kann als "Vermittlerplatte" dienen)

Hallo RoFloSogCyb,
diese Lösung habe ich ja auf meinem Hauptrechner in Gebrauch: Paragon-BM + W98SE + XP + diverse logische Laufwerke/FAT32. Das klappt auch, aber glücklich bin ich damit nicht, denn 1. möchte ich das "Behelfswerkzeug XP" nicht auf der Platte haben, und 2. gibt es immer mal wieder Probleme mit dem BM, der nachgeladen werden muss - also von wegen mal schnell "fdisk/mbr" durchführen und dergleichen ist ausgeschlossen.

Mein Favorit ist die separat bequem rein mechanisch zuschaltbare Hilfsbetriebssystemplatte, welche dann zufolge ihrer Masterkennzeichnung bzw. der permanenten Slavekennzeichnung der Hauptplatte bootet (ist die Hauptplatte allein im Rechner, bootet sie bekanntlich auch als Slave). Das klappt wunderbar auf dem älteren Rechner, wenn nur nicht diese IDE- und Versorgungsspannungs-Herumsteckerei wäre... (siehe AW26).

Wechselrahmen sollte im Prinzip nicht vorgesehen sein, weil nicht gewechselt-, sondern hinzugeschaltet werden soll - zum Beispiel vor dem Einschalten mit einem Schalter, welcher die zweite, interne Platte hinzuschaltet (nicht umschaltet!), die dann als Master bootet. Die nicht gebootete Slaveplatte mit W98SE erscheint dann im Windowsexplorer und ist voll zugreifbar. Es sei denn, ich betrachte das Hinzustecken der Hilfsplatte in den Wechselrahmen als "Hinzu-Schalter" - sollte das nicht gehen?

Antwort 29 von RoFloSogCyb

hallo Reinar,

ja, ich verstehe deine Bedenken
Zitat:
2. gibt es immer mal wieder Probleme mit dem BM, der nachgeladen werden muss - also von wegen mal schnell "fdisk/mbr" durchführen und dergleichen ist ausgeschlossen.


Man hofft beim Dualbootsystem immer dass es keine Probleme mit einem von beiden BS gibt, denn dann geht die Friemelei mit der Bootdiskette des BM wieder los, damit man explizit am defekten System arbeiten kann.

Was ich nicht verstehe ist deine Aussage:
Zitat:
1. möchte ich das "Behelfswerkzeug XP" nicht auf der Platte haben


denn ich dachte du möchtest gerade zwischen XP und 98 hin und herschalten? Oder bezieht sich diese Ansicht auf die Ausblendung dieses BS?

An die "Schaltervariante" hatte ich früher auch schon einmal gedacht. Allerdings ist eine solche Trennung zumindest in meinem PC dann neben dem Strom auch für das Datenkabel erforderlich, da mein PC schon "dumm tut" wenn nur eine Platte am Datenkabel hängt, selbst wenn sie ohne Stromstecker ist. Du bestätigst das ja mit deiner Erfahrung:
Zitat:
welche dann zufolge ihrer Masterkennzeichnung bzw. der permanenten Slavekennzeichnung der Hauptplatte bootet (ist die Hauptplatte allein im Rechner, bootet sie bekanntlich auch als Slave). Das klappt wunderbar auf dem älteren Rechner, wenn nur nicht diese IDE- und Versorgungsspannungs-Herumsteckerei wäre... (siehe AW26).
auch.

Allerdings eröffnet diese Erkenntnis für den Wechselrahmen neue Perspektiven. Du könntest eine Platte intern als Slave einbauen und von dieser aus booten. Zum anderen einen Wechselrahmen einbauen welcher vor dem Start mit einer als Master gejumperten Patte belegt werden kann. Ein an und abschalten von Spannungs-und Datenleitung erfolgt quasi über den Wechselrahmen als solches. Deshalb denke ich, dass deine Überlegung:
Zitat:
Es sei denn, ich betrachte das Hinzustecken der Hilfsplatte in den Wechselrahmen als "Hinzu-Schalter" - sollte das nicht gehen?
funktionieren wird.

Ich habe mich seinerzeit nicht für den Wechselrahmen entschieden, weil das Feedback anderer User so aussah, dass die Wechselrahmen relativ schnell "ausleiern" , sprich Kontaktprobleme nach häufigem Wechsel der Platte machen würden. Ob die heutige Qualität belastbarer ist kann ich nicht sagen. Aber die Schaltervariante habe ich dann auch aufgegeben, da sie an einem Schalter für das IDE-Kabel scheiterte.

Laß mal hören, ob und wie du das jetzt lösen konntest.

schönes WE
RoFloSogCyb

Antwort 30 von PcDock

Hi Reinar,

1. habe nicht alle Antworten gelesen.

2. Aber deine Antwort 28 .

3. Wenn deine Platte die du hinzuschalten möchtest, auch immer mitlaufen könnte, dann könntest du doch das ganze über die "Master-Slave" auswahl machen.

4. Ohne das du immer ein und ausstecken musst.

PcDock

Hardware lebt und ist eigenständig

Antwort 31 von ralfb

Mit modernen Bios kann man immer von der zweiten eingebauten Slave-HDD booten und dort ein Zweit-System einrichten... ich habe so ein verstecktes XP als zusätzlichen Notnagel eingerichtet ...habe ich aber noch nie booten müssen.

Diese Variante ist tatsächlich mit am wenigsten Auffwand einzurichten. Man sollte aber beachten dass sich unter Win98 sichtbare Primärpartitionen auf der 2. HDD buchstabentechnisch zwischen LwC und logische Laufwerke der 1. HDD "drängeln" ...sich also die Buchstaben verschieben.

Das passiert nicht wenn man das zusätzl. Win9x versteckt, was aber wiederum zum "erwecken" hantieren mit Partitionierungstool (z.B PartitionMagic) und boot von Wechseldatenträger bedeutet.

Ich sehe nur 2 sinnvolle Lösungen für vollen Zugriff aufs Bootlaufwerk ohne von dieser zu starten

1. a) Zweit-Win98 vor der ursprünglichen Installation oder
b) auf zweiter HDD


beide sollten versteckt werden ...damit zu a) das zweite Windows booten kann oder zu b) keine Buchstaben verschoben werden

Für Variante 1a) empfehle ich persönlich VAMOS ...wie das geht kann ich bei Detailfragen evtl. erst morgen genauer posten, ...kann ich jetzt nur kurz skizieren:

- erst zusätzl. Partition am Anfang der Platte einrichten und aktivieren
- Win98 auf neuer Partition installieren
- Vamos im MBR installieren (boot von Wechselmedium)
- in Vamos Bootprofile einrichten ...beim booten des zweiten Win98 sollte das erste als versteckt deklariert werden.

1a) ...hat fertig!

Vamos wird bei späteren Neuinstallationen von Windows (was idR. mit Imagesicherungen seltener vorkommen sollte) zwar immer beschädigt ...läst sich aber mit geringen Aufwand reparieren. Ich habe SEHR gute Erfahrungen mit Vamos gemacht, es arbeitet unkompliziert, hat keine "gefährlichen Features" wie z.B. mehre Partitionstabellen und ist zuverlässig

------------

2. Bart-PE ...ist immer noch mein Favorit bei Reparaturversuchen das bestehende System zu retten

grüssings
Ralf

Antwort 32 von Reinar

Zitat:
Man hofft beim Dualbootsystem immer dass es keine Probleme mit einem von beiden BS gibt, denn dann geht die Friemelei mit der Bootdiskette des BM wieder los, damit man explizit am defekten System arbeiten kann.

Du sprichst mir aus der Seele, RoFloSogCyb!

Zitat:
Was ich nicht verstehe ist deine Aussage:
Zitat:
1. möchte ich das "Behelfswerkzeug XP" nicht auf der Platte haben

Um es noch einmal zu betonen: W98SE ist das Betriebssystem meiner Wahl. Ich nutze es seit seiner stark Mängel behafteten Erstversion, habe mich intensiv damit befasst und eingearbeitet und spätestens seit Erscheinen der Zweiten Ausgabe ist es plus diverser Updates und eigener "Manipulationen" zum Wohle der Sicherheit und stabilen Arbeitsweise "MEIN" BS, an dem es mir kaum an etwas mangelt. Mögen andere BS vieles besser können, so hat dies aber auch seine dunkle Seite. Wäre ich ein Fan von Multimedia und würde ich mich auf jede Neuerung freudig erregt ihrer selbst willen stürzen, sähe das anders aus. Meine konkrete Rechneranwendungen bestimmen das BS und nicht umgekehrt. Natürlich: ich möchte nicht ganz den Anschluss verlieren und auch in der Lage sein, moderne Programme zu nutzen, für diesen Zweck habe ich mich mit W2000/XP gerade so weit angefreundet, als nötig.
Wenn es auch merkwürdig klingt: letztgenannte BS sind eben nichts anderes als gelegentliche Hilfssysteme, wichtige und große Datenmengen kopiere ich zum Beispiel per zugeschaltetem "Hilfs"-W2000 grundsätzlich mittels seinem emulierten DOS + Batchdatei, eine einwandfreie, datensichere und ganz und gar nicht langsame oder gar behelfsmäßige Lösung. Aber: Hilfssysteme möchte ich ein- und auswechseln können, und nicht per Dualboot auf der Platte haben müssen, wie geschrieben.

Zitat:
Allerdings eröffnet diese Erkenntnis für den Wechselrahmen neue Perspektiven. Du könntest eine Platte intern als Slave einbauen und von dieser aus booten. Zum anderen einen Wechselrahmen einbauen welcher vor dem Start mit einer als Master gejumperten Patte belegt werden kann.

Richtig. Davon schreibe ich ja seit einigen Antworten implizit und wende es auch ganz konkret an - "mechanischer Schalter" durch Dazustecken einer Masterplatte, welche nach dem Dazustecken gegenüber der dauerhaft als Slave gekennzeichneten Hauptplatte booten kann und den Zugriff auf alle Partitionen innerhalb und außerhalb (USB-Speichermedium) ermöglicht. Nur die Lösung mit einem Wechselrahmen (Einschubrahmen?) hatte ich noch nicht in Erwägung gezogen, da noch nie probiert.

Zitat:
Ein an und abschalten von Spannungs-und Datenleitung erfolgt quasi über den Wechselrahmen als solches. Deshalb denke ich, dass deine Überlegung:
Zitat:
Es sei denn, ich betrachte das Hinzustecken der Hilfsplatte in den Wechselrahmen als "Hinzu-Schalter" - sollte das nicht gehen?
funktionieren wird.

Nur: ich weiß es nicht, ob es wirklich geht! Bevor ich mir einen Wechselrahmen oder Einschubrahmen zulege - wobei mir noch nicht einmal der Unterschied klar ist ...

- daher ich erhoffe ich mir diesbezüglich noch ein paar sachdienliche Tipps! :) Damit könnte "mein Problem womöglich gar nicht mal unelegant gelöst werden (und ich könnte mich wieder mit "meinen" DOS-Boxen beschäftigen ;-)

Zitat:
...dass die Wechselrahmen relativ schnell "ausleiern" , sprich Kontaktprobleme nach häufigem Wechsel der Platte machen würden.

"Relativ" ist eben relativ: Meine IDE-Kabel-Steckereien gehen wohl in die Hunderte mit immer dem selben Kabel bzw. Platte. Es gibt keine Kontaktprobleme, eher im Gegenteil: die Stiftlein und Büchslein bleiben immer schön blank "gescheuert" ;) Und ein Einschub sollte darüber hinaus das gelegentliche Verkanten (und Verbiegen) von Kontakten unterbinden, wie das beim Kabelstöpseln schon mal vorkommen kann. Darin sehe ich nun wirklich kein Problem. Zumal sooo wahnsinnig oft wird da ja auch nicht nicht gestöpselt.
Was S-ATA angeht: hier könnte ich mir auch eine Schalter-Selbstbau-Lösung vorstellen, da relativ wenige Kabel zu verdrahten sind. Aber warum umständlich basteln, wenn es diese bequemen (und eigentlich preiswerten, wie ich gesehen habe) Einschübe gibt?!

Zitat:
3. Wenn deine Platte die du hinzuschalten möchtest, auch immer mitlaufen könnte, dann könntest du doch das ganze über die "Master-Slave" auswahl machen.
4. Ohne das du immer ein und ausstecken musst.


Hallo PcDock,
das wäre die einfachste Lösung, davon hatte ich schon gehört. Das aber das nicht als Uneinsichtigkeit meinerseits zu sehen, aber ich bin froh, wenn ich die ja meistens überflüssige Platte und deren Geräusche wieder los bin!

Antwort 33 von Reinar

@ ralfb - mit AW31bist du mir zuvorgekommen - muss ich mir erst noch reinziehen! ;)

Antwort 34 von RoFloSogCyb

hi Reinar,

Zitat:
Um es noch einmal zu betonen: W98SE ist das Betriebssystem meiner Wahl. Ich nutze es seit seiner stark Mängel behafteten Erstversion, habe mich intensiv damit befasst und eingearbeitet und spätestens seit Erscheinen der Zweiten Ausgabe ist es plus diverser Updates und eigener "Manipulationen" zum Wohle der Sicherheit und stabilen Arbeitsweise "MEIN" BS, an dem es mir kaum an etwas mangelt. Mögen andere BS vieles besser können, so hat dies aber auch seine dunkle Seite. Wäre ich ein Fan von Multimedia und würde ich mich auf jede Neuerung freudig erregt ihrer selbst willen stürzen, sähe das anders aus. Meine konkrete Rechneranwendungen bestimmen das BS und nicht umgekehrt. Natürlich: ich möchte nicht ganz den Anschluss verlieren und auch in der Lage sein, moderne Programme zu nutzen, für diesen Zweck habe ich mich mit W2000/XP gerade so weit angefreundet, als nötig.
Wenn es auch merkwürdig klingt: letztgenannte BS sind eben nichts anderes als gelegentliche Hilfssysteme, wichtige und große Datenmengen kopiere ich zum Beispiel per zugeschaltetem "Hilfs"-W2000 grundsätzlich mittels seinem emulierten DOS + Batchdatei, eine einwandfreie, datensichere und ganz und gar nicht langsame oder gar behelfsmäßige Lösung. Aber: Hilfssysteme möchte ich ein- und auswechseln können, und nicht per Dualboot auf der Platte haben müssen, wie geschrieben.


es passiert nicht oft, dass man Leute trifft welche die gleiche Meinung zu dieser Thematik haben wie man selbst.
Ich stimme dir voll zu! Win98 SE ist mit ein paar Handgriffen stabil, schnell, zuverlässig und manipulierbar nach eigenem Ermessen. Win XP ist auch nicht verkehrt aber es kann nicht viel mehr als Win98 eher weniger(bezüglich Freeware, Videobearbeitung u.a.)! Deshalb betreibe auch ich hier Dualboot wobei win98 das Arbeitssystem ist und XP eher zum spielen der neueren Games dient. Von Vista brauchen wir erst garnicht zu sprechen. Selbst schuld wer dafür Geld ausgibt.

Zur Variante Wechselrahmen kann ich nur sagen: die Praxis ist das Kriterium der Wahrheit. Probiere es aus und sag bitte Bescheid ob es funktioniert hat. Ich sehe keinen Fehler in der Überlegung diesen "Schalter" zu nutzen. Mal abgesehen davon dass man so sogar noch einige andere OS auf, wie du so schön sagtest, elegante Art und Weise, ausprobieren könnte:-).

Zum Tipp von "Ralb" kann ich nur sagen, "Vamos" ist eine Sharewarevariante eines BM. Da gibt es mit Sicherheit gleichwertige Freeware. Aber darum ging es ja letztlich auch garnicht. Die Schalter-Wechselrahmen-Variante ist einfach super simpel und zugleich extrem funktional. Denn einen Vorteil hat die Angelegenheit auch noch so ganz nebenbei, man hat vertrauliche Daten sehr schnell aus dem PC raus, wenn man will.

schönes WE
RoFloSogCyb

Antwort 35 von Estron

Entschuldigung bitte. Ich sehe nicht mehr direkt das Problem. Ein Vollzugriff aus dem "Windows-98-DOS" auf das nicht gestartete Windows 98 ist doch problemlos möglich. Das habe ich bereits oben beschrieben.

Warum wird inzwischen über Windows NT (5.x, also 2000 und XP) diskutiert?

Naja, und dann natürlich noch ein bisschen Senf zu NT und 98:
Installier Windows doch einfach auf Laufwerk D: (erstes logisches Laufwerk, geht auch auf anderes logisches). Zusätzlich braucht's dann eine Partition C: mit etwa 16 MB (Ich glaube, das ist die Mindestgröße für FAT16), auf der die DOS-Startdateien für Windows 98 installiert sind. Falls man Windows NT (5.x) booten will, wird die 16-MB-Partition versteckt, und eine Primärpartition C: für Windows NT enthüllt. (Diese kann übrigens auch lediglich die Windows-NT-Startdateien enthalten, falls NT ebenfalls auf D: installiert wurde.)
Vorteile:
- Problemloser Zugriff auf Windows 98 aus Windows NT.
- Alles auf einer Festplatte
- Entscheidung, was gebootet wird, über BM oder Programme wie PQBOOT möglich.
Nachteile:
- Aus NT kein Zugriff auf die MS-DOS-(7-)Startdateien

Noch ein Szenario:
Windows 98 wahlweise auf Primärpartition oder logische installieren. Windows NT (5.x) direkt darüber installieren. Über die BOOTSECT.DOS-Geschichte kann Windows 98 (SE) gestartet werden, das kann auch als Default für den NT-Bootloader eingestellt werden.
Vorteile:
- Zugriff auf ALLE Dateien des einen Windows aus dem anderen Windows
- Betriebssystem-Auswahl beim Starten des Computers
Nachteile:
- Windows NT muss auf einer FAT16- oder FAT32-Partition installiert werden

Das Letzte kann man übrigens auch manuell einrichten:
1) Windows NT auf Zielpartition installieren
2) Windows-NT-Partition verstecken
3) Windows 98 auf einer zweiten Primärpartition installieren, aber nicht in den Ordner "Windows"!
4) Nach abgeschlossener Windows-98-Installation alle Dateien auf ein logisches Laufwerk kopieren
5) NT-Partition aktivieren, NT starten
6) In NT alle kopierten Dateien auf dem logischen Laufwerk auf's NT-Laufwerk kopieren
7) Von einer Windows-98-Startdiskette starten
8) Die NT-Partition mit SYS präperieren
9) Ein Image des Windows-98-Bootsektors ziehen
10) Image auf der NT-Partition speichern
11) Das Image wie BOOTSECT.DOS in die BOOT.INI eintragen
12) Von der NT-CD starten und die NT-Partition bootbar machen

Antwort 36 von Reinar

Zitat:
Zur Variante Wechselrahmen kann ich nur sagen: die Praxis ist das Kriterium der Wahrheit. Probiere es aus und sag bitte Bescheid ob es funktioniert hat. Ich sehe keinen Fehler in der Überlegung diesen "Schalter" zu nutzen. Mal abgesehen davon dass man so sogar noch einige andere OS auf, wie du so schön sagtest, elegante Art und Weise, ausprobieren könnte:-).

Ich habe mich entschlossen, überhaupt keine Platte in den Rechner fest einzubauen, statt dessen werde ich zwei Wechselrahmen nutzen und die jeweiligen Systeme untereinander entsprechend der Aufgabe kombinieren/nutzen/booten (bzw. einschieben und kennzeichnen, statt wie bisher am IDE-Strang bei geöffnetem Rechner stöpseln). Bootmanager: ade! Ich habe Dich nie leiden können.

Alte Platten habe ich ja genug; auf eine habe ich beispielsweise gerade W98SE kopiert und sämtliche Programme deinstalliert bzw. davon eine jederzeit wiederherstellbare Kopie gebrannt: 98er BS incl. DFÜ, Routerkonfig, Browser, Virenscanner und Anti-Dialer - diese Platte steckt dann solo im Rechner/einem Wechselfach, zum fischen in trüben Gewässern (eventuelle Trojaner werden nichts Relevantes finden, da nicht vorhanden). Heruntergeladene Daten kommen (wie bisher) auf einen Extra-Stick mit fest installiertem Virenscanner. Bei Verdacht wird die Festplatten- bzw. Stickpartition datentechnisch "verbrannt" und durch eine Kopie in ein paar Minuten wiederhergestellt.

Schade nur, dass es keine 2,5"-Wechselrahmen gibt, die ich in die beiden überflüssigen Diskettenschächte einbauen könnte, vielleicht bastle ich selber welche, entsprechende 3,5"->2.5" Adapterplatinen gibt es ja (40...80GB-2,5"-Laufwerke sind derzeit relativ preiswert und ja auch schön kompakt in der Hemdtasche zu tragen).

Ansonsten wäre für unisono 3,5"-HD's ein neues Gehäuse mit vier großen Laufwerkseinschüben fällig, denn die beiden jetzigen Schächte sind bereits mit je einem optischen Laufwerk belegt (nebenbei: ein Rechner passt nicht komplett in einem Mini-Tresor, ein paar bequem wechselbare Festplatten schon...;)

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