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maximale Kabellänge bei TCP/IP Netzwerk-Kabeln
Frage
Hi,
aufgrund der unterschiedlichen Meinungen die mein pers. Erfahrungen nicht hergeben folgendes:
Wie hoch ist die maximale Kabellänge für ein TCP/IP Netzwerk mit Cat5 Kabel und RJ45-Stecker.
Was ist zu tun falls diese Länge überschritten wird (Switch oder Hub dazwischen?)
Freue mich auf eure Antwort
Antwort 1 von steffen.h
Die maximale Linklänge inclusive Patchkabel beträgt bei der TP Verkabelung 100m. Linklänge ist der Abstand zwischen zwei aktiven Komponenten. Diese Länge ergibt sich für KAT.5 Kabel aus der Dämpfung und dem Signal- / Geräuschabstand. Darüberhinaus gibt es keine Gewährleistung mehr.
steffen
steffen
Antwort 2 von mreverest
danke steffen!
unter aktive komponenten fällt doch sicherlich ein switch - oder? dementsprechend könnte ich alle 99m ein switch schalten um das netzwerk zu verlängern.
gruss
unter aktive komponenten fällt doch sicherlich ein switch - oder? dementsprechend könnte ich alle 99m ein switch schalten um das netzwerk zu verlängern.
gruss
Antwort 3 von FunTaOnIce
naja nicht ganz, die Länge kannst Du durch aktive Komponeten (Hub, Switch, Repeater...) noch um das 3fache verlängern. Also z.B. 3 Hubs ergibt maximal! 400m spätestens dannach ist das Signal so verstümmelt, dass es nicht weiterverarbeitet werden kann. Aber das sind alles mehr oder weniger theoretische Werte - wehe da ist ein Kabel nicht ganz in Ordnung.
mfG
FTOI
mfG
FTOI
Antwort 4 von mreverest
thx ftoi,
na dass werde ich mal ausprobieren - es geht um eine gesamtlänge von ca. 180m. ein switch dazwischen und ich denke die sache ist geritzt. wehe nicht! ;-)) - dass mit den kabeln wird wohl noch ne andere sache sein. macht es denn ein unterschied bei dieser konstruktion ob ein hub oder ein switch eingesetzt wird?
grussos
mreverest
na dass werde ich mal ausprobieren - es geht um eine gesamtlänge von ca. 180m. ein switch dazwischen und ich denke die sache ist geritzt. wehe nicht! ;-)) - dass mit den kabeln wird wohl noch ne andere sache sein. macht es denn ein unterschied bei dieser konstruktion ob ein hub oder ein switch eingesetzt wird?
grussos
mreverest
Antwort 5 von steffen.h
Bei der Kaskadierung von Switch / Hub über Kupferkabel gelten die von @ FunTaOnlce beschriebenen Begrenzungen. Danach werden durch die Signallaufzeiten die Antwortzeiten zu hoch. Deshalb wird als Backbone in einem Netzwerk ( neben anderen Gründen ) Glasfaserkabel eingesetzt, die wesendlich niedrigere Signallaufzeiten und Verzerrungen haben. Bei 50/125 Multimodefasern mit Betriebswellenlänge 850nm sind das ca. 12km. ( abhängig von Sendeleistung, Steckern und Spleißdämpfungen )
steffen
steffen
Antwort 6 von steffen.h
Nein, es reicht zur Kopplung der Kabel auch ein einfacher Multiportrepeater mit 2 Anschlüssen.
steffen
steffen
Antwort 7 von mrverest
Hmm, auch interessant.
Glasfaserkabel spielen dann aber wieder in einer anderen Liga - oder gibt es die auch 8adrig für Rj45 (wird wohl *grübel*) und beim Verlegen sind sie Z noch empfindlicher als die S-FTP o.ä. (oder der Standard für Cat7).
Danke erstmal für die nette Hilfe und die Anregungen
mreverest
Glasfaserkabel spielen dann aber wieder in einer anderen Liga - oder gibt es die auch 8adrig für Rj45 (wird wohl *grübel*) und beim Verlegen sind sie Z noch empfindlicher als die S-FTP o.ä. (oder der Standard für Cat7).
Danke erstmal für die nette Hilfe und die Anregungen
mreverest
Antwort 8 von moba
Für eine einfache Glasfaserverbindung benötige ich zwei Fasern (Hin- und Rückweg) Diese werden jedoch nicht über RJ45 sondern spezielle Module angeschlossen. Recht teure Sache.
Dann ist es eventuell einfacher, mit zwei alten PCs und Linux Router aufzubauen und über normale Telefonleitung (Klingeldraht)zu gehen.
Dann ist es eventuell einfacher, mit zwei alten PCs und Linux Router aufzubauen und über normale Telefonleitung (Klingeldraht)zu gehen.
Antwort 9 von Nett Zwerg
Was hier in einigen Postings geschrieben wurde ist Unsinn. Folgendes wäre zu korrigieren:
1. Die TCP/IP Protocol Suite hat nichts mit Kabeleigenschaften zu tun (s. Frage).
2. Die maximale Kabellänge ergibt sich bei (Fast-)Ethernet nicht aus Dämpfung oder Übersprechen, sondern aus dem verwendeten Übertragungsmodus (CSMA/CD). Ohne das im Einzelnen zu erklären, nur soviel: Weil es vorkommen kann, daß zwei Geräte gleichzeitig senden, kann es zu Kollisionen kommen. Die Geräte versuchen zu erkennen, ob Kollisionen auftreten, um gegebenenfalls die Sendung zu wiederholen. Dazu "horchen" sie eine bestimmte Zeit lang am Kabel. In dieser Zeit muß auch das kleinete zulässige Paket vollständig beim Empfänger angekommen sein. Aus dieser Laufzeit ergibt sich die maximale Ausdehnung zwischen zwei Geräten in einer sog. Kollisionsdomäne.
3. Wenn man zwei Hubs kaskadiert, bilden beide logischerweise zusammen eine Kollisionsdomäne. Deshalb darf das Verbindungskabel lt. Spezifikation 5 m lang sein. Das gilt für Hubs der Klasse II. Davon dürfen zwei kaskadiert werden. Hubs der Klasse I dürfen garnicht kaskadiert werden.
Um ein Netz mit einer maximalen Ausdehnung von 180 m aufzubauen reicht ein Hub oder Switch, wenn kein Kabel länger als 100 m ist. Sonst sollte man 2 Switches oder einen Hub und einen Switch verwenden, wobei wieder Gleiches für die Kabellänge gilt.
1. Die TCP/IP Protocol Suite hat nichts mit Kabeleigenschaften zu tun (s. Frage).
2. Die maximale Kabellänge ergibt sich bei (Fast-)Ethernet nicht aus Dämpfung oder Übersprechen, sondern aus dem verwendeten Übertragungsmodus (CSMA/CD). Ohne das im Einzelnen zu erklären, nur soviel: Weil es vorkommen kann, daß zwei Geräte gleichzeitig senden, kann es zu Kollisionen kommen. Die Geräte versuchen zu erkennen, ob Kollisionen auftreten, um gegebenenfalls die Sendung zu wiederholen. Dazu "horchen" sie eine bestimmte Zeit lang am Kabel. In dieser Zeit muß auch das kleinete zulässige Paket vollständig beim Empfänger angekommen sein. Aus dieser Laufzeit ergibt sich die maximale Ausdehnung zwischen zwei Geräten in einer sog. Kollisionsdomäne.
3. Wenn man zwei Hubs kaskadiert, bilden beide logischerweise zusammen eine Kollisionsdomäne. Deshalb darf das Verbindungskabel lt. Spezifikation 5 m lang sein. Das gilt für Hubs der Klasse II. Davon dürfen zwei kaskadiert werden. Hubs der Klasse I dürfen garnicht kaskadiert werden.
Um ein Netz mit einer maximalen Ausdehnung von 180 m aufzubauen reicht ein Hub oder Switch, wenn kein Kabel länger als 100 m ist. Sonst sollte man 2 Switches oder einen Hub und einen Switch verwenden, wobei wieder Gleiches für die Kabellänge gilt.
Antwort 10 von mreverest
hossa,
eine menge infos - vielen dank!!
ich bin also mit einem switch in der mitte (ca. 90m) auf der sicheren seite. und was ist mit einem Multiportrepeater - tut er den gleichen Dienst (klingt zumindest in der Anschaffung erstmal günstiger:-) )
eine menge infos - vielen dank!!
ich bin also mit einem switch in der mitte (ca. 90m) auf der sicheren seite. und was ist mit einem Multiportrepeater - tut er den gleichen Dienst (klingt zumindest in der Anschaffung erstmal günstiger:-) )
Antwort 11 von Nett Zwerg
Multiportrepeater werden in 10Base2-Netzen verwendet. Wenn Du das machst, brauchst Du unter Umständen gar kein zusätzliches Netzwerkgerät, weil 10Base2 auf einer Bus-Topologie basiert. Dabei werden alle Geräte mit einem Koaxialkabel verbunden. Die maximale Länge beträgt 185 m. Erst wenn man weitere Strecken verbinden muß, braucht man einen Repeater. Das ganze ist aber veraltet und hat diverse Nachteile:
- Langsam (10 Mbit/s)
- Fehleranfällig
- nicht Zukunftssicher
- Langsam (10 Mbit/s)
- Fehleranfällig
- nicht Zukunftssicher

