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tcp/ip-bindung der netzwerkkarte lösen?





Frage

wenn ich das in den eigenschaften der lan-verbindung mache, kann ich keine seiten im internet mehr aufrufen. gehe nur mit einem notebook via netzwerkkarte (100 mbit) und dsl router/modem ins netz. habe den raspppoe-treiber installiert und seitdem im gerätemanager zusätzlich zur netzwerkkarte einen wan-miniport eintrag. in den eigenschaften der lan-verbindung sind der client für microsoft-netzwerke, pppoe und tcp/ip angehakt. Wenn ich das häkchen bei tcp/ip rausnehme, wird gleichzeitig auch der client deaktiviert, und ich komme - wie gesagt - nicht mehr ins internet. wenn man den infos trauen darf, müßte ich doch allein mit dem raspppoe-treiber ins internet kommen, aber wie?

Antwort 1 von TheBlackBird_

Hi,

Da liegt wohl "gefaehrliches" Halbwissen vor.
Die TCP/IP-Bindung ist nur dann auf der NIC nicht erforderlich, wenn an dieser das DSL-Modem direkt angeschlossen ist und dann die Einwahl ueber RASPPoE vom Rechner selbst erfolgt.

In Deinem Fall uebernimmt der Router die Einwahl via PPPoE. Die Verbindung PC<->Router duerfte aber via TCP/IP funktionieren. Daher geht auch nix, wenn Du diese Bindung von der NIC entfernst. Dafuer ist der RASPPPoE auf dem Rechner nicht erforderlich, da die Einwahl ja, wie schon erwaehnt, der Router uebernimmt. Dort, im Router, sind demzufolge auch die Zugangsdaten Deines ISP einzutragen. Lies dahingehend einmal das Handbuch zu Deinem Router. Dort sollte das eigentlich beschrieben sein.

Cu TheBlackBird ®

Antwort 2 von weissvonnix

blackbird: ich frage ja gerade, weil ich es nicht weiss...

wenn ich dich richtig verstehe, kann ich also raspppoe auf dem rechner getrost wieder löschen, denn in der tat habe ich am anfang alle zugangsdaten im router eingetragen.
es lief ja auch vorher ohne...

bringt mir bei einem einzelnen rechner eine feste ip etwas? wenn ja, wo trage ich diese ein, und wie könnte sie lauten?

hilf mir doch nochmal. und danke für die erklärung!


Antwort 3 von Gagamello

Eine feste Ip bringt insofern etwas: Der Rechner sucht beim Booten nach einer vorgegebenen IP Adresse. Findet er keine, weist er sich selber eine zu. Gibst du ihm z.B. eine feste wie 192.168.0.1 dann fällt dieser Vorgang weg.

Antwort 4 von TheBlackBird_

Hi,

@wvn
Upps da hatte ich ja wohl ein Smiley vergessen, hinter dem "Halbwissen". Fuer Fragen ist das Forum ja da.

RASPPPoE
Ja, bei Routerbetrieb kann der RASPPPoE getrost deinstalliert werden. Wofuer er benoetigt wird habe ich oben schon geschildert, und ich glaube kaum, dass Du das NB samt DSL-Modem und Splitter etc. mit rumschleppst, und versuchst es irgendwo anzuschliessen.

btw: Wenn es denn vorher lief, warum hast Du dann ueberhaupt RASPPPoE installiert?

Feste IP
Beim Booten des BS und dem Initialisieren der Treiber fuer die NIC, wird geprueft, ob eine Konfiguration vorliegt, die eine feste IP vorsieht. Ist dem so, dann wird diese zugewiesen. Ist dem nicht so, dann wird ein DHCP-Server gesucht, der IP-Adressen verteilt. Diese Funktion uebernimmt im allg. der Router. Ist kein DHCP erreichbar, dann greift Windows seit (imho) ME auf APIPA zurueck (Automatic Privat IP-Adressing).
Da Dein Router im Allgemeinen staendig eingeschaltet sein duerfte, ist nun auch staendig ein DHCP erreichbar. Es sollte also keine merkliche Verzoegerung beim Bootvorgang geben. Alle notwendigen Einstellungen fuer den Routerbetrieb werden somit automatisch erledigt.
Wofuer wird dann eine fixe IP benoetigt? Diese ist dann notwendig, wenn Rechner hinter dem Router Dienste anbieten sollen, welche aus dem INet erreichbar sein sollen/muessen. Dazu muss dann im Router der entsprechende Port auf den Rechner weitergeleitet werden, welcher den Dienst anbietet. Diese Zuweisung geschieht im Normalfall ueber eine IP. Aendert diese sich nun staendig, wird zwar versucht den Port weiterzuleiten, die "Weiterleitung" kann den dienstanbietenden Rechner aber nicht erreichen, da dieser nun eine andere IP hat. Ausweg: Die meisten Router lassen sich so einrichten, dass sie eine IP nicht wahllos vergeben, sondern dass eine bestimmte Netzwerkkarte (indentifiziert anhand der MAC-Adresse) immer dieselbe IP zugewiesen bekommt.
Oder die Zuweisung von Hand. Dabei gilt fuer Dich, dass die IP im Netz des Routers liegen muss. Da es im Hausgebrauch mehr oder weniger ueblich ist eine SubnetzMaske von 255.255.255.0 zu verwenden heisst das dann, dass die ersten 3 Zahlen der IP mit denen des Routers uebereinstimmen muessen, und die letzte muss eine andere sein.
Bsp.:
Router IP: 192.168.2.1
RechnerIP: 192.168.2.2
Zusaetzlich muss dann dem Rechner noch ein Gateway und ein DNS- Server zugewiesen werden. Dabei genuegt es dann in den dafuer vorgesehen Feldern die IP des Routers einzutragen. Um bei obigem Beispiel zu bleiben:
Gateway: 192.168.2.1
DNS-Server: 192.168.2.1

Cu TheBlackBird ®

Antwort 5 von weissvonnix

Alle Achtung, blackbird, danke!
du machst aus meinem halb- glatt noch ein dreiviertelwissen ;-)!

werd mir das aber nochmal überlegen, ob ich eine feste ip vergebe.
der router läuft zwar bei mir nicht ständig, da ich das nb aber in der regel nie ganz ausschalte (standby bzw. ruhezustand) habe ich auch wenig probleme mit dem hänger beim booten.
hatte übrigens raspppoe installiert, weil ich es oft als empfehlung gelesen habe, ohne daß dazu gesagt wurde, für welchen speziellen fall es gedacht ist. habs inzwischen schon wieder deinstalliert und alles läuft wie gehabt.

also nochmal danke, auch an gagamello.

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