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Haltbarkeit Archivierung auf CD/DVD





Frage

Hi! Ich habe begonnen meine Fotosamlung zur Sicherheit auf teuren Rohlingen zu archivieren. Ich verwende dazu Kodak Professional Disc CDs bzw. Kodak Professional DVDs. Für die CDs wird eine Haltbarkeit von 200 Jahren, für die DVDs eine von 100 Jahren angegeben. Das sollte man eigentlich glauben können, vor allem, nachdem die Scheiben etwa das Zehnfache von den normalerweise verwendeten kosten. Liegen schon irgendwelche positive oder negative Erfahtrungen mit den genannten Rohlingen vor? Gruss, Snoopie

Antwort 1 von DaPascha

:D warte noch so ca. 196 Jahre, dann sage ich bescheid...

Antwort 2 von der-bettler

normale rohlinge halten ca 5-10 jahre
ich bin mir sicher das qualitätsrohline länger halten, aber die werte scheinen mir extrem zu hoch gegriffen
ausprobiert habe ich es natürlich noch nicht *gg*

deren werte sind natürlich auch nur *hochrechnungen*

grade cd / dvd ist nicht das wahre für ne professionelle sicherung
aber wenn du ein paar regeln einhälst sind auch die gut geeignet

- wichtige daten immer auf mindestens 2 medien vorhalten
- am besten an verschiedenen orten
- trocken lagern / vor sonne schützen / temp achten
- alle paar *jahre* die daten überprüfen und neue kopien anlegen

mfg der-bettler

Antwort 3 von derichweret

Mist, meine Zeitmaschine ist gerade kaputt. Wenn sie wieder geht reise ich 100 Jahre in die Zukunft und sag dir bescheid.
Versprochen.

Antwort 4 von der-bettler

so nun dürften auch alle zeitwitze ausgeschöpft sein oder ?

mfg der-bettler

Antwort 5 von Kolondisk

Du kannst dich ja einfrieren lassen und in hundert Jahren wieder auftauen.
Dann weist du es.

Antwort 6 von wntrmn

Hallo,
meine Erfahrung: Billig-CDs, vor etwa 10 Jahren gebrannt sind noch immer lesbar. Eine (teure) DVD die ich letztes Jahr zur Datensicherung verwendet habe ist nach wie vor rund mit einem Loch in der Mitte. Das wars aber auch, Daten: unlesbar.
Ich glaube, wenn man die Brenngeschwindigkeit nicht zu hoch wählt, haben die Daten höhere "Überlebenschancen".
Und immer daran denken: Was hilft die beste Datensicherung, wenn es in der Zukunft keine Lesegeräte oder passende Software dafür gibt...

Antwort 7 von Kolondisk

Daran dachte ich garnicht.
Also, lass dir ein DVD Laufwerk einschweissen und mit dir einfrieren.

Antwort 8 von Snoopie

Hi!

Danke an alle für die "Zeitwitze". Mit so etwas hatte ich gerechnet, grins!

Aber im Ernst: Es hätte ja sein können, dass jemand mit den Dingern negative Erfahrungen gemacht hat, z.B. dass die doch nur eine relativ kurze Zeit überstanden. Oder dass jemand berichtet, dass die Dinger bei ihm schon seit x Jahren funktionieren.

Klar, die 100 bzw. 200 Jahre halte ich auch für übertrieben. Künstliche Alterung in Klimakammern usw. kann ja auch nur ein Versuch sein, mit einiger Wahrscheinlichkeit eine lange Zeitspanne auf ein überschaubares Mass zusammenzudrängen. 100%ig sind daher die Angaben sicherlich nicht. Es dürfte sich mehr um theoretisch mögliche Angaben, z.B. aufgrund der verwendeten Materialien und Fertigungsprozesse, handeln.

Ja, bisher habe ich auf normale billige Rohlinge archiviert. Allerdings jeweils parallel auf zwei bis drei Exemplaren unterschiedlicher Fabrikate. Und alle ein bis zwei Jahre habe ich neue Kopien angefertigt. Gelagert wird lichtgeschützt an verschiedenen Orten bei möglichst gleichmässiger Temperatur.

Soweit habe ich also bisher schon alles einigermassen optimal gemacht. Jetzt möchte ich mir diese jährlichen Aktionen sparen oder zumindestens nur noch in grösseren, mehrjährigen Abständen wiederholen, daher habe ich mich entschlossen, diese teuren Rohlinge zu verwenden..

Da hier auch noch eine relativ grosse externe Festplatte vorhanden ist, habe ich versuchsweise die Dateien auch mal dort draufgespielt. Aber irgendwie traue ich den CDs/DVDs mehr.

Ich dachte auch schon an Speichersticks oder SD-Karten zur Archivierung. Aber diesbezüglich habe ich noch gar keine Angaben über das Langzeitverhalten gefunden.

Gruss,
Snoopie

Antwort 9 von Snoopie

Nachtrag:
Während ich meine letzte Anwort tippte, liefen bereits neue hier ein. Daher hier nochmal ...

Aha, Es gibt also negative Erfahrugnen, wie wntrmn in Antwort 6 berichtet.

Hinsichtlich der verwendeten Gerätetechnik sehe ich nicht ganz so schwarz. Das würde ja dann vermutlich ähnlich laufen wie beim Wechsel von Schallplatten zu CDs oder von den alten Floppies auf CDROM. Da muss eben dann der alte Kram auf die neuen Medien umkopiert werden.

Snoopie

Antwort 10 von tomsan

Kenn Leute die Ihre Daten Billigerohlingen vom Supermakt (Aldi & Co) anvertraut haben. Nach schon 3 Jahren nicht mehr lesbar.
Meine Verbatim halten schon ein paar Jährchen mehr.

Trotzdem vertraue ich solche sensiblen Daten wie Fotosammlung eher als Backup meiner externen Platte an.

Antwort 11 von KJG17

Hi Snoopie,

auch mit den negativen Erfahrungen zu solchen Langzeit-CDs muss man vorsichtig sein, es gibt ja außer den bereits genannten Punkten noch andere Möglichkeiten, eine CD/DVD unbrauchbar zu machen.

Den schnellsten 'Erfolg' erzielt man, wenn man sie nach dem Brennen mit einem Aufkleber beschriftet und diesen nicht exakt zentriert. Die Scheibe schleudert dann dermaßen, dass sie nicht mehr lesbar ist. Etwas länger dauert es, wenn man sie mit einer ungeeigneten Farbe beschriftet (Druck oder Stift). Diese kann die Oberfläche angreifen und auch die optische Trägerschicht. Die großen Bibliotheken fertigen schon sein Jahren Kopien der archivierten Original-CDs/DVDs an, da nicht einemal die Hersteller an solche Langzeitwirkungen dachten und trotz optimaler Lagerbedingungen etliche Originale inzwischen nicht mehr lesbar sind.

Die künstlichen Lebensdauertests können nicht alle möglichen Ursachen berücksichtigen und schon garnicht das jeweilige Verhalten des Nutzers.

Ich selbst sichere auf Festplatte. Einmal auf einer gesonderten internen und dann nochmal extern. Länger als 3-4 Jahre waren sie bisher nie auf den selben Datenträgern gesichert und durch diese Umzüge wird ja auch die Lesbarkeit des gesamten Datenbestandes 'geprüft' sondern dieser auch auf das jeweils aktuelle Dateisystem umgesetzt.

Gruß
Kalle

Antwort 12 von bumbelbusch

hi,

@snoopie
habe mir jetzt nicht alles genau durchgelesen, aber falls dein brenner dvd-ram brennen kann, würde ich diese medien auch
in betracht ziehen


mfg
bumbelbusch

Antwort 13 von LouZipher

Nach zweifelhaften Rohlingserfahrungen sichere ich u.a. auch auf externen, abschaltbaren Festplatten.

Denn bei Rohlingen waren auch oft genug Markenrohlinge dabei, die nach kurzer Zeit unlesbar waren; interessanterweise: umso neuer, umso problematsicher; am besten waren/sind immer noch die Fuji 4x.
Alle andren, TDK, Ricoh, Verbatim, wovon die letzteren mit der glänzend-weißen Schicht nicht mal für 6 Wochen gut waren, und zwar zu 100% (die mattweißen waren auch gut), waren mal so, mal so; nichts, um sicher zu speichern.

Sicher sind Festplatten auch nciht der Weisheit letzter Schuß, aber es gibt nun mal ncihts anderes; am besten wären immer noch Metallscheiben, in die mal echte Löcher reinschießt (wie einst die Lochkarten) - da gäbs keine emfindliche Schicht oder ähnliche Probleme ... ;)

DVD-Ram: tja, weiß man's ...

Antwort 14 von Arno_Nym

Zitat:
Für die CDs wird eine Haltbarkeit von 200 Jahren, für die DVDs
eine von 100 Jahren angegeben. Das sollte man eigentlich glauben können, vor allem, nachdem die Scheiben etwa das Zehnfache von den normalerweise verwendeten kosten.

Etwas naiv gedacht, würde ich sagen. Wer glaubt schon der Werbung?
Ach ja, bald kommt der Weihnachtsmann - an den glaubt man ja auch ;o)

Hier mal ein Artikel: Prüfstand (Workshop) | c't magazin

Ich nehme für bestimmte Zwecke DVD-RAM. Auch wenn es keine direkten Tests/Angaben zur Haltbarkeit gibt. Vom Grundaufbau her *sollten* sie eigentlich sicherer sein als normale DVDs. Glaube ich ;o)

Arno

Antwort 15 von depo50

Hallo,

bumbelbusch hat recht. Die höchste Lebenserwartung haben DVD RAM Rohlinge. Bei diesen Rohlingen ist das Fehlermanagement ähnlich wie bei HDD's.
Wichtig ist auch DVD's langsam brennen und die Bilder in unterschiedlichen nicht komprimierten Formaten sichern, wobei bmp am sinnvollsten ist.
JPG ist ungeeignet die Dateien verabschieden sich am Schnellsten.

Gruß depo50

Antwort 16 von Snoopie

Hi alle miteinander!

vielen Dank für eure Meinungen und Tipps. Mit dieser Resonanz habe ich nicht gerechnet. Dazu hier noch ein paar spezielle Anmerkungen meinerseits:

Mit Billigmarken vom Supermarkt habe ich bisher hier ganz unterschiedliche, aber überwiegend positive Erfahrungen gemacht. Wenn sie nach dem Brennen okay sind und sich auf einem zweiten PC lesen lassen und vernünftig gelagert werden, halten sie in den meisten Fällen auch zwei und mehr Jahre. Die wenigen Ausfälle hatte ich aber bisher nicht nur bei diesen, sondern auch bei Markenfabrikaten.

Ich verwende hier meist CD, weil DVD viel empfindlicher im Handling sind. Und auf RW-Versionen habe ich mittlerweile ganz verzichtet, weil die immer wieder zu Problemen neigten. Und gebrannt wird normalerweise nur mit halber Speed..
Allerdings speichere ich meine Fotodateien gewöhnlich als JPEG, weil BMP sehr viel voluminöser ist.

Aufkleber verwende ich schon lange nicht mehr. Arbeitskopien werden meist auf "printable" Rohlingen, die dann im Canon-Drucker bedruckt werden, erstellt.
Die Archiv-Scheiben werden nur sparsam mit speziellem CD-DVD-Marker beschriftet. Lagerung lichtgeschützt bei möglichst gleichbleibender Temperatur.

Ja, die Sicherheit der Ergebnisse aus künstlichen Langzeittests kenne ich aus eigener Erfahrung, ich war einige Jahre lang selbst in einem Produkt-Testlabor mit solchen Dingen beschäftigt und weiss daher, wie sicher diese Voraussagen sind.

Angaben wie 100 oder 200 Jahre lassen sich leicht machen (Grins!), denn wer kann das schon kontrollieren. Sicherlich denkt nach dieser Zeit kein Mensch mehr an CDs oder DVDs, weil es dann ganz andere Speichermedien geben wird.

Danke an Arno für den Hinweis auf den Workshop (Antwort 14). Der ist sehr aufschlussreich.

Wahrscheinlich werde ich mich mehr mit der Speicherung auf externer FD anfreunden und dann die Dateien in grösseren Zeitabständen umkopieren und damit auffrischen. Eine gute Idee! Das ist ja bei den heutigen Plattenkapazitäten kein Problem und geht schnell.

Ich werde aber auch die Speicherung auf CD/DVD weiterhin verfolgen, um weiter eigene Erfahrungen damit zu sammeln.

Danke nochmals euch allen!

Gruss,
Snoopie

Antwort 17 von Jaja

hey snoopie,

in antw. 14 ist es ja schonmal zur sprache gekommen, doch irgendwie noch nicht wirklich durchgedrungen:

DVD-RAM

lies dir mal den artikel bei wikipedia dazu durch.. es sind zu unrecht als unnütz bzw. überholt angesehene ausgewiesene ARCHIVMEDIEN.

durch die bereits in der technologie verankerten ansprüche hinsichtlich zuverlässigkeit und datensicherheit über lange zeit kannst du dir eigentlich da ganz sicher sein, deine daten auf "guten scheiben" zu wissen.
da ist z.b. schon die fehlerkorrektur in "hardware" durch sektorierung dabei...
ausserdem sind die teile extrem oft wiederbeschreibbar (als backup super) und schon ab werk vorformatiert (im gegensatz zu einer dvd-r/+r/rw).

nachteile will ich dir nicht verschweigen:
die medien sind nicht so billig (da die nachfrage zu unrecht gering) und die langlebigsten medien (auf mindestens 30jahre ausgelegt) sind leider auch die langsamen.. 2x - 3x ist da leider maximum.


jedenfalls sind dvd-ram die EINZIGE verlässliche alternative zu teuren bandlaufwerken zum zwecke der (in unserem sprachgebrauch) langzeitsicherung.

festplatten hingegen sind dazu schon mehr als ungeeignet - ja schon fast frevelhaft.
während eine dvd-ram (aber auch cd, dvd u.a.) nach dem brennen und prüfen (entfällt bei dvd-ram) einfach mal die daten mit sicherheit enthält und nicht in der nächsten sekunde kaputt gehen kann (sondern langsam schlechter wird), ist das bei festplatten komplett anders..

sie haben zunächst im desktop bereich zumeist eine lebenserwartung von 3-5 jahren. das ist unabhängig von der laufstundenanzahl, die ebenfalls beschränkt ist oder der anzahl an max. start/stop zyklen und anderen werten, die den verschleiß im betrieb ausdrücken.
d.h. auch im schrank geht die platte kaputt..
diese "grenzwerte" wurden statistisch ermittelt - eine ausfallwahrscheinlichkeit hast du aber auch bereits sofort nach dem kauf.. sie steigt nur mit der zeit/gebrauch bis auf 100% ;)

das eigentlich unvertretbare hinsichtlich einer backup lösung ist allerdings das fehlerverhalten: festplatten haben IMMER eine definierte fehlerrate beim lesen (und sicher auch schreiben). dieser wert ist auf der herstellerseite einzusehen. ebenfalls ein statistischer wert, mag diese fehlerrate aber gerade bei deinem lieblingsbild einen ausnahmewert erreichen. dummer zufall eben.

Antwort 18 von Snoopie

Hi Jaja,

danke auch für Deine Ausführungen. Den Wikipedia-Artikel werde ich mir anschauen. Vielleicht sind ja DVD-RAM tatsächlich eine mögliche Alternative. Ich muss allerdings erst mal checken, ob die hier vorhandenen Brenner damit klarkommen würden.

Diesem "dummen Zufall", ausgerechnet die wichtigsten Dateien nicht mehr lesen zu können, versuche ich bisher hier zu begegnen, indem ich parallel auf zwei bis drei Rohlingen unterschiedlicher Fabrikate brenne, die Scheiben generell nach dem Brennen in einem anderen Laufwerk prüfe, indem ich ihren kompletten Inhalt temporär auf eine FD kopiere und letrztlich die Scheiben möglichst optimal lagere. Hinzu kommt dann das etwa jährliche Umkopieren auf neue Scheiben. Aber gerade das macht den meisten Aufwand, den ich wenn möglich weitgehend vermeiden möchte. Bisher bin ich aber mit dieser Vorgehensweise ganz gut gefahren.

Parallele Speicherung auf externer FD dürfte, auch wenn ich sie für nicht so sicher halte, eine weitere Erhöhung der Sicherheit bringen. Vor allem wäre da die Auffrischung durch Umkopieren viel weniger aufwendig.

Antwort 19 von andy2

Hi Snoopie,

dieses Thema ist scheinbar immer aktuell und sorgt immer für lange Debatten!
Aber eigentlich machst Du alles ganz richtig, was Beschreiben, Umgang und Lagerung der Scheiben betrifft. Natürlich gehen die Meinungen immer weit auseinader, was bestimmte Fabrikate oder verschiedene Speichermedien angeht.
Externe Festplatten sind zwar relativ sicher, aber bei einem Crash gehen u.U. auch viel mehr Daten verloren.
Manchmal hilft auch das Googeln nach dem verwendeten Brenner, um zu sehen, mit welchen CDs/DVDs er sich am besten verträgt.
Nero bietet im "Nero-Toolkit" das Tool "Nero CD-DVD Speed".
Hier kann man seinen Datenträger auf Fehler überprüfen. Bei einer Scheibe, die bei der jährlichen Kontrolle noch völlig intakt scheint und einwandfrei lesbar ist, kann man gelegentlich hier schon eine Verschlechterung entdecken.

Viele Grüße-

andy2

Antwort 20 von Nummer6

Hallo.

Dazu hätte ich mal eine Frage.
Ich habe einige wenige DVD-RAM,die wiederbeschreibbar sind.
Gibt es die auch als nur einmal beschreibbare Platten?
Danke und Gruß,

Paul

Antwort 21 von spectral

Ein Backup soll ja sicher, robust und langlebig sein. Festplatten und CD/DVDs scheiden da eigentlich aus. Festplatten produzieren single bit errors, unabhängig von Hersteller oder "Qualität", auch wenn sie nur im Schrank liegen. Bei Musik, Bildern oder Filmen macht sich das kaum bemerkbar und muss nicht zwangläufig zu einem Problem führen. Anders ist es bei Projektdaten, rar-archiven und ähnlichem.
CD/DVDs sind genausowenig geeignet, da sehr empfindlich und wie hier schon angemerkt, nicht zuverlässig haltbar. Ausserdem haben sie i.d.R. eine zu geringe Kapazität.
Die einzig wirkliche Backuplösung sind Bandlaufwerke. Die sind im consumerbereich kaum verbreitet, aber es gibt schon sehr günstige für ein paar hundert euro und die medien sind auch nicht teuer. Für 30.- bekommt man zB ein 160/320 GB Tape.
Festplatten und CD/DVDs erfüllen schon allein durch ihr technisches Konzept der Speicherung nicht die Mindestanforderungen an ein Backup. Von Unfällen ganz zu schweigen. Eine Platte, die aus dem Schrank fällt ist womöglich schon 5 minuten nach dem Backup hinüber.

spec

Antwort 22 von Snoopie

Hi,

im Zusammenhang mit Datensicherung fallen mir noch USB-Speichersticks und SD-Speicherkarten ein.

Beide gibts mit immer grösseren Kapazitäten, und besonders teuer sind sie auch nicht. Wären die nicht auch ganz gut zu gebrauchen für die Sicherung nicht allzugrosser Datenbestände? Wie sieht´s bei diesen Dingern mit Alterung, Haltbarkeit und dergleichen aus?

@spec:
Ja, ein Bandlaufwerk wäre bestimmt auch eine gute Alternative. Allerdings fallen mir in diesem Zusammenhang Erfahrungen von zwei meiner damaligen Kunden ein, die vor etwa 7 Jahren ziemlich Probleme mit ihren Bandlaufwerken und Bändern hatten. Da war einiges nicht mehr lesbar, Bandcassetten machten wohl auch mechanische Probleme, anscheinend trat da auch ein "Übersprechen" von Windung zu Windung im Bandwickel auf. Genaues weiss ich nicht mehr darüber, habe nur im Hinterkopf diese negativen Punkte behalten. Aber vermutlich sind Bandlaufwerke inzwischen sehr viel besser geworden.

@andy2:
Danke füer den Hinweis zu den Nero-Tools. Ja, gute Idee, da kann man bestimmt schneller merken, welche Exemplare im Archiv eine Auffrischung nötig haben.

Gruss,
Snoopie

Antwort 23 von der-bettler

aber leute mal ehrlich

wenn wir schon von sicherungen im consumer bereich sprechen, dann muss man auch mal die kirche im dorf lassen
natürlich sind dvds/cs/hdd`s nicht das nonplusultra für professionelle sicherungen
aber hier von der relation und dem preisleistungsverhältnis kann man jetzt nicht das bandlaufwerk
als die lösung darstellen und hdd / dvd als ungeeignet bezeichnen
vor allem da es bei einem bandlaufwerk nun auch nicht mit dem ding und nem medium getan ist
man braucht noch ne controller karte und die entsprechende software
der endpreis liegt für nen normalen user der seine urlaubsbilder sichern möchte in einem bereich
der einfach nicht im verhältnis steht

wie ich auch schon oben geschrieben habe, kommt es im consumer bereich auch gar nicht allzusehr
auf die medien an( mal abgesehen das man keine 50 cent rohlinge nehmen sollte), sondern auf die einstellung und sein
ähhh "sicherungskonzept" (auch ein doofes wort für den consumer bereich)
wer schlampig sichert hat auch mit den bandlaufwerk seine probleme
(wobei ich hier einfach mal einwerfen möchte, das man nie gebracuhte bandlaufwerke kaufen sollte
nur ne kleine anregung aus meiner erfahrung)

ich denke einfach mal wer ne kombination aus aktiven hdd´s
passiven (externen) hdd´s und dvd hat braucht sich wenig sorgen zu machen
und wer ne scherung im schrank als erledigt betrachtet braucht eigendlich gar nicht sichern

Antwort 24 von Snoopie

Hi Bettler,
Du sprichst mir aus der Seele!

Gruss,
Snoopie

Antwort 25 von LouZipher

der-bettler

50 ct Rohlinge oder nicht, mit ALLEN kann man fies reinfallen ....



Zitat:
und wer ne scherung im schrank als erledigt betrachtet braucht eigendlich gar nicht sichern


Was soll das heißen ?
Irgendwo MUSS es mal erledigt sein, sonst sind Sicherungen generell für'n Eimer. Wenn ich in jeder Stunde, die ich NICHT am PC arbeite, spiele. fummele, damit beschäftigt sein soll, diverse Sicherungen aufzufrischen, und das in 2-4 facher Ausfertigung, dann ist die Sache Sicherung doch irgendwo sinnlos ...

Oder wie war das sonst gemeint ?

Solange es keine PC-konformen Medien zur Lochkarte gibt, sind derzeit ALLE Sicherungsmedien unsicher .... so gesehn ....

Antwort 26 von der-bettler

was ich damit meine?

du kannst nicht deine daten auf ne platte pressen und in den schrank legen
ne sicherung ist ein prozess und kein ding

wer seine daten weglegt und hofft das sie in 10 jahren noch 1a vorhanden sind, der hätte nichtmal ne sicherung anlegen müssen
man muss sich nunmal um so was kümmern
das geht vom aktaulisieren des datenbestandes, über verifikation der korrektheit der daten bis hin zum zur verifikation der korrektheit der datenträger
wird das bei proffesionellen sicherungen meißt schon in die hardware/software eingebaut muss man sich im consumer bereich nunmal selber drum kümmern

dann muss man eben einmal im jahr die fotos auf korrektheit checken
und nen hdd selftest durchführen
das gehört für mich zu der definition des prozesses sicherung
die dvd mit daten drauf ist nur ein kleiner teil von dem

ich gebe gerne zu
grade bei datenverlust / sicherung bin ich etwas paranoid, aber wie sehr an das vertieft kann ja jeder für sich selber festmachen
aber das was ich bisher hier geschrieben habe sind für mich die grundsätze einer sicherung, und nicht die obergrenze

mfg der-bettler

Antwort 27 von der-bettler

nachtrag um hierauf einzugehen

Zitat:

Irgendwo MUSS es mal erledigt sein, sonst sind Sicherungen generell für'n Eimer. Wenn ich in jeder Stunde, die ich NICHT am PC arbeite, spiele. fummele, damit beschäftigt sein soll, diverse Sicherungen aufzufrischen, und das in 2-4 facher Ausfertigung, dann ist die Sache Sicherung doch irgendwo sinnlos ...

man kann sich mit automatismen nun wirklich viel zeit ersparen
das beginnt bei raid 1, geht über das automatische systembackup mit acronis mit anschließender verifikation bis hin zur automatischen synchronisation auf die externe hdd

schon jetzt habe ich nur den aufwand den pc hochzufahren und die externe hdd anzumachen und habe meine daten in 3 facher ausführung
wöchendlich aktualisiert
dazu smart werte die (zugegebenermaßen im beschränktem außmaße) mir die verifikation der medien anzeigen

mfg der-bettler

Antwort 28 von spectral

hm herr bettler,

es geht hier ja in erster sache um archivierung. Was du beschreibst ist der aktive teil einer backuplösung. Sprich die tägliche/nächtliche/wöchentliche sicherung um die allgemeine redunzanz zu erhöhen.
Aber die archivierung bedeutet, alte Daten an denen nicht mehr gearbeitet wird, über einen möglichst langen zeitraum zuverlässig zu sichern.
Dass streamer für den consumer bereich vllt. overkill sind, heisst nicht, dass die ottonormal user sich nicht mal etwas von dem abschauen könnten, das halt gut funktioniert und sinn macht. Bei tape-backups sind lediglich die geräte ansich etwas teurer. Die medien kosten dann nicht mehr viel. Und software und controller extra kaufen fällt weg, da die als scsi, sata und sogar usb -varianten zu haben sind. Die software dazu wird vom hersteller kostenlos angeboten.
Was du da erzählst ist wichtig und sinnvoll, aber fällt nicht unter archivierung

lg
spec

Antwort 29 von der-bettler

jo hast recht
das thema hat sich etwas vom ursprung der frage entfernt

mfg der-bettler

Antwort 30 von LouZipher

Alles klar , Bettler.

Es klang nur so, als "solle" man pausenlos sichern ;) - nicht nur einmal im Jahr.

Meine Erfahrung ist bis dato, daß HDD garnciht so schlecht sind dafür.
Man spielt seine Daten drauf, und legt die Platten sinngemäß beiseite.
Ab und zu angeworfen, um was zu holen oder zu bringen, aus die Maus.
Und ich hatte Platten die das weit mehr als die doppelte Lebenszeit einer Platte mitgemacht hatten ... ) Lebenszeit als angesehene Datensicherheitszeit) - ich glaube doch schon, daß Laufzeiten auch eine Rolle spielen ...

Naja, sicher wirds erst mit den Lochscheiben, die ich mir so wünsche ;)

Antwort 31 von spectral

zitat spectral
Zitat:
Die software dazu wird vom hersteller kostenlos angeboten.


stimmt nicht so ganz, sry. Aber windows hat ein backup-tool das für einfache sachen durchaus brauchbar ist.

spec

Antwort 32 von der-bettler

Zitat:
stimmt nicht so ganz, sry. Aber windows hat ein backup-tool das für einfache sachen durchaus brauchbar ist.


hehe
ach ja windows :-)
ich erlaube mir mal den satz etwas zu verändern:

Aber windows hat einen Browser das für einfache sachen durchaus brauchbar ist.

Aber windows hat ein Videoschnittprogramm das für einfache sachen durchaus brauchbar ist.

Aber windows hat ein Brennprogramm das für einfache sachen durchaus brauchbar ist.

Aber windows hat ein Bildbearbeitungsprogramm das für einfache sachen durchaus brauchbar ist.

Aber windows hat ein Bildviewer der für einfache sachen durchaus brauchbar ist.
...

@ spectral
Nicht angegriffen fühlen spectral, denn du hast ja recht. NTBackup ist von all den aufgeführten beispielen hier noch das beste von ms.
nur mir kam grad in den sinn das man im endeffekt von den halbherzigen windows tools doch eh kaum eines nutzt ;-)
aber was ich noch fragen wollte
hast du erfahrung mit günstigen tape laufwerken die per sata, esata oder usb (meinetwegen auch firewire) zu betreiben sind?

mfg der-bettler

Antwort 33 von spectral

also ich war auch auf der suche nach ner günstigen tape lösung. Anforderung war ab 160gig/tape aufwärts. Damit war dann DLT die Wahl.
Ich nutze ein quantum DLT V4. Im moment mit NTbackup. Was mir persönlich nicht so behagt ist, dass ntbackup über Katalogisierung arbeitet und keine 1zu1 kopien erstellt. Wahrscheinlich bin ich da nur zu oldschool, denn die kataloge lassen sich ja auch unter neu installiertem OS aus den bändern wieder einlesen.
Es gibt bei ebay gebrauchte bandlaufwerke, aber davon würde ich eher abraten.

spec

Antwort 34 von der-bettler

Zitat:
Ich nutze ein quantum DLT V4.

anschlussart und preis?

danke

mfg der-bettler

Antwort 35 von spectral

anschluss is preislich eigentlich gleich. Liegt zwischen 500-600 euro für DLT 160/360 GB. Die Medien um die 25 euro. Musst googlen. Ich bin kein wiederverkäufer, wenn du das im Sinn hattest ;)

spec

Antwort 36 von moktar

Hallo, die CD`s und DVD``s die wir normalerweise kaufen sind zur längeren Aechivierung ganz und gar nicht geeignet,alle Firmen die langzeitarchivierung machen nehmen nach wie vor microfiches, gut geeignet sinf auch Micro-Filme für Cameras oder angeblich seit einiger zeit CD`s mit Goldbeschichtung

http://www.schoenherr.de/shop/product/703577.html,

angeblich 100 Jahre Garantie

Antwort 37 von spectral

Zitat:
http://www.schoenherr.de/shrott/product/703577.html,


kann man diesen erbärmlichen versuch seinen mikrigen onlineshop den er vermutlich von daheim betreibt, mal unterbinden? So mit Löschen? Ja? Wär super...

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