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Gefragt in Plauderecke von halfstone Profi (15.8k Punkte)
Hi,

ich war heute mit meinem Auto bei der DEKRA um TÜV zu bekommen und hatte eigentlich keine Sorge, da das mein "firschestes" Auto ever ist, also von 2010. Der Prüfer meinte dann gleich am Anfang, "wissen sie, wie der Stern da vorne ab geht?". Ich weiß es nicht genau aber er war abgebrochen und der Rest natürlich viel zu scharfkantig.

Aber das war nicht das Problem. Nachdem ich den Prüfer über die Testmöglichkeiten der neuen Features wie Abstandsregeltempomat ausgefragt hatte hab ich mich dann hingesetzt, bezahlt und gewartet. Er fuhr mein Auto auf die Hebebühne wo es ruckelte und geschüttelt wurde...

Bis er dann in Neutralstellung mehrmals Vollgas gegeben hat (sowas ist mir beim TÜV noch nie untergekommen). Dann stieg plötzlich Rauch auf und das hörte auch erst mal nicht auf. Ich war dann doch etwas beunruhigt. Er testete weiter und holte mich dann zum Endergebnis zu sich. Also er meinte, drei Sachen wären nicht ok. Zeigte mir eine korrodierte Bremsleitung für die hinteren Bremsen, dann auf den tropfenden Motor (war immer noch auf der Hebebühne). Ich war sehr verwundert, dass meine Karre so tropfte und fragte was das sei. Er meinte Kühlwasser. Ich hab dann gleich gesagt, dass das neu sein müsste, da ich ja ohne Leck zur Dekra gefahren sei. Er meinte, das wüsste er nicht. Wir haben dann zusammen nach der Ursache geschaut und er fand dann einen Kühlerschlauch der abgegangen war.

Ich hab dann gesagt, dass das wohl das Ergebnis seiner Vollgastest gewesen ist und er meinte, ja das könnte gut sein. Er gab mir noch einen Tipp, so nicht all zu weit zu fahren und gab mir noch die Adresse einer Werkstatt um die Ecke.

Jetzt meine Frage, ich meine, der hat mein Auto kaputt gemacht, dann soll er es auch wieder in Ordnung bringen, oder muss ein Auto sowas abkönnen und ich hab halt Pech gehabt? Wie ist sowas bei der Prüfung geregelt? Ich meine, ich selber hätte das nie mit dem Vollgas gemacht, kann auch sein, dass das was mit der Abgasmessung zu tun hatte und er es machen musste, aber das habe ich bei meinen Vorgängern nie erlebt.

Zum Glück hatten die in der Werkstatt um die Ecke sich die Zeit genommen mir den Schlauch wieder mit einer speziellen Zange drauf zu klemmen (warum wird das nicht wie vor 20 Jahren mit einer Schraubklemme gemacht?).

Na ja, hab also keinen TÜV bekommen, aber diese Aktion finde ich schon bemerkenswert.

Gruß Fabian

4 Antworten

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Beantwortet von
also ein Kühlmittelschlauch darf definitiv nicht abgehen nur weil mal Vollgas getreten wird.
Der Schlauch saß dann wohl nicht sauber und möglicherweise wäre der dir demnächst dann mal auf der Autobahn abgerutscht.

Und Vollgas beim Abgastest ist durchaus nicht unnormal beim TÜV (ob das nötig ist weiß ich allerdings nicht)
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Beantwortet von suppnetfan Mitglied (771 Punkte)
Falls du Adac-Mitglied, dort kann man (nachdem man sich eingeloggt hat) auch juristische Fragen stellen. Und die Erstberatung beim von Adac empf. Anwalt ist kostenlos
+1 Punkt
Beantwortet von halfstone Profi (15.8k Punkte)
Bearbeitet von halfstone
Hi suppnetfan,

ich bin aus dem Verein ausgetreten. Mir geht es auch nicht um eine rechtliche Betrachtung, das kann ja mal passieren. Nur, dass sich der Prüfer dafür nicht mal ansatzweise entschuldigt oder sonst wie verantwortlich fühlt finde ich schon krass. Ich musste ihn ja darauf hinweisen, dass das wohl gerade erst passiert sein kann. Und dann hätte ich mir an seiner Stelle mal eine Zange besorgt und wenigstens versucht den Schlauch wieder richtig zu befestigen.

Da sind immerhin mehr als 2 Liter Kühlwasser ausgelaufen, auch das hätte er mal nachkippen können oder mir anbieten Wasser zu holen.

Gruß Fabian
0 Punkte
Beantwortet von
Mein TÜV arbeitet da anders. Zuerst optisch rundum, Motorhaube auf, dann auf die Hebebühne und da wird geschaut wie's der Bremsanlage geht, Unterboden, Auspuff und ob der Rahmen passt. Wenn er da nichts findet dann kommt er auf die Rollen und weitere Tests folgen...
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