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Schlechte Bildqualität nach Scannen





Frage

Hallo! Zum Scannen nutze ich einen Flatbedscanner Colorado USB 19200 und Irfanview. Ein anderer Scanner oder eine Digicamera oder ein Fotohandy habe ich nicht zur Verfügung. Dann lege ich ein ganz normales Foto, Größe 13x9cm auf den Scanner. Bei Irfanview starte ich dann den Preview mit 2400dpi und wähle einen Bereich des Fotos aus (Gesicht). Als Größe wird mir angezeigt 3,47x3,21cm und 3280x3040Pixel. Und genau da liegt das Problem: warum werden aus so wenigen Zentimetern so viele Pixel und so ein riesiges Bild???????? Wenn ich das eingescannte Foto dann gespeichert habe und mit Paint oder Windows-Bildanzeige aufrufe, habe ich ein gigantisches Bild, das weit über den Bildschirm hinausgeht und dessen Bildqualität ziemlich schlecht ist. Wenn ich es dann anschließend mit Irfanview wieder verkleinere auf z.B. ein Zehntel der Größe, dann bleibt die schlechte Qualität natürlich erhalten. Noch mal die Frage: [b]Warum werden aus winzigen 3,47x3,21cm riesige 3280x3040Pixel? (Und damit verbunden dann auch eine schlechte Bildqualität) Wie kann ich es einrichten daß aus den 3,47x3,21cm z.b. nur 340x320Pixel bei guter Qualität werden?[/b] (Die Software des Scanners kann ich nicht verwenden, da sie nur für Win98 und 95 ausgelegt war. Bei Irfanview habe ich auch keine weiteren Möglichkeiten zum Einstellen gefunden). vielen dank im voraus und grüsse, Benny

Antwort 1 von Snoopie

Hallo Benny,

vielleicht liegts ja am Scannertreiber, ich würede an Deiner stelle mal googeln, was es in dieser Hinsicht an Infos im Internet oder beim Hersteller gibt.

Vielleicht solltest Du aucvh mal eine andere Software suchen und ausprobieren. Mit IrfanView scannen habe ich bisher noch nicht probiert, ich verwedne hier bei meinem HP-Scanner die mitgelieferte Software.

Hast Du schon mal probiert, mit wesentlich geringerer Auflösung zu scannen (falls sich das bei IrfanView einstellen lässt) , z.B. mit 300 dpi? Ist das Ergebnis dann auch schlecht?

Gruss,
Snoopie

Antwort 2 von tomsan

Zitat:
Warum werden aus winzigen 3,47x3,21cm riesige 3280x3040Pixel?

Wegen Deiner hohen DPI!

2400dpi => 2,54 cm = 2400pixel


Zur Qualität:
mal kurz nach den Scanner gegooglet: einige Berichte gefunden, die nicht gerade erbaut über die Qulität waren.
Scanne mal mit niedrigerer DPI (zB 300) und berichte dann mal.

Gruss
Tomsan

Antwort 3 von Snoopie

Und jetzt habe ich hier IrfanView zum Scannen ausprobiert:

Habe, da gerade kein normales Foto vorhanden war, einen gedruckten farbigen Prospekt verwendet. Mit meinem hp-Scanner 4400 bekomme ich bei einer Auflösung von 300 dpi ein Ergebnis, wie ich es sonst mit der hp-Software auch bekomme, nämlich qualitativ gut. Erhöhe ich dann die Auflösung auf 1200 dpi wird das Ergebnis scheinbar schlechter, das Bild wird griesselig, aber das hängt wohl damit zusammen, dass nun das Raster vom Drucken sichtbar wird.

Also nochmals: Hast Du schon mal mit geringerer Auflösung probiert ?

Gruss,
Snoopie

Antwort 4 von Benny_Aua

Danke für die schnellen Antworten!
Andere Software hatte ich schon mal stundenlang gesucht, aber nichts passendes gefunden. Daher war ich schon heilfroh, daß Irfanview zusammen mit dem Colorado-Scanner funktioniert.

Mit der Auflösung bin ich jetzt etwas verwirrt. Ich dachte immer, der DPI-Wert entscheidet nur über die Qualität eines Ausdrucks (DPI= Dots per Inch = Punkte pro Zoll). Bei meiner Konfiguration scheint er jedoch auch für die Grösse des Fotos auf dem BILDSCHIRM mit verantwortlich zu sein.

Zuerst habe ich mit 2400 DPI gescannt. Ergebnis: Irfanview zeigt mir eine Größe von 2960(Breite) x 3200(Höhe) Pixel an, d.h. der Bildschirm reicht bei meiner Auflösung von 800x600 bei weitem nicht aus um das Bild anzuzeigen. In cm werden aber nur 3,13x3,39 angezeigt.

Dann Scan mit 300 DPI. Ergebnis: Gleiche cm-Zahl aber 317Pixel Breite und 401 Pixel Höhe.

Scan mit 150DPI, Ergebnis: gleiche cm-Zahl mit 186Pixel Breite und 201Pixel Höhe.

Was ich nicht verstehe: warum wird ein Bild, das mit mehr DPI gescannt wird, auf dem Bildschirm größer, eines mit weniger DPI aber kleiner? Die DPI dürfte sich doch eigentlich nur auf die Qualität auswirken?

Schlußendlich habe ich dann die 3 gescannten Bilder unter Word mit "Grafik, einfügen" in ein Dokument eingefügt. Ergebnis: zwischen 2400,300 und 150 DPI kann ich keinen Qualitätsunterschied erkenne, alle sind identisch groß (3,13+3,39cm).
hmmmh?!

Antwort 5 von Teerbaby

Wie gross du ein Bild auf dem Monitor anzeigst, hat doch nichts mit dem Bild an sich zu tun. Da musst du einfach nur in der Ansicht den Zoomfaktor einstellen bzw. das Bild auf Bildschirmgröße anpassen lassen.

Antwort 6 von conny77

dpi gibt an, in welcher Auflösung gedruckt bzw. gescannt wird.

Hoher dpi-Wert = hohe Auflösung = viele Bildpunkte pro Fläche

Beispiel:
Scannen mit 300 dpi: Je Quadratzoll (2,54 x 2,54 cm) werden 300 x 300 = 90.000 Bildpunkte erfasst.
Scannen mit 2400 dpi: Je Quadratzoll werden 2400 x 2400 = 5.760.000 erfasst.
Dein Bildschirm hat z.B. eine Auflösung von 72 dpi. Das mit 300 dpi eingescannte Bild wird also ca. viermal so groß angezeigt (300 geteilt durch 72), das mit 2400 dpi gescannte Bild 33mal so groß (2400 geteilt durch 72).

Jetzt wird's etwas kompliziert.
Das mit so hoher Auflösung eingescannte Bild wird beim Einfügen in Word wieder verkleinert, d.h. die Anzahl der Bildpunkte wird reduziert. Folgerung: man hätte auch gleich in niedrigerer Auflösung scannen können, zumal man am Bildschirm wegen der niedrigen Auflösung von 72 dpi sowieso keine großen Unterschiede sieht.

Und um es noch komplizierter zu machen:
Dein Scanner kann vermutlich technisch gar nicht mit 2400 dpi einscannen. Er scannt also mit z.B. 600 dpi und erfindet die fehlenden Bildpunkte passend hinzu. Um den Effekt zu verdeutlichen: das sind hier über 90% der Bildpunkte, nur knapp 10% sind wirklich eingescannt !!! Dieses Hinzurechnen nennt man Interpolieren.

Man sollte also nie mit einer höheren Auflösung einscannen als der Scanner optisch erfassen kann.

Antwort 7 von Benny_Aua

Danke, ich glaube, jetzt habe ich es halbwegs gecheckt.

"Scannen mit 300 dpi: Je Quadratzoll (2,54 x 2,54 cm) werden 300 x 300 = 90.000 Bildpunkte erfasst.
Scannen mit 2400 dpi: Je Quadratzoll werden 2400 x 2400 = 5.760.000 erfasst.
Dein Bildschirm hat z.B. eine Auflösung von 72 dpi. Das mit 300 dpi eingescannte Bild wird also ca. viermal so groß angezeigt (300 geteilt durch 72), das mit 2400 dpi gescannte Bild 33mal so groß (2400 geteilt durch 72)."

Bei einer Auflösung von 800x600 kann mein Bildschirm also 480000 Pixel darstellen. D.h., die 90.000 Bildpunkte von dem 300dpi-Scan passen auf den BS, die 5.760.000 von dem 2400dpi-Scan aber nicht mehr, deswegen kann das jpeg-Bild dann nur zum Teil auf dem Bildschirm dargestellt werden.

Wegen der Qualität muss ich dann wohl doch mal demnächst einen neuen Scanner kaufen. Bei Ebay mit "scanner ovp" gefunden:
HP Scanjet 3530 C, Echte 1200 dpi Auflösung und 48 Bit Farbtiefe für 35+8 Euro. Klingt ja ganz ansprechend.

Gruss, Benny

Antwort 8 von Jaja

du hast es soweit wohl verstanden, doch nochmal:

die meisten programm - darunter word können ein an sich zu großes bild verkleinert darstellen, damit es auf den bildschirm passt.

dabei wird aber das bild an sich in aller regel nicht verändert! man kann es also auch wieder 1:1 (bezgl. der pixel, nicht cm) darstellen..

im übrigen haben die allermeisten bildschirme eine pixeldichte von 92/96 dpi.

kannste ja ausrechnen: 17" 4:3 monitor mit max. 1280x1024 pixel.

pythagoras -> längere seite ist ca. 13,2"
1280 dots durch 13,2" = ca. 97 dpi -> rundungs und messfehler (17" ist es nie) ergeben 96dpi

Antwort 9 von Bregenz

Beim Irfanview heißt es aufzupassen:
In seiner Grundeinstellung speichert er - auch gescannte Bilder, soweit sie ins jpg-Format gebracht werden sollen - nur mit einer Qualitätsstufe von 80%.

Wenn man den dort befindlichen Regler auf 100% zieht, könnte auch dein Problem gelöst sein.

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