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Nokia, Boykott oder nicht?
Frage
Hi,
auf der einen Seite ist das ja das einzige Mittel um Nokia beeindrucken zu können, und auf der anderen Seite sollte ein Unternehmen Entscheidungen ja so treffen, dass es den Gewinn maximiert, man ist ja inzwischen als Unternehmen nicht mehr alleine auf der Welt und wenn andere mehr verdienen dann ist man ganz schnell weg vom Fenster.
Bin da noch etwas zwiegespalten, was meint ihr dazu?
Gruß Fabian
Antwort 1 von nokiabesitzer
hi,
das Verwerfliche an Nokias Haltung ist ja, nachdem sie die Fördermittel einkassiert hatten, wird der Laden dichtgemacht.
Aber auch wenn du das sicher anders siehst, beim Profit hört für viele Unternehmen das Gewissen auf. Jetzt mal ehrlich, da geben Politiker ihr Handy zurück. Was wissen wir denn wieviele Handys die noch geschenkt bekommen haben, vielleicht gar das neueste Modell von Nokia?
Nokia ist eine Marke welche bei den Kiddies voll angesagt ist. Sehr gute Anbindung an Töne, Bildchen, Multimedia, Internet und an PCs, auch untereinander usw.. Glaubst du wirklich ein Jugendlicher wäre bereit sein Nokia Handy freiwillig abzugeben??? Da wär er ja praktisch ohne Idendität. Nokia macht letztlich nichts anderes wie alle anderen Großen. Erst wird die Produktion durch Verlagerung in Billiglohnländer verbilligt und wenn auch dort alles vorbei ist und der "Börsencrash" kommt, wird eben wieder bei NULL von vorne angefangen.
Wenn da ein paar Nasen ihr Handy wegschmeißen dann beeindruckt das vlt. deren Bekannte aber Nokia mit Sicherheit nicht. Andererseits kann ich beim besten Willen nicht für den armen Konzern, der entläßt um zu überleben, irgendein Verständnis oder gar Mitgefühl aufbringen.
Für mich sind das alles profitgierige Firmen welche unsozial das letzte bißchen Kohle aus den Leuten herauspressen. Irgendwann wird das Hauptproblem auf unserer Erde nicht mehr die Umwelt oder so sein, sondern die Hauptfrage wird sehr bald sein: was machen die mit den millionen Menschen auf der Welt, die man nicht mehr für die Produktion braucht ( da WTF auf hohem Niveau)? Ist doch jetzt schon gut zu erkennen der Trend. Aber wenn das auch für dich mal soweit ist kannst du ja deinem Nachbarn die Schuhe putzen oder sowas in der Art. Arbeit gibts ja bekanntlich genug die Leute sind doch nur zu faul dazu sie anzupacken. Siehst du und schon ist das Unternehmen wieder nicht nur sauber sondern rein;-). Also zerbrich dir mal nicht den Kopf über Nokia sondern mach weiter fleißig auf SN dann passt das schon.
grüße nokiabesitzer
das Verwerfliche an Nokias Haltung ist ja, nachdem sie die Fördermittel einkassiert hatten, wird der Laden dichtgemacht.
Aber auch wenn du das sicher anders siehst, beim Profit hört für viele Unternehmen das Gewissen auf. Jetzt mal ehrlich, da geben Politiker ihr Handy zurück. Was wissen wir denn wieviele Handys die noch geschenkt bekommen haben, vielleicht gar das neueste Modell von Nokia?
Nokia ist eine Marke welche bei den Kiddies voll angesagt ist. Sehr gute Anbindung an Töne, Bildchen, Multimedia, Internet und an PCs, auch untereinander usw.. Glaubst du wirklich ein Jugendlicher wäre bereit sein Nokia Handy freiwillig abzugeben??? Da wär er ja praktisch ohne Idendität. Nokia macht letztlich nichts anderes wie alle anderen Großen. Erst wird die Produktion durch Verlagerung in Billiglohnländer verbilligt und wenn auch dort alles vorbei ist und der "Börsencrash" kommt, wird eben wieder bei NULL von vorne angefangen.
Wenn da ein paar Nasen ihr Handy wegschmeißen dann beeindruckt das vlt. deren Bekannte aber Nokia mit Sicherheit nicht. Andererseits kann ich beim besten Willen nicht für den armen Konzern, der entläßt um zu überleben, irgendein Verständnis oder gar Mitgefühl aufbringen.
Für mich sind das alles profitgierige Firmen welche unsozial das letzte bißchen Kohle aus den Leuten herauspressen. Irgendwann wird das Hauptproblem auf unserer Erde nicht mehr die Umwelt oder so sein, sondern die Hauptfrage wird sehr bald sein: was machen die mit den millionen Menschen auf der Welt, die man nicht mehr für die Produktion braucht ( da WTF auf hohem Niveau)? Ist doch jetzt schon gut zu erkennen der Trend. Aber wenn das auch für dich mal soweit ist kannst du ja deinem Nachbarn die Schuhe putzen oder sowas in der Art. Arbeit gibts ja bekanntlich genug die Leute sind doch nur zu faul dazu sie anzupacken. Siehst du und schon ist das Unternehmen wieder nicht nur sauber sondern rein;-). Also zerbrich dir mal nicht den Kopf über Nokia sondern mach weiter fleißig auf SN dann passt das schon.
grüße nokiabesitzer
Antwort 2 von steffen2
selbst wenn in Deutschland kein einziges Gerät mehr verkauft werden würde, das fällt in der Bilanz fast nicht auf.
Nur 3 Prozent des Nokia-Umsatzes finden bei uns statt.
Bei mir steht momentan kein Handykauf an, aber momentan würde ich kein Nokia kaufen.
Genauso wie ich kein Produkt von Benq mehr kaufe (auch keinen Monitor und anderes Zubehör)
Wobei mein momentanes Handy sogar von einem chinesischen Hersteller ist, das wurde nicht mal in Europa entwickelt.
Gruß Steffen
Nur 3 Prozent des Nokia-Umsatzes finden bei uns statt.
Bei mir steht momentan kein Handykauf an, aber momentan würde ich kein Nokia kaufen.
Genauso wie ich kein Produkt von Benq mehr kaufe (auch keinen Monitor und anderes Zubehör)
Wobei mein momentanes Handy sogar von einem chinesischen Hersteller ist, das wurde nicht mal in Europa entwickelt.
Gruß Steffen
Antwort 3 von Test_Driver
Hi Fabian,
meine Meinung dazu ist, ein Boykott von Nokia Produkte setzt nur relativ Kurzfristig ein spürbares Zeichen, aber Langfristig gesehen wird spätestens mit der nächsten Generation der Nokia Modelle keiner mehr daran denken. Es zählt einzig und allein der Preis!
Es ist nicht Nokia, sondern die verfehlte Politik, die soetwas mit ihren Rahmenbedingungen möglich macht. Juristisch gesehen kann Nokia nichts passieren. Moralisch gesehen ist es eine Vorgehensweise die davon zeugt, wie Menschenverachtend und Gleichgültig (Gefühlslos) die Manager (der Vorstand) ihre Mitarbeiter betrachten, die das Unternehmen ja dahin gebracht haben, dass es schwarze Zahlen schreibt.
Ich hoffe alle Mitarbeiter, die jetzt die Entlassung aus dem Unternehmen schriftlich haben, bekommen wenigstens eine angemessene Abfindung gezahlt, so dass der Druck auf die Familien etwas genommen wird. Anderenfalls werden wir vielleicht in den nächsten Wochen (Monaten) traurige Nachrichten vernehmen müssen, wenn es heisst: Ein tragisches Familienunglück hat sich im Ort xyz ereignet, wahrscheinliche Umstände dafür können mit der Entlassung bei Nokia zu tun haben, da der /die Person dort beschäftigt war.
Wenn die Förderpolitik für Unternehmen nicht radikal geändert wird, so war Nokia nicht das letzte schlechte Beispiel. Die Arbeitslosen würden Anfang 2009 wieder bei 4,5 Mill. stehen.
Mein Gefühl sagt mir - die Deutsche Politik ist mit ihrem Latein am Ende. Die Parteien bringen nur noch Murks zustande.
Bestes Beispiel: Die Pendlerpauschale soll laut Urteil des Bundesfinanzhofs Verfassungswidrig sein.
Das Volk wird nur noch geknechtet und belastet, aber das wäre jetzt ein anderer Thread.
Gruss Test Driver
meine Meinung dazu ist, ein Boykott von Nokia Produkte setzt nur relativ Kurzfristig ein spürbares Zeichen, aber Langfristig gesehen wird spätestens mit der nächsten Generation der Nokia Modelle keiner mehr daran denken. Es zählt einzig und allein der Preis!
Es ist nicht Nokia, sondern die verfehlte Politik, die soetwas mit ihren Rahmenbedingungen möglich macht. Juristisch gesehen kann Nokia nichts passieren. Moralisch gesehen ist es eine Vorgehensweise die davon zeugt, wie Menschenverachtend und Gleichgültig (Gefühlslos) die Manager (der Vorstand) ihre Mitarbeiter betrachten, die das Unternehmen ja dahin gebracht haben, dass es schwarze Zahlen schreibt.
Ich hoffe alle Mitarbeiter, die jetzt die Entlassung aus dem Unternehmen schriftlich haben, bekommen wenigstens eine angemessene Abfindung gezahlt, so dass der Druck auf die Familien etwas genommen wird. Anderenfalls werden wir vielleicht in den nächsten Wochen (Monaten) traurige Nachrichten vernehmen müssen, wenn es heisst: Ein tragisches Familienunglück hat sich im Ort xyz ereignet, wahrscheinliche Umstände dafür können mit der Entlassung bei Nokia zu tun haben, da der /die Person dort beschäftigt war.
Wenn die Förderpolitik für Unternehmen nicht radikal geändert wird, so war Nokia nicht das letzte schlechte Beispiel. Die Arbeitslosen würden Anfang 2009 wieder bei 4,5 Mill. stehen.
Mein Gefühl sagt mir - die Deutsche Politik ist mit ihrem Latein am Ende. Die Parteien bringen nur noch Murks zustande.
Bestes Beispiel: Die Pendlerpauschale soll laut Urteil des Bundesfinanzhofs Verfassungswidrig sein.
Das Volk wird nur noch geknechtet und belastet, aber das wäre jetzt ein anderer Thread.
Gruss Test Driver
Antwort 4 von Nhuya
Damals bei Shell hat der Boykott ein Zeichen gesetzt und Shell änderte seine Haltung. Ich bin aber ehr dafür, dass der Staat das mit den Fördermitteln mal überdenkt und evtl. Verpflichtungen daran knüpft. Nokia soll ruhig gehen, dann aber bitte auch das Geld zurückzahlen. Außerdem ist es unverschämt, sich den Umzug ins UAsland auch noch von uns bezahlen zu lassen. Irgendwas stimmt doch da in unserem System nicht!
ich boykottiere Nokia übrigens.
ich boykottiere Nokia übrigens.
Antwort 5 von Bregenz
Antwort 6 von POwerDAU
nokia verneine ich schon aus ganz anderen gründen (untaugliche software z.B) und dann die geschichte jetzt noch.....klares JA für boykott.
ABER: meint ihr wirklich, dass z.B SONY, LG oder irgendeinanderer Hersteller anders handeln würde??
das einzige was die geschichte aufzeigt, ist unsere abhängigkeit, nix anderes, und solange es junkies gibt, gibt es dealer die machen können was sie wollen.
und trotzdem: ich mach auf boykott und wenns nur ein nichtsbringender moralischer ansatz ist.
powie
ABER: meint ihr wirklich, dass z.B SONY, LG oder irgendeinanderer Hersteller anders handeln würde??
das einzige was die geschichte aufzeigt, ist unsere abhängigkeit, nix anderes, und solange es junkies gibt, gibt es dealer die machen können was sie wollen.
und trotzdem: ich mach auf boykott und wenns nur ein nichtsbringender moralischer ansatz ist.
powie
Antwort 7 von Moor_huhn
Gut recherchiert Bregenz! :-))
Und um nur mal einen kl. Bruchteil von viel WAHREM zu zitieren:
Aus Link 2.....
Gelegenheit macht "Diebe"- und wem das nicht passt, der muss versuchen, dahingehend Einfluss zu nehmen, dass diese Praktiken abgeschafft werden.
Ansonsten kein Vorwurf an NOKIA. Moral ist heutzutage in diesem knallharten Geschäft nicht mehr gefragt.
Auch wenn jeder normale Mensch eigentlich meinen sollte, dass sie auch bislang, hier in Bochum, gutes Geld verdient haben...
Und mal ehrlich: In ein paar Wochen kratzt das doch keine S_A_U mehr.
Traurig aber WAHR!!!!
MfG
Und um nur mal einen kl. Bruchteil von viel WAHREM zu zitieren:
Aus Link 2.....
Zitat:
- Kaufst du selber nicht ein günstiges Handy?
- Verlangst du selber nicht viel für wenig Geld?
- Du kaufst mehr übers Internet als im Geschäft?
Wer kann jetzt schon ehrlich und wahrheitsgetreu 3x mit "nein"
antworten und sich selbst noch im Spiegel ansehen
So sind nun mal die Rahmenbedingungen in einem Land wie Deutschland.- Kaufst du selber nicht ein günstiges Handy?
- Verlangst du selber nicht viel für wenig Geld?
- Du kaufst mehr übers Internet als im Geschäft?
Wer kann jetzt schon ehrlich und wahrheitsgetreu 3x mit "nein"
antworten und sich selbst noch im Spiegel ansehen
Gelegenheit macht "Diebe"- und wem das nicht passt, der muss versuchen, dahingehend Einfluss zu nehmen, dass diese Praktiken abgeschafft werden.
Ansonsten kein Vorwurf an NOKIA. Moral ist heutzutage in diesem knallharten Geschäft nicht mehr gefragt.
Auch wenn jeder normale Mensch eigentlich meinen sollte, dass sie auch bislang, hier in Bochum, gutes Geld verdient haben...
Und mal ehrlich: In ein paar Wochen kratzt das doch keine S_A_U mehr.
Traurig aber WAHR!!!!
MfG
Antwort 8 von Mickey
Zwei interessante Kommentare zum Thema:
Primitiver Populismus gegen Nokia
Warum Nokia richtig handelt
Gruß
Primitiver Populismus gegen Nokia
Warum Nokia richtig handelt
Gruß
Antwort 9 von snliebhaber
Ob man eine Marke boykottiert oder nicht sollte jeder selbst entscheiden. Aber gerade weil die Politiker derart primitiv argumentieren sollte man die Kommentare der Financial Times lesen und durchdenken.
Thx @ Mickey.
Und weil die Börse derzeit so schön zusammenfällt werden sich noch viele andere Unternehmen nach *auswärts" umschauen weil viele Firmenvom Kapitalzufluß abhängen. Die Heuschrecken lassen grüßen !
Thx @ Mickey.
Und weil die Börse derzeit so schön zusammenfällt werden sich noch viele andere Unternehmen nach *auswärts" umschauen weil viele Firmenvom Kapitalzufluß abhängen. Die Heuschrecken lassen grüßen !
Antwort 10 von Mikoop
Hallo,
Natürlich ist der Verlust von 2300 Arbeitsplätzen bedauerlich, die entrüsteten Aufschreie der Politiker sind aber reine Propaganda, die immer bei sogenannten 'Massenentlassungen' ertönt.
Leider redet niemand über die vielen Entlassungen in den mittelständischen Betrieben, die eigentlich das Rückgrat unserer Wirtschaft sind und wo die Mehrheit der Arbeits- und Ausbildungsplätze liegen.
Hier gehen im Jahr ein mehrfaches der jetzt laut beklagten 2300 Arbeitsplätze verloren.
Eine verfehlte Wirtschaftspolitik und nicht zuletzt das Einkaufsverhalten der Verbraucher ist doch das Grundproblem.
Wir wollen Jugendliche, die perspektivenlos aus Frust und Langeweile straffällig werden wegsperren, machen uns aber keine Gedanken darum, dass die kleine Firma um die Ecke Umsätze braucht, wenn sie ausbilden soll.
Wir kaufen lieber bei Multis, die durch das konsequente Vermeiden menschlicher Arbeit ( bei Produktion, Beratung und Verkauf) billiger produzieren und vermarkten können (ALDI, IKEA, MEDIA MARKT) und nennen das noch Einkaufserlebnis.
Gegen diese Entwicklung fallen 2300 Arbeitsplätze weniger doch gar nicht ins Gewicht.
Gruss, Mikoop
(mittelständischer Arbeitgeber von 10 Mitarbeitern .- noch)
Natürlich ist der Verlust von 2300 Arbeitsplätzen bedauerlich, die entrüsteten Aufschreie der Politiker sind aber reine Propaganda, die immer bei sogenannten 'Massenentlassungen' ertönt.
Leider redet niemand über die vielen Entlassungen in den mittelständischen Betrieben, die eigentlich das Rückgrat unserer Wirtschaft sind und wo die Mehrheit der Arbeits- und Ausbildungsplätze liegen.
Hier gehen im Jahr ein mehrfaches der jetzt laut beklagten 2300 Arbeitsplätze verloren.
Eine verfehlte Wirtschaftspolitik und nicht zuletzt das Einkaufsverhalten der Verbraucher ist doch das Grundproblem.
Wir wollen Jugendliche, die perspektivenlos aus Frust und Langeweile straffällig werden wegsperren, machen uns aber keine Gedanken darum, dass die kleine Firma um die Ecke Umsätze braucht, wenn sie ausbilden soll.
Wir kaufen lieber bei Multis, die durch das konsequente Vermeiden menschlicher Arbeit ( bei Produktion, Beratung und Verkauf) billiger produzieren und vermarkten können (ALDI, IKEA, MEDIA MARKT) und nennen das noch Einkaufserlebnis.
Gegen diese Entwicklung fallen 2300 Arbeitsplätze weniger doch gar nicht ins Gewicht.
Gruss, Mikoop
(mittelständischer Arbeitgeber von 10 Mitarbeitern .- noch)

