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Vorteile beim HDTV - Empfang über analoge Sat-Anlage?





Frage

Hallo, hab da mal eine Frage zum Thema: HDTV. Nächstes Jahr plane ich mir einen neuen Fernseher zu kaufen. Über HDTV hört man ja schon fast überall. Auch ich plane in nächster Zeit vielleicht einen neuen Fernsehr zu kaufen, der das schon unterstützt. Ich habe zu Hause eine [b]analoge ca. 7 Jahre alte Sat-[/b[b]]Anlage[/b], an der 2 Endgeräte angeschlossen sind. Wenn ich mir jetzt einen neuen LCD-TV mit HD-Ready kaufen würde, hätte ich dann [u]einen Vorteil [/u](ProSieben, Sat1 senden ja schon in HDTV-Auflösung) mit meiner analogen Sat-Anlage, oder müsste ich um HDTV zu empfangen meine komplette [b]analoges System gegen eine Digitales [/b][u][b]umrüsten?[/b][/u]

Antwort 1 von jojoooj

Du musst auf jeden Fall umrüsten!
Sonst hast du den alten rieseligen, schlechten, normalauflösenden Empfang. Ich habe einen normalen 3 Jahre alten TV und mit diesem wird das Bild bei digital um Gigantisches besser, obwohl nicht HD.
HD wird sowieso nur über digital als MPG- Stream verbreitet.
Ausserdem hast du ein viel besseres Bild, einen Haufen Sender mehr und viele nützliche neue Funktionen.
Du musst aber darauf achten, dass der neue Reciever und die neue Sat-Schüssel HD unterstützen!
Die analog-Sender werden ausserdem nach und nach demnächst abschalten und nur mehr über digital empfangbar sein.
lg

Antwort 2 von roko

Hallo,

An die Sat-Empfangsanlage stellt HDTV - abgesehen vom Receiver - keine besonderen Anforderungen.

HDTV-Receiver lassen sich an die vorhandene Satelliten-Schüssel anschließen, wobei hier wie bei allen DVB-Receivern ein digitales LNB (Universal-LNB) montiert sein muss.

HDTV-Receiver kann man übrigens neben Pay-TV auch für alle Free-to-Air, also für Nicht-Bezahl-Programme einsetzen und zwar sowohl für HDTV, wie auch für Programme in Standardauflösung (SDTV).

Über eine CI-Schnittstelle (CI = Common Interface) können SmartCards aufgenommen werden, die z.B. mit dem Irdeto-Verschlüsselungssystem arbeiten.

Über den CI-Slot besteht die Möglichkeit ein CA-Modul aufzunehmen und so auch Sendungen mit anderen Verschlüsselungssystemen zu empfangen.

Hat man nun einen HDTV-tauglichen DVB-S-Receiver, dann braucht man für die Bildwiedergabe ein HDTV-taugliches Display. In Frage kommen theoretisch konventionelle 16:9-Fernseher und Rückprojektions-Fernseher - tatsächlich praxisgerecht dürften aber nur Plasma-Fernseher, LCD-Fernseher oder ein Projektor sein. Kaum ein Begriff wird von der Industrie so gern und so häufig in Werbeaussagen strapaziert wie die angebliche HDTV-Fähigkeit. In vielen Fällen wird hier kräftig mit Halbwahrheiten gearbeitet, wenn nicht gar mit bewusster Irreführung.

Erste Voraussetzung für HDTV-Tauglichkeit ist, dass die geräteinterne Ansteuerungselektronik (das sogenannte Chassis) mit den HDTV-Signalen zurechtkommt und sie überhaupt zur Darstellung an das Bildpanel bzw. die Röhre weiterleiten kann.

Zweite Voraussetzung ist, dass die Auflösung des Bildpanels genügend Bildpunkte aufweist, um HDTV darzustellen. Und daran scheitert es meist. Strenggenommen sollte ein Display 1920 x 1080 Pixel darstellen können - und zwar native, nicht interpoliert ("gerechnet") -, um sich HDTV-fähig nennen zu dürfen. Und davon gibt es Stand Oktober 2005 in Deutschland noch immer nur einige wenige High-End-Geräte.

Setzt man seine Ansprüche für die native Darstellung auf 720p herunter, dann wird man z.B. bei Pioneer fündig. Sowohl der Pioneer PDP-506XDE, wie auch der kleinere Pioneer PDP-436XDE beherrschen 768 Pixel in der vertikalen auflösung und liegen damit deutlich über der von 720p geforderten Auflösung von 1280 x 720 Bildpunkten.

Native schaffen allerdings auch die Pioneer-Plasmas das 1080i-Format mit seiner Auflösung von 1080 x 1920 nicht.

Übrigens muss auch bei einer 768er Vertikal-Auflösung interpoliert werden, denn die 720p-Auflösung soll ja formatfüllend dargestellt werden. Dieser vergleichsweise geringfügige Rechenvorgang beeinflusst die Bildqualität jedoch nicht. Auch lässt sich 1080i hervorragend auf 768 interpolieren.

Nach Meinung mancher Experten hat die Interpolation sogar Vorteile, da sie dazu beiträgt, Nachzieheffekte bei schnellen (diagonalen) Bewegungen zu nivellieren.

Neben der Auflösung ist die Bildwiederholfrequenz von Bedeutung. Die meisten in Deutschland angebotenen LCD- und Plasma-Fernseher wurden primär für den viel größeren asiatischen und nordamerikanischen Markt produziert. Dort dominiert NTSC mit 480 Zeilen und 60 Hz Bildwiederholfrequenz.

Wie oben bereits erläutert, sind 480 Zeilen für HDTV auch bei bester Interploation zu wenig, um ein hochauflösendes Bild zu erreichen. Doch selbst wenn dies möglich wäre, so müssten die HDTV-Signale in der in Deutschland gesendeten PAL-Bildfrequenz von 50 Hz verarbeitet werden können.
Und spätestens an diesem Punkt steigen die meisten Panels aus. Bei Einspeisung von HDTV kommt dann schlicht ein schwarzer Bildschirm.

Lassen Sie sich also beim Kauf im Hinblick auf HDTV auf jeden Fall bestätigen, dass das ins Auge gefasste LCD- oder Plasma-Panel HDTV in der Qualität "1080i/720p, 50/60 Hz" verarbeitet.
Damit sind Sie nach heutigem Stand der Technik auf der sicheren Seite.


Gruß Rolf

Quelle: Von einer HiFi-Seite kopiert, weiß aber nicht mehr genau welche.

Antwort 3 von Tele-ITSE

Danke,

Wie viel kostet dann solch eine Umstellung von einer analogen Sat-Anlage zu einer digitalen?

Antwort 4 von sutadur

Die Umstellung von analog zu digital kostet nicht so viel: Digital-LNB und digitaler Sat-Receiber dürften unter 100 EUR kosten. Damit ist es aber, wie oben erläutert, nicht getan. Vor allem der Receiver muss HDTV-tauglich sein (digital alleine reicht da nicht). recht teuer (wie meistens am Anfang neuer Techniken).

Zitat:
ProSieben, Sat1 senden ja schon in HDTV-Auflösung

Das Dilemma an der Sache ist, dass das im Grunde kein Mensch gucken kann. Die ersten Prototypen von Empfängern, die das umsetzen können, sind erst Ende 2005 fertiggestellt worden, bis zur Marktreife und bis diese Zugang in die Konsumergeräte gefunden haben, werden sicher noch Monate vergehen.

Antwort 5 von sutadur

Nachtrag:
Da wurde wohl ein halber Satz verschluckt. Ich bitte den ersten Absatz zu ersetzen:

Die Umstellung von analog zu digital kostet nicht so viel: Digital-LNB und digitaler Sat-Receiber dürften unter 100 EUR kosten. Damit ist es aber, wie oben erläutert, nicht getan. Vor allem der Receiver muss HDTV-tauglich sein (digital alleine reicht da nicht). Diese Geräte gibt es im Moment nur vereinzelt und die sind recht teuer (wie meistens am Anfang neuer Techniken).

Antwort 6 von Tele-ITSE

und wann sind solche Geräte zu erschwinglichen Preisen verfügbar?

Sollte man dann nicht besser mindestens noch 1 Jahr warten oder wie lange dauert es noch bis man einwandfrei HDTV empfangen kann?

Antwort 7 von sutadur

So genau kann man das natürlich nicht absehen, aber ich denke schon, dass die Geräte recht zügig günstiger werden. Zur Fußball-WM wird die Nachfrage sicher erheblich anziehen. Ich selber werde aber mit der Anschaffung eines HDTV-fähigen Receivers sicher warten, bis es wirklich einen praktischen Nutzen hat, d.h. die Mehrheit der "großen" Sender in HDTV sendet. Darüber hinaus sind mir die HDTV-fähigen TV-Geräte noch immer viel zu teuer. Das ist zwar alles gut und schön, und auch eine DVD sieht auf einem Plasma-TV ganz anders aus als auf einem "klassischen" TV-Gerät - aber letztlich ist es, nachdem man sich einige Tage oder Wochen an dem Bild erfreut hat, auch wieder "nur ein Fernseher" ...