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IP auflösen in Name und Adrese zwecks Anzeige
Frage
Jemand hat in meinem Forum dermaßen rechtsradikale Äußerungen gepostet und zwar überall, das gesamte Forum ist zugemüllt!! :-(
Ich habe schon herausgefunden, dass die IP zu einem Telekom-Anschluss gehört, meine Frage ist jetzt: Wie kann ich die Adresse oder den Namen herausfinden? Muss ich nen Brief oder ne Email an die schicken oder gibt es andere Möglichkeiten?
Hat jemand Erfahrung damit, d.h. geben die die Daten überhaupt raus?
Vielen Dank
Antwort 1 von Tuxchen
Du musst schon Anzeige erstatten, nur der Staatsanwalt wird die Personalien bekommen.
Antwort 2 von mfg
Ok thx.
Reichen die Beiträge im Forum denn als Beweismaterial?
Reichen die Beiträge im Forum denn als Beweismaterial?
Antwort 3 von Tuxchen
Sicher, aber nichts daran verändern/bearbeiten oder sonstiges.
Antwort 4 von -do_john_86-
Hi,
ja - reichen sie.
Am besten Du gehst so vor:
speicherst die Foren-Einträge digital ab auf Diskette oder CD, druckst alles einmal aus. Gehst damit zur Polizei, erstattest Anzeige und schreibst Parallel T-Online einen Brief mit dem Inhalt, dass Du Anzeige wegen Rechten äußerungen gegen einen Ihren Kunden erstattet hast und sie bittest - um den Ermittlungen nicht im Wege zu stehen - den Kunden zu nennen, wer am XX.XX.XXXX um XX:XX Uhr die IP-Adresse XXX.XXX.XXX.XXX hatte.
Das funktioniert, die Polizei alleine ist irgendwie nicht in der Lage die IP rauszufinden, das muss man lästigerweiße selber machen, aber bezüglich der Anzeige helfen sie Dir.
mfg. Jens
ja - reichen sie.
Am besten Du gehst so vor:
speicherst die Foren-Einträge digital ab auf Diskette oder CD, druckst alles einmal aus. Gehst damit zur Polizei, erstattest Anzeige und schreibst Parallel T-Online einen Brief mit dem Inhalt, dass Du Anzeige wegen Rechten äußerungen gegen einen Ihren Kunden erstattet hast und sie bittest - um den Ermittlungen nicht im Wege zu stehen - den Kunden zu nennen, wer am XX.XX.XXXX um XX:XX Uhr die IP-Adresse XXX.XXX.XXX.XXX hatte.
Das funktioniert, die Polizei alleine ist irgendwie nicht in der Lage die IP rauszufinden, das muss man lästigerweiße selber machen, aber bezüglich der Anzeige helfen sie Dir.
mfg. Jens
Antwort 5 von sutadur
Du selber wirst sicher nicht die Daten der Person bekommen, der die IP zugewiesen war -> s. Antwort 1.
Antwort 6 von -do_john_86-
@sutadur
wenn es etwas sehr großes/schlimmes ist, wird man die Daten auch direkt bekommen, man muss die Anzeige halt vorweisen können. Aber an sich hast Du Recht, dass man normalerweise nicht selber an die Daten kommt.
Die Polizei hat halt keine Ahnung was eine IP ist, etc. und darum muss man leider parallel arbeiten. Bei allen meinen Anzeigen wo ich nicht selber mitaktiv war, kam ein Brief "Konnte nicht ermittelt werden" und sowas. Bei allen anderen hat es geklappt, also ruhig etwas mitwirken.
wenn es etwas sehr großes/schlimmes ist, wird man die Daten auch direkt bekommen, man muss die Anzeige halt vorweisen können. Aber an sich hast Du Recht, dass man normalerweise nicht selber an die Daten kommt.
Die Polizei hat halt keine Ahnung was eine IP ist, etc. und darum muss man leider parallel arbeiten. Bei allen meinen Anzeigen wo ich nicht selber mitaktiv war, kam ein Brief "Konnte nicht ermittelt werden" und sowas. Bei allen anderen hat es geklappt, also ruhig etwas mitwirken.
Antwort 7 von sutadur
"wenn es etwas sehr großes/schlimmes ist" wird man erst Recht keine Auskunft über die Daten bekommen. Das wäre auch gar nicht zulässig.
Antwort 8 von robbie17
Antwort 9 von -do_john_86-
Wenn Du mit dem Anwalt zusammen arbeitest, bekommst Du logo die Daten.
Wenn Du ohne Anwalt alleine vorgehst, dann nicht.
Also bei mir gab es da nie Probleme, kann vielleicht auch daran gelegen haben, dass es tatsächlich die Person war, die ich die ganze Zeit zuvor vermutet hatte, ich kam jedenfalls an die Daten.
Wenn Du ohne Anwalt alleine vorgehst, dann nicht.
Also bei mir gab es da nie Probleme, kann vielleicht auch daran gelegen haben, dass es tatsächlich die Person war, die ich die ganze Zeit zuvor vermutet hatte, ich kam jedenfalls an die Daten.
Antwort 10 von sutadur
Wenn Du mit dem Anwalt zusammen arbeitest bekommt der Anwalt die Daten, keinesfalls du selber. Jedenfalls nicht, wenn es regulär abläuft. Es ist rechtlich nicht zulässig, personenbezogene Daten an Privatpersonen weiterzugeben. In diesem Fällen hätte ansonsten der Provider selber ein Strafverfahren zu erwarten ...
Antwort 11 von MixMax
also aus eigener erfahrung weiß ich das die staatsanwaltschaft dann die Ermittlungen aufnimmt, sollte ein tatbestand da sein. Die Polizei weiß sehr wohl was eine IP ist, und mit meiner Diskette, einem Ausdruck und der Niederschrift des Tatbestandes hatte die Staatsanwaltschaft dann bei einem gewissen C-Terror auch brav seinen Rechner abgeholt.
Da es kein "schwerverbrechen" ist und ja eher selten bei privaten webseiten ein größerer Finanzieller schaden zu erwarten ist wird das meistens dann unter gewissen auflagen eingestellt, bereitet dem Täter aber A) eine vorladung, B) ein paar tage ohne Rechner, C) einen schönen Schreck...
Die Polizei und die Telekom wird dir da nix verraten, aber wenn du die mitteilung über den Stand des verfahrens bekommst, dann wird man dir natürlich mitteilen gegen wen nun ein Prozess geführt wird.
Also wiederholungstäter wird der dann wohl nicht...
Da es kein "schwerverbrechen" ist und ja eher selten bei privaten webseiten ein größerer Finanzieller schaden zu erwarten ist wird das meistens dann unter gewissen auflagen eingestellt, bereitet dem Täter aber A) eine vorladung, B) ein paar tage ohne Rechner, C) einen schönen Schreck...
Die Polizei und die Telekom wird dir da nix verraten, aber wenn du die mitteilung über den Stand des verfahrens bekommst, dann wird man dir natürlich mitteilen gegen wen nun ein Prozess geführt wird.
Also wiederholungstäter wird der dann wohl nicht...
Antwort 12 von -do_john_86-
Ich kann ja mal den Ablauf schildern wie es bei einer meiner Sachen war:
Ich bin zur Polizei gegangen und habe die Anzeige erstattet. Die Polizei aus meinem Bezirk konnte damit nicht viel anfangen und hat es eingestellt (was erwartet man von einem Bundesland in dem es mehr Kühe als Einwohner gibt? :-)).
Dann habe ich das ganze nochmal ins Rollen gebracht und bin eigenständig zu T-Online gegangen (man kann ja ohne große Technik herausfinden, welchem Provider ein bestimmter Adress-Bereich gehört). Die Daten wurden später tatsächlich dem Anwalt zugeschickt, naja, vielleicht gab es vorhin ein Missverständnis, direkt habe ich die Daten nicht bekommen, später hatte ich jedoch Einsicht. War eine komplizierte Angelegenheit auf die ich nicht genauer eingehen möchte mit Verdachts-Äußerung, etc. und ich denke, dass es schon seine Legalität gehabt hat.
Ist wohl überall individuell und die Adresse war mir so oder so bekannt von dieser Person, darum kann ich keine genaue Aussage treffen, die Daten wurden mir jedenfalls nicht versperrt.
Ich bin zur Polizei gegangen und habe die Anzeige erstattet. Die Polizei aus meinem Bezirk konnte damit nicht viel anfangen und hat es eingestellt (was erwartet man von einem Bundesland in dem es mehr Kühe als Einwohner gibt? :-)).
Dann habe ich das ganze nochmal ins Rollen gebracht und bin eigenständig zu T-Online gegangen (man kann ja ohne große Technik herausfinden, welchem Provider ein bestimmter Adress-Bereich gehört). Die Daten wurden später tatsächlich dem Anwalt zugeschickt, naja, vielleicht gab es vorhin ein Missverständnis, direkt habe ich die Daten nicht bekommen, später hatte ich jedoch Einsicht. War eine komplizierte Angelegenheit auf die ich nicht genauer eingehen möchte mit Verdachts-Äußerung, etc. und ich denke, dass es schon seine Legalität gehabt hat.
Ist wohl überall individuell und die Adresse war mir so oder so bekannt von dieser Person, darum kann ich keine genaue Aussage treffen, die Daten wurden mir jedenfalls nicht versperrt.
Antwort 13 von _gau_
Kein Provider dürfte auf Verlangen von z.B. do_john_86 nebst Anwalt (egal, welche Begründung die beiden erstmal vorbringen) meine Daten den beiden geben. Wenn er es doch tut, dann würde ich aber fuchsteufelswild werden und den Provider verklagen! Wo kämen wir denn da sonst hin...
Die Herausgabe ist schließlich an ganz bestimmte Bedingungen gebunden. Da kann nicht einfach so mal jemand kommen und irgendwelche "Beweise" vorlegen.
Ob die Informationen herausgegeben werden entscheidet kein windiger Anwalt und kein Provider, sondern die ordentlichen Ermittlungs-/Strafverfolgungsbehörden.
Oder dürfte z.B. ein Mobilfunkbetreiber die Gesprächsdaten eines Handy-Besitzers irgendeinem Anwalt herausgeben? Völlig egal, welche Beweise der Anwalt da mitbringt.
[gau]
Die Herausgabe ist schließlich an ganz bestimmte Bedingungen gebunden. Da kann nicht einfach so mal jemand kommen und irgendwelche "Beweise" vorlegen.
Ob die Informationen herausgegeben werden entscheidet kein windiger Anwalt und kein Provider, sondern die ordentlichen Ermittlungs-/Strafverfolgungsbehörden.
Oder dürfte z.B. ein Mobilfunkbetreiber die Gesprächsdaten eines Handy-Besitzers irgendeinem Anwalt herausgeben? Völlig egal, welche Beweise der Anwalt da mitbringt.
[gau]
Antwort 14 von Samba
Also aus dem Bauch heraus beurteile ich das so, dass sich die Staatsanwalt wegen solch einem Kram sich gar nicht die Mühe macht. Für die sind das Albernheiten. Man kann nicht jedesmal vor Gericht ziehen, nur weil jemand in irgendeinem völlig unbedeutendem Forum irgendwelchen Müll abgelassen hat. Du machst Dich lächerlich, "mfg".

