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Gefragt in Peripherie von univers8 Einsteiger_in (35 Punkte)
Bearbeitet von univers8
Hallo,

ich habe folgendes Problem.
Meine externe Festplatte (eine Samsung) wird nicht mehr erkannt. Habe Sie schon länger unbenutzt herumliegen und weiss leider nicht mehr genau wonach der Fehler aufgetreten ist. Wahrscheinlich nachdem Sie runtergefallen ist.
Für etwa eine Sekunde nachdem man sie ans Netzteil angeschließt fährt sie mit "normalen" Geräuschen hoch - man merkt das sie "hochfährt". Danach fängt sie an zu Klicken. Das Klicken ist in gleichen Abständen, schnell und dauerhaft.

Ich hab mal ein bisschen im Netz gestöbert und getippt es könnte irgendwie der Schreib-/Lesekopf hängen. In diversen Anleitungen hab ich gesehen, dass der Kopf vorsichtig ausserhalb der Scheibe gestellt wurde, quasi in Start-/Endposition. Nur in einer Anleitung war die Position eher innerhalb der Platte.

Also hab ich die Platte mal vorsichtig aufgemacht und der Kopf steht etwa in der Mitte der Scheibe. Die Scheibe hat soweit keine Riefen oder Kratzen. Allerdings lässt sich der Kopf nur innerhalb der Scheibe verschieben. Die Halteung bzw. der Arm vom Kopf ist quasi mechanisch so gebaut, dass sich der Kopf nur innerhalb der Scheibe bewegen kann.

Die Platte ist wiegesagt kratzen- und riefenfrei.
Die restlichen Komponenten von der Festplatte sehen von ausser erstmal nicht defekt aus.
Habe die Platte testweise auch einmal ohne die Elektronik vom Gehäuse der externen Festplatte gestartet - also 4-Pin Strom Stecker direkt ans Netzteil vom PC angeschlossen. Leider das gleiche Problem.

Nun meine Fragen:
Ist das mit dem Schreib-/Lesekopf alles so richtig, wie ich das gesehen habe?
Gibt es irgendeine Möglichkeit die Festplatte noch ohne fachmännische Hilfe zu retten?

Die Daten sind mir nicht sehr wichtig, von daher bin ich für einige riskantere Ideen offen.

Ich würde mich über jede Hilfe sehr dankbar sein.

Mit freundlichen Grüßen

18 Antworten

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Beantwortet von steffen2 Experte (5.9k Punkte)
ich denke, dass selbst der normale Fachmann jetzt Schwierigkeiten hat. Oder hast du die Platte in einem Reinraum geöffnet?
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Beantwortet von univers8 Einsteiger_in (35 Punkte)
Bearbeitet von univers8
Hallo,

also die Frage stammt von mir.
Ich habe die Frage ohne Registrierung im Forum gestellt, konnte aber nicht antworten - oder hätte ich die Antwort in der Fragestellung über Bearbeiten geben sollen?

Nun zum Thema.
Nein ich habe die Festplatte nicht im Reinraum geöffnet, bin mir des Risikos bewusst. Es wurde aber in diversen Tipps erwähnt, dass man bei vorsichtiger Handhabung gute Chancen hat. Da mir die Daten darauf nicht wichtig sind, will ich (auch riskante) Ideen versuchen.

Danke soweit schonmal.
+1 Punkt
Beantwortet von nostromo3456 Mitglied (313 Punkte)
Also wenn du die Platte geöffnet hast und dan Arm noch dazu bewegt hast, dann ist die definitiv hinüber. Solche Sachen aus"dem Netz" sind Tipps von Verrückten. Nicht für umsonst werden Festplatten in Reinräumen produziert.

Bei der Geschwindigkeit mit der diese Platten rotieren reicht ein winziges Staubkorn um den Lese- Schreibarm zu zerstören.
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Beantwortet von univers8 Einsteiger_in (35 Punkte)
Bearbeitet von univers8
Mir ist schon klar, dass professionelle Firmen den Reinraum mit gutem Grund haben.
Ich habe den gleichen Tipp auch von einer Firma gesehen, die sich mit professioneller Festplatten-Reparatur befasst. Natürlich mit dem klaren Hinweis, bei Festplatten mit wichtigen Daten, diese Festplatte zum Spezialisten zu geben.

Ich habe den Arm nicht einfach mit den Finger oder einem Werkzeug verstellt, sondern die Scheibe gedreht, in dem ich die Halterung der Scheibe gedreht habe und die Scheibe natürlich nicht berührt habe.

Danke, ich warte dann trotzdem noch darauf, ob jemand einen Tipp hat.
0 Punkte
Beantwortet von computerschrat Profi (26.7k Punkte)
Bearbeitet von computerschrat
Da mittlerweile vermutlich kein weiterer Schaden mehr angerichtet werden kann, schadet es ja nicht, die Platte bei geöffnetem Gehäuse in Betrieb zu nehmen. Was passiert, wenn du die Spannungsversorgung anschließt, dreht die Platte und macht der Arm mit den Schreib-Leseköpfen eine Initialisierungsbewegung?

Gruß computerschrat
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Beantwortet von univers8 Einsteiger_in (35 Punkte)
Bearbeitet von univers8
Danke für den Tipp.
Was genau meinst du mit Initialisierungsbewegung?
Mir ist die Gefahr vom Schmutz etc. bei geöffnetem Gehäuse zur Zeit noch zu riskant, vielleicht hat ja noch jemand eine andere Idee.

Wenn ich die Festplatte mit geschlossenem Gehäuse starte hört sich das Klicken genau so an, wie ich es in Anleitungen gesehen habe, dass die Schreib-/Leseköpfe hängen. Habe mich jetzt nur so leihenhaft damit auseinandergesetzt. Ich hab das so verstanden, als würden Festplatten eine Mechanik verbaut haben, welche die Schreib-/Leseköpfe in eine Start-/Stopp-/Endposition stellen, wenn die Festplatte vom Strom genommen werden. Es könne aber passieren, wenn die Festplatten älter sind, hinfallen oder sonstige Gründe, dass die Mechanik nicht funktioniert und die Schreib-/Leseköpfe dann hängen und sich dauerhaft hin und her bewegen. Weiteres dazu steht im Fragepost.

Bei geschlossenem Gehäuse hört es sich für mich nachdem die Festplatte Strom bekommt folgendermaßen nach an:
Sie fährt hoch, die Scheibe dreht sich und bleibt es auch die ganze Zeit über.
Für etwa eine Sekunde ist sonst nichts zu hören. Dann scheinen die Schreib-/Leseköpfe gestartet zu werden. Für einen Moment hört es sich gut an - es gibt einige kurze Klickgeräusche als ob sie sich starten.
Ab dann geht das dauerhaft Klicken los. Es hört sich an als ob die Köpfe sich hin- und herbewegen, immer von einer gleichen Stelle zur anderen gleichen Stelle.

Ich hatte mich allerdings falsch ausgedrückt. Die Festplatte wird erkannt. Im Arbeitsplatz erscheint sie als Lokaler Datenträger. Allerdings ohne Dateisystem/Partition, wenn ich sie Öffnen will fragt Windows ob ich sie formatieren will.
Im Gerätemanager scheint die Festplatte auch ohne gelbes/rotes Zeichen und unter Eigenschaften als einwandfrei. Wenn ich die Datenträgerverwaltung öffne, bliebt diese allerdings hängen.
Soll ich denn Thread-Titel ändern oder sogar einen neuen anlegen?

Sehr merkwürdig ist noch folgendes. Wenn ich die Festplatte mit dem USB-Kabel zum Computer verbinde und eine weile warte, dieses dann wieder entferne hört das genannte Klicken auf.
Entweder sie ist ganz still (man hört leider auch keine Schreib-/Lesegeräusche) oder sie ist sehr lange stil, für kurze Zeit beginnt wieder das Klicken und hört dann auch wieder für die gleiche lange Dauer auf irgendwelche Geräusche von sich zu geben.

Kann ich die Festplatte vielleicht mit einer Software irgendwie testen.

Mit freundlichen Grüßen
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Beantwortet von computerschrat Profi (26.7k Punkte)
Vor dem Staub beim Betrieb mit offenem Gehäuse musst du mittlerweile keine Angst mehr haben. Der Staub ist schon mit dem ersten Öffnen ins Gehäuse gekommen.

Dem Geräusch nach zu schließen wird der Arm mit den Schreib-/Leseköpfen bewegt, es werden aber nicht die erwarteten Formatierungsinformationen gefunden. Also fährt der Kopf etwas von der aktuellen Spur weg (klick) und wieder darauf zurück (klack). Damit wird versucht, die Positionierung des Kopfes sauber zu kalibrieren. Das scheint nicht mehr zu funktionieren und das wiederum spricht dafür, dass hier nichts mehr zu retten ist.

Schreib- und Lesegeräusche sind bei Festplatten generell nicht zu hören. Es werden ja keine Lochstreifen gestanzt, sondern nur kleine Bereiche magnetisiert oder entmagnetisiert. Das erzeugt keine Geräusche.

Am USB wird die Platte nach einer Weile der Nichtnutzung ausgeschaltet, dann ist sie still. Ab- und zu greift Windows auf externe Datenträger zu, dann geht die Platte wieder an.

Ich würde hier aufgeben und die Platte entsorgen.

Gruß computerschrat
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Beantwortet von univers8 Einsteiger_in (35 Punkte)
Bearbeitet von univers8
Ja mir ist schon klar, dass beim Öffnen schon Staub reinkommt - nur wenn die Festplatte bei offenem Gehäuse läuft wird es sicher schnell mehr werden.

Mit Schreib- und Lesegeräusche meine ich auch eher die Schreib-/Leseköpfe - oder was auch immer man hört. Eben diese typischen Geräusche wenn auf eine Festplatte mit Scheibe geschrieben oder gelesen wird.

Da die Festplatte ja zumindest erkannt wird, nur eben keine Partition bzw. kein Dateisystem, gibt es vielleicht eine Möglichkeit mit einer Software genauer zu schauen, was mit der Festplatte ist?
Ließe sich mit Programmen in der Datenwiederherstellung eventuell etwas daran machen? Wäre davor eine Formatierung möglich oder sinnvoll?

Vielen Dank.
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Beantwortet von computerschrat Profi (26.7k Punkte)
Was da erkannt wird, ist nicht die Festplatte, sondern der Plattencontroller. Da aber dieser Controller auf der Platte selbst offenbar keine auswertbaren Informationen findet, ist auf dem Weg über den Controller kein Zugriff auf die Platte möglich. Da können dann auch Programme zur Datenwiederherstellung nichts machen, weil auch die darauf angewiesen sind, dass der Controller mit der Platte etwas anfangen kann.

Kommerzielle Datenretter würden jetzt die Platte herausnehmen und mit einem Referenzsystem versuchen, die Daten direkt zu lesen. damit können sie dann eventuell auch ohne die nötigen Formatierungsinformationen noch Teile der Daten erkennen und lesen. Dafür kannst du dann aber sehr tief in die Tasche greifen.

Gruß computerschrat

Nachtrag: Eine Formatierung, wenn sie denn möglich wäre, wäre hier nicht zweckdienlich, weil damit alle Daten für den normalen Nutzer gelöscht werden. Auch nach einer Formatierung könnte man einiges wiederherstellen, aber man macht sich das Leben noch ein Stück schwerer.
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Beantwortet von univers8 Einsteiger_in (35 Punkte)
Alles klar, danke für die Informationen.

Da ja zumindest der Controller erkannt wird, kann dadurch oder anders (z.B. Software) das Problem noch eingegrenzt werden?

Weiss jemand zum Thema Arm der Schreib-/Leseköpfe wie im Fragepost beschrieben etwas - warum und ob die Köpfe in meiner Festplatte nicht ausserhalb der Scheibe bewegt werden können?
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