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Monitor-Bild wackelt: Woran kann das liegen?





Frage

Hallo Forum, nach langer erfolgloser Googelei wende ich mich vertrauensvoll an die Hardware-Spezialisten unter euch: Das Problem: Bei meinem alten Desktop-PC wackelt unter Belastung das Bild hin und her. Genauer: -es wackelt (fast) immer sehr leicht, stärker unter Belastung (z.B. Quake 3) und extrem stark beim Testen mit dem Prime95-Stress-Test -das Bild wackelt von links nach rechts -der "Ausschlag" (oder die Amplitude, wenn man so will) ist bis zu etwa 0,5 cm groß, dann bilden die Rahmen der Fenster in Windows richtige Schlangenlinien (siehe Screenshot) -die Amplitude steigt mit der Auflösung und der Belastung -das Wackeln geht mit dem typischen "Pfeifen" irgendwelcher Kondensatoren auf dem Mainboard oder der GraKa einher - unter http://www.box.net/shared/nrg6601z7c findet ihr einen gephotoshopten Screenshot, sieht aber ungefähr so aus Die Hardware: Athlon XP2000+ Radeon 7000 AGP 32MB Mainboard Epox 761-686B, Chipsatz AMD761 Ram 512 DIMM Spannungsmessungen (SiSoft Sandra): CPU: 1,79V +3,3V: 3,36V +5V: 4,53V +12V: 12,78V Was ich ausschließen kann: - Der Monitor isses nicht. - auch kein 60-Hz-Flimmern. Das Phänomen tritt bei 60-100Hz auf. - der RAM hat den Memtest86+ ohne Fehlerüberstanden. Was kann es sein? Grafikkarte? Prozessor? Mainboard? Netzteil? Fehlt noch was an Infos? Vielen vielen Dank für eure Hilfe! Sebastian

Antwort 1 von Carpenter

Als Kaufmann würde ich folgende Rechnung aufmachen:
Relation Einsatz : Gewinn = Profit.
Dein System ist, man verzeihe mir, mehr als asbach.
Nimm es einfach so hin.
Alles ist am Ende seiner Laufzeit.
Oder ist Dein Auto Baujahr 88 ???
Hier ist, auch wenn Du es nicht gerne hörst, eine Reparatur ähnlich teuer wie eine Neuanschaffung.
Ich glaube kaum, daß Du gänzlich andere Ratschläge hier und auch anderswo bekommst.
Das mit den PC`s ist halt mittlerweile recht kurzlebig.
Kleiner Trost: die Anschaffungskosten sind, relativ zum Einkommen, überdurchschnittlich gesunken.
Und an was Neuem hat man doch auch erstmal Freude!!!

Antwort 2 von Sebastian2008

@Carpenter

Spitzenantwort.

Wenn ich 30EUR für 'ne neue Grafikkarte ausgeben kann, warum dann 300 für nen neuen Rechner? Wenn er meinen Leistungsanforderungen nicht genügen würde, hätte ich mir schon einen neuen besorgt. Und wenn mein Auto BJ88 wäre, würde ich es nicht zum Schrott bringen, wenn der Blinker nicht mehr geht.

Hat vielleicht sonst jemand eine Idee?

P.S. Als Kaufmann würde ich sagen, dass "Relation Einsatz : Gewinn" eher Rendite ist und Gewinn das gleiche wie Profit, aber sei's drum... ;-)

Antwort 3 von Supermax

Schau dir mal Mainboard und Grafikkarte an, ob ein oder mehrere Elektrolytkondensatoren deutliche Wölbungen auf der Oberseite oder gar austretendes gelbliches bis hellbraunes Material aufweisen, falls ja sind diese defekt und können ihre Aufgabe, die Stromversorgung der Mikrochips zu puffern, nicht mehr erfüllen, was zu einer instabilen Funktion der betroffenen Chips führt.

Antwort 4 von Sebastian2008

@Supermax

Vielen Dank für deine Antwort! Ich habe alle Kondensatoren auf Mainboard und Grafikkarte unter die Lupe genommen, sehen alle gut aus...

Antwort 5 von Sebastian2008

Ich habe mittlerweile die "Lösung" gefunden:

Da ich zunächst auf die Grafikkarte getippt habe, probierte ich verschieden aus und stellte fest, dass mit anderen Grafikkarten auch Probleme auftreten, die allerdings völlig anders aussehen:

#1: Das im ersten Post beschriebene Wackeln
#2: Das Bild bleibt beim Einschalten dunkel, nichts weiter passiert
#3: Der Rechner friert bei Belastung ein.
#4: bei Belastung bilden sich Streifen, ähnlich derer auf diesem Bild: (http://img209.imageshack.us/img209/2505/screenlr1.jpg)

Nun habe ich bei laufendem Rechner nach der Quelle des Pfeifens, gesucht, da ich nach Supermax' Tip auf der Suche nach defekten Kondensatoren war.

Als ich da so rumgefummelt habe, stellte ich plötzlich fest: das hat einen Einfluss auf das Pfeif-Geräusch!

Ich kann leider nicht mehr genau nachvollziehen, was es nun gewesen ist (was denkt die Community?) aber drei Lösungen kommen infrage:

1) Den Strom-Stecker für das Mainboard war sehr verstaubt. Nach dem Entstauben und Hin-und-her-wackeln war das Geräusch weg...

2) Die Northbridge und ihren Aktiv-Kühler hab ich ebenfalls entstaubt...

3) So komische Bauteile auf dem Board, die ich leider nicht benennen kann, kommen ebenfalls infrage, so kleine Reifen mit einem Durchmesser von etwa 1cm, die hochkannt montiert sind und mit dickem Kupferdraht umspannt sind. Auf diesem (http://de.wikipedia.org/wiki/Northbridge) Mainboard-Bild sind 2 davon am linken unteren Rand zu sehen.

Leider weiß ich -wie gesagt- nicht, was jetzt die genaue Ursache war, jedenfalls pfeift mein Rechner nicht mehr, stürzt nicht mehr ab und das Bild ist unter Vollast stabil!

Computer sind komische Wesen...

Cheers,

Sebastian

Antwort 6 von Arno_Nym

Als noch niemand den Begriff "Northbridge" kannte, nannte man die komischen Dinger auf der Platine: Spulen :o)

Arno

Antwort 7 von Arno_Nym

...und Spulen können pfeifen. Jawoll.

Arno

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