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Wie funktioniert Spyware ?





Frage

Moin Experten, lasse regelmäßig Ad-Aware über meinen Rechner laufen (WinXP) und es wird auch immer etwas gefunden, wöchentlich so 10 bis 20 "verseuchte" Cookies, Gefahrenstufe "gering", selten etwas in der Registry. Was für eine Gefahr geht denn nun von diesen Cookies aus? Meine Firewall hat mir noch nie gemeldet, daß einer von den Kandidaten ins Netz will. Sie scheinen immer zu schlafen. Werden sie lebendig, wenn ich die Webseite aufrufe, die sie auf meinen PC plaziert hat? Haben sie in der Zwischenzeit selbstständig Daten aus meinem PC ausspioniert, die sie dann übermitteln? Können Cookies überhaupt Eigeninitiative entwickeln? Wer kennt sich in der "Spionage-Szene" aus und kann dazu etwas erzählen? Herzlichen Dank. Gruß Peter

Antwort 1 von Soundi

Hi,

erstmal: LOOOOOOOOOL

Also Cookies sind normale Text-Dateien (wie hallo.txt), die weder ausführbar sind noch sonstetwas machen könnten.

Wenn Du eine Internet-Seite aufrufst, die Cookies verwendet, werden sie über DeinenBrowser auf die Festplatte geschrieben. Es werden zum Beispiel Besucheszeiten gespeichert, damit die Seite später erkennen kann, wann Du das letzte mal da warst.

Oder hier im Supportnet:
in dem Member-Cookie (auch auf deiner Festplatte), werden Username und Passwort von Dir gespeichert. Die Webseite erkennt also automatisch wer Du bist wenn Du sie besuchst, weil sie das Cookie von sich auf Deiner Festplatte mit dem dazugehörigen Inhalt gefunden hat.

Cookies dienen nur zum lokalen Daten speichern, sie können nichts spionieren, nichts ausführen oder sonstwas machen.

Stell es Dir wie eine Haushaltskasse in Excel vor, welcher allerdings nicht von Dir sondern von einer Website gepflegt wird.

Sie helfen mehr, als sie stören. Nur mag es nicht jeder, weil man mit Cookies z.B. zählen kann, wie oft man schon auf einer Seite war oder ähnliches (Stichwort: anonym surfen).

Die halbe Welt macht sich wegen den Dingern verrückt, die eigentlich nur helfen sollen.

Soundi

Antwort 2 von Soundi

Achja, in Bezug auf Werbung:

Man kann Cookies dazu verwenden, um zu speichern, welche Werbung das letzte Mal aufgerufen wurde.

Damit der Besucher nicht immer den gleichen Werbebanner zu sehen bekommt, werden alle bisherigen abgespeichert im Cookie. Dadurch bekommt man unterschiedliche Werbung zu sehen und nicht immer nur das selbe.

Cookies kann man in dem Sinne nicht zum Missbrauch verwenden. Es sind halt viele paranoid, die eben nicht wollen, dass sie Spuren hinterlassen (obwohl deren IP ohnehin geloggt wird). Von daher wird gerne Panik gemacht...

Antwort 3 von luke

und was sind dann tracing cookies?
warum werden die immer gefunden?

Antwort 4 von Soundi

Cookies sind nur kleine Mini-Datenspeicher, welche bei dem Besucher einer Seite abgelegt werden und eine Information enthalten.
Tracing Cookies...wenn ich das schon höre. Man kriegt nur Informationen aus Cookies raus, die zuvor von der Webseite abgespeichert wurden.

Mehr als "Du warst auf der Seite www.blabla.de" oder "Nickname&Passwort von Member-Area www.blablabla.de" steht da nicht drin.

Antwort 5 von Peter43

Danke Sound,

ich bin auch nur von den Cookies angefangen, weil Spyware regelmäßig in diesen gefunden wird, kaum in der Registry, wo sie ja das Verhalten des Rechners beeinflussen könnten, und nie irgendwo anders.

Was ist denn wohl nun der Unterschied zwischen einem normalen und einem Spyware-"verseuchten" Cookie? Werden alle Cookies, die Website-Aufrufe zählen, schon in diese Kategorie eingereiht?

Gruß Peter

Antwort 6 von Soundi

@Peter
Cookie ist Cookie - wo zu sie verwendet werden, ist eine andere Sache. Wenn Du ein Cookie von einer Porno-Seite auf dem Rechner hast (obwohl der nicht schaden kann), wird das immer als "böser Cookie" abgetan. Wenn man ein Cookie von einem Forum wie zum Beispiel dem SN drauf hast, heißt das "guter Cookie".

Das ist das schwarz/weis-Sehen vieler Menschen. Aber man kriegt aus den Cookies nur das raus, was man zuvor abgespeichert hat (oder die Seite automatisch abgespeichert hat) - es kann sich nicht selbstständig machen, Dinge aus dem PC saugen und an eine Internetseite weitergeben.
Und man kann ja immer noch entscheiden, ob man ein Cookie akzeptiert oder nicht.

Antwort 7 von robbie17

@soundi

über cookies wird! spioniert

hast du dich noch nie gefragt
warum du laufend cookies von zb "doubleclick"
auf deinem rechner hast
obwohl du garantiert noch nie auf deren seite warst?

ich hab da schon mal was zu geschrieben (antwort 9)

Antwort 8 von Soundi

Wenn sich ein PopUp-Fenster öffnet oder ein Banner von einer anderen Seite, war man sehrwohl auf dieser Seite von der sich ein Cookie gespeichert hat.

Man hat die URL zwar nicht eingetippt, wurde aber indirekt durch Werbung dahingeleitet.

Bis auf das Surfverhalten (ob man schonmal da war, etc.) kann man nicht wirklich etwas sinnvolles ausspionieren.

Das ist manchmal wirklich eine paranoide Verhaltensweise. Denkst Du ohne Cookies ist man besser dran? Man hat ja immer die Wahl ob man es speichern will oder nicht - erstmal sollten die IP-Adressen abgeschafft werden (was nicht geht), dann sollte man sich Gedanken um Cookies machen.

Man kann Sachen feststellen mit Cookies, das ist richtig. Aber sie sind nicht gefährlich und saugen Dir auch keine Familien-Fotos von der Festplatte, noch haben sie einen Keylogger drin.

Antwort 9 von robbie17

du hast gesagt cookies können fast nix
ich hab gesagt cookies können viel
jetzt sagst du sie können aber nicht alles
du hast recht!

Antwort 10 von Soundi

Cookies können doch auch nichts.

Der Mond ist die Festplatte/Browser, der Ami ist die Webseite.

Website kommt mit Raumfähre zur Festplatte und hinterlegt eine Tafel "Ich war hier". Wenn später wieder eine Website kommt "Aha, es war schon jemand hier".

Sie sind funktionslos und können nix. Les Dir bitte meine Beiträge genau durch.

Man kann sich mit Cookies verrückter machen, als man ohnehin schon ist. Anonyme Statistiken sind nicht verboten und der Name wird nirgends gefordert.

Sag mir, was mir passieren kann, wenn ich ein Cookie von einer C*rack-Seite aus Honululu auf dem PC habe? Nix! Ist mir doch egal, ob ich Werbung - bis auf die legale Tatsache, dass sie wissen, auf welcher Seite ich irgendwann mal geklickt habe, können die weder an Infos über mich kommen, noch sonstwas.

Antwort 11 von SeppiWoo

LOL - gut das ihr endlich einen weisen Kompromiß gefunden habt!

Viele Grüße
Seppi

Antwort 12 von Peter43

@Soundi
@robbie17

danke Euch beiden, die Diskussion in Deinem Link (robbie17) war auch recht aufschlußreich.

Von einem Cookie kann also nie eine direkte Gefahr für den PC und seine Daten ausgehen; nur das Surfverhalten des Anwenders kann von anderen Leuten ausspioniert werden.

Meine Cookies fangen alle mit "Peter" an, offenbar habe ich meinem Rechner diesen Namen bei der BS-Installation gegeben. In den Cookie-Texten stehen auch keine persönlichen Daten. Somit bleibe ich für die Cookie-Ausleser ja anonym. Damit lassen sich nur allgemeine, statistische Daten sammeln, keine personenbezogenen. Oder habe ich da was übersehen.

Ich sehe die Daseinsberechtigung einer Software wie Ad-Aware für gefährdet ...

Gruß Peter

Antwort 13 von Soundi

Das ist richtig, keine personenbezogene Daten und statistische Daten sind nicht verboten und auch keineswegs schlimm.

Cookies sind halt der Beweis dafür, dass Du irgendwann mal absichtlich/ausversehen oder indirekt auf einer Seite warst und das hat nicht jeder gern (spuren verwischen, etc.).

Soundi

Antwort 14 von robbie17

@peter43

wie ich ja schon in dem link geschrieben habe
muß man davon ausgehen das dein surfverhalten
mit deinem namen und deiner adresse
in verbindung gebracht wird
wenn du dich irgendwo mit deinen reallife-daten registrierst

ich schreibe "man muß davon ausgehen" weil es technisch möglich ist
und deutsche datenschutzgesetze interessieren amerikanische firmen bestimmt nicht
die wahrheit kennen nur wenige
ich gehöre nicht dazu ;)

weil es technisch möglich ist
tue ich das meine dazu
daß dies bei mir verunmöglicht wird

ich habe keinen missionarischen eifer
andere auch davon zu überzeugen
es sollte nur jeder die infos kennen

spyware ist wenn sie keine programmierfehler hat
nicht schädlich für deinen rechner
sie will ja schließlich auch weiterhin mitfunktionieren

und spyware spioniert mit minimalen ausnahmen (geheimdienst-/hacker-trojaner)
selbstverständlich nur im sinne der werbewirtschaft&industrie
sie ist nicht politisch oder kriminell motiviert

einziges ziel ist es dich als konsument gewinnbringender
ansprechen zu können

wenn dir das nix ausmacht mußt du spyware nicht bekämpfen

Antwort 15 von Miboba

Auch ein Vorschlag:

Ich habe meinen Browser so eingestellt, dass er fragt, bevor er ein Cookie speichert.

Cookies, die ich haben will, z. B. Support-Net lasse ich dann zu und Cookies, die ich nicht haben will, z. B. doubleclick blocke ich gleich ab.

Antwort 16 von robbie17

@soundi

ich glaube du hast das prinzip noch nicht verstanden
es geht nicht um cookies einzelner webseiten

angenommen eine firma hat ein werbebanner
auf jeder seite im ganzen internet
(zugegebenermaßen fiktion ..)

dann kontaktiert dein browser auf jeder seite im inet
den server dieser firma (da er das banner lädt)
ganz egal wie die domain der seite heißt die du aufrufst

damit wird das ganze inet zu einer einzigen homepage

und ähnlich wie ein admin einer website
all deine aktivitäten auf seiner seite sehen kann
kann diese firma so all deine aktivitäten
im ganzen inet sehen

ein cookie einer hackersite in honululu ist komplett harmlos!

Antwort 17 von Peter43

@robbie17
richtig - das habe ich übersehen. Sobald ich mich bei einer Webseite registriere, wie z.B. hier, können natürlich meine Zugriffe zusammen mit meinen persönlichen Daten gespeichert werden.

Bei den Amis war ich schon immer vorsichtig, habe mich bemüht, auf keiner US-Site meinen Namen zu hinterlassen. Aber man kommt nicht immer drum rum, z.B. Software-Kauf, dann haben sie sogar deine Kreditkartennummer.

Manche Browser bieten die Möglichkeit, beim Beenden alle Cookies zu löschen. Gibt es eine Methode, alle Cookies außer ..... löschen zu lassen? Die Außnahmen wären für mich z.B. die Sites, in denen man sich sonst per Hand einloggen muß (wir wollen nicht von Online Banking reden).

Gruß Peter

Antwort 18 von Friedel

Von dem was Sondi schreibz stimmt das meiste. Zumindest die technischen Hintergründe stimmen. Nur das was er daraus folgert ist nicht richtig. Und zum Thema Tracing Cookies hat er nur abfällige Bemerkungen gemacht anstatt auf das (sehr ernsthafte) Problem ein zu gehen.

Zuerst mal: Cookies sind sind reine Textdateien, die keinen ausführbaren Quellcode enthalten. Soweit stimmt das was Soundi schreibt. Cookies können beliebige Daten speichern, aber natürlich nur Daten die für deinen Browser oder den Absenderserver feststellbar sind. Wenn du hier im Supportnet surfst wird auf deinem PC ein Cookie vom Supportnet erzeugt und gespeichert. In diesem Cookie könnten Daten gespeichert werden, wie z.B. die Zeit wann du zum letzten mal im SN warst, dein Username, dein Passwort, welchen Browser du verwendest, wie groß deine Bildsirmauflösung ist und welche Farbtiefe eingestellt ist, wie viele Buchstaben und Wörter dein letztes Posting enthalten hat, welche Themen du gelesen hast usw. Diese Infos können immer dann, wenn dein Browser die Domain supportnet.de kontaktiert vom Server ausgelesen werden und verändert werden. Das ganze passiert zu deinem Vorteil und ist ziemlich unbedenklich. Andere Domains als "supportnet.de" können diese Infos nicht auslesen.

Aber leider können Cookies auch ohne den Besuch einer Webseite erzeugt werden. Sie können immer dann erzeugt werden, wenn dein Browser eine Domain anspricht. Also z.B. durch die Anzeige eines Bildes, eines Werbebanners, oder durch eine Weiterleitung, oder durch den Aufruf eines unsichtbaren Pixel, oder durch den Aufruf eines Elements, das es gar nicht gibt ... Außerdem können Cookies so angelegt werden, dass sie auch von anderen Domains gelesen und verändert werden können.

Und jetzt wird's gefährlich. Angenommen du blätterst gerade im Onlinekatalog der Firma Webkauf. Da ist ein Banner der Firma Telekom auf der Seite, die ihre Banner durch die Agentur Datentausch GmbH schaltet. Immer dann, wenn du eine Webseie besuchst, die einen Banner oder sonst etwas von der Fa. Datentausch besuchst, wissen die also, dass du der Besucher bist, der sich bei Webkauf für das Produkt xyz interessiert hat. Wenn du auf irgend einer der Seiten mit so einem Banner deine Emailadresse eingegeben hast (z.B. zum Login oder um anmelden), dann haben sie die auch. Da diese Agenturen iher Datenbestände natürlich untereinander abgleichen (die Daten werden verkauft) habe die Agenturen oft umfangreiche Profile zur Verfügung. Ob sie diesem Profil deinen bürgerlichen Namen zuordnen können ist meist völlig unerheblich. Im Internet ist dein bürgerlicher Name völlig irrelevant solange man nur in der Werbebranche ist.

Tracing Cookies sind Cookies, die gezielt angelegt werden um User aus zu spionieren. Solche Cookies sollte man nicht einfach löschen. Man sllte die Absenderdomains dieser Cookies außerdem in deinen Sichheitseinstellungen zu den Domainsmit eingeschränkten Rechten ergänzen. So kann man z.B. einstellen, dass solche Domains keine Cookies mehr speichern dürfen und keine Scripte ausführen dürfen.

Antwort 19 von robbie17

die "amis" sind (vielleicht) näher als man denkt
zb yahoo.de hotmail.de

wenn du einen browser
aus der mozilla-familie (netscape/firefox..) benutzt
ist die cookies-datei eine einfache textdatei dieses namens

du könntest den browser dann über ein skript starten
das vorher die alte cookies.txt
mit einer default-version überschreibt
in der nur deine vertrauenswürdigen cookies drin sind

Antwort 20 von Road-Runner

Hallo,

Zitat:
Manche Browser bieten die Möglichkeit, beim Beenden alle Cookies zu löschen. Gibt es eine Methode, alle Cookies außer ..... löschen zu lassen? Die Außnahmen wären für mich z.B. die Sites, in denen man sich sonst per Hand einloggen muß (wir wollen nicht von Online Banking reden).


Es mag da verschiedene Programme geben, ich kenne aber leider keines.

Firefox geht den umgekehrten Weg, vorausgesetzt, Du hast ihn dementsprechend konfiguriert.

Ich z.B. habe eingestellt, dass er vor dem Akzeptieren von Cookies fragt. Wenn ich ein Cookie zulasse, habe ich ausserdem die Wahl, ob ich es ein für alle Mal zulasse oder nur für die laufende Sitzung.

Dasselbe gilt, wenn ich ein Cookie ablehne (einmalig oder definitiv).

Im Endeffekt habe ich dann nur die Cookies auf meinem rechner, die ich zulassen will, alle anderen bleiben aussen vor.

Gruss

Road-Runner

Antwort 21 von Peter43

@robbie17
ich benutze neuerdings firefox und habe cookies.txt gefunden - danke für den Tip, werde ich umsetzen.

@Friedel
will den Rat in Deinem letzten Absatz gerne durchführen, aber wie sehen tracing cookies aus?

Gruß Peter

Antwort 22 von Peter43

war zu lange kaffeholen, schon ist mein Beitrag nicht mehr aktuell ...

Danke Road-Runner, werde meine Einstellung mal entsprechend setzen. Das ist dann ja noch einfacher.

Gruß peter

Antwort 23 von CookieExpress

Es gibt ein Progi das löscht den Internet-Kram
und alle Cookies ..außer, schon beim Windows-Start.

Das Progi heißt: Systemmechanic

Dieses Progi putzt das Windows Blitze-Blank bei
jedem SystemStart

CookieExpress

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