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Gefragt in Peripherie von
Har hier jemand schon mal was davon gehört, dass ein Bildschirm nach ca.8 Jahren werksbedingt abgeschaltet wird, damit man einen neuen kaufen muß. Bei Druckern ist das ja bekannt. Wir haben zwei gleiche Bildschirme (HP L1925) im Abstand von ca. einem halben Jahr gekauft. Vor ca. einem halben Jahr ist nun der erste dunkel geblieben und gestern nun der zweite. Ich denke, dass hier ein Ablaufdatum werksbedingt vorgesehen ist.
weiß hier jemand was darüber?

17 Antworten

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Beantwortet von snoopie Experte (3.2k Punkte)
@charles0066:

Ich würde an eurer Stelle mal nach einer Werkstatt (Computer- oder vielleicht auch Fernseh-Werkstatt) in der Umgebung suchen, welche die Geräte mal in Augenschein nehmen kann. Oft lassen sich auch ohne detaillierte technische Unterlagen Fehlerursachen ermitteln und beseitigen. Und gerade bei den beiden fraglichen Geräten, die nach dem Einschalten noch kurz ein Bild zeigen und dann erst dunkel werden, könnte ich mir vorstellen, dass sie zu reparieren sind und dass eine Reparatrur durchaus auch wirtschaftlich sein könnte. Vielleicht ists ja nur ein Defekt im Netzteil, z.B. Zusammenbruch einer Spannung oder Aussetzen einer Regelung, ein defektes kleines Bauteil ...

Gruss,
Snoopie
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Beantwortet von snoopie Experte (3.2k Punkte)
@charles0066:

Noch eine Idee: Ist vielleicht auf den Schirmen noch ganz schwach ein Bild zu erkennen? Dann wäre nämlich die Hintergrundbeleuchtung ausgefallen. Dafür ist oft, neben der Lampe, der sogenannte Inverter zuständig. Es gibt Werkstätten, die sich auf solche Reparaturen spezialiisiert haben. Ich würde mal danach googeln. Allerdings könnte es sein, dass sich dann eine Reparatur tatsächlich nicht mehr lohnt.

Snoopie
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Beantwortet von
Der Elko soll auch angeblich auch nur 1 Cent gekostet haben. Jeder Hobbyelektronicus weiß, dass es keine Elkos für 1 Cent gibt und diese auch keinen exakten Timer eingebaut
das ist gut, nur da kauft kein hobbyelektroniker 10 stück ein, sondern schon größer.
was meinst du @Ma.Tratze 10k, 100k pro lieferung?
keiner behauptet, dort sind irgendwelche timer verbaut und andere geschichten.
es reicht vollkommen, wenn eben die billig elkos nicht der geforderten spezifikationen entsprechen.
was das zu folge hat, müsstest du wie ich so deine antworten gelesen habe, genau wissen.
die sind nicht billig, weil da jemand die spendierhosen an hat, die sind billig, weil man da minderwertige ressourcen verwendet.
schaue dir den zusammenbau eines elkos an.
mittlerweile gibt es keine zutat die nicht durch was "günstigeres" ersetzt wurde.
ein weiteres stichwort, plagiate.
und wie du es drehen willst, solche teile haben in hochqualitativen geräten nichts zu suchen!
es ist wirklich schade, dass immer mehr namhafte hersteller auf so einem "spartripp" fahren und wie es schön heißt "alles für die kunden, nur das beste für die kunden"
der hersteller will vielleicht nicht so zu sagen auf den stichtag ein gerät ausfallen lassen, denn das wäre offensichtlich feststellbar.
aber zumindest die hersteller die solche billig teile verbauen, machen es voll bewusst und alle bereits möglichen bedingungen ausführlich ausgetestet haben .
daher wie lange so ein gerät halten kann, ist auf jedem fall kalkulierbar!
man braucht nichts extra machen, den rest gibt sich das gerät selber und der anwender steuert da natürlich bei.
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Beantwortet von stocki Mitglied (375 Punkte)
Hi,
in der Massenproduktion werden vielfach einfache Bauteile nicht in
Stückzahlen eingekauft, sondern nach Gewicht; was im Endeffekt auf
dasselbe hinausläuft, da man das Gewicht eines einzelnen Bauteils
kennt. Dabei werden bestimmte Toleranzen der Bauteile
einkalkuliert genauso wie eine bestimmte Ausfallquote. Platinen
werden von Bestückungsautomaten mit Bauteilen bestückt, die dann
von Lötautomaten festgelötet werden. Anschließend findet im
besseren Fall eine Funktionsprüfung der Platine statt. Eine defekte
Platine oder eine, die nicht die geforderten Toleranzen erfüllt, wird
vom Prüfautomaten aussortiert.
Es gibt aber auch Firmen, die jede Platine ohne Funktionsprüfung
verbauen, da es billiger kommt, gegebenenfalls ein komplettes
Gerät beim Endkunden auszutauschen, als eine Funktionsprüfung
von möglicherweise einer ganzen Reihe von Platinen für ein Gerät
durchzuführen.
Ein ganz großer Knackpunkt sind die gesetzten Toleranzen. Und
darin unterscheiden sich Anbieter. Um ein einfaches Beispiel zu
nennen: ein Heizungsthermostat für eine Raumheizung kann eine
Toleranz von z.B. 1 Grad haben; ob ich 21 oder 22 Grad in der Bude
habe, stört eigentlich niemanden. Wenn´s zu kalt ist, drehe ich den
Thermostaten halt etwas höher. Dieser Thermostat kostet dann in
der Herstellung 1€. Für ein Gerät in der chemischen Produktion oder
im Medizinbereich darf ein Thermostat eine Toleranz von z.B. 0,05
Grad haben - der kostet dann aber auch 120€.
Für sehr hochwertige Geräte werden bereits die verwendeten
Bauteile einer Toleranzprüfung unterzogen, was natürlich ein
ziemlicher Aufwand ist und zu einem Aussortieren eines
erheblichen Teils der eingekauften Bauteile führt. Diese
aussortierten Bauteile werden aber meist nicht verschrottet, sondern
an Massenhersteller verscherbelt, die großzügiger mit den
Tolaranzen umgehen (können). Diese sehr hochwertigen Geräte
haben natürlich ihren Preis, den "Otto Normalverbraucher" meist
nicht zu zahlen bereit oder auch nicht imstande ist.
Der Beschiss findet m.E. dann statt, wenn vorgaukelt wird, dass ein
hochwertiges Gerät verkauft wird, dass einen entsprechenden Preis
hat, sich im Inneren dieses Geräts aber derselbe billige Mist
befindet, wie beim Billigheimer. Diese Vorgaukelei findet leider
tausendfach statt; u.a. auch, weil halt viele Verbraucher annehmen
und darauf vertrauen, dass sich hinter einem bekannten
Markennamen besondere Qualität verbirgt.
Um zum eigentlichen Thema zurück zu kommen: wenn ich ein Gerät
habe, bei dem etliche Bauteile am Rande der Toleranz oder der
Leistungsfähigkeit arbeiten, können sich diese Grenzwertigkeiten
addieren und zu einem frühen Ausfall des Gerätes führen.
Bei vielen Profigeräten wird eine Mindestbetriebsdauer angegeben,
die teilweise durch Betriebsstundenzähler überwacht wird. Nicht
umsonst kosten solche Geräte aber auch ein mehrfaches der
"Normalverbraucher"-Geräte.
Gruss
stocki
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Beantwortet von massaraksch Experte (3.1k Punkte)
Nur mal so...

Hab hier einen ständig genutzten Philips 180P2 vom Oktober 2002 und einen nicht ganz so oft genutzten IBM-9494 HBN vom Januar 2002, also 10 Jahre alte Teile. Beide liefen zuerst 3-4 Jahre in der Firma und seitdem privat.

Bild wie am ersten Tag, vor allem der Philips. Kann mich von den Dingern nicht trennen - seufz ;o)

Sollte da ein "Verfallsdatum" eingebaut sein, dann ist es recht großzügig bemessen. OK, das waren damals natürlich auch keine "Tiefpreisangebote".

mfg, Massaraksch
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Beantwortet von
massenprodukte werden künstlich gealtert. vorgabe ist, dass sie die zwei jahre überstehen und danach möglichst bald kaputt gehen. zudem sind die geräte so gebaut, dass es in der regel einen totalschaden gibt. eine reperatur ist nicht vorgesehen, nur der neukauf.
es geht um konsum und geld, sonst nichts. es gibt keinen technischen grund, warum ein fernseher auch heutzutage nicht 15 jahre laufen können sollte - man will es nur nicht.
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Beantwortet von
Har hier jemand schon mal was davon gehört, dass ein Bildschirm nach ca.8 Jahren werksbedingt abgeschaltet wird, damit man einen neuen kaufen muß.

Gehört (Murks? Nein danke!) schon, aber nicht selbst erlebt.
Meine Erfahrungen sehen so aus - Beispiel: nach (immerhin) 6 Jahren Nutzung war mein 19"-TFT (Philips) nicht mehr zu gebrauchen, weil das Einstellen-Menü (OSD) nicht mehr vom Bildschirm verschwand und anfing zu flackern, wenn die Menütaste gedrückt wurde.
Ich habe daraufhin den Monitor aufgemacht und auf Verdacht die Platinenleiste, auf dem sich die Bedienelemente befinden, abgesteckt: Das Menü war verschwunden und der Monitor wieder zu gebrauchen. Nachdem die Platinenleiste mit heißem Wasser, Waschmittel und Föhn behandelt und wieder angesteckt wurde, war auch das Menü wieder bedienbar.
In diesem Fall gibt es mich keinen Grund, an Manipulationen des Herstellers zu glauben, denn es war einfach nur ein Kontaktproblem durch Dreck oder Oxyde, wie es auch bei vielen anderen Geräten der Fall ist - nichts, was ich einem Hersteller ankreiden würde (und für einen erfahrenen Bastler kein unlösbares Problem). Geräte gehen nun mal kaputt, das eine früher, das andere später, daran war und ist nichts ungewöhnlich.

Wenn ich allerdings lese, dass in Geräte z.B. Akkus fest eingelötet werden, das Gehäuse nicht (ohne Spezialwerkzeug) zu öffnen ist und diese Akkus bekanntlich eine vorhersehbar kurze Lebensdauer haben, würde ich dem Hersteller selbstverständlich entsprechende Absichten unterstellen (die Sache mit den exakt zur gleichen Zeit ausfallenden Elkos halte ich allerdings auch für Quatsch).
...