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FESTPLATTE vergrössern





Frage

Hey! Könnte man aus einer zB 10 GB- Festplatte eine größere machen. Soll heissen, statt 10 GB vielleicht 100 GigBytes. Von den Äusserlichkeiten her gesehen sind doch alle gleich. Könnte mir vorstellen, daß das nur ein softwaremäßiges Knobeln ist - oder gibts auf der FP auch unveränderliche Einstellungen (PROM) oder so. Thx for info powertom

Antwort 1 von riese

die software dafür gibts im laden in dem du auch die

Zitat:
eierlegendewollmilchsau


bekommst

adam

Antwort 2 von tomsan

Stimmt! Warum ist die Industrie nicht früher drauf gekommen!
Statt neu zu entwickeln einfach immer auf die Verdoppeln-Taste drück. Und wenn der Platz eng ist noch mal verdoppeln.


Oder: ich habe noch einen alten 500Mhz Rechner. Vielleicht bringe ich den ja auch auf aktuellen Stand. Hat ja ein ähnliches Gehäuse wie meine anderen Recher ;-)


Falls das genze wider erwarten ernst ist, kannst Du Dich hier mal einlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Festplatte

Antwort 3 von son_quatsch

Nein powertom,

das hat nichts mit Software zu tun sondern damit, wie dicht die einzelnen Spuren auf den einzelnen Scheiben liegen. Je enger, desto mehr kann gespeichert werden. Verhält sich genauso mit CD und DVD.

Antwort 4 von powertom

ne neue FP kostet nen fuffzger - das weiß ich schon

Antw 1 + 2 hatte ich erwartet, aber nicht erhofft.
Antw 3 = gut
Antw 4 + ff = hoffentlich besser

Wollte einfach nur mal nachfragen, ob man bei kleineren FPs noch an einem Schräubchen drehen kann, um sie raufzutunen - just for experiment...

p

Antwort 5 von tomsan

@powertom
Meinst es ja doch ernst ;)
Dann mal in den Link AW#2 einlesen.

Mehr auf ne Platte quetschen geht nicht (es sei denn Du komprimierst. Aber wohl nicht Sinn der Sache). Abhängig von Betriebsystem und Clustergröße kann man unterschiedlich viel drauf packen... aber die Unterschiede sind nicht wirklich entscheidend.

Festplattentuning in dem Sinne geht eigentlich auch nicht. Obwohl es von manchen Herstellern Festplatten-Tools gibt, mit der man die Platten verlangsamen kann => werden dann leiser + wenigere Wäremeentwicklung.

Aber Plattentuning, das man auch wirklich merkt, ist nicht drin.

Antwort 6 von son_quatsch

Nunja, die Antworten resultieren daraus, dass es eine Offensichtlichkeit ist - in etwa wie: jeder, der weiß was ein Herd ist, der weiß auch, dass die Herdplatten heiß werden können.

Jeder, der weiß was Festplatten sind, der weiß auch, dass deren Kapazität endlich ist.

Jeder, der weiß was ein Auto ist, der weiß auch, dass man es zum Gebrauch tanken muss.

Jeder, der weiß was ein Telefon ist, der weiß auch, dass man ein Freizeichen braucht.

...usw

Antwort 7 von Lutz1965

Supi wenn das ginge......

jetzt 700 GB...
danach 7 TB

.....da passt...Der Drogen Song

Antwort 8 von Doc-Jay

Um es mal technisch zu erklären:

Eine Festplatte hat eine bestimmte FESTE Kapazität. Diese Kapazität leitet sich aus mehreren Faktoren ab.
- Zum einen das Material des Datenträgers, also der eigentlichen Platte: Dieses Material bestimmt, wie groß eine magnetische Zelle sein muß um sie mit eindeutigen Informationen zu versehen. Daraus ergibt sich die maximale Datendichte Diese Materialien haben sich im Laufe der Zeit wesentlich verbessert! Die ersten Festplatten konnten weniger kBit/Quadratzoll speichern, heute ist man in Regionen von etlichen GigaBit /Quadratzoll.
Im Vergleich: 3,5" DD-Dikstten können aufgrund ihrer magnetischen Beschichtung maximal 720KB speichern, HD-Disketten haben eine andere Beschichtung und schaffen die doppelte Datenmenge.
- Der Aufbau und die Funktionsweise des Schreib-Lesekopfes: Die ersten Schreib-Leseköpfe konnten einen Datenträger nur in Längsrichtung beschreiben / lesen. Ähnlich wie bei einem Tonband. Seit einigen Jahren magnetisiert man den Datenträger aber "in die Tiefe". dadurch bleibt z.B. die räumliche Größe der magnetischen Zelle gleich, und dadurch ihr Magnetfeld, aber die von oben "sichtbare" Oberfläche wird kleiner und somit die Datendichte höher. Zudem bestimmen die Materialien, die elektrische Ansteuerung und die mechanischen Abmessungen des Schreib-Lesekopfes die maximal mögliche Schreibdichte. Wie genau der Schreib-Lesekopf positioniert werden kann bestimmt zudem die Dichte der einzelnen Datenspuren.
- Das Aufzeichnungsverfahren: Die Daten können nicht 1:1 auf die Platte geschrieben werden, sodass man sagen könnte: ein Nordpol ist eine 0, ein Südpol eine 0. Wenn eine ganze Reihe von Nullen aufgezeichnet werden würde könnte die Elektronik nicht mitzählen, wieviele Nullen da gerade durchlaufen. Deshalb werden die Daten kodiert, dass nur eine bestimmte Anzahl Nullen oder Einsen hintereinander auf der Platte landen. Es landen also zusätzliche Daten auf der Platte, außerdem noch Verwaltungsdaten wie Spur- und Sektornummen, Checksummen und Fehlerkorrekturdaten, ...
- Die Ansteuerelektronik: Natürlich müssen auch die elektronischen Bauteile auf der Platte schnell genug und leistungsfäig genug sein um eine bestimmte Datenmenge in einer bestimmten Zeit verarbeiten zu können, und sie müssen den Schreib-Lesekopf passend ansteuern können.

All diese Faktoren bestimmen die Kapazität einer Festplatte. Und da gibt es keine Möglichkeit mehr rauszuholen. Man könnte die Platte, den Schreib-Lesekopf und die Elektronik gemeinsam austauschen und in das selbe Gehäuse setzen (das geht wirklich bei einigen Modellen, da die gleichen Gehäuse verwendet werden für Platten unteschiedlichen Typs und Kapazität), aber das Gehäuse bestimmt nur durch seine Größe die maximale Anzahl der Platten und daamt die Kapazität des gesamten Aufbaus, hat aber mit der eigentlichen Datendichte nix zu tun.

Ergo: Es gibt keine Möglichkeiten irgendwo eine Stellschraube zu verdrehen um dadurch die Kapazität einer Festplatte zu erhöhen.

Die einzige Möglichkeit, mehr Daten auf einem Datenträger unterzubringen ist, die Daten zu komprimieren. Je nach Art der Daten
lassen sich diese mehr oder weniger gut komprimieren (Bilder besser als z.B. Texte). Das ist dann so ähnlich wie Stenografie, wo ganze Wörter oder Silben durch ein einzelnes Zeichen ersetzt werden.

Um es bildlich zu veranschaulichen:

Angenommen du hast ein kariertes Blatt Papier (Rechenblatt) mit 1000 Kästchen. In jedes Kästchen kannst du ein Zeichen (Buchstaben, Zahl oder Stenozeichen) schreiben. Dann kannst du in Steno mehr Nutzinformation auf diesem Blatt unterbringen als in Klartext, die Kapazität des Speichermediums "Papier" bleibt aber gleich bei 1000Zeichen/Blatt.

Jetzt könntest du ja auf die Idee kommen und sagen: Klasse, ich teile jedes Kästchen einmal senkrecht, einmal waagerecht, dann hab ich viermal zu viele Kästchen und kann viermal so viele Informationen unterbringen.
Gute Idee, aaaber: dadurch wird das einzelne Kästchen auch kleiner, was bedeutet dass du die Zeichen auch kleiner schreiben mußt. Angenommen du hast Papier das recht grob ist. Das zieht die Tinte von einem Füller ziemlich in die Breite. Das bedeutet, du kannst irgendwann eine "5" nicht mehr von einem "S" unterscheiden, weil das so stark verläuft. Du müßtest also anderes Papier nehmen, das nicht so saugt.
Der Füller oder Kugelschreiber haben aber auch eine bestimmte mechanische Abmessung und dadurch eine bestimmte Strichbreite. Diese bestimmen auch wie klein du die Zeichen schreiben kannst, irgendwann geht es nicht mehr kleiner. Außerdem müssen deine Hände so feine Bewegungen machen können, dass sie eine 2mm große "5" so schreiben können dass sie eindeutig von einem ebenso großen "S" zu unterscheiden ist. Und deine Augen müssen dann noch so gut sein das auch wieder zu lesen.

Übertragen auf die Festplatte ist das Papier die Datenträgeroberfläche, das Schreibgerät der Schreibkopf, deine Hände die Mechanik, deine AUgen der Leseteil des SchreibLeseKopfes, und dein Hirn die Elektronik. Dein Körper (das gehäuse) spielt dabei keine Rolle, du kannst gertenschlank oder kugelrund sein, das hat keine Auswirkungen auf deine Augen ;-)

Ich hoffe ich habe es verständlich und anschaulich erklärt, wenn auch wieder ein Roman dabei rausgekommen ist ;-)

In diesem Sinne

Der Doc

Antwort 9 von powertom

@ Doc-Jay: Die beste Antwort! Toll, wie Du das beschrieben hast. Thx p

Antwort 10 von Samba63

1 Satz hätte gereicht: es geht nicht. Fertig.

Antwort 11 von Doc-Jay

@Samba: Ich gehöre selbst zu der Handwerkerfraktion "Geht nicht, gibt's nicht". Wenn mir einer sagt dass etwas nicht geht dann will ich auch genau wissen warum! Und wenn man es mir nicht erklären kann dann versuche ich es möglich zu machen.
So sind die größten Erfindungen unserer Geschichte entstanden, weil irgendjemand das unmögliche doch möglich machen wollte.. und es geschafft hat.

Nur in diesem Falle stoßen wir an eine für den "Normalanwender" unüberwindliche Grenze. Und das habe ich anschaulich und wohl verständlich erklärt.

Es gibt wohl User hier im Forum die selbst jetzt nicht aufgäben, aber das gehört dann in die Plauderecke.. ;-)

Der Doc

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