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Brenner: DMA 2 oder UDMA 2 , wiemacht sich das bemerkbar??





Frage

Hallo, möchte mir einen neuen Brenner kaufen,es gibt ja mehrere IDE Modi und nicht jeder Brenner unterstützt UDMA. Was macht PIOS , DMA2 und UDMA aus?? Macht sich das irgendwie bemerkbar, kann man z. B. mit einem Brenner mit DMA2 Unterstützung gleichzeitig Brennen und mit anderen Anwendungen arbeiten?? Danke im voraus Montano

Antwort 1 von Montano

ist Multiword DMA 2 das gleiche wie UDMA 2??

Gruss

Montano

Antwort 2 von Herbie

Zur letzten Frage: Es ist nicht das gleiche, aber nahe dran.

Da ein Brenner prinzipiell keine besonders hohen Datenraten braucht, kommt er auch ohne UDMA aus.
Zumiondest Multiword-DMA sollte es aber schon sein, weil sonst die CPU unnütz belastet wird.

PIO: Programmed Input Output - die CPU muß sich um alles kümmern und max. 16MB/s in PIO-4 möglich; nicht mehr zeitgemäß.

DMA: Direct Memory Access - Das Gerät transferiert selbstständig die Daten vom bzw. zum Hauptspeicher.

Die normalen DMA-Modi sind allerdings eine Mogelpackung - bringt kaum etwas gegenüber PIO, weil die CPU für jedes einzelne Wort (16Bit) sagen muß, wohin es transferiert werden soll.

MWDMA: Multi Word DMA - hier fängt DMA an, etwas zu bringen, da mehrere Worte in einem Rutsch transferiert werden können, wie der Name schon sagt.
MWDMA-2 schafft theoretisch 33MB/s.

UDMA: Ultra DMA - im Endeffekt sehr ähnlich dem MW-DMA, außerdem für höhere Geschwindigkeiten geeignet (z.B. UDMA5 = 100MB/s).

Das gleichzeitige Brennen während man mit anderen Anwendungen arbeitet geht natürlich in MWDMA oder UDMA besser, da die CPU-Last niedrig ist. Wenn durch diese Anwendungen Festplattenzugriffe erfolgen, bremst es aber den Datenfluß ebenso, soferne die zu brennenden Daten von der selben Platte kommen.
Sicher funktioniert das also ohnehin nur mit Brennern, die "Burn Proof" oder "Just Link" usw. beherrschen, weil die wieder aufsetzen können, wenn der Datenstrom zwischenzeitlich aussetzt.

Ein UDMA-fähiger Brenner ist in jedem Fall empfehlenswert, wenn Du Win2k/XP einsetzt. Diese glorreichen Systeme betreiben aufgrund eines Fehlers ein nicht UDMA-fähiges IDE-Gerät meist im PIO-Mode (obwohl sie DMA-Mode anzeigen), auch wenn das Gerät z.B. MWDMA beherscht.

Hoffe, Dich jetzt endgültig verwirrt zu haben ;-)

Gruß, Herbie


Antwort 3 von Montano

Hallo Herbie,
sehr gut erklärt, Danke: "endgültig verwirrt", auf keinen Fall,im Gegensatz durch die Erklärung der Abkürzungen ist alles klar und "entwirrt" (ge)worden.

Aber zu den glorreichen Systemen,das habe ich vor kurzem selbst gemerkt,als ich aus Spass mein CD-Rom Laufwerk von PIO auf MW-DMA unter WinXp im Getätemanager umstellte und XP das ohne weiteres akzeptierte, da habe ich auch mich gewundert, warum XP dieses nicht selbständig vorgenommen hat. Und ich immer noch nicht weiss ob der Laufwerk in DMA laüft, weil ich denke so was wird doch von BIOS aus geändert, und da traue ich mich nicht dran was zu ändern, da kenne ich mich nicht aus.


MfG

Montano


Antwort 4 von Herbie

Hi Montano,
das Win2k/XP-Problem ist leider etwas ärgerlicher.
Das BIOS stellt fest welche Übertragungsmodi (PIO, (MW)DMA, UDMA) das Gerät beherrscht.
Dann wird festgestellt, welche maximale Übertragungsrate für jeden Modus möglich ist und der Controller entsprechend konfiguriert.
Das BIOS hat nun die Voraussetzungen geschaffen, um das gerät über einen Windows-Treiber in einem von drei Modi zu betreiben, z.B. PIO-4, MWDMA-2, UDMA-2.
Dies gilt unter der Annahme, daß das Gerät die drei obengenannten Betriebsarten beherrscht.
Damit ist die Arbeit des BIOS beendet.

Nun kommt Windows, hat einen IDE-Treiber und sucht sich dafür einen der drei verfügbaren Modi aus.
Aus Sicherheitsgründen natürlich den, der immer problemlos funktioniert - den ältesten und langsamsten. Also PIO-4.
Im Gerätemanager sagt es jetzt "PIO-Modus". Welcher genau, dagt es nicht. Das muß man im BIOS nachsehen.
Du weißt, daß Dein Laufwerk mehr kann und stellst daher auf "DMA wenn verfügbar".
Nun versucht Windows den Ultra-DMA Modus zu benutzen. Wenn dieser verfügbar ist, dann meldet es stolz "Ultra DMA Modus".
Ist er nicht verfügbar, dann sollte es den MWDMA-Modus benutzen und "DMA Modus" melden. Bei Win Me funktioniert das auch.
Bei Win2k/XP gibt es einen kleinen Fehler :-)
Windows kann UDMA nicht benutzen, also fällt es wieder auf PIO zurück. Da der Anwender aber DMA verlangt hat, meldet es halt trotzdem "DMA Modus".

Das ist jetzt die ganze Geschichte.
Abhilfe bringt die Installation der Busmaster-DMA Treiber des Chipsatzherstellers, die aber meist auch fehlerhaft sind und daher andere Probleme bringen können.

Daher ist die Kombination UDMA-Gerät mit Windows IDE-Treiber noch die problemloseste.

Gruß, Herbie


Antwort 5 von Montano

Hallo Herbie,
jetzt hast Du es doch geschafft mich zu verwirren. Habe bei meinem CD-Rom ja MW DMA 2 eingestellt gehabt und der Gerätemanager hats akzeptiert,aber im BiOS habe ich nachgeschaut(MB ASUS A7M266, Chip AMD 761 ,neustes BIOS) unter Sekundär IDE steht tatsächlich immer noch PIO Mode 4 und UDMA war "disabled": jetzt habe ich PIO so gelassen und zusätzlich UDMA aktiviert ,F10 gedrückt und BIOS hat sogar dieses akzeptiert,jetzt weiss ich aber nicht mehr in welchem Modus tatsächlich der Lfwerk laeuft?

Brauche ich jetzt neuen Treiber für WinXP oder soll ich alles so lassen, wegen CD-RomLfwerk wäre das nicht so wichtig,da ich mir einen neuen Brenner(LG 8320, unterstützt bis MW DMA2) bestellt habe, wäre das doch interessant.

Und diese Treiber(Busmeister DMA),kann man die nach installation wieder ohne Folgen deinstallieren und die alten wieder reaktivieren,wenn es doch Probleme gibt??

Grüsse und Danke im voraus

Montano

Antwort 6 von Herbie

Hi Montano,
es ist in der Tat schwierig herauszufinden, in welchem Modus das Gerät wirklich läuft.
Wenn Du im BIOS UDMA aktiviert hast (warum wurde das nicht automatisch erkannt???), dann ist die Voraussetzung dafür geschaffen, daß Windows dies auch verwendet.
Lösche den entsprechenden Eintrag im Gerätemanager und lasse das LW neu erkennen, dann stelle nötigenfalls auf "DMA wenn verfügbar" um.
Dann sollte Windows nach dem nächsten Neustart "Ultra-DMA-Modus" melden.
Dem kannst Du dann auch vertrauen, denn bei UDMA funktioniert die Sache ja auch mit Win2k/XP relativ zuverlässig.

Bei einem Laufwerk, das kein UDMA unterstützt, wie z.B. der erwähnte Brenner mit max. MWDMA-2 ist die Sache nicht so klar. Da kannst Du nur hoffen.
Ich weiß nicht, ob man WIRKLICH ZUVERLÄSSIG feststellen kann, in welchem Modus das LW tatsächlich betrieben wird - außer mit einem Logic-Analyzer natürlich ;-)
Bei den diversen Testprogrammen (SiSoft Sandra, Dr. Hardware) wird nämlich auch nur das angezeigt, was man genauso gut über das BIOS-Setup herausfinden kann - nämlich die maximal möglichen Geschwindigkeiten der einzelnen Betriebsarten. Über die Windows-Treibereinstellungen werden die Informationen aus der Registry ausgelesen. Das sagt aber auch nur die Betriebsart, die Windows GLAUBT zu verwenden.

Am ehesten würde ich die CPU-Last als Indikator heranziehen.
Kopiere eine große Datei (>100MB) auf der Festplatte (die hoffentlich in UDMA läuft!) um und beobachte die CPU-Last im Systemmonitor.
Wenn Du nashcließend eine ähnlich große Datei von CD auf Festplatte kopierst, darf die CPU-Last nicht höher sein - eher niedriger, wenn das CD-LW im MWDMA oder UDMA läuft.

Zu den Treibern:
Ich weiß jetzt nicht, ob welche Southbidge Dein Board benutzt: die von AMD oder VIA (AMD761 ist die Northbridge).
Für AMD gibt es vermutlich gar keine gesonderten Treiber, für VIA schon. Letztere lassen sich auch wieder deinstallieren.

Gruß, Herbie


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