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Gefragt in DSL von besign2 Mitglied (706 Punkte)
Bearbeitet von besign2
Hallo miteinander,

habe das Problem, dass von meinem 50er-DSL-Anschluss über die Fritzbox 7490, dann Powerline 520 und einem TP-Link-Netzwerkverteiler am Ende am Rechner nur 2,6 bis 4,5 Mbit ankommen.

Nun ist durch ein Test sowohl von 1und1 und von mir klar geworden, dass die Fritzbox die volle Bandbreite über 45 Mbit durchstellt. Es liegt also an der weiteren Verbindung ab Fritzbox zu Powerline und/oder TP-Link-Verteiler. Wie kann ich schnell in der bestehenden Konfiguration durch softwareseitige Analyse feststellen, wer der Übeltäter ist, ohne dass ich alles auseinandernehme?

Die letzte Messung über "Breitbandmessung.de" ergab eine Downloadrate von 4,17 und einen Upload von 9,33 Mbit.

Eine Antwort würde mir sehr helfen.

LG Besign2

6 Antworten

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Beantwortet von halfstone Profi (14.8k Punkte)

Hi besign2,

was ist denn ein "TP-Link-Verteiler", was hat der denn genau für eine Bezeichnung?

Ich denke mal, das ist ein Switch, also etwas Kabelgebundenes.

Bei solchen Netzwerkproblemen hätte ich als erstes die Powerline Teile in Verdacht. Über welche Strecke gehen die denn (mehrere Stockwerke, Zimmer...)?

Gruß Fabian

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Beantwortet von besign2 Mitglied (706 Punkte)
Hallo Fabian,

der TP-Link ist ein kabelgebundener Netzwerk-Switch. Die Powerline-Teile geben das Netzwerk nur über den Flur ein Zimmer weiter auf der gleichen Ebene an den Switch weiter, der an der Powerline hängt. Bisher hatte ich nicht den Eindruck, dass Sie defekt sind. Es gab auch so gut wie nie einen Totalausfall. Mich wundert auch, dass der Download so niedrig und der Upload vergleichsweise hoch ist. Leider ist der Support über Fritz aber wohl nicht mehr vorhanden.

Ehe ich jetzt neue Powerlines kaufen muss, was würde ich das schon gern eruieren. Da ist denn im Falle des Falles ein Netzwerkswitch billiger.

LG Besign2
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Beantwortet von halfstone Profi (14.8k Punkte)
Hi Besign2,

dann würde ich einfach mal ein Netzwerkkabel statt der Powerline Adapter nehmen um dein Netz das eine Zimmer weiter zu legen.

Dann die Bandbreite messen und dann weißt du genau woran es liegt. Powerline ist ähnlich wie WLan von vielen Faktoren abhängig und hat viele Fehlerquellen. Gerade, dass es eben nur "schlecht" geht und nicht "gar nicht" deutet meiner Erfahrung nach auf den Powerline Part deines Netzes hin.

Falls du kein so langes Netzwerkkabel hast, die gibt es sehr preiswert bei Pollin.de oder Amazon.de.

Gruß Fabian
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Beantwortet von computerschrat Profi (20.5k Punkte)

Hallo Besign2,

Powerline Verbindungen nennen zwar in ihren Datenblättern traumhafte Geschwindigkeiten, erreichen diese aber in den meisten Fällen nicht. Dafür gibt es viele Gründe, die man teilweise ausschalten kann, teilweise vermutlich nicht.

  • Die Steckdosen der Powerline Endgeräte sollten nach Möglichkeit an der gleichen Phase, besser noch an der gleichen Sicherung hängen Dazwischenhängende Sicherungen oder gar getrennte Phasen sorgen für eine höhere Dämpfung des Trägersignals und damit zu Datenwiederholungen
  • Die Powerline Endgeräte sollen möglichst direkt an der Steckdose und ohne Verlängerungen oder Mehrfachsteckdosen angeschlossen sein. Jede Steckverbindung führt zu weiterer Dämpfung des Trägers.
  • Es gibt viele Störer, die Powerline Übertragung beeinträchtigen. Dazu gehören z.B. Energiesparlampen, die mit ihrem Netzgerät ziemlich in die Leitungen hinein stören, ggf auch Dimmer oder andere Leistungsregler, die ggf. an der gleichen Phase hängen
Zusätzlich gibt es einen anderen Effekt, den du aber leicht prüfen kannst. Powerline ist bekannt dafür, DSL Leitungen zu stören. Das solltest du am Ereignisprotokoll der Fritzbox unter der Rubrik Internet, ggf, auch Telefonie erkennen können. Genau dieses Problem hatte ich und deshalb habe ich meine Powerline Verbindungen mit Kabel ersetzt. Merkwürdigerweise fällt das nicht unbedingt auf, wenn der Telekom Techniker im Haus ist und die Leitungen prüft. Diese Störungen führen, je nach Intensität zu Verlust der DSL Synchronisation oder in weniger heftigen Fällen zu Verlust an Bandbreite.
Ich würde daher Fabians Vorschlag, die Powerline Verbindung testweise durch Kabel zu ersetzen aufgreifen. Wichtig ist allerdings, dass beide Powerline Adapter während des Tests nicht in der Steckdose stecken.
Gruß computerschrat
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Beantwortet von computerschrat Profi (20.5k Punkte)
Bearbeitet von computerschrat
Nochmal hallo,

die Suche nach dem Datenengpass geht am leichtesten mit einem Laptop. Hänge den per Netzwerkkabel an die verschiedenen Stellen (FritzBox direkt, Kabel das von der FB kommend in den Powerline geht, Ausgang hinter dem Powerline 2, am TP-Link Switch) und lass dann einen Leitungs-Speedtest laufen. Dann siehst du, an welcher Stelle die Geschwindigkeit gut und an welcher schlecht ist. Daraus kannst du dann ableiten, welches Segment der Netzwerktopologie den Flaschenhals darstellt.

Gruß computerschrat
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Beantwortet von
ausgewählt von halfstone
 
Beste Antwort

Hallo miteinander,

das Problem ist gelöst: Ein netter Berater von AVM Fritz, der eigentlich Produktberater ist, gab mir den Tipp, doch mal die Powerliner zu tauschen und einfach mal andersrum in die Steckdose zu stecken. Gesagt, getan und das war´s! Seit dem habe ich wieder dauerhaft deutlich über 30 Mbit bei einer 50er-Leitung. Aber damit kann ich leben. Warum nun genau das die Lösung gebracht hat, weiß ich nicht.

Besten Dank für euer Hilfe!

LG Besign2

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