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Fernsehstreifen bei Antennenanschluss TV-Karte
Frage
Hi,
Wir haben Fernseher und Computer mit TV-Karte in verschiedenen Räumen, jedoch nur einen Kabelanschluss(T-Stück).
Wenn der Antennenstecker von der Tv-Karte eingesteckt ist, haben wir auf manchen Sendern aufm Fernseher wandernde Streifen.
Wo liegt das Problem?
Danke Konni
Antwort 1 von Rodi
Hi.
Habt ihr einfach nur das Kabel durch 2 geteilt, also ohne Zwischenelektronik? Dann ist ja alles klar. Da kommt der Begriff Impedanz ins Spiel. Beispiel:
kleines einmaleins der Elektronik
Ihr habt ein Kabel, das muss am Ausgang 50 Ohm Widerstand haben. Ihr hängt einen Fernseher dran, der die 50 Ohm hat.
Jetzt schaltet Ihr in Reihe einen zweiten Fernseher. Für Reihenschaltungen gilt R1+R2+R3+...+Rn=Rg (Gesamtwiderstand) also hier 100 Ohm. Damit stimmt der Widerstand nicht und es kommt zu sogenannten Reflexionen in der Leitung = Bildstörungen. Wenn Ihr nur einfach zwei Fernseher Parallel schaltet berechnet sich der Widerstand so:
R1*R2/R1+R2 = Rg oder 1/R1 + 1/R2 = 1/Rg
also 50*50/100 = Rg = 25 Ohm!
Du hast zu wenig Widerstand am Ende der Leitung und die Streifen im Bild werden durch die entstehenden Reflexionen erzeugt.
Wie die erforderlichen Widerstände beim Kabelfernsehen sind, kann ich Dir leider nicht sagen. Sollten aber auch so um die 50 Ohm liegen.
Gruß,
Rodi
Habt ihr einfach nur das Kabel durch 2 geteilt, also ohne Zwischenelektronik? Dann ist ja alles klar. Da kommt der Begriff Impedanz ins Spiel. Beispiel:
kleines einmaleins der Elektronik
Ihr habt ein Kabel, das muss am Ausgang 50 Ohm Widerstand haben. Ihr hängt einen Fernseher dran, der die 50 Ohm hat.
Jetzt schaltet Ihr in Reihe einen zweiten Fernseher. Für Reihenschaltungen gilt R1+R2+R3+...+Rn=Rg (Gesamtwiderstand) also hier 100 Ohm. Damit stimmt der Widerstand nicht und es kommt zu sogenannten Reflexionen in der Leitung = Bildstörungen. Wenn Ihr nur einfach zwei Fernseher Parallel schaltet berechnet sich der Widerstand so:
R1*R2/R1+R2 = Rg oder 1/R1 + 1/R2 = 1/Rg
also 50*50/100 = Rg = 25 Ohm!
Du hast zu wenig Widerstand am Ende der Leitung und die Streifen im Bild werden durch die entstehenden Reflexionen erzeugt.
Wie die erforderlichen Widerstände beim Kabelfernsehen sind, kann ich Dir leider nicht sagen. Sollten aber auch so um die 50 Ohm liegen.
Gruß,
Rodi
Antwort 2 von konni233
Hi,
soweit so gut. Das hatte ich auch irgendwann mal im Physikunterricht.
Nur hatten wir das Problem mit zwei Fernsehern nicht. Erst als wir den einen Fernseher durch die Computer-TV-Karte ersetzt hatten kam es zu dem Problem.
Ausserdem wäre mir eine Lösung lieber als nur graue Theorie.
Danke Konni
soweit so gut. Das hatte ich auch irgendwann mal im Physikunterricht.
Nur hatten wir das Problem mit zwei Fernsehern nicht. Erst als wir den einen Fernseher durch die Computer-TV-Karte ersetzt hatten kam es zu dem Problem.
Ausserdem wäre mir eine Lösung lieber als nur graue Theorie.
Danke Konni
Antwort 3 von m-a-d
Hallo Konni
Das T-Stück ist nicht das optimale, die anliegende Leistung reicht einfach nicht für beide Geräte aus. An Stelle des T-Stücks am besten einen Zweifach-Verstärker einsetzen, kosten ca. 50,- DM.
@Rodi
In der normalen Fernsehtechnik wird mit 75 Ohm gerechnet.
NDT
m-a-d
Das T-Stück ist nicht das optimale, die anliegende Leistung reicht einfach nicht für beide Geräte aus. An Stelle des T-Stücks am besten einen Zweifach-Verstärker einsetzen, kosten ca. 50,- DM.
@Rodi
In der normalen Fernsehtechnik wird mit 75 Ohm gerechnet.
NDT
m-a-d
Antwort 4 von Jens
Und das ganze nennt man Wellenwiderstand.
Ich wußte gar nicht das man Fernseher in Reihe schalten kann *lach*, sie werden IMMER paral. (auch das T-Stück ist eine paral. Anbindung) angeschlossen.
Eindeutiger geht es nicht, hier handelt es sich um ein Problem der TV-Karte.
Versuch doch mal, die TV-Karte soweit wie es geht von der CPU und oder Netzteil zu stecken. Hast noch Garantie drauf? Antennenstecker an der Karte ist i.O.? Umtauschen, es kann auch ein fehlerhaftes Empfangsteil der Karte sein.
Gruß
Jens
Ich wußte gar nicht das man Fernseher in Reihe schalten kann *lach*, sie werden IMMER paral. (auch das T-Stück ist eine paral. Anbindung) angeschlossen.
Eindeutiger geht es nicht, hier handelt es sich um ein Problem der TV-Karte.
Versuch doch mal, die TV-Karte soweit wie es geht von der CPU und oder Netzteil zu stecken. Hast noch Garantie drauf? Antennenstecker an der Karte ist i.O.? Umtauschen, es kann auch ein fehlerhaftes Empfangsteil der Karte sein.
Gruß
Jens
Antwort 5 von Tim von der Kante
Ich hatte wahrscheinlich genau das gleiche Problem. Sind die Störstreifen bei dir auch vor allem bei ARD und ZDF? Bei mir hat schon ein neues, gut abgeschirmtes (leider nicht ganz billiges) Antennenkabel und ein höherwertiges T-Stück geholfen.
Ansonsten ist der Zweifach-Verstärker wie von "m-a-d" vorgeschlagen, sicher die beste Lösung.
Tim
Ansonsten ist der Zweifach-Verstärker wie von "m-a-d" vorgeschlagen, sicher die beste Lösung.
Tim
Antwort 6 von Jockel
Das ganze geht auch billiger!
Ich hatte auch die o. g. Streifen, einfach einen Mantelstromfilter an die Antenne vom Computer, für 15 DM bei Conrad, und fertig!
Die Masse kommt vom Gehäuse des Computer und dann können Streifen auftreten.
bis dann jockel
Ich hatte auch die o. g. Streifen, einfach einen Mantelstromfilter an die Antenne vom Computer, für 15 DM bei Conrad, und fertig!
Die Masse kommt vom Gehäuse des Computer und dann können Streifen auftreten.
bis dann jockel

