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toleranz - kopftuch und kreuz





Frage

habe gestern abend im tv teile einer sendung zum thema kopftuch und freiheit des glaubens gesehen. ich will hier nicht provozieren, aber vielleicht kann mir jemand etwas erklären: in deutschland tragen islamische frauen kopftücher (zumindest z.t.). wenn ich etwas dagegen sagen würde, wäre ich ausländerfeindlich oder ähnliches. fahre ich in ein islamisches land zum urlaub und habe mein christliches kreuz umhängen, muß ich aufpassen, daß man es nicht sieht - man könnte ja z.t. dafür fast noch gesteinigt werden. also, warum erwarten andere bei uns immer toleranz, sind aber nicht bereit, ebenso toleranz zu gewähren?

Antwort 1 von ukrainax

OMG...

wie oft warst DU mit christlichem kreuz um den hals in einem islamischen land in urlaub?

wieder ein thread fürs volk *kopfschüttel*

was hastn fürn BS?

Antwort 2 von nachdenklicher

@ukrainax

wie oft? 2 mal. hatte es immer unter dem t-shirt bzw. im zweifelsfall abgenommen.
und du kannst mir glauben, dort ist man nicht so verständnisvoll gegenüber kreuz wie hier gegenüber kopftuch. daher ist es bei 2 mal geblieben, obwohl ich sehr gerne die eine oder andere geschichtliche ausgrabungsstätte besuchen würde.

was hat mein bs damit zu tun? willst du den thrad ot bringen? aber, damit du ruhe gibst : beos

Antwort 3 von ukrainax

und was bitte hat der hijab mit religion zu tun?

Antwort 4 von Materialist

Religion ist Opium des Volkes.

Religion ist Opium fürs Volk.

Ob nu mit Kopptuch oder Gruselkreuz.

Antwort 5 von x2a

Nachdenklicher:
Fang halt mal an, deinem Nick Ehre zu machen und
verzapf hier nicht so dumpfbackiges Zeug!

Was hast Du denn für ein Problem damit, daß man hierzulande evtl. toleranter ist, als anderwo?







Antwort 6 von drago

...Religion ist Opium fürs Volk...

Der Vater von diesem Satzes hat das Volk dann mit
etwas Anderem betäubt...
Mit dem Kommunismus...

Jetzt waren es die Parteigenossen die das Volk ausbeuteten und benachteiligten,
nicht mehr die Kirche oder die Priester...

Es hat sich nur die Farbe der Schlange geändert..
Statt einer Kobra, ist es jetzt eine Mamba...

Antwort 7 von mdibella

@nachdenklicher

hallo,

zunächst - ich finde den thread schon in Ordnung, andernfalls hätte ich mich nicht zu Wort gemeldet. Erstaunlich finde ich folgendes: Du äußerst Mutmaßungen betreffend der verschiedenen Kulturen und Religionen und leider nur sehr wenig handfestes.

Z.B. "wenn ich etwas dagegen sagen würde, wäre ich ausländerfeindlich" - was heißt "wenn" ? sag doch mal, du hast doch hierzulande auch rede- und meinungsfreiheit.

Oder "man könnte ja z.t. dafür fast noch gesteinigt werden". Ist dem so ? "man könnte" und "fast noch" lassen da Zweifel hochkommen.

Schade, dass du nicht konkret das oder die Länder benennst, den islamisches Land ist ja nicht gleich islamisches Land. Und selbst der Islam an sich ist nicht überall gleich (Sunniten, Shiiten und das waren gerade mal die beiden größten Untergruppen, noch ohne landestypische Besonderheiten). Die christlichen Kirchen - protestantische (mehrere), orthoxe (mehrere), anglikanische und die römisch-katholische (mit einigen angeglichenen) - stellen sich ja auch nicht überall gleich dar und werden in gleicher Intensivität begangen.

Zum Thema Toleanz: Wir sind sicherlich nicht das Toleranz-Land schlechthin. Wir haben einige Toleanzen, zugegeben. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. Warum weigert sich z. B. Bayern Kruzifixe aus öffentlichen (= staatlichen) Schulen zu entfernen ? Staat und Kirche sind doch eigentlich getrennt, oder ? Anderseits zahlen wir per se alle Kirchensteuer (in anderen Ländern gibt es so etwas meines Wissens nicht), außer man tritt aus und/oder lässt sicht befreien.

Und (praktizierende) Christen sind ja nun auch nicht automatisch die tolerantesten Bewohner der Welt. So wird noch heute bei Anstellungeverfahren in noch einigen Krankenhäusern mit kirchlichen Trägern erstaml nach der Konfession und dem Familienstand geschaut (in vielen Kindergärten ähnlich).

Toleranz kann auch nicht heißen, dass ich überall das machen kann, wo ich will. Wenn ich bspw. eine Moschee oder ein buddhistisches Kloster betrete und ich werde aufgefordert meine Schuhe auszuziehen, dann mache ich das. Da kann ich ja auch nicht einfach reingehen und sagen "Seid mal ein bisschen toleranter, in meiner Kirche dürfte ihr auch in Schuhen rein".

Wirkliche Toleranz hat wohl eher was mit respektvollem Umgang zu tun. Und ja, überall - im In- und Ausland, ob islamisch oder nicht - gibt es viele, sehr viele Menschen die Wasser predigen und Wein trinken, also eigentlich "(in-)tolerant" sind.

Mit freundlichen Grüßen
mdibella


PS: Im Grunde sind wir alle ein wenig intolerant. Denn keiner weiß, wie weit seine Toleranz tatsächlich geht.

Antwort 8 von x2a

Ein wunderschönes Wort zum Sonntag!




Antwort 9 von nachdenklicher

@mdibella
du scheinst hier wohl der einzige zu sein, mit dem man diskutieren könnte.

beispiel:
eine frau trägt ein kopftuch. sie will es nicht abnehmen - als zeichen ihres glaubens. sie erwartet, daß dies akzeptiert wird.
ich sage, daß ich aber dann auch erwarte, mein kreuz tragen zu dürfen, wenn ich in ihrem land bin. das darf ich dann aber nicht, dagegen verwehrt sie sich - und läßt auch nicht mit sich diskutieren.
das meine ich.

klar ist land nicht gleich land. es macht schon unterschiede, ob ich in ein modernes islamisches land gehe oder eher in ein stark fundamentalistisches land. in der türkei würde dir nicht viel passieren, wenn du ein kreuz trägst. aber bei den ausgrabungsstätten im ehem. zweistromland kann dir das einen rausschmiß bei der ausgrabung und z.t. ausweisung aus dem land einbringen.

also es soll nicht so aussehen, ich hätte etwas gegen den islam - so ist es nicht. auch christen können intolerant sein - ich sage nur belfast, irland. was da abgeht ???

wenn ich eine moschee oder ein kloster betrete, folge ich selbstverständlich den dortigen gepflogenheiten. zum einen ist das der anstand und die achtung, die ich den fremden bzw. deren kultur entgegen bringe, andererseits verpflichtet mich das gastrecht, mich auch als solcher zu benehmen.

@rest: no comment

Antwort 10 von Friedel

@nachdenklicher: Wäre die Frau mit dem Kopftuch mit allem zufrieden, was in "ihrem" Land passiert, würde sie ihr Kopftuch wahrscheinlich dort tragen, und nicht in Deutschland. Außerdem gehst du zu sehr von dir aus. Wenn die Frau mit dem Kopftuch von die toleriert wird, darfst du erwarten, dass sie auch dein Kreuz toleriert. Es ist aber leider so, dass nicht alle Leute das Kopftuch akzeptieren. Umgekehrt wirst du in islamischen Ländern vielen Menschen begegnen, die das Kreuz tolerieren.

Du solltest nicht nur Kopftücher, sondern auch intolerante Menschen tolerieren.

Antwort 11 von mdibella

@nachdenklicher

hallo,

danke zunächst für das kompliment. wir scheinen ja auf einer wellenlänge zu sein.

zu deinem beispiel: das ist eben das problem mit vielen menschen; die besagte dame sieht toleranz eben nur einseitig. vielleicht würde sie sogar gar nicht mal mit der toleranz argumentieren, sondern mit ihrem brauchtum, kultur und natürlich der religion.

und so müssen wir eben damit leben, dass "nehmen" nicht auch "geben" bedeutet. und dann müssen wir eben die andere wange hinhalten (frei nach der bibel) und eben das akzeptieren, dass unsere toleanzen von anderen menschen auf intoleranter art und weise ausgenutzt werden können. sollten wir deshalb in unserem land restriktiver werden ? nein, denn dann würden wir ja zurückfallen zu "auge um auge, zahn um zahn" (uups, schon wieder ein bibelzitat).


@den anderen:
das mag zwar wie eine sonntagspredigt klingen, aber ich bin sicherlich auch kein musterschüler vor dem herrn. aber ich behaupte von mir auch christ zu sein (wenngleich kein kirchenaktivist, ich mache da noch unterschiede).

der philosoph marx konnte keider auch nichts dafür, dass man seine gedanken aufgriff und nach gutdünken interpretiert und manipuliert. marx hat bekanntermaßen die gründung der ddr nicht erlebt und damit das elend des "praktizierenden sozialismus" - vermutlich hätte er sogar diesen angegriffen.


mit freundlichen grüßen,
mdibella

Antwort 12 von ducky

Da will ich mich auch mal äußern:

Ich halte es prinzipiell nicht für richtig, nach dem Motto vorzugehen: Was ich woanders nicht darf, darf bei mir auch keiner.
Unter diesen Vorzeichen setzt meine Toleranz nicht voraus, dass andere sich ähnlich tolerant verhalten - wenn das auch wünschenswert ist.
Was jetzt hier geschieht, dass man in Hessen z. B. auch Beamtinnen das Tragen des Kopftuches verbieten will, halte ich für höchst intolerant und verfassungsrechtlich mindestens bedenklich.
Mehr Toleranz stünde uns aufgeklärten Mitteleuropäern sicher gut an, aber dann und wann überkommen mich Zweifel, ob wir wirklich so weltoffen sind, wie wir uns gerne geben.
Ciao

Antwort 13 von Unglaublichwienaiv

Dann probiere es einmal als bekennender Christ in einem moselmischen Land in den Staatsdienst zu kommen.

Antwort 14 von sasch_ohne

der nachdenkliche sollte sich eher ahnungsloser nennen!!!
thema irak: da wird niemand (oder besser wurde?) ausgewiesen, weil er ein kreuz trägt. saddams aussenminister war selbst angehöriger der christlichen minderheit in irak.

anders in der türkei. hier ist es sogar per gesetz verboten kirchen zu errichten. dafür ist das kopftuch in öffentlichen gebäuden verboten.

palästina:
10 % palästinensische christen, in betlehem 50%. zu fast jeder christmette war arafat stammgast.

agypten: 50 % christen in assuan. kein ort am nil ohne kirche. und wer schon mal in kairo war, dort christenviertel, kirchen und synagoge besucht hat, weiss, wie tolernt der islam in ägypten ist.

nie da gewesn, aber lästern... ich würd mal sagen :

leider mal wieder typisch deutsch!

Antwort 15 von SvenjaK.

Tach zusammen!

Als Frau und Feministin sehe ich die Kopftuchgeschichte naturgemäß etwas ambivalenter. Dazu fällt mir z.B. ein, dass man(n) zu Khomeinis Zeiten Frauen, denen eine Locke aus dem Kopftuch gerutscht war, das Kopftuch mit Heftzwecken "korrekt" am Kopf befestigt hat. Für mich ist das Kopftuch, oder gar die Burka, die totale Verschleierung erst dann mit einem umgehängten Kreuz vergleichbar, wenn die islamischen Männer auch so rumlaufen, dass sie die Welt nur noch durch ein Gitter aus Stoff wahrnehmen und wg. des Hitzestaus reihenweise umkippen.

Auch wenn das Kopftuch natürlich nicht mit der Burka gleichzusetzen ist, ist der gleiche Grundgedanke doch erkennbar: "Frau, schäm dich, dass du eine Frau bist und versteck dich gefälligst, um die Augen der Männer nicht beleidigen!"

Mohammed hat gesagt: "Der Schleier möge in den Augen der Männer sein", nicht auf dem Kopf der Frauen!

Für mich hört da die Toleranz auf, wo eine bestimmte Gruppe von Menschen herabgewürdigt wird. Ich würde natürlich keiner islamischen Frau das Kopftuch vom Kopf reißen, aber ich bin für ein Verbot des Kopftuchs (als religiöses Symbol) an öffentlichen Schulen. Kreuze haben da genauso wenig verloren.

Mit dem Argument der Toleranz könnte als nächstes dann das Verstümmeln kleiner Mädchen, euphemistisch "Beschneidung" genannt und noch immer in vielen Ländern üblich, in Deutschland erlaubt werden.

Gruß
Svenja

Antwort 16 von Atheist

Christen tolerant??? Das ich nicht lache.

Christen haben mehr Menschen auf dem Gewissen als Adolf H.

Steht in jedem vernünftigen Geschichtsbuch unter Völkermord.

Und ich bin froh, dass ich in meinem 40-jährigen dasein, nicht einen einzigen Pfennig (Cent) an diese "Kinderbegrabscherbande" gezahlt habe.

Ich bitte um Nachsehen wegen dem fehlenden Keks.

Antwort 17 von mdibella

@Unglaublichwienaiv

Du wirfst alle moslemisch geprägten Länder (die Formulierung ist absichtlich so gewählt) in einem Topf. Pauschalisierung bringt uns bei so sensiblen Themen nicht weiter.


@sasch_ohne
Interessant - deine Angaben bringen Licht in das Dunkel. Man kann natürlich auch nachdenklicher als ahnungslos bezeichnen oder als unwissend - na und ?
Immerhin sucht er nach Antworten und wiederholt nicht einfach "Stammtischweisheiten". Das ist doch immerhin ein Anfang, oder ?

du schreibst
Zitat:
nie da gewesn
- was ich zu mindestens für nachdenklicher so nicht glaube (liege ich da falsch / richtig ?).

zu
Zitat:
aber lästern... ich würd mal sagen : leider mal wieder typisch deutsch!


Ob lästern typisch deutsch ist - hmm. Aber vielleicht sollte sich jeder mal fragen, was denn eigentlich so typisch deutsch ist, und ob er dann ein typisch Deutscher wäre (das sollte aber jeder mit sich ausmachen oder einen neuen Thread eröffnen). Aber dann würden wir auch nur wieder in Schubkästen denken und unserer Sicht eventuell eher einschränken als zu öffnen.


Mit freundlichen Grüßen
mdibella

Antwort 18 von sasch_ohne

@atheist

gehört mutter theresa auch zu deinen mördern?

Antwort 19 von Ratlos_ohne

Atheist hat schon recht.

Schaut euch mal die Seite www.kirchenopfer.de
an.


Antwort 20 von mdibella

hallo,

@atheist & ratlos_ohne

du schreibst: Zitat :
Christen tolerant??? (...)
Christen haben mehr Menschen auf dem Gewissen als Adolf H.
.
Das stimmt, wenn man die Toten von zwanzig Jahhunderten addiert. Dennoch werden von euch Christen und Kirche gleichgesetzt. Das kann so nicht stehen bleiben. Ich bin ja nun auch kein besonderer Freund meiner Kirche (ich erwähnte es bereits). Wenn es nach mir ginge, hätten wir auch schon längst einen weiblichen oder farbigen Papst (bzw. Mamst ?!?) gehabt.

Rückblickend ließen sich alle Kirchen verurteilen, Leichen haben sie alle im Keller. Jedoch sollte man nicht die Christenheit pauschal (ebenso alle Menschen im Dienste der Kirchen, gleichgültig welcher Konfession) verurteilen und mit Einzelfällen gleichsetzen.

Mir ist nicht bekannt, ob sich Atheisten in eine Form von Institution organisieren. Ich glaube jedoch nicht, das alle Atheisten per se bessere, vernünftigere oder rechtschaffendere Menschen sind. Und deshalb wird es auch dort "Kinderbegrabscher" (natürlich auch Einzelfälle) geben, nur mit dem Unterschied, dass man da wohl keine Organisation (aka Kirche) anklagen kann.


@SvenjaK

Du schreibst:
Zitat:

Für mich hört da die Toleranz auf, wo eine bestimmte Gruppe von Menschen herabgewürdigt wird


Dito, ich schrieb:
Zitat:

Wirkliche Toleranz hat wohl eher was mit respektvollem Umgang zu tun


Das Beispiel der Beschneidung zeigt übrigens deutlich, wo dieser Umgang Grenzen hat. Hierzulande greifen deshalb ja auch rechtstaatliche Prinzipien, die über den Kirchenordnungen stehen (= Grundgesetz -> Recht auf Menschenwürde und Unversehrtheit). Andernfalls würden wir sich die Christen unter uns wohl noch heute zur Buße geißeln, statt eines einfachen "Ave Maria" oder so.

Im übrigen wurden Beschneidungsrituale auch in düsteren Zeiten in Europa durchgeführt, aber da hatte man ja auch noch Leute öffentlich ausgepeitscht, an den Pranger gebracht oder gleich verbrannt (zugegeben: nicht selten unter religiösen Vorwänden).

Mit freundlichen Grüßen
mdibella

Antwort 21 von nighty

hi alle :)

respekt und toleranz gibt es in foren gerade eher nicht ,wer eine andere meinung hat wird in der luft zerrissen,weil anonym kann man sich ja auslassen,sollte jeder mal im spiegel gucken ,spieglein spieglein an der wand wer ist der "groesste" im ganzen land !?

zur kritikvollen diskussion sind die meisten unfaehig.

gruss nighty

Antwort 22 von sasch

schlussendlich waren es christen, und somit das christentum per se, die die sklaverei im römischen reich beendet haben. auch darf man die rolle der kirchen bei der beendigung des kalten krieges, der öffnung des eisernen vorhangs und der friedlichen revolution in der sogenannte "ddr" nicht vergessen. aber irgendwie sind die schrecken der diktatur und all die maueropfer in verniedlichender ostalgie versunken.

Antwort 23 von nachdenklicher

@mdibella und SvenjaK
tja, für euch tut es mir leid. mit dir mdibella hätte ich denke ich noch etwas normal diskutieren können. und auch mit dir SvenjaK hätte es interessant werden können - die ansichten einer frau dazu.

@sasch_ohne:
hallo, hier ist der ahnungslose lästerer - und du hast recht! ich habe keine ahnung, wie ich mit jemanden wie dir diskutieren sollte.
also setzt dich und nimm dir (d)einen keks.

@atheist und ratlos_ohne
tolle vergleiche. dann stelle ich doch einfach mal die frage in den raum, wieviel kulturen die amerikaner allein in nordamerika schon vernichtet haben?

was ich damit sagen will - für mich ist dieser thread jetzt erledigt. dachte, im internet, im bereich computer sitzen menschen, die gemäß internet keine grenzen, auch geistiger natur her, kennen. aber bis auf 2 gute und ein paar neutrale antworten / gesprächspartner war das leider nix. bei dem, was hier manche so von sich geben (von der seite anmachen, unterstellungen, ...), da kann ich so eine diskussion auch nach 5 bier an einem stammtisch anstoßen. LEIDER!

Antwort 24 von sasch

passt es dir nicht, wenn jamand falsche behauptungen von dir richtig stellt? magst du nur mit leuten diskutieren, die deiner meinung sind?

ich habe dir erklärt, dass im irak ein christ namens tarek aziz aussenminister war und du falsche behauptungen aufstellst. und ohne keks war gestern nur, weil mit nicht ging.

schade, dass die welt nicht so böse ist, wie du sie gerne herbeiredest. behalt besser in zukunft dein dummes zeug für dich, bevor du unwahrheiten als der weisheit letzter schluss darstellst!

Antwort 25 von Griemokhan

Antwort auf Eingangsfrage:

... nicht, weil's Deutschland ist, sondern weil du in einer Demokratie lebst, damit nicht in einem christlichen, sondern in einem pluralistischen Gesellschaftssystem.

Die Staaten, in denen du Urlaub machen möchtest, sind wohl eher monarchistisch geordnet, und das kommt von "mono"; dort gilt also nicht das Gebot des Pluralismus.
Die Machthaber dort nutzen auch nur den Islam nach ihrem Gusto zur Regulierung ihrer Interessen.

Wir brauchen hier nun nicht darüber zu diskutieren, ob und inwiefern die pluralistische Demokratie ein Ergebnis jüdisch-christlich geprägter Kultur ist; der Islam ist das auch.

Wenn du also Urlaub in undemokratischen Systemen machst, unterstützt du die Machthaber dort nicht nur, du stärkst somit auch der Intoleranz den Rücken.

Antwort 26 von Piper

Habe alle eure Argumente gelesen und einige auch sehr sachlich empfunden.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das in den meißten Ländern anderer Kulturkreise einem mit großer Tolleranz begegnet wird wenn man selbst die Sitten und Traditionen der Bevölkerung achtet. Leider sind wir Deutsche speziell wenn wir als Touristen auftreten immer mit der "Hoppla jetzt kommen wir" Menthalität behaftet und latschen auch schon mal mit unseren Schuhen über einen alten Gebetsteppich welchen wir in unserer Unwissenheit als Fußabtreter ansehen.
Das dies zu Misstimmungen führt ist klar. Oftmals wird dann aber gerade die Tolleranz gefordert diese Leute möglichst schnell wieder ziehen zu lassen.
Doch darum ging es im Eingang garnicht. Die Frage war nach der Tolleranz des Kopftuches.
Das Kopftuch alleine ist ein Kleidungsstück/ Kopfbedeckung wie jede andere auch. Dies ist also nicht der Streitpunkt.
Es geht um die Ideologie die dahinter steckt die ich zwar verstehe, auch akzeptiere aber nicht gut finde.
In Gesprächen mit fundamentalistischen Religionsführern kommt immer wieder das Argument der Angst vor der westlichen (amerikanisierten) Gesellschaft nach oben. Hier wird eine Gefahr für Moral, Anstand, Sitten und Gebräuche gesehen der zu begegnen ist.Dem stimme ich zu. Ich sehe auch sehr kritisch unsere momentane gesellschaftliche Entwicklung zur Induvidualität. Bedeutet es doch das jede Nase sich frei entfallten kann ohne Rücksicht auf andere. Zumindest wird es so gelebt.
Mit Scheidungen, verfall der Moral, Sitten, Bräuche, Kriminalität etc. ist es schon etwas was einen Angst machen kann. Alles geschieht hier im Sinne des Kommerz.
Die Fundamentalisten ziehen sich hier zurück auf alte Regeln, welche sich besonders im Islam für uns extrem ausdrücken. Ob dies der richtige Weg ist, wage ich zu bezweifeln. Es ist eher eine Vogelstraußtechnik, denn ich kann der Entwicklung nicht entgehen und ins Mittelalter zurück wollen.
Ein besserer Weg wäre ein aufzeigen der Gefahren welche diese Entwicklung mit sich bringt. Die Pflege von Traditionen und Bräuchen. Statt dessen greifen einige zu waffen und Bomben und glauben damit Probleme lösen zu können. Leider tollerieren wir hier in Deutschland derartige Gewalttaten schon mit den Bgründungen: "Kulturschock, Familienehre, etc."

Es würde ins Unendliche führen das alles auszuführen.

Um es kurz zu machen. Ich sehe Kopftücher nur deshalb kritisch an weil sich nicht unbedingt darunter, aber in der familiären Umgebung die Theorie "Zurück in die Vergangenheit" breit macht.
Dies sind oft einfach strukturierte Menschen welche den Gedanken der Scharia als Lösung ansehen. Und das macht mir Sorgen.
Das Gleiche gilt natürlich auch für jede andere Form religiösen Fanatismus.




Antwort 27 von mdibella

hallo,

@griemokhan
sehr verständlich dargestellt. kann ich so unterstützen.

@sasch
ich denke, dass jedemn bei gründlichem nachdenken auch die positiven aspekte der kirchenrolle in der geschichte (ob nun in jüngster zeit oder auch vor jahrhunderten) klar werden sollte. das bei einer geschichtsbetrachtung auch dunklere kapitel aufgeschlagen werden - nun, das habe ich weiter oben schon erläutert und soll auch gar nicht schön geredet werden. die frage ist nur, ob man sich diese für polemische attacken herauspickt (siehe atheist und ratlos_ohne).

nicht zu akzeptieren sind schläge unter die gürtellinie wie
Zitat:

behalt besser in zukunft dein dummes zeug für dich, bevor du unwahrheiten als der weisheit letzter schluss darstellst
.

dummes zeug - kann ich nicht behaupten. meinungen vielleicht, und mit und über meinungen kann man ja diskutieren. und was wahrheit ist (oder was wir dafür halten) - darüber haben sich philosophen über jahrhunderte gestritten. wenn du deine wahrheit gegen seine wahrheit austauschst - stellst du dann nicht deine als der weisheits letzter schluss dar (nur mal so ein gedankengang).

und übrigens: das tarek aziz christ ist - schön für ihn. ist der irak deshalb dem christentum besonders offen gewesen ? das war er ja noch nicht einmal gegenüber anderen islamischen richtungen (siehe kurden, iran etc.). nein, die konfessionen wurden (und werden) oft als spielbälle vieler regierungen missbraucht (bspw. so häufig wie mr. bush aus seinem evangelium predigt und "god bless america" sagt, könnte man ja auch bald von einem gottesstaat usa reden ;-) )

@nachdenklicher
schade

mit freundlichen grüßen
mdibella

Antwort 28 von Griemokhan

Pipers Aussagen möchte ich dick unterstreichen - bis auf zwei, die ihm/ihr aber sicher auch nur ungewollt durchgegangen sind:

Zitat:
Leider sind wir Deutsche (...)

= unzulässige Verallgemeinerung

Zitat:
Dies sind oft einfach strukturierte Menschen welche den Gedanken der Scharia als Lösung ansehen.

Leider ist dem nicht so: Oft sind es sogar Intellektuelle, die aus welchen Gründen auch immer (z.B. Machtansprüche) diesem Gedankengut anhängen.

Antwort 29 von mdibella

hallo

@pieper:
gerade erst gesehen. ich finde deine aussagen sehr konstruktiv und stimme ihnen so zu.


mit freundlichen grüßen
mdibella

Antwort 30 von sasch

@mdibella

du hast recht! sorry!

Zitat:

@sasch_ohne:
hallo, hier ist der ahnungslose lästerer - und du hast recht! ich habe keine ahnung, wie ich mit jemanden wie dir diskutieren sollte.
also setzt dich und nimm dir (d)einen keks.




das hatte mich sehr geärgert, weil "nachdenklicher" nichtmal auf eines meiner argumente sachlich antworten konnte.
Zitat:

in der türkei würde dir nicht viel passieren, wenn du ein kreuz trägst. aber bei den ausgrabungsstätten im ehem. zweistromland kann dir das einen rausschmiß bei der ausgrabung und z.t. ausweisung aus dem land einbringen.




das ist aber nunmal falsch. gerade im irak wurde der christlichen minderheit viel freiraum und spezieller schutz gewährt, ebenso wie in ägypten und den palästinensergebieten.

und richtig: die usa und israel kann man durchaus als fundmentalistische gottesstaaten bezeichnen. in israel dürfen nichteinmal juden und nichtjuden heiraten. woran erinnert mich das nur?





Antwort 31 von SvenjaK

Hmm, ich hinke mal wieder Kilometer hinterher, will euch meine vor fast 2 Stunden verfassten Weisheiten aber nicht vorenthalten. Obwohl das meiste schon erwähnt wurde. (Schreibe mir doch nicht umsonst die Finger fusselig, verdammt!)

-------------------

Wenn ich mal ausnahmsweise deeskalierend tätig werden darf, um die, wie ich finde interessante Diskussion vielleicht noch zu retten...

@nachdenklicher

Die Annahme, dass die Menschen im Internet diskussionsfähiger sind als im wirklichen Leben, ist doch ziemlich naiv, da es sich um die selben Menschen handelt. Wenn auch im SN sicher weniger Hirnis rumlaufen als in einer beliebigen deutschen Fußgängerzone. ;-)

Und sasch hat bestimmt in einigen Punkten recht, bei denen er dich korrigiert hat. Allerdings bin ich von ihm solche platten Aussagen wie "leider mal wieder typisch deutsch" auch nicht gewohnt.

Die Stammtischparolenverbreiter (damit meine ich auf gar keinen Fall sasch!) musst du einfach ignorieren, sonst wirst du nie eine Diskussion führen können. Und deine Bemerkung, dass andere (die Amis in dem Fall) ja auch schlimme Sachen gemacht hätten, zieht IMO nicht als Argument.

Zitat:
Wenn es nach mir ginge, hätten wir auch schon längst einen weiblichen oder farbigen Papst (bzw. Mamst ?!?) gehabt.


Eine "Mamst" (hübscher Ausdruck *g*) gab es doch schon mal. Allerdings firmierte die Päpstin Johanna als "Johannes". Sie soll ihren Job sehr gut gemacht haben, bis sie angeblich schwanger wurde. Ziemlich peinlich für einen Papst, fürchte ich. Kann unserem Karel ja nicht passieren. Ist der eigentlich inzwischen ausgestopft?

Die Kirchenfürsten haben dann natürlich wie immer, wenn ihnen was nicht ins Konzept passt, die kirchliche Geschichtsschreibung ein wenig "korrigiert". Die frommen "Radiergummis" müssen nur so gequalmt haben. *g*


@sasch

Schön, dass sich deine Vorurteile auf Deutsche beschränken. *g*

Die Kirchen, egal welcher Glaubensrichtung haben sicher auch viel Gutes getan und tun es noch. Aber Gläubige, wozu ich auch Anhänger diverser "-ismen" zähle (Feminismus natürlich ausgenommen ;) neigen halt gelegentlich zum Fanatismus und merken nicht, dass "die Sache" längst zum Selbstzweck geworden ist.

Es ist wie bei allem im Leben. Nichts ist weiß oder schwarz, sondern meist grau und wenn man Glück hat, manchmal bunt.

So, das war mein Wort zum Mittwoch. Jetzt vertragt euch, gebt euch die Hände, fallt euch um den Hals...nicht würgen, bitte!


Svenja

--------------

@sasch
:-)

Eine solch "harmonische" Diskussion wie diese hier, ist ja kaum zu ertragen. ;-)

Antwort 32 von sasch

ohja liebe svenja, ich mag es auch, wenn ab und zu die fetzen fliegen!

übrigens war ich erst im januar mal wieder in ägypten. es gibt dort auch einheimische, die ein kreuz tragen.

aber du weisst ja: jeder nur ein kreuz und dann bitte rechts (das leben des brian)!

Antwort 33 von Griemokhan.

Antwort 34 von SvenjaK

Boah, der Obermufti ist ja ein richtiger Traumtyp, Griemo. Werd ihn mir gleich ausdrucken und übers Bett nageln. *g*

Kein Wunder, dass der die Frauen einsperren muss...



Apropos nageln...rechts gehts zur Kreuzigung und links, sasch? Zur Steinigung, Pfählung, Vierteilung? Die Menschen waren ja schon immer recht erfinderisch in dieser Hinsicht. ;-)

Svenja


Antwort 35 von nachdenklicher

@sasch:
ok, wenn du mir so kommst, dann muß ich noch mal reagieren:

1) falsche behauptung
das setzt voraus, daß meine aussage falsch und deine die allein richtige ist - no comment

2) kann man mit jemand diskutieren, der die gleiche meinung hat? widerspruch?

zitat: "schade, dass die welt nicht so böse ist, wie du sie gerne herbeiredest. behalt besser in zukunft dein dummes zeug für dich, bevor du unwahrheiten als der weisheit letzter schluss darstellst!"
-> wer mir so kommt, den antworte ich auch so. derjenige kann 100 sachliche argumente bringen, auf so einer basis beginne ich keine diskussion. hättest du dir die eine oder andere zeile erspart, wäre ich auch auf deine sachlichen argumente eingegangen. aber so - sorry.

@svenja
wenn ich mist schreibe, stehe ich dazu. wenn mich jemand korrigiert, habe ich kein problem damit. ich bin nicht perfekt und auch lernwillig.
wer mich aber statt zu korrigiern anmacht (zumindest habe ich es so empfunden) - dann nicht. und ob nun seine aussage oder meine aussage wahr ist - wie ist das wetter in england? der eine sagt es hat geregnet. wenn du den nächsten fragst, der 20 km weiter war, sagt er vielleicht nur etwas von bewölkt. verständlich?

Antwort 36 von sasch

mich macht es halt wütend, wenn jemand mit un- oder halbwahrheiten stimmung gegen minderheiten macht. ich reise fast jedes jahr in ein muslimisches land und bin nichteinmal in einer moschee wegen eines offen getragenen kreuzes angesprochen worden. für mich sind die aussagen des thread-eröffners reines brunnenvergiften, um nicht zu sagen volksverhetzung. da wird eine falsche aussage getroffen und auf dieser basis stimmung gemacht. so etwas mag ich niemals unwidersprochen hinnehmen.

und sich dann hinter aussagen zu verstecken wie" du hast mich beleidigt, mit dir diskutiere ich nicht" ist weniger als billig.

DIE MEISTEN MUSLIME SIND DEUTLICH TOLERANTER ALS DU!



Antwort 37 von HAHA

DIE MEISTEN MUSLIME SIND DEUTLICH TOLERANTER ALS DU!

HA HA HA!!!!!!!!!

Antwort 38 von Sascha Klumm

dieser sasch ist echt der brüller. trauriger brüller :-( du hast echt nicht mehr alle tassen im schrank.

also hier in D, wir sind in D und nirgens anders, da sollten so für uns Deutsche blöd wirkende kopftücher und anderes zeugs nicht getragen werden.

schließlich ist dieses volk nach deutschland reingekommen, und wenn in deuschland die allgemeine stimmung ist, das das hier nicht erwünscht ist, dann sollen die sich gefälligst dran halten.

bin mal gespannt, wann die ersten ernstahft deswegen auf die straße gehen. armes deutschland, sag ich da nur. früher hätte es sowas nicht gegeben. da bin ich sicher.

Antwort 39 von rischtisch

@ antwort 38: genau. wenn dass der führer wüsste! es gab unlängst eine sendung, wo türken bestätigten, dass d in religiöser hinsicht deutlich toleranter sei als die türkei selber.
aber die kommen eh demnächst in die eu, es wird daher über kurz oder lang zu einer diesbezüglichen ausnivellierung kommen. zu gunsten des islam natürlich. wir in westeuropa demokratisieren und tolerieren uns noch kaputt.

Antwort 40 von sasch

als ich ein kleiner junge war, gab es noch sehr viele flüchtlingsfrauen aus ostpreussen, die fast alle ein kopftuch trugen. ob die auch alle intolerante moslems waren?

antworten 38+39 bestätigen mal wieder die pisastudie.

die wollen deutsche sein? armes deutschland, aber die meisten sind ja, gott sei dank, nicht so eingetrocknet zwischen ohren.

gesegnete fastenzeit ;o)

Antwort 41 von SvenjaK

Deeskalation
2ter Versuch:

Das Thema ist zu interessant, um es persönlichem Hickhack, der eh zu nix führt zu opfern, finde ich.

sasch, den ich sehr schätze, auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind, hat sich schon ein wenig vergaloppiert, wie ich finde. Er hat sich aber auch quasi entschuldigt.

@sasch
Deine Aussage

Zitat:
DIE MEISTEN MUSLIME SIND DEUTLICH TOLERANTER ALS DU!

(zudem noch geschrien)
finde ich jetzt auch nicht so toll. Kennst du "die meisten Muslime" persönlich?

Und was hat das, aus praktischen Gründen getragene Kopftuch ostpreußischer Frauen mit dem in vielen islamischen Ländern zwangsweise "verordnetem" Kopftuch für Musliminnen zu tun?? Der Vergleich hinkt nicht nur, der kommt gleich auf Gehhilfe mit Rädern daher.

Gruß
Svenja

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