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DRINGEND GESUCHT: AB Rhesus negativ !!!!!!





Frage

Hi Leute, der Artikel "Vermisst" von Umforgiven_II und die wahnsinnige Anteilnahme hier im SN, haben mich ermutigt, ein ganz wichtiges eMail, das ich heute erhalten habe, hier zu veröffentlichen. Ich kenne die Person, um die es geht nicht, sehe für sie aber eine sehr größe Chance im SN und bitte, alle Hilfen direkt an die weiter unten angeführten Adressen zu richten und nicht an meine eMail-Adresse! Das eMail: Datum: Freitag, 28. Dezember 2001 11:04 Betreff: bitte ernst nehmen und weiterschicken! Betreff: Bitte ernst nehmen +zumindest weiterschicken! (fwd) Hi Leute, ich wende mich an Euch, weil ich ziemlich verzweifelt bin. Ich hoffe, Ihr koennt mir und meiner Freundin helfen, und lest diesen Brief! Das Problem ist, dass meine Freundin an Leukaemie erkrankt ist. Es hat sich herausgestellt, dass Sie nur noch wenige Wochen zu leben hat. Aus diesem Grund seid Ihr meine letzte Chance ihr zu helfen. Wir benoetigen dringend eine/n Spender/in mit der Blutgruppe "AB Rhesus negativ" !!!!, der/die bereit wären, ggf. Knochenmark zu spenden. Dies ist fuer Euch nur ein kleiner aerztlicher Eingriff, kann Aber meiner Freundin zu Leben verhelfen. Wenn jemand diese Blutgruppe hat, mochte er/sie sich doch bitte mit mir in Verbindung setzen. Alles weitere besprechen wir dann. Sendet bitte diesen Brief an alle, die Ihr kennt!!! Fragt in eurem Bekanntenkreis nach!!!!! Ich danke Euch fuer Eure Hilfe!!! Gruss, Julia Schmidt Oberweg 8 82008 Unterhaching Tel.: 089/66532-428 Fax: 089/66532-115 E-Mail: julia.schmidt@heye.de Liebe Empfaengern, lieber Empfaenger, auch wenn Sie wie ich nicht helfen koennen, seien Sie bitte so nett und verteilen diese Mail weiter, vielen Dank im Voraus! Joern Vehrenberg CoBa Muenster 0251/501-236 -------------------------------------- Angela Gruber DV-Organisation Klinikum der Universitaet Regensburg Tel. 0941/944-5973 Fax 0941/944-5743 -------------------------------------- ************************************************ Klinikum der Universität Regensburg Betriebsabrechnung K IV/2 Hr. Stefan Mrosek Tel.: 0941/9445833, FAX: 0941/9445899 Franz-Josef-Strauß-Allee 11 93053 Regensburg ************************************************

Antwort 1 von PotzBlitz

Bevor jetzt irgendjemand diesen Kettenbrief weiterleitet, sollte sich mal den folgenden Text durchlesen zum Thema Julia Schmidt & Co.:



Kettenbriefe sind kein adäquates Medium zur Kommunikation seriöser Anliegen.

Leukämie-Kettenbriefe, Knochenmarkspenden
In letzter Zeit kursieren vor allem zwei Kettenbriefe, in denen angeblich nach Spendern gesucht wird, die eine bestimmte Blutgruppe haben sollen. Als Absender tauchen deutlich mehr Namen auf, z.T. mit voller Adresse. Dabei handelt es sich meist um Personen, die den Kettenbrief nur weitergeleitet haben. Mir sind mehrere Fälle bekannt, in denen diese Personen nun mit E-Mails, Anrufen und Faxen geradezu bombardiert werden. Dabei handelt es sich vor allem um eine Julia S. aus Unterhaching und eine Petra G. aus Wien, deren voller Name, Adresse und Telefonnummer unter den Mails stehen. Bitte verschonen Sie diese und andere Personen mit Nachfragen oder Hilfsangeboten. Leiten Sie diese Kettenbriefe nicht weiter, Sie könnten selbst zum Opfer solcher Bombardements werden.

Weitere Infos und Adressen von Knochenmarkspender-Dateien finden Sie auf der folgenden Seite:

http://www.tu-berlin.de/www/software/hoax/kms.html


Gruss
PotzBlitz

Antwort 2 von KalleR

Hi PotzBlitz,

habe das eMail für seriös gehalten, weil es von einer bekannten Adresse kam, die hier nicht aufgeführt ist. Sollte ich tatsächlich einem Kettenbrief aufgesessen sein? Macht aber doch keinen Sinn, denn die Klientel mit AB Rhesus negativ erscheint mir zu klein für eine Kette und alle anderen, die das eMail bekommen werden es maximal weiter verschicken, aber sich doch nicht an die besagte JuliaS wenden. Dachte auch, dass ich in das Raster geraten bin, weil meine Tochter (glaube ich zu wissen)AB Rhesus negativ hat und das bei verschiedenen Unikliniken bekannt ist. Meine Tochter verweilt jedoch für längere Zeit in Nicaragua, sodaß ich sie nicht ansprechen kann. Werde mich aber bei der TU-Berlin mal schlau machen. Sollte es sich wirklich um einen Kettenbrief handeln und jemand Unannehmlichkeiten dadurch bekommen, bitte ich hiermit um Entschuldigung und gelobe, beim nächsten mal etwas vorsichtiger zu sein.

Ajü Kalle

Antwort 3 von pelle

@KalleR

würde mich freuen, Dein Ergebnis der Recherche bei der TU - Berlin hier lesen zu können!

gruss
pelle

Antwort 4 von PowerDAU

schon traurig, auf wessen kosten mittlerweile solche "server-überflutungs-attacken" gehen.

so long

POwerDAU

Antwort 5 von KalleR

@Pelle,
PotzBlitz hat wohl in Allem recht. Leidtragende dieses Kettenbriefes ist offensichtlich Julia S., die mit Anfragen bombadiert wird. Es handelt sich also um einen ganz üblen Scherz, zumal es auch einen konkreten Fall einer Laura gegeben hat, der in mehreren Foren gepostet wurde, die aber inzwischen verstoben ist.
Wer mehr wissen will:
http://www.tu-berlin.de/www/software/hoax/kms.html

Postet bitte nicht weiter, damit der Thread aus dem Gesichtsfeld verschwindet!

Ajü Kalle

Antwort 6 von PowerDAU

und hier die offizielle stellungsnahme von julia:

----------------------------------------
Persönliche Stellungnahme Julia Schmidt

Betreff: Leukämiespender

Am 09. November 2000 wurde ich über einen Aufruf zur Blutspende für ein
leukämiekrankes Mädchen informiert. In guter Absicht habe ich diese Mail an
einige Bekannte weitergeleitet. Dies ist nichts ungewöhnliches. Leider hat
ein Unbekannter mich als Kontaktperson mit Adresse und Telefonnummer
eingetragen. Ich kenne weder dieses Mädchen, noch bin ich der Verfasser
dieses Kettenmails. Auch ist der Urheber dieses Mails nicht nachvollziehbar!
Seit einigen Wochen werde ich nun täglich mit ca. 500 Mails, 200
Telefonanrufen und 50 Faxen bombardiert.
Ich wünsche niemandem, daß jemand Schindluder mit seinem Namen treibt!

Sie helfen mir sehr damit, wenn Sie meine Stellungsnahme verbreiten! Bitte
verbreiten Sie darum die "Leukämie-Mail" auf keinen Fall weiter und halten
Sie Ihre Freunde und Kollegen an, es nicht mehr weiter zu mailen!

Und wenn Sie wirklich Menschen helfen wollen, die an Leukämie erkrankt sind,
so melden Sie sich bitte bei der DKMS in Tübingen - ein Kettenbrief ist der
falsche Weg!

Ich danke Ihnen!

Julia Schmidt
Mit freundlichen Grüßen,

----------------------------------------

gefunden hier

http://neveragain.de/sos.txt

?????????????????????????????????

soviel zum thema :(

POwerDAU

Antwort 7 von PotzBlitz

Hallo Kalle,

hier kann man dir wirklich keinen Vorwurf machen, schliesslich hast du nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Im Internet ist es bei der Flut von Kettenbriefen immer eine Gratwanderung zu entscheiden, ob es sich nun um einen Scherz oder um eine ernste Angelegenheit handelt. Deswegen ist es immer gut, mit einem gesunden Mißtrauen an diese Themen heranzugehen, welches auch leider in den allermeisten Fällen bestätigt wird. Dass dabei das Mißtrauen immer grösser wird und die eigene Hilfsbereitschaft immer kleiner wird, lässt sich kaum vermeiden. Ich persönlich halte von überhaupt keinem Hilferuf in EMail-Form etwas, sie werden von mir allesamt gelöscht.

Dein Thread hier hat zumindest eine positive Seite. Die Supportnet-Mitglieder wissen nun beim Thema "Knochenmarkspender-EMail" genau, was sie zu tun haben: Die EMail nicht weiterleiten, sondern sie löschen. Denn mal ehrlich, wer im Supportnet hätte diese EMail nicht selbst weitergeleitet? Von daher sollten wir dir sogar dankbar sein, dass du diese EMail veröffentlicht hast und die Dinge dadurch richtig gestellt werden konnten. :-)

Die PC-Welt hat offensichtlich von der gleichen EMail-Welle wie du Wind bekommen und haben einen längeren Artikel über Hilfe-, Hoax-, und sonstigen EMails dazu verfasst. Wer ihn lesen möchte, kann dies hier tun:

http://www.pcwelt.de/news/internet/21398/index.html

Gruss
PotzBlitz

Antwort 8 von Redschina

nach oben, da ich gerade von einem member genau diese mail erhalten habe!

Antwort 9 von Detman

@Redschina

Hi Red, danke das du mich auf diesen Thread aufmerksam gemacht hast.Es ist wirklich kaum zu glauben welchen Mist manche Leute verzapfen.

MFG


Antwort 10 von miranda

Hallo zusammen,

ich will diesen Thread nicht wieder aufwärmen, aber abschließend noch eine kleine Info geben, die vielleicht in Zukunft dem einen oder anderen helfen kann, solche um Mitleid heischenden und vielfach großen Schaden anrichtenden (siehe Julia S.) Kettenbriefe frühzeitig als Falschinformation zu erkennen und dementsprechend NICHT darauf zu reagieren oder ihn - wie gewünscht - an alle Bekannten weiterzuleiten.

Gerade das Thema "Krebs" (Leukämie ist eine Form von Blutkrebs) und die Konfrontation mit den damit verbundenen Schicksalen rührt viele Menschen verständlicherweise zu Tränen und führt zu einer erstaunlichen Hilfsbereitschaft, die vielen betroffenen Menschen und deren Angehörigen wieder neuen Mut zum Durchhalten geben kann. Gerade deshalb darf es nicht dazu kommen, daß durch die Überschwemmung mit solchen Falschmeldungen, die wenigen, aber dennoch existierenden richtigen Hilferufe in Verruf kommen, oder nicht mehr ernst genommen werden.

Das das Internet in echten Fällen wirklich eine tolle Möglichkeit zum Aufruf um Hilfe bietet, habe ich selbst erlebt, als das Kind meines Diplombetreuers an Leukämie erkrankte und seine Firma (auch mittels Benachrichtigung anderer Firmen per Email) eine gewaltige Aktion ins Leben rief, die dazu führte, daß viele tausend Menschen von der DKMS (Deutsche KnochenMarkSpende-Kartei) einen Bluttest machen ließen, bzw. die Aktion finanziell unterstützten. Letztendlich wurde für das Kind ein passender Knochenmarkspender gefunden.

Aus diesem Grund bin ich der Meinung, daß es überaus wichtig ist, richtige von falschen Mitteilungen unterscheiden zu können.

Da ich mich aufgrund eines Krebsfalles im allernächsten Angehörigenkreis selbst zu den "Betroffenen" und den "Besser-Informierten" zählen kann, möchte ich eine wichtige Info an dieser Stelle weitergeben:

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Die in oben aufgeführter Email als Hauptkriterium genannte Blutgruppe ist in Bezug auf eine Knochenmarkspende völlig ohne Bedeutung!!!
Ob die dem Knochenmark des Spenders entnommenen Stammzellen von dem Körper des Kranken angenommen und nicht abgestoßen werden, erfordert einzig und allein, daß die Gewebemerkmale von Spender und Empfänger möglichst identisch sind. Diese Merkmale werden aus der Analyse einer Blutprobe der Spender ermittelt. Die Blutgruppe spielt dabei keine Rolle. Es kann sogar sein, daß der am besten geeignete Spender und der Empfänger völlig unterschiedliche Blutgruppen haben.
Nach erfolgter (und erfolgreicher) Stammzellentransplantation wechselt die ursprüngliche Blutgruppe des Empfängers zu der Gruppe des Spenders.

Dies gilt nicht nur im Fall der Leukämie, sondern immer, wenn eine Stammzellentransplantation (Knochenmark) durchgeführt wird.

Deshalb kann man vielleicht sagen:
- wenn in einer Email Menschen einer bestimmten Blutgruppe für eine Spende gesucht werden, dann schmeißt das Ding sofort weg. Der Schreiber hat keine Ahnung, wovon er schreibt - und ihr könnt mir glauben, daß die wirklich Betroffenen bestens (!) informiert sind, worauf es dabei ankommt.

- Beim Empfang einer Email, die zum allgemeinen "Bluttest" in Bezug auf einen konkreten Fall von Krebs aufruft, sollte man das Ding auch nicht sofort an alle Bekannten weiterleiten, aber man sollte wirklich mal darüber nachdenken, ob man nicht selbst einen Bluttest machen und sich von der DKMS registieren lassen sollte - egal, ob die Email echt oder falsch ist.
Mit jedem registrierten Spender erhöht sich die ohnehin sehr geringe Chance für einen wirklich erkrankten (und vielleicht sogar heilbaren) Krebspatienten auf Rettung. Das ist für ihn wie ein Sechser im Lotto!

Wen das Thema interessiert, kann unter
www.dkms.de weitere Informationen finden.


Das ist alles, was ich dazu sagen möchte. Vielen Dank für Eure Geduld!

Gruß,
Miranda



Antwort 11 von doro

Der einzige richtige Weg um zu helfen ist, wie oben schon jemand erwähnt hat, sich der DKMS (Deutschen KnochenMarkSpenderdatei) in Tübingen anzuschließen. Sie ist meines Wissens nach die größte Spenderdatei Europas.
Beim Arzt wird eine Blutprobe entnommen, die dann per Express nach Tübingen geschickt wird. Dort werden die Blutwerte in die Datei aufgenommen und weltweit mit den Anforderungen verglichen. Sollten die Werte mit einer Anforderungen übereinstimmen, wird nochmals näher typisiert.
Wie wichtig so eine Datei ist, kann ich nur durch eigene Erfahrungen im Familienkereise sagen.
Also liebe Supportnetmitglieder, einfach mal bei der DKMS informieren (die haben auch eine Seite im Internet!)

Gruß

Doro