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Notebook unter Linux wird heiß





Frage

Hallo, habe Suse Linux 9.1 Prof. neben Windows XP Prof. SP1 auf meinem Samsung X10 XTC1400 installiert. Während ich unter Windows immer mal schauen kann, wie weit die CPU denn runtergetaktet wird, damit der Laptop Strom spart, finde ich so eine Möglichkeit bei Linux nicht und habe auch noch kein Programm gefunden, dass dies mir anzeigen würde. Unter Windows wird der Laptop so auch nicht so heiß. Arbeite ich jedoch ein Weilchen mit Linux (keine anspruchsvollen Anwendungen, nur Konquerer, Editor, Kmail und Konsole) wird dieser ziemlich schnell sehr heiß, so dass sich meine meist kalten Finger sehr schnell erwärmen bis es sogar ihnen fast zu warm wird. Was kann man da tun? Gibt es ein Tool mit dem ich mir die CPU-Leistung anzeigen lassen kann? Gruß, dieKerstin

Antwort 1 von Samba

Ja, das Problem ist bekannt.
Deine CPU nimmt keinen Schaden. Der Rechner läuft halt immmer auf Volllast, 100%.

Eigentlich sollte das mit der 9.1 - Kernel mit nahezu voller ACPI-Unterstützung - kein Problem mehr sein.
Probier mal eine andere Distribution. Ich habe auf Laptop mit Kanotix und Mepis sehr gute Erfahrungen gemacht.

Antwort 2 von MacGyver031

Hallo dieKerstin,
Falls du das Problem in den Griff bekommen willst, kommst du nicht drumherum den Kernel mit spezifischen Einstellungen zu Kompilieren (z.b. Plattform = Pentium M, CPU-Frequency scaling uvm).

Für den Anfang:
Den Kernel mit acpi=force starten, centrino-speedstep, freq_table und cpufreq_powersave module laden und einen userspace tool wie cpufreqd verwenden. Mit diesen massnahmen wird der CPU bei IDLE auf 600MHz herunter getaktet und der Laptop ist etwa 37°C.

Cpu-temperatur anzusehen ist sehr einfach:
cat /proc/acpi/thermal/THRM0/temperature
welches voraussetzt dass der ACPI aktiv ist.

Wenn du noch Anfänger bist, hilft nichts anders googeln, googeln und nochmals googeln. Es gibt genügend HowTos wie man kernel kompiliert, cpufreqencyscaling macht uvm.

SyM

Antwort 3 von Samba

Ein Anfänger wird damit überfordert sein.
Interessant ist, dass das nicht genrell so ist. 2 mir bekannte Laptops surren ohne jegliche Veränderungen unter Kernel 2.6.7 mit voller ACPI-Unterstützung.

Scheinbar gibt es hier 2 Kriterien:

a) was liefert der Kernel mit
b) wie gut und wie konform wurde die ACPI-Unterstützung im BIOS durch den Hersteller des Laptops umgesetzt

Hier gibt es Unterschiede von Gerät zu Gerät bzw. von Hersteller zu Hersteller. Deshalb kann man auch nicht pauschal sagen, Linux eigne sich nicht zur Installation auf einem Laptop/Notebook. Ganz im Gegenteil. Bei mir z. B. surrt der Rechner viel leiser als unter WindowsXP, bei gleicher Aktivität, wobei die Werte völlig ok sind (Temperatur etc.).

Es ist aber auf jeden Fall ratsam, die Temperatur im Innern des Rechners und des Hauptprozessors im Auge zu behalten, falls man Linux zum ersten Male auf einem Laptop installiert.

Antwort 4 von MacGyver031

Zitat:
Ein Anfänger wird damit überfordert sein.

Tja, irgend wann müssen die das Lernen, oder die Finger vom Linux lassen.

Zitat:
Bei mir z. B. surrt der Rechner viel leiser als unter WindowsXP, bei gleicher Aktivität, wobei die Werte völlig ok sind (Temperatur etc.).
Der Laptop ist bei mir relativ kühl. Habe ein AMD-System, bei dem es noch nie abgestürzt ist unter Linux, aber unter WinXP konnte man kaum arbeiten!

Also wenn jemand nicht einen Kernel Kompilieren will, soll gefälligst bei Windows bleiben, denn der Kernel entscheidet darüber ob und wie gut das System funktioniert. Die Pfeiler einer Haus, ist der Kernel einer Linux-System.

SyM

Antwort 5 von "petra"

@MacGyver031:

Gut gebrüllt, Löwe. Du hast ja teilweise recht. Aber Dein Fahrlehrer lässt Dich auch nicht gleich Autobahn fahren (=Kernel backen) sondern übt erst mal laaangsam das gerade aus fahren. Natürlich kommst du nur auf der Autobahn richtig schnell vorwärts, irgendwann muss man das können. Aber genau hier hört dann auch schon dieses kleine Gleichnis auf.
Nicht jeder Linux-Benutzer kann und will sich so tief in die Materie einarbeiten. Das ist doch gerade das schöne an Linux- die Freiheit das zu tun oder zu lassen was man will. Ich denke das jeder selbst entscheiden sollte, wie er mit Linux umgehen will, welche Programme er nutzt, welchen "Linuxhersteller" er vorzugsweise verwendet und so weiter. Mich stört einfach dieses elitäre Gehabe von manchen Leuten, was ich auch in Deinen Posting zu hören glaube.

Es ist auch nichts schlechtes daran, weiter Windows zu nutzen. Alles ist klickibunt und du musst gar nichts wissen um einen Computer zu bedienen. Für Leute die das wollen, ist Windows wirklich die erste Wahl. Nur werden Sie dann auch mit restriktionen "bestraft", mit denen sie leben müssen.
Entschuldige, ich will Dich nicht persönlich angreifen, ev. hast Du es auch gar nicht so gemeint. Es fällt mir nur immer öfter diese futzelei Windows<->Linux oder Linux_Typ_A<->Linux_Typ_B auf. Das bindet nur Recourcen, die mit gegenseitiger Hilfe viel besser genutzt werden könnten. Was ja auch der Sinn von Boards wie diesen hier ist.

Ich hoffe, jetzt keinen Flame auszulösen.
"Petra"

Antwort 6 von MacGyver031

@Petra,
Was mich eigentlich Nervt ist, dass die Leute kein bisschen mühe geben mal 5 min zu googeln, fragen diesselbe Fragen die auf vielen Foren schon ausführlich beantwortet wurde. Anderseits stellen ihre Fragen, und geben keine Feedbacks, und man weiss nicht ob der Person etwas damit anfangen konnte oder ob der etwas anders macht.

Ich kann schritt für schritt eine Anleitung schreiben, nur müssen die Personen mir nicht das Gefühl geben dass ich umsonst da eine Stunde Tipparbeit leiste!

SyM

Antwort 7 von X33

Könnte auch so gelöst werden, dass man ein Cool-Pad kauft und das Notebook draufstellt.
Auch unter Windows XP wird das eine oder andere Notebook sehr heiss. (pentium 4 sind echte öfen)
Hängt wohl wirklich davon ab wieviel Augenmerk der Hersteller auf das Powermanagement gelegt hat.


Antwort 8 von dieKerstin

Vielen Dank für Eure vielen Antworten und sorry, dass ich mich erst jetzt melde. Hatte ziemlich viel zu tun und deshalb keine Zeit hier rein zu schauen.

Ich hatte schonmal versucht mir mit cpufreqd oder cpufreq_powersave die cpufrequenz anzuschauen, aber irgendwie hat das gar nicht geklappt. Suse hatte ja so ein Tool mitgeliefert.
Wahrscheinlich funktionierts auch nicht, weil dieses ACPI nicht funzt. Irgendwo kann man da was einstellen, erinner mich net mehr so genau, wo das war. Jedenfalls kommen da nur zwei Sätze in denen steht so ungefähr: ACPI wird nicht unterstützt.

Im Yast kann ich ja auch einstellen, was passieren soll, wenn das Notebook am Netz hängt oder wenn es nur mit Batterie läuft. Allderings hat das irgendwie keine Wirkung gebracht.
Als es mal mit Batterie lief, hat es sich irgendwie genauso verhalten als wäre es am Netz bis der Batteriestatus wohl eng wurde, dann wurde langsamer gestartet, Infrarot wurde abgeschaltet usw. Als es wieder am Netz hing, brauchte Linux och nen weilchen um mit zu bekommen: Oh, ich habe ja wieder Strom! Bis es endlich wieder normalschnell lief etc.

Ich denke mal das liegt am Centrino. Der Kernel is dafür wohl noch nicht wirklich gebaut worden. Ich stand schonmal kurz davor mir selber einen zu bauen, weil es Probleme das WLAN zum Laufen zu bringen, aber dieses Problem konnte ich zum Glück anders lösen. Leider fehlt mir auch die Zeit mich intensiv mit dem Bau eines Kernels zu beschäftigen. Eigentlich will ich Linux ersteinmal nur verwenden und mich evtl. später, wenn man sich einen guten und detailierten Überblick verschafft hat, wo man was findet (im Linux und im Inet) damit beschäftigen, sich evtl. von Grund auf ein Linux selber zu bauen und nicht auf irgendwelche Distributionen zurück zu greifen. Aber bis ich soweit bin, vergeht sicher noch einige Zeit.

Solange muss ich wohl mit meiner Schoßheizung (Notebook ;-) ) vorlieb nehmen. Manchmal habe ich jedoch das Gefühl, dass es nicht so heiß wird. Da bleibt es recht kühl. Ein anderes mal macht es wieder richtig Dampf.

Nunja, nochmal vielen Dank an Euch.

Gruß,
dieKerstin

Antwort 9 von MacGyver031

@Samba
Siehste Samba, dieKerstin ist keine Anfängerin, fast ein Profi. ;-)

@dieKerstin
Wlan ist relativ einfach, wenn du den Kernel von Kernel.org heruntergeladen und entpackt hast, gehst du unter ipw2100.sf.net und liest mal, ist gut beschrieben, den Kernel patchen, Kernel backen und schon sollte der wlan funktionieren.

SyM

Antwort 10 von Samba

Ich denke, bevor man jetzt wie wild herumpatcht und herumdoktort, sollte man einfach mal eine andere Distribution testen. Warum? Klar patchen die Zusammensteller auch, aber warum sich die Mühe machen, wenn andere bereits optimale Ergebnisse erzielt haben.

Mein Tipps in diesem Zusammenhang Mepis, Xandros und Kanotix. Ich hab hier noch so einen Heizlüfter von Medion stehen. Der schnurrt unter Xandros nur noch leise, Werte sind dabei ok.

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