246 Aufrufe
Gefragt in NW-Sonstiges von
Hallo zusammen,

ich habe eigentlich gleich mehrere Fragen:

Frage 1: Kann mir zu Beginn mal jemand ganz grundsätzlichen den Unterschied erklären zwischen einer Domäne und einer Workgroup?

Wir haben im Geschäft ein Netzwerk mit einem Server (Win Server 16) und 8 Clients (Win 10 Pro). Es gibt für alle 8 Arbeitsplätze einen einzigen "Teamlogin" mit dem gleichen Benutzer und Passwort (und ich nehme mal an einen Admin Login). Wenn ich das richtig weiß, ist es eine Workgroup, keine Domäne.

Frage 2: Stimmt es, dass ich in einer Domäne einen Benutzer anlegen könnte, sagen wir "Hans", der egal auf welchem Arbeitsplatz er sich einloggt, die gleichen Rechte im Netz hätte, während das in einer Arbeitsgruppe eben nicht geht?

Frage 3: Wenn jetzt alle den gleichen Login und die gleichen Rechte haben, wäre es ja egal ob Domäne oder Workgroup oder?

Frage 4: Wenn ich jetzt mit dem Teamlogin, den jeder benutzt, ins Internet gehe und mich z.B. bei meinem privaten GMX Postfach einlogge (ja wir dürfen das ;o) ) und das Passwort speichere, ist es dann lokal auf dem einen PC gespeichert oder global für alle Benutzer? Oder ist das ein Unterschied ob Domäne oder Workgroup?

Es wäre toll, wenn sich jemand erbarmen könnte, mir die Gemeinhisse des Netzwerks, näher zu bringen.

Danke!

-Noob.

1 Antwort

0 Punkte
Beantwortet von flupo Profi (15.1k Punkte)
Der Unterschied liegt (nach meinem Verständnis) in der Art der Verwaltung der Benutzer und ihrer Zugriffsrechte. In einer Domäne gibt es einen Server, auf dem das alles zentral von einem Netzwerkadmin festgelegt wird. In einer Arbeitsgruppe/Workgroup werden Freigaben am Objekt selber - also dem Ordner, der für andere freigegeben wird - gemacht.

Deine Frage 2 kann man mit Ja beantworten.Das Schöne daran ist, dass man das Verbinden zu einem Netzlaufwerk so automatisieren kann. Dem Benutzer "Hans" wird zentral eine Ablage zugewiesen, das wird beim Login erkannt und die Ablage eingebunden. In einer Arbeitsgruppe muss man das beim ersten Login noch von Hand (oder per Script) erledigen.

Frage 3: Für den Anwender ist es eigentlich egal. Für den Admin aber nicht. Wenn jeder immer am selben Rechner arbeitet und die Anzahl der User und Netzressourcen überschaubar ist, geht es auch ohne Domäne. Der PC wird bei der Übergabe einmal so eingerichtet, dass alles zur Verfügung steht, was der Anwender braucht und fertig. Mit steigender Userzahl wird dieser Aufwand aber deutlich höher, so dass sich die zentrale Rechteverwaltung in der Domäne anbietet.

Frage 4: Wahrscheinlich ist das Passwort nur im Benutzerprofil des Browsers am verwendeten PC gespeichert. Eine Domäne kann man so konfigurieren, dass die Benutzerprofile zentral auf dem Server gespeichert werden. Das würde dann bedeuten, dass das Passwort auch an den anderen PCs verfügbar wäre.

Gruß Flupo
...