Supportnet Computer
Planet of Tech

Supportnet / Forum / Plauderecke

Zum Lachen! Eine Sache die tatsächlich passiert ist.





Frage

Der Dachdecker und die 250 Kilo Ziegel Kürzlich erzählte mir eine Bekannte im Zug nach Liestal eine gar schauerliche Geschichte. Die Geschichte rankte um den folgenschweren Unfall eines braven Handwerksmannes, genauer gesagt eines Dachdeckers. Sie war so unglaublich komisch, diese Geschichte, dass ich nur schmunzeln und ungläubig den Kopf schütteln konnte. Meine Bekannte- seriös bedienstet beim Staat – aber versicherte, der Unfall habe sich nicht etwa im fernen Hindustan, sondern auf einer Baselbieter Baustelle ereignet, und ein bekannter von ihr habe zufällig das Unfallprotokoll der Versicherung in den Händen gehalten. Na ja, dachte ich, man kennt sie ja , diese berühmten Yucca- Palmen-Geschichten von wegen hochgiftigen Schlangen in Bananenstauden oder narkotisiert in Tiefgaragen und danach ist eine Niere wegoperiert. Dann aber kam der Hammer, der mich Zweifler eines besseren belehren und meine bekannte rehabilitieren sollte. Nichts Yucca-Palme. In der letzten Ausgabe der <bau und Umweltzeitung> - hochoffizielles, seriöses über jeden Zweifel erhabenes Organ der kantonalen bau und Umweltschutzdirektion war schwarz auf Weiss ein Brief jenes Handwerkers an seine Versicherung abgedruckt. Die Geschichte stimmt also doch lesen sie selbst., was sich an jenem späten Nachmittag auf einer Baustelle in ihrem Kanton zugetragen hat: Ich bin von Beruf Dachdecker. Am Tag des Unfalls arbeitete ich allein auf dem Dach eines sechsstöckigen Neubaus. Als ich mit der Arbeit fertig war, hatte ich noch etwa 250 Kilo Ziegel übrig. Da ich sie nicht die Treppe hinunter tragen wollte, entschied ich mich dafür, sie in einer Tonne an der Aussenseite des Gebäudes hinunterzulassen, die an einem Seil befestigt war, das über eine Rolle lief. Ich band also das Seil unten auf der Erde fest, ging auf das Dach und belud die Tonne. Dann ging ich wieder nach unten und band das Seil los. Ich hielt es fest, um die 250 Kilo Ziegel langsam herunterzulassen. Wenn Sie in Frage 11 des Unfallbericht- Formulars nachlesen, werden Sie feststellen, dass mein damaliges Körpergewicht etwa 75 Kg betrug. Da ich sehr überrascht war, als ich plötzlich den Boden unter den Füssen verlor und aufwärts gezogen wurde, verlor ich meine Geistesgegenwart und vergass, das Seil loszulassen. Ich glaubte, ich muss hier nicht sagen, dass ich mit immer grösserer Geschwindigkeit am Gebäude hinaufgezogen wurde. Etwa im Bereich des dritten Stockes traf ich die Tonne, die von oben kam. Dies erklärt den Schädelbruch und das gebrochene Schlüsselbein. Nur geringfügig abgebremst setzte ich meinen Aufstieg fort und hielt nicht an, bevor die Finger meiner Hand in die Rolle gequetscht waren. Glücklicherweise behielt ich meine Geistesgegenwart und hielt mich trotz des Schmerzes mit aller Kraft am Seil fest. Jedoch schlug die Tonne etwa zur gleichen Zeit unten auf dem Boden auf und der Boden sprang aus der Tonne heraus. Ohne das Gewicht der Ziegel wog die Tonne nun etwa 25 Kilogramm. Ich beziehe mich an dieser Stelle auf mein in Frage 11 angegebenes Körpergewicht von 75 Kg. Wie Sie sich vorstellen können, begann ich nun einen schnellen Abstieg. In der Höhe des dritten Stockes traf ich wieder auf die von unten kommende Tonne. Daraus ergab sich die beiden gebrochenen Knöchel und die Abschürfungen an meinen Beinen und meinem Unterleib. Der Zusammenstoss mit der Tonne verzögerte meinen Fall, sodass meine Verletzungen beim Aufprall auf dem Ziegelhaufen gering ausfiel und so brach ich mir nur drei Wirbel. Ich bedaure es jedoch, Ihnen mitteilen zu müssen, dass ich als ich da auf dem Ziegelhaufen lag und die leere Tonne sechs Stockwerke über mir sah, nochmals meine Geistesgegenwart verlor: Ich liess das Seil los...>>> Habe ich zu viel versprochen? Das sind sie doch, die Geschichten, tragisch und doch komisch, die nur das Leben schreiben kann. Natürlich besuchte ich den armen Dachdecker im Spital, natürlich um auch die allerletzten Zweifel an seiner Geschichte aus dem Gehirn zu verbannen. Und da lag er tatsächlich, alles in Gips, und seufzte tief: <<Meine Ferienpläne muss ich nun auch begraben. Dabei wollte ich mit meinem freund Eugen eine Velotour über den Gotthard machen.>> Jo@

Antwort von



Ich möchte kostenlos eine Frage an die Mitglieder stellen:


Ähnliche Themen:


Suche in allen vorhandenen Beiträgen: