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Gefragt in DSL von tacoomik Mitglied (184 Punkte)
Die lage - das problem:

Habe ich eine längere zeit am PC offline zu tun, schalte ich das modem (DSL am glasfaseranschluss) aus. Bis etwa 1 bis 2 stunden (genau habe ich das nicht gemessen) bin ich nach erneutem einschalten sofort wieder drin. Geht es länger, dauert es ganze 8 minuten, bis ich wieder signal habe.

Sieht aus, wie wenn ich vom server ausgeloggt worden wäre, nach dem wiedereinschalten müsse irgendeine komplette einlogprozedur durchgehen, es dauert halt etwas, bis ich wieder signal habe; während dieser zeit verhält sich das modem nach aussen ganz normal, alle lämpchen darauf leuchten bzw. blinken/flackern wie immer, der PC signalisiert mit seiner kontroll-LED, dass das modem an der netzwerkkarte angeschlossen ist. Nur »ipconfig /all« meldet, dass ich keine nutzbare IP-adresse habe, entsprechend sind auch versuche, etwas im Internet zu erreichen.

OK, gedacht, mal kann ich beim provider nachfragen, was hier so lange dauert. Nun habe ich aber auch geschaut, wann kommt das signal, nachdem ich den PC einschalte, das gesamte system hochfahre und festgestellt, da habe ich auch praktisch sofort eine richtige IP-adresse (normalerweise dauert es bei mir etwas, bis ich mich ins Internet schmeisse, so habe ich diese zeit bislang nicht gekannt).

Bevor ich damit beim provider vorspreche, der - wie bekanntlich die techniker meist kaum mehr wissen und denkfähigkeit an den tag legen, als was man ihnen in ihren schnellbleichkursen beigebracht hat und nur auf 0815-fragen von 0815-noob-kunden vorbereitet sind - höchstwahrscheinlich ohne konkrete oder höchstens mit einer unwahrscheinlich fadenscheinger erklärung dies auf meine anlage abschieben würde, möchte ich danach zuerst an ein paar neutralen orten fragen. Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass mein system da irgendwelche solche frist hätte, nach deren ablauf er nicht so ohne weiteres ins Netz wollte. Während dieser 8 minuten wartezeit kann ich bei ihm kein ungewöhnliches verhalten beobachten


Die frage:

Woran kann der riesige unterschied zwischen dem einloggen beim PC-start und dem wiedereinloggen während der PC offline gearbeitet hat?

Diesen zustand dürfte doch der server nicht erkennen, wenn ich nicht angeschlossen bin, und selbst wenn, sehe ich den grund nicht, warum er dass unterschiedlich behandeln sollte, und erst noch sich dann so viel zeit nehmen, bis es ihm gefällt, seine dienste zu leisten

2 Antworten

+1 Punkt
Beantwortet von computerschrat Profi (25.1k Punkte)
Hallo tacoomik,

wenn du am PC mit ipconfig Meldung zu einer ungültigen IP-Adresse bekommst, liegt das Problem nicht beim Provider, sondern bei der Kommunikation zwischen PC und Router.  Ich vermute mal, dass der PC-die Netzwerkkarte bei längerer Trennung abschaltet und damit auch seine vorher per DHCP zugeteilte IP-Adresse löscht. Die neue Adresse bekommt der PC erst wieder, wenn der Netzwerk-Stack einen neuen DHCP-Request an den DHCP-Server stellt. Ich weiß nicht, welches Ereignis diese Anfrage auslöst. Um zu testen, ob es daran liegt, kannst du aber folgendes machen:

Wenn du wieder mal auf die Verbindung warten musst, gehe in die Eingabeaufforderung und gib das Kommando ipconfig /renew

Das sollte sofort nach einer neuen Adresse fragen und die Verbindung sollte sofort wieder verfügbar sein. Solltes du dabei eine Fehlermeldung bekommen, dann gib zuerst das Kommando ipconfig /release und dann ipconfig /renew

Wenn es dann sofort wieder geht, müssen wir weitersehen.

Gruß computerschrat
0 Punkte
Beantwortet von tacoomik Mitglied (184 Punkte)
Bearbeitet von tacoomik
Ja, das wars. Vielen dank, computerschrat :)

Nur noch ein detail, sollte hier mal jemand mit demselben problem lesen: In W98 heisst das genau ipconfig /renew_all (doch das findet man schnell heraus, DOS gibt eine entsprechende meldung zurück, wenn man das _all versäumt)

Ich schaue noch mal in BIOS, ob ich dort irgendeine einstellung zum solchen ausschalten der netzwerkkarte finde, so aus dem kopf ist mir jetzt aber nichts bewusst, nur dass man sie komplett ein- oder ausschalten kann

In Windows ist mir auch bislang nichts bekannt, womit ich sowas steuern könnte. In der energieverwaltung schalte ich einzig die laufwerke nach 3 minuten (minimum) untätigkeit aus, sonst nichts.

Unter Systemsteuerung - Netzwerk habe ich jetzt in der registerkarte Konfiguration bei »Intel 82557-basierter Integrated Ethernet PCI (10/100)« unter Eigenschaften - Erweitert »Coalesce-Puffer« Wert 8 (ohne masseinheit, keine ahnung, was für ein puffer das ist) gefunden; rein logisch würde ich sagen, dass muss irgendeine grösse des puffers sein. Oder sind das vlt. doch die besagten 8 minuten, die ich beim warten festgestellt habe?
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