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Partitionieren Für Linux





Frage

Hallo, da ich ein echter Linux-Newbie bin möchte ich gerne Tipps zum Partitionieren einer Linux-Partition haben. Ich habe gehört, dass man für Linunx verschiedene Partitionen brauch z.B. eine swap-Partition oder usr-Partition. Welche Partitionen sind sinnvoll und wie groß sollten sie sein? Ich will meinem Linux (Suse 10.1) 40GB Festplatte zur Verfügung stellen bedanke mich schon einmal für jeden Tipp Gruss

Antwort 1 von greg68

kann mir kein Linux-Spezi einen Tipp, vielleicht nur einen Link dazu geben?

Antwort 2 von bored

Hallo.

1. Vergiss, was du bei Windows über Benennung von Partitionen gehört hast.
2. Vergiss, dass du verschiedene Festplatten irgendwo in den Verzeichnissen finden könntest.

So, erstmal ein paar gutgemeinte Ratschläge ;-)


Welche Partitionen du bauchst:
Mindestens zwei:
- Eine Swap-Partiotion ca. so groß oder doppelt so groß wie dein Arbeitsspeicher
- Eine Partition für Daten

Das ist MINIMUM.

Da die einzelnen Partitionen in den Verzeichnisbaum eingehängt werden, kann man die so nicht erkennen.
Hier ist mal der Verzeichnisbaum: Die Standardverzeichnisse von Unix (musst ein wenig scrollen)

Alle deine Partitionen werden dort "eingehängt", d.h. du erstellst z.B. eine dritte Partition und hängst sie als /usr ein. Wenn du jetzt was in /usr machst, arbeitest du nicht mehr auf deiner Installationspartition, sondern auf deiner neuen. Waren vorher schon Daten in /usr drin, dann sind die zwar nach dem einhängen nicht weg, aber man hat (bis zum aushängen) keinen direkten Zugriff mehr darauf. Deswegen erspart man sich Arbeit, wenn man es gleich vorher richtig macht.

Wenn man das einmal verstanden hat, dann hat man keine Probleme mehr ;-)

Merke: Alles, was du zusätzlich einhängst, ersetzt die vorher vorhandenen Verzeichnisse. Wenn du also für jedes der oben verlinkten Verzeichnisse eine eigene Partition hast, dann kann deine /-Partition (root-Partition) auch nur 100 MB groß sein.

Viele Installer bieten immer schon eine mehr oder weniger sinnvolle Vorbelegung an.
z.B. bei deiner 40 GB-Festplatte:
/ - 5 GB
/usr - 10 GB
/home - 25 GB


Zitat:
Welche Partitionen sind sinnvoll und wie groß sollten sie sein?

IMO reicht es, eine Swap-Partition, eine / und eine /home zu haben.
/usr braucht IMO keine eigene Partition. Oben sind schon mal ein paar Werte. Die sind eigentlich übertrieben (/ und /usr müssen eigentlich nicht so groß sein), aber wenn der Speicherplatz ausgeht, dann wird´s knifflig. Wenn du also /usr aus dem obigen Beispiel nicht haben willst, dann tu den Platz NICHT auf die /home-Partition!!!

Auf jeden Fall solltest du aber eine eigene /home-Partition haben. Wenn du die /-Partition mal formatierst, weil du Ubuntu doch besser fandest als SuSE, dann bleiben deine Daten der Home-Verzeichnisse erhalten und du kannst sie ganz einfach als /home wieder einhängen -> Schon hast du deine gewohnte Umgebung aus deinem alten System (mehr oder weniger) wieder.

Was wo im Moment eingehängt ist, kann man in der /etc/mtab sehen, was beim Hochfahren automatisch eingehängt wird, kann man in der /etc/fstab nachschauen (bzw. ergänzen).

Ich weiß, ich kann mich manchmal nicht so gut ausdrücken, wenn du also noch Fragen hast... ;-)

Antwort 3 von greg68

Wow, das ist schon eine Menge Stuff. Danke! Werde mich dann einfach mal dran machen.

Antwort 4 von greg68

So, ich hoffe ich habe das jetzt richtig verstanden. Ich kann Linux in einer Partition (Windows-Sichtweise) installieren, wobei Linux die wichtigsten Verzeichnisse selbst erstellt
/
/bin
/root

ect.

ich kann aber auch Partitions so erstellen das sie bspw. /home heißen, zweck Datensicherheit bei Systemcrash oder Umstieg auf eine andere Distribution? Ausserdem könnte ich diese Verzeichnisse leichter vergrößern indem ich die Partition entsprechend vergrößere?
Wenn die Swap-Partition = Arbeitspeicher oder 2x AS sein sollte wären das bei mir 1 bzw. 2GB. Ist das nicht ein bischen viel?

Wie gesagt, bin Linux-Anfänger und möchte von vorneherein eine recht vernünftige Konfiguration.

Gruss

Antwort 5 von bored

Zitat:
ich kann aber auch Partitions so erstellen das sie bspw. /home heißen, zweck Datensicherheit bei Systemcrash oder Umstieg auf eine andere Distribution?

Jein. Du kannst Partitionen in das /-Dateisystem einhängen, und Linux sagen "diese Partition sollst du als /home verwenden". Das heißt nicht, dass diese zwangsläufig den Namen "/home" hat und nicht auch anders eingehängt werden könnte (z.B. als /mnt/Daten oder in /home/bored/Filme).
Aber im Prinzip hast du recht, wollte nur nicht, dass da Missverständnisse aufkommen, wenn ich einfach "ja" sage ;-)


Zitat:
Ausserdem könnte ich diese Verzeichnisse leichter vergrößern indem ich die Partition entsprechend vergrößere?

Im Prinzip ja, allerdings ist das Verschieben von Partitionen immer ein wenig riskant. Du kannst aber weitere Partitionen (z.B. von einer neuen Festplatte) zusätzlich einhängen, um den Speicher wieder zu erhöhen.
Du könntest also wenn deine Filme zu viel Platz wegnehmen, eine neue Festplatte besorgen, einbauen, und dauerhaft als /home/deinname/Filme mounten (einhängen).
Von der Verzeichnisstruktur ändert sich nichts, nur hast du plötzlich wieder viel mehr Platz!

Zitat:
Wenn die Swap-Partition = Arbeitspeicher oder 2x AS sein sollte wären das bei mir 1 bzw. 2GB. Ist das nicht ein bischen viel?

Ja :-)
Wenn du jetzt nur 256 MB gehabt hättest, dann würde sich 2xRAM anbieten, weil es sehr wahrscheinlich ist, dass Einiges ausgelagert werden muss.
Ich habe auch 1 GB Arbeitsspeicher und 1 GB Swap.
Ich habe es erst EINMAL geschafft, was in die Swap-Partition auszulagern, weil sonst alles immer in den Arbeitsspeicher passte.


mfg bored

Antwort 6 von greg68

@Bored: Ich fange Morgen die Install an und hoffe mich über Linux in diesem Forum wiedermelden zu können.

Antwort 7 von greg68

Wie würdest Du also 40GB einteilen?

Antwort 8 von bored

Ich würde 15 GB für / benutzen, 1 GB für Swap und den Rest für /home.

10 GB würden für / auch reichen, aber ich bin was das angeht, immer ein wenig vorsichtig ;-)

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