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Umkehrfunktion im Excel





Frage

Hi, ich habe folgendes Problem: ich erstelle im Excel eine Tabelle zur Kostenvor-, Kostennach- und Rentabilitätskalkulation, Gewinn- und Preisermittlung für ein Unternehmen. Wenn ich Auftragsmenge eingebe, dann berechnet es mir, unter Berücksichtigung meiner Rendite und aller entstehenden Kosten, meinen Gewinn und den AuftragsPreis. Dann sagt es mir, unter Berücksichtigung meines Mindestaufwandes, ob ich den Auftrag annehmen soll oder nicht (z.B.: MindestAufwand beträgt 1.000,-€, dann wird kein Auftrag angenommen, bei dem mein Gewinn unter 1.000,-€ liegt). Dann kann ich durch das Probieren die Mindestbestellmenge ermittelnbei der mein MindestAufwand bei gleichbleibenden Konditionen erreicht wird. Es würde aber auch gehen wenn ich meine Ausgangsformel umformen könnte. ProduktionsKosten + ProduktionsKosten*Rendite (N%) [entspr.Gewinn/-Zuschlag] = AuftragsPreis Da Gewinn>=MindestAufwand und MindestAufwand und Rendite sind bekannt, dann: ProduktionsKosten=MindestAufwand*100%÷N% Nur das weitere Umformen geht schlecht oder auch gar nicht, weil ich in meiner Ausgangsformel für ProduktionsKosten oft AUFRUNDEN-Funktion benutzt habe. Beispiel: Bei der Produktion gehen 10 Teile von 100 in Auschuss. Für die Produktion von je angefangenen 1000 Teile werden Kosten von 5,-€ anfallen. Also: bei Produktion von 1-1000 Teilen 5,-€ fix; 1001-2000 Teilen 10,-€ usw. Dann kommen dazu noch Kosten je angefangenen 500 Teile und Kosten je Teil und Kosten je 100 angefangenen Ausschussteile und Kosten je Ausschussteil etc. Kurz gesagt: Existiert im Excel eine Möglichkeit, meine Formel für ProduktionsKosten automatisch umzuformen so, dass ich meinen MindestAufwand eingebe und es kommt, unter Berücksichtigung aller Kosten und meiner Rendite, die MindestBestellMenge, ab der ich den Auftrag annehmen kann?

Antwort 1 von Saarbauer

Hallo,

leider ist deine Darstellung des Problems nicht so, dass eine eindutige Lösung vorzuschlagen ist. Da Angaben zu den verschiedenen Bestandteilen der Kalkulation etwas unklar sind, in deinem Beispiel werden zwar angaben zu verschiedenen Kosten und Faktoren gemacht, aber wo diese Werte herkommen oder ob diese jedesmal eingegeben werden ist nicht klar ersichtlich.

Zitat:
(z.B.: MindestAufwand beträgt 1.000,-€, dann wird kein Auftrag angenommen, bei dem mein Gewinn unter 1.000,-€ liegt)


Hier wird anscheinend Gewinn mit Einnahmen verwechselt.

Gruß

Helmut

Antwort 2 von LeckerSchmecker

meinst du vielleicht eine Art "Break Even Point" in Excel?

Antwort 3 von RIDDIK

Moin,

zu LeckerSchmecker: tschuldigung, aber was ist das "Break Even Point"???

zu Saarbauer: die Kalkulation schaut so aus:

Der Benutzer gibt verschiedene Kostenarten für die Produktions eines Teiles, dann diese s.g. "...je angefangene...Teile"-Kosten, dann noch seine Rendite und die Mindestaufwandshöhe ein.

Dann bekommt er ein Auftrag vom Kunden über die Herstellung von einer best. Menge dieses Teils. Diese Menge tippt der Benutzerwiederrum in eine dafür vorgesehene Zelle ein, und dann mithilfe meiner Formel werden 1.) Produktionsgesamtkosten(für diese Menge) errechnet, dann 2.) werden diese Kosten mit der Rendite multipliziert(=Gewinnzuschlag, oder das, was für ihn dabei rausspringen soll, oder halt mein Gewinn), dann 3.) addiert man diese beiden Summen und kriegt den Auftragspreis.

z.B:
Produktionsgesamtkosten = 2.000,-€
Rendite = 10%
dann: Gewinnzuschlag = 200,-€
aber mein Mindestaufwand ist 300,-€
also der Auftrag nicht angenommen, es werden nur die Auftrage angenommen, bei denen der Gewinnzuschlag >= Mindestaufwand ist

Ich habe vielleicht falschen Begriff für den Mindestaufwand gewählt, aber anders kann ich mich nicht ausdrücken.

Vielleicht kannst du damit mehr anfangen, aber eigentlich suche ich nach einer Möglichkeit im Excel meine Funktion automatisch umzukehren.

Danke noch Mal für die Hilfe.
MfG

Antwort 4 von Opa53

Hallo RIDDIK,
--> Break Even Piont
Vermutlich bist du mit der eigentlichen Materie deines Auftrages nicht ganz so vertraut und das ist ein uraltes Problem in der Kommunikation zwischen Technikern und Betriebswirtschaftlern.
Deine gewünschte ´Umkehrfunktion´ wirst du wohl von Hand erstellen müssen. Soweit ich Excel kenne, sind Formeln aufeinander aufbauende statische Vorgaben und können nicht einfach mal so rückwärts laufen. Wiederholtes Vorwärtsrechnen bis zum Erreichen eines bestimmten Zielwertes ließe sich ggf. noch über die Bestimmung von Variablen realisieren, aber in diesem Thema stecke ich nicht so drin. Saarbauer scheint mir da etwas mehr Ahnung zu haben.
Melde dich einfach als Member an und tritt über den Pager direkt mit ihm, oder anderen Excel-Members, in Kontakt. Dein ziemlich komplexes Thema kann auf der Grundlage allgemeiner verbaler Beschreibungen der Aufgabenstellung, aber ohne Kenntniss der Tabellenstruktur und der Formeln, innerhalb des Forums kaum beantwortet werden.
Gruß vom
Opa
P.S.: Die Frage, wann ein Auftrag einfach abgelehnt wird, wird von deinen Auftraggebern mit ziemlicher Sicherheit noch dahingehend präzisiert, welcher Stückpreis bei welcher Auftragsmenge notwendig ist, damit der gewünschte Gewinn (nicht Rendite, das ist was vollkommen anderes) erzielt wird.

Antwort 5 von Saarbauer

Hallo,

ich glaube hier irrt @ Opa53
Zitat:
Saarbauer scheint mir da etwas mehr Ahnung zu haben

, da ich mit Betriebswirtschaft u. ä. beruflich nur nebenher zu tun habe.

Ich glaube aber @ RIDDIK meint eine Rückrechnung auf die erforderliche Stückzahl um einen Auftrag mit einen angemessenen Gewinn oder ohne Verlust auszuführen.

Ist im Prinzip wahrscheinlich möglich, dafür sind einige Berechnungsansätze erforderlich.

Hierzu gehören die Einkaufspreis für Rohstoffe und Teile, die Produktionskosten für die Gesamtfertigung, die Kosten für Geräte usw. und schliesslich der Gewinn. Aus diesen Werten ergeben sich die Gesamtkosten und somit der Stückpreis. Dieser Stückpreis kann mit zunehmender Stückzahl sinken, da gewisse Kosten nur bedingt von der Stückzahl abhängen.

Hier eine allgemeingültige Regel zu liefern, ist nicht möglich, da sehr viele Faktoren hier sich auswirken.

Gruß

Helmut

Antwort 6 von Das_Urmel

Völlig Unsinnig sich auf den Break-Even in jedem Fall zu verlassen.

Moderne Kostenrechnung bezieht auch Leerlaufzeiten mit ein,
diese verursachen nun Fixkosten - also
wird nur Produziert, was die Deckungskosten erfüllt.

Diesen Begriff nennt man Deckungsbeitrag -

Basierend auf dieser Erkenntnis, erstellt man sich eine entsprechende Kostenrechnung.

Fix - versus variable (Produktionskosten)
Die Fixkosten fallen immer an, also inwieweit deckt der Auftrag mit der entsprechenden Stückzahl seine eigenen Produktionskosten und eventuell (bevorzugt) noch etwas zur Deckung der allgemeinen Fixkosten beiträgt.
Danach entscheidet man, ist ein Auftrag noch hinnehmbar weil er zu den Deckungskosten beiträgt oder nicht.

So würde es ein Studio machen um Leerlaufzeiten zu vermeiden oder ein Waschsalon eben bestimmte Stunden als preiswert anzubieten.
Soviel in aller Kürze dazu.
Michael

Antwort 7 von Saarbauer

Hallo,

hier zwar nicht wichtig, aber zumindest zu bedenken.

Auch ein Autrag mit "Verlust" kann sinnvoll sein.

Ein schönes Beispiel dafür sind verschiedene Hotelketten. Dort kostet ein Zimmer die Woche über 80 € / Übernachtung, Am Wochenende 80 € / 2 Übernachtungen. Hier wird am Wochenende nicht unbedingt Gewinn gemacht, aber der Verlust minimiert. Diese Einnahmen kompensieren zum Teil die Verluste aus den Fixkosten, da diese auch ohne Übernachtungen entstehen. Es ist daher nicht immer sinnvoll nur einen Auftrag anzunehmen wenn er Gewinn einbringt.

Gruß

Helmut

Antwort 8 von Opa53

@ D_U,
dein Denkansatz/Zitat ist zwar durchaus richtig, jedoch in diesem Fall keine direkt verwertbare Hilfe .
@ All,
entschuldigt bitte, dass ich diesen Thread nochmal hochgeholt habe, aber ich war halt auch auf eine Lösung neugierig und konnte mich dann leider nicht eines Kommentares zu A6 enthalten.
Gruß vom
Ops

Antwort 9 von Knubbel

Hi RIDDIK ,

mit dem Solver
sollte dein Problem lösbar sein.

mfg Knubbel

Antwort 10 von RIDDIK

Hallo Helmut.

Das, was du schreibst ist zwar richtig, nur dass die am Sonntag entstehenden variablen Kosten sollen nicht höher werden als die Fixkostenersparnis am Sonntag.
Und dieser "Mindestaufwand" von mir soll ja auch diesen "Fixkostenersparnis" darstellen.

MfG
Iwan

Antwort 11 von RIDDIK

Hallo Knubbel,

Was ist das "Solver"?

MfG
riddik

Antwort 12 von Knubbel

Hi RIDDIK,

bei Excel gibt es unter Extras --->Solver

Hiermit kann Excel sehr komplexe Formelzusammenhänge lösen.

Für deinen Fall kannst du z.B. ermitteln lassen, für einen vorgegebenen Gewinn, wieviel Stück produziert werden müssen. Im Prinzip ein Rückwärtsrechnen.

Musst halt mal reinschauen. Evtl Online-Hilfe.

mfg Knubbel

Antwort 13 von RIDDIK

Hi Knubbel,

Danke Dir für den Tip, werde ausprobieren.

MfG
riddik

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