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Orthographie? Kann man das Essen?





Frage

Hallo zusammen, ich würde gerne einmal Eure Meinung zu einem Thema hören, das mir in letzter Zeit öfters durch den Kopf geht: Ist Rechtschreibung in der heutigen Zeit unwichtig? Von Grammtik und korrekter Interpunktion ganz zu schweigen! Wenn man sich hier manche Beiträge ansieht, muß man sich das zwangsläufig fragen. Es ist hier nicht die Rede von Tippfehlern, durchgängiger Kleinschreibung, vereinzelten Aussetzern o.ä. Und auch die neue Rechtschreibreform möchte ich jetzt einmal ausklammern (wie man sieht halte ich mich auch nicht an diese). Ich meine z.B. gans statt ganz, blingt statt blinkt, verahten statt verraten usw. Das ist doch nun schon wirklich gruselig, oder? Ich bin nun Mitte 30. Also noch nicht ganz so alt (wehe dem, der jetzt etwas anderes sagt ;-)). Aber in meiner Schulzeit hätte man mit diesen Kenntnissen noch nicht einmal einen Hauptschulabschluß erreicht. Wenn man bedenkt, wie demnach ein Bewerbungsschreiben aussehen würde, wie soll jemand mit solchen Defiziten jemals eine berufliche Tätigkeit aufnehmen können? Ich mag mich täuschen, aber fällt das nicht erst in den letzten Jahren so massiv auf? Und wenn ja, woran liegt das? Gibt es einen, in geheimen Militärlaboratorien entwickelten, Legasthenie-Virus? Oder ist das Niveau der Schulbildung so extrem gesunken? Was meint Ihr? Gruß Chris

Antwort 1 von Bregenz

Immer mehr gewinnen den Mut sich ungeschützt öffentlich zu artikulieren.

Antwort 2 von statussymbol

ja, ja die rechtschreibung! der opel manta mit fuchsschwanz des bildungsbürgers!

Antwort 3 von Monica

Hallo Chris,

Nein, die korrekte Rechtschreibung ist nicht unwichtig. Nur, beherrschen sie immer weniger Menschen aus verschiedenen Gründen.

Das Niveau der Schulbildung ist wirklich gesunken. Die Schülerzahlen in den Schulklassen werden wieder grösser und der Anteil der fremdsprachigen Schüler nimmt zu. Ich kann nur aus meinen Erfahrungen aus der Schweiz schreiben, aber ich denke in Deutschland ist das nicht besser. Ich denke, das trägt bestimmt etwas daran teil.

Wenn man noch beachtet, dass in den Medien (Zeitungen, Fernsehen, Internet u.s.w. ) vieles als reisserische Schlagzeilen, und somit als möglichst kurze Infos daherkommen, wundert es mich nicht mehr.
Zudem ist erwiesen, dass immer mehr, vor allem jüngere Menschen, keine längeren Texte mehr lesen können die sie hinterher auch verstehen.

In der heutigen Zeit muss ja alles möglichst schnell gehen. Der Stress nimmt Überhand und die Kurzmitteilungen (SMS) werden auch vermehrt nur noch in Abkürzungen geschrieben. Da kommen mir spontan die SMS von Sohnemann in den Sinn, die ich manchmal nur mit Mühe und Not "knacken" kann. Woher sollen die Menschen noch richtig schreiben lernen?

Das mit den Militärlaboratorien kann ich nicht ganz glauben, auch wenn man doch öfters mit dem Gedanken spielt, dass wohl ein spezieller Virus in den Hirnen der Menschen wütet. Und dort nicht nur in den der Sprache zugeteilten Hirnwindungen! :)

Gruss
Monica

Antwort 4 von Monica

Nachtrag:

Ich denke, das trägt bestimmt etwas dazu teil.

und schon schleicht sich ein Fehler ein! :(

(ob das nun korrekt ist?)

Antwort 5 von Chris2134

Hallo Monica,

ersteinmal Danke! Ich dachte schon, da kämen überhaupt keine konstruktiven Antworten mehr.

Ich denke, daß viele Deiner Ansätze wohl richtig sind. Aber da stellt sich die Frage, wie soll das weitergehen? Schaffen wir die Rechtschreibung komplett ab weil sie unnötig ist? Ist dann eine sinnvolle Kommunikation in geschriebener Form überhaupt noch möglich?
Oder gibt es Mittel und Wege, dem entgegenzuwirken?

Wenn man sich A2 ansieht, wo implementiert wird, Rechtschreibung sei ein Statussymbol, frage ich mich, wo wir mittlerweile schon angekommen sind!? Vor 15 Jahren wäre auf diese Idee mit Sicherheit keiner gekommen. Wo stehen wir denn dann in weiteren 15 Jahren? Ist es dann schon ein Statussymbol wenn es jemandem überhaupt möglich ist, Buchstaben zu Papier zu bringen?

Ich spreche hier nicht von Perfektion! Natürlich gibt es niemanden, der alle Wörter einer Sprache fehlerfrei schreiben kann. Aber daß man dies bei den üblicherweise gebrauchten hinbekommt sollte dann doch selbstverständlich sein, oder nicht?

Momentan ist es ja wohl immer noch so, daß die Ortographie z.B. von Arbeitgebern als sehr wichtig erachtet wird. Und auch für eine geschäftliche Korrespondenz kann unmöglich darauf verzichtet werden.
Es ist schließlich so, daß sich der Angeschriebene aufgrund des Geschriebenen ein Bild von seinem Gegenüber macht. Und was für ein Bild hier bei einem völlig fehlerhaften Text entsteht dürfte wohl offensichtlich sein, oder?

Schicke einmal eine Bewerbung mit nur 3 Rechtschreibfehlern im Gesamttext ab. Du wirst mit 99,99prozentiger Sicherheit keine Antwort oder eine Absage erhalten. Also wie soll jemand, der das nicht beherrscht, jemals einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz bekommen?

Gruß
Chris

P.S.: Fehler machen wir alle einmal! Aber daß es mir nicht um Tippfehler oder Freud´sche Fehlleistungen geht, habe ich ja schon klargestellt.

Antwort 6 von Rangoo

Zwei Dinge von meiner Seite:

1. So unverschämt es formuliert ist, in Antwort 1 steckt ein großer Teil Wahrheit. Welcher "Bildungsbürger" (um A2 zu bemühen, ich denke, in dieser Schicht würdet auch ihr euch einordnen, Chris und Monica) hatte denn bitte noch vor zehn Jahren regelmäßige Korrespondenz mit Personen der so gern "bildungsfernen Schichten" genannten Gruppierungen? Im Internet trifft man auch auf Menschen, mit denen man früher nicht so den Umgang hatte. Und wenn man sich früher hauptsächlich mit "Gleichgebildeten" umgeben hat, ist es nur natürlich, dass man den subjektiven Eindruck erhält, das Bildungsniveau würde sinken. Schließlich wird einem das auch oft genug suggeriert.

2. Was Chancen auf dem Arbeitsmarkt angeht: Nicht in jedem Beruf ist eine ausgefeilte Rechtschreibung notwendig. Auch denke ich, dass auf 75% aller fehlerfreien Bewerbungen eine Absage erfolgt. Legt man einem durchschnittlichen (Personal-)Chef zehn Texte mit wenigen Rechtschreibfehlern vor, wird der die meisten auch gar nicht erst finden, wenn die Schreibschwäche nicht eklatant ist - und solche Menschen wird es auch vor 30 Jahren schon gegeben haben. Übrigens bin ich der Meinung, dass die Chefs da in einem Glashaus fleißig Pflastersteine stemmen. Viele heutige Stellenausschreibungen, besonders solche mit Fließtext, sind selbst erst nach dreimaligem Lektorat brauchbar.

Antwort 7 von Bregenz

Zitat:
So unverschämt es formuliert ist, in Antwort 1


Wieso diese Wertung?
Weil ich mich kurz fasse?
Zum Nachdenken anrege?

Wozu du in meiner Bildschirmauflösung 10 Zeilen brauchst
und worüber "Bildungsbürger" sich hochmütig und naserümpfend
mockieren,
ist nun wirklich einfacher zu sagen.

Und diese Redeart ist für dich neu, Rangoo.
Färbt da was ab?
Hoffentlich nicht.
Du warst bisher immer der Nette.

Antwort 8 von Bregenz

Aber zurück zur Ausgangsfrage:

Wer sich mit Sprachwandel und Soziolinguistik beschäftigt, wird feststellen, dass zunehmender interkultureller Sprachgebrauch seine Wirkung zeigt.

Davon lebt Sprache.
Schon immer.
Und das ist gut so.

Und was nicht verstanden wird, wird bereinigt.

Antwort 9 von Magdalena

    Zitat:
    Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt, 


also, bis auf die tippse schreibt doch eh keiner mehr was selbst im täglichen leben

und im forum versteht man sich schon oder ahnt was gemeit ist

Antwort 10 von Monica

Bildungsbürger Monica meldet sich nochmals.

Hallo Chris,
nein, die Rechtschreibung wird wohl nicht abgeschafft werden, weil sie unnötig ist. Das wäre für mich nicht vorstellbar, auch wenn man sich heute öfters solche und ähnliche Gedanken durch den Kopf gehen lässt.
Irgendwo habe ich mal den Satz gelesen.

Lesen bildet!

oder einen anderen Satz fällt mir auch noch ein.

Lesen schadet der Dummheit.

Wie soll in Zukunft lesen bilden, wenn die Rechtschreibung einfach so Pi mal Handgelenk, nach Guttünken verwendet wird? Es sollte schon in einer etwas "geregelten" Art und Weise schriftlich kommuniziert werden. Ich stimme Dir zu, dass man sich schliesslich ein Bild von seinem Gegenüber macht, wie er sich ausdrückt. Ganz klar, dass Jemand , der mehr oder weniger fehlerfrei schreibt, sogar noch die Gross-und Kleinschreibung beherrscht, bessere Karten hat, als Jemand der sich in Slangform mitteilt.

Ich denke schon an den Schulen sollte der Anfang gemacht werden und vermehrt auf die korrekte Schreibweise geachtet werden.
Ich will ja Niemandem auf die Füsse treten mit meinen Äusserungen hier. Die Gedanken sind bekanntlich ja frei und wie soll eine Diskussion funktionieren, wenn es keine Pro und Contras gibt?

Somit bin ich bei Rangoo angelangt.
Ganz klar, dass nicht jeder Beruf voraussetzt, perfekt in deutscher Rechtschreibung zu sein. Aber nicht jeder Mensch der schlecht schreibt, leidet an einer Schreibschwäche. Viele nehmen sich schlicht nicht genug Zeit dafür, ein paar Sätze in aller Ruhe auf's Papier zu bringen. Was bestens in die jetzige stressige Zeit passt. Es reicht doch, wenn der andere ungefähr weiss, worum es geht, ansonsten wird eben schnell ein Anruf getätigt.
Schade ist es allemal, dass die Rechtschreibung ihren Lack ab hat...........zum Teil wenigstens.

Ich, lese sehr viel und schreibe auch (auch mit Fehlern, leider) ärgere mich hin und wieder über Biefe, Mails oder was auch immer, die nur so von Rechtschreibefehlern strotzen. Wie oben schon erwähnt, bin ich der Ansicht, dass viele Fehler vermieden würden, würde man richtig überlegen was man schreiben will. In aller Ruhe.

Gruss
Monica

p.s. ß<<< wird in unserer Rechtschreibung nicht verwendet. :)
bin also fein raus. :)

Antwort 11 von POwerDAU

sagen wir doch einfach Danke!

Danke an die HandyProvider, die uns das SMS'en beschert haben!

Danke an die ComputerProgrammierer, die uns ICQ, TRILLI etc bescherten!

Danke an Alle, die sich heute nicht mehr trauen das Gegenüber sprachlich zu korrigieren, weil se Angst haben auf die Fr..... zu kriegen!

DANKE DANKE DANKE!

Antwort 12 von jofischi

was habt ihr denn?
Gerade die haarsträubende Rechtschreibung in manchen Beiträgen macht doch das Forum irgendwie lustig. Ich finde immer etwas zum Lachen (oder lachen?) Hatte mich schon mal mit dem Gedanken getragen, die schönsten Beiträge in einem Buch zu veröffentlichen.

Antwort 13 von Reactor_Men

Hallo,
@Monica
Zitat:
Wie oben schon erwähnt, bin ich der Ansicht, dass viele Fehler vermieden würden, würde man richtig überlegen was man schreiben will.


Richtig!!!
Ändert aber nichts daran, dass unser Gehirn so geschaltet ist und falsche bzw. fehlende Wortstellungen automatisch ersetzt, um den Inhalt (Satzbaustellung) in eine logische Aussage versetzt. Sofern man ein ausreichendes Grundgerüst der Sprache besitzt. Ein Bespiel... bitte.

Man beachte das folgende: 
Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät, ist es nchit witihcg 
in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wrot snid, das ezniige 
was wcthiig ist, ist daß der estre und der leztte Bstabchue an der 
ritihcegn Pstoiion snid. Der Rset knan ein ttoaelr Bsinoldn sien, 
tedztorm knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das ist so, wiel wir nciht 
jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wrot als gseatems. 

Ehct ksras! Das ghet wicklirh!


Noch Fragen?

Antwort 14 von POwerDAU

Zitat:
Man beachte das folgende:
Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät, ist es nchit witihcg
in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wrot snid, das ezniige ........


DAS geht aber NUR, WENN man einmal die "richtige" Reihenfolge und somit die "richtige" Grammatik erlernt hat, vergiss das nicht. ;-)

Antwort 15 von vinDolce

Lasst Euch nicht irre führen, es gibt keine entsprechende Studie.


Erwartungshaltung

Ein zentraler Bestandteil der Wortidentifikation ist die Erwartungshaltung des Lesers. Sobald der Leser das Thema des Textes erkannt hat – was üblicherweise bereits nach der Überschrift der Fall ist – erwartet er, typische themenbezogene Wörter, Redewendungen und sogar ganze Sätze vorzufinden. Die Wörter werden nicht mehr einzeln nacheinander, sondern aus dem Kontext heraus identifiziert.

Sehr deutlich zeigt sich dies in einer weit verbreiteten Kettenmail, die im Herbst 2003 von einer angeblichen Studie „einer englischen Universität“ (gelegentlich wird die Universität Cambridge genannt) berichtete.
Laut dieser sei es egal, in welcher Reihenfolge die Buchstaben eines Wortes stünden, solange der erste und der letzte Buchstabe stimmen würden.
Die deutsche Version beginnt mit den Worten: Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät ist es nchit witihcg, in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wrot snid ...

Diese Nachricht ist ein Hoax, die erwähnte Studie existiert nicht.

Die Aussage des Textes ist falsch:

Ein Wort kann im Allgemeinen nicht erkannt werden, wenn nur der erste und der letzte Buchstabe stimmen und die restlichen Buchstaben durcheinander geworfen sind. Man kann dies an echten Vertauschungen wie Fsreisnerhee , alphabetischen Umordnungen wie Reeefnnorrtm oder mehrdeutigen Anordnungen wie Zleie (Zeile oder Ziele?) selbst ausprobieren.

Dass der Text der Nachricht trotzdem sehr gut lesbar ist, ist neben der sententiellen Einschränkung vor allem auf die Erwartungshaltung des Lesers nach Entschlüsselung der ersten paar Worte und die daraus resultierende Vorhersagbarkeit des Inhalts zurückzuführen.

[Quelle] WIKIPEDIA

Antwort 16 von Marie

Ach was sollen unsere Kinder denn mit korrekter Rechtschreibung anfangen??

Englisch müssen se können, deshalb lässt man das Lesen jetzt in der Grundschule schon weitgehend weg und lernt Englisch mit den Kindern. Schaut doch mal fern, wer kein Englisch kann versteht ja nicht mal mehr die Werbung im Fernsehen. :-(

Gruß Marie

Antwort 17 von Arno_Nym

Zitat:
...wer kein Englisch kann versteht ja nicht mal mehr die Werbung im Fernsehen.

Das halte ich nicht für allzu schlimm ;o)

Arno

Antwort 18 von newage

die zeiten haben sich geändert. heute ist internet immer und überall verfügbar. wir sind nicht mehr die informationsspeicher, sondern die informationsmanager. frühere bildungsideale, nach dem jemand, über der wüste aus dem flugzeug abgeworfen, auf sich allein gestellt, in der lage sein musste, das wort "hilfe" richtig in den sand zu schreiben, sind überholt. btw: in meiner nachbarschaft wohnt ein rentner, der ist hobby-orthographist. macht den ganzen tag nichts andres als vögel zu beobachten. glaubt ihr so einer würde heute noch irgendwo nen job kriegen? ich lach mich tot!

Antwort 19 von Arno_Nym

Zitat:
der ist hobby-orthographist. macht den ganzen tag nichts andres als vögel zu beobachten.

Cuuhl Alder! Orthographie hat also was mit Vögeln (oder vögeln?) zu tun?

Und Ornithologie ist dann Grammatik, guckst du?

Arno

Antwort 20 von newage

ein orthographist ist einer wo ohne punkt und komma alle vögel aufsagen kann. aber du verstehst nicht worum es geht! bei eurer generation ging es nicht darum, was man konnte, sondern welche zeugnisse man hatte. schein statt sein, auswendig lernen statt verstehen. jedes geschichtsdatum auswendig gewusst, aber nichts aus der geschichte gelernt, sonst hätts die weltkreige gar nicht gegeben. solche gestalten sind heute nicht mehr lebensfähig. kein wunder das man sich nach einem solchen leben derart stupide hobbies sucht und tieren nachglotzt. ok, rentner kommt ja bekanntlich aus dem griechischen und bedeutet übersetzt so viel wie "der auf den tod wartet", da darf man wohl auch nicht mehr verlangen.

Antwort 21 von faulpelz

Der Verlauf dieser Diskussion ist meiner Meinung nach recht... Abwegig?
Vom allgemeinen Problem Rechtschreibung über ironische Beiträge, das Suchen von potentiellen Schuldigen bis hin zu einer neuen Gesprächsrunde:

nämlich (ohne H) Geschichte und Griechisch für Anfänger.

Ich, manche wissen es vielleicht, manche nicht, bin selbst erst 17.
Ich vermute, dass, um darauf zurückzugreifen, ich fehlerfreie Bewerbungen abgeschickt habe, jedoch viele Bewerbungen ''zur Entlastung'' zurückbekommen.

Meine jetzige Lehrstelle erhielt ich durch Zufall über ein Praktikum.

Bei den SMS finde ich es etwas übertrieben, wie hier über eben diese hergezogen wird.
Weil wer schreibt heutzutage keine SMS?
Abgesehen von meinem Vater kenne ich niemanden ;)

Und solche ''Kürzel'' wie gn8 (Good Night), cu/lg/hdl/hdgdl/und ähnliches wurde ja größtenteils aus dem englischen übernommen, bzw oft einfach ''eingedeutscht''.

Ausserdem bin ich (noch?) der Meinung, dass die schlechte Ortographie meisst von Migranten oder solchen Jugendlichen, welche HipHop (vor allem dem deutschen) kommt.

Natürlich gibt es Legastheniker, welche einfach nicht ''gut'' darin sind, Briefe zu verfassen oder Bücher zu lesen, doch ich denke, dass man sich hier nicht darüber aufregen braucht, denn wer hat nicht irgendwelche Schwächen, wo andere einfach nicht haben?

Das Nievau der Schulen ist meiner Meinung nach nicht wirklich gesunken, wenn dann nur dadurch, dass immer mehr inkompetente Lehrer eingestellt werden. Diese Erfahrung habe ich jedenfalls leider viel zu oft machen müssen!

Und, lieber Chris, du sagst, dass viele keine Bücher mehr lesen/verstehen oder dies einfach auch mit langen Sätzen der Fall ist!
Bei den heutigen Medien und Angeboten (Fernseh -> Unmengen von Soaps/Serien, Internet -> Online-Spiele, Chats, Foren etc...) muss man sich, denke ich, nicht wundern, wenn man nicht mehr raus in die Natur geht/Sport treibt oder liesst, wie es vor einigen Jahren wohl noch der Fall war?!

Ich selbst spiele im Verein Fußball, lese recht viele Bücher (Grisham, Harris, Katzenbach) und bin trotzdem auch oft und gerne am Computer. Und hier gehören für mich auch einfach einige Spiele oder zB ICQ dazu.

Ist alles meine Meinung, also nicht überreagieren wenn man anderer Meinung ist!

Da ich gerade ein wenig unter Zeitdruck stehe hoffe ich, dass sich nicht allzuviele Fehler eingenistet haben! ;)



Viele Grüße

Faulpelz

Antwort 22 von Marie

Zitat:
Das Nievau der Schulen ist meiner Meinung nach nicht wirklich gesunken, wenn dann nur dadurch, dass immer mehr inkompetente Lehrer eingestellt werden. Diese Erfahrung habe ich jedenfalls leider viel zu oft machen müssen!


Wenn Du wirklich erst 17 bist, hast Du vermutlich nicht wirklich eine Ahnung wovon Du hier redest.

Das Niveau der Schulen ist gewaltig gesunken und das hat nicht wirklich etwas mit der Qualität der Lehrer zu tun, sondern damit, dass qualifizierte gute Hauptschüler absolut keine Chance mehr haben irgendwo einen ordentlichen Job zu bekommen, weil kaum jemand einen Hauptschüler einstellt. Deshalb sind alle Schüler, die früher gute Hauptschüler waren, heute vorwiegend abgebrochene Gymnasiasten, weil fast alle Eltern glauben ihr Kind müsse unbedingt das Gymnasium besuchen, sonst habe es später keine Chance einen ordentlichen Beruf zu erlernen, womit sie zuweilen gar nicht so unrecht haben. Immer mehr Hauptschulen werden mangels Schülerzahlen geschlossen, im Saarland gibt es diese Schulart schon lange nicht mehr.

Vor 40 Jahren haben am Gymnasium 15 bis 20 Schüler das Abitur gemacht in einem Jahrgang, heute sind es an denselben Schulen 100 bis 150, trotz wesentlich geringerer Geburtenzahlen. Glaubst Du wirklich, dass die Kinder von heute gescheiter sind und deshalb alle Abitur machen können?

Inkompetente Lehrer gab es sicherlich früher mehr als heute, denn noch lange nach dem Krieg konnte wegen chronischem Lehrermangel jeder Lehrer werden ohne ordentliche Ausbildung, in Religion haben Pfarrer unterrichtet.

Und nein, es sind nicht nur die Migranten, die nicht mehr rechtschreiben können. Es sind schon die Kindergartenkinder, die Sprachprobleme haben, weil sie zuhause vorm Fernseher abgestellt werden und niemand mehr mit ihnen spricht.

Zitat:
Ursachen für Sprachentwicklungsstörungen:
Sprachentwicklungsauffälligkeiten nehmen deutlich zu. Das hat nachgewiesener Maßen auch mit dem Konsum von Bildschirmmedien zu tun und deren Auswirkung auf die Lernfähigkeit des Gehirns, die Art des Lernens und die Veränderung unseres Kommunikationsverhaltens (z.B. Essen vorm Fernseher mit familiärem Schweigen oder fernsehbezogenem Gespräch, was auch zur emotionalen Verarmung führt).


Das Problem fängt leider nicht erst in der Schule an und auch nicht im Kindergarten, es fängt schon im Kleinkindalter an.

Zitat:
ein orthographist ist einer wo ohne punkt und komma alle vögel aufsagen kann. ......... solche gestalten sind heute nicht mehr lebensfähig. ................ glaubt ihr so einer würde heute noch irgendwo nen job kriegen? ich lach mich tot!


Und umgekehrt sprechen die dann so von der Generation ihrer Eltern.
Würde mich brennend interessieren was dieser Newage für einen Job hat (wenn er überhaupt einen hat) und wie er sich seinen Vorgesetzten gegenüber benimmt.

Gruß Marie

Antwort 23 von Jaja

Zitat:
Vor 40 Jahren haben am Gymnasium 15 bis 20 Schüler das Abitur gemacht in einem Jahrgang, heute sind es an denselben Schulen 100 bis 150, trotz wesentlich geringerer Geburtenzahlen. Glaubst Du wirklich, dass die Kinder von heute gescheiter sind und deshalb alle Abitur machen können?


na halt, halt:

das ist eine stratistik, dessen wertung hier komische früchte trägt!

1. ich würde jetzt mal einfach behaupten, dass diese schüler (damals) eindeutig aus der bessergestellten gesellschaftschicht stammen!
es ist ja wohl eine errungenschaft der neueren zeit (obgleich sie grad wieder abgeschafft wird), dass auch das kind evtl. arbeitsloser eltern mit geringem bildungsniveau die abiturstufe besuchen können..

das hat einerseits mit dem abbau gesellschaftlicher hüden zutun (hätte damals ein arbeitersohn - oder gar noch tochter - das abitur machen dürfen, ohne schon bei der bewerbung dafür mit vorurteilen kämpfen zu müssen?).
andererseits auch mit der entscheidung, bildung kostenfrei zu gestalten und schüler finanzschwacher eltern zu unterstützen

ein beispiel ist meine mutter - sie war sehr gut in der schule und hätte sehr gern das abitur gemacht - ihr vater aber hat sie nicht finanziell unterstützt und so musste sie eine lehre beginnen..
heute gibt es sogar schüler -bafög und klassenfahrten werden bei bedarf vom sozialamt bezahlt...

2. war es vor 40 jahren vielleicht noch nicht nötig, die höchste schulische ausbildung zu haben, um eine arbeitsstelle zu finden. das hast du ja auch gesagt - aber du ziehst den schluss nicht, dass evtl. nicht alle, die das zeug zum abitur hatten, dieses auch wirklich abgelegt haben, da sie ihren traumberuf schneller durch den realschulabschluss erreichen konnten. es gab einfach nur relativ wenige (im gegensatz zu heute) gründe, ein abitur zu machen...

wenn plötzlich der rettungsschwimmer in gold vorraussetzung für einen gut bezahlten job wird, wird wohl die zahl an rettungsschwimmern in unserem lande explodieren, meinst du nicht?

dashalb wird die ausbildung zum rettungschwimmer ja nicht leichter, oder schlechter...

mein fazit aus deiner genannten statistik:

1. die schulische ausbildung im abitur niveau muss nicht zwingend schlechter geworden sein, nur weil es um den faktor 10- 100 mehr absolventen gibt.

2. sind auch die schüler nicht unbedingt dümmer oder klüger geworden als früher..


dass es dennoch so sein könnte, will ich damit nicht gesagt haben, aber aus deiner statistik lässt sich absolut garnichts in dieser richtung ableiten...

Antwort 24 von faulpelz

Marie?

Bist du dir da wirklich so sicher?

ich bin einfach der Meinung, dass heutzutage so viele Lehrer an Schulen unterrichten, wo man sich des öfteren an den Kopf fassen muss!

Wenn du es anders siehst, dann bitte, ich bleibe auf jeden Fall dieser Meinung!

Antwort 25 von schorschii

Zitat:
ich bin einfach der Meinung, dass heutzutage so viele Lehrer an Schulen unterrichten, wo man sich des öfteren an den Kopf fassen muss!

früher musste man sich in der schule noch noch viel öfter an den kopf fassen, wegen der läuse!

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