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Hook-Flash-R am Telefon - Welches Zeichen auf PC-Tastatur?





Frage

Hi, ich möchte eine Verbindung innerhalb meines ISDN-Haushaltes mit einem PC, der eine ISDN-Karte hat und einem weiteren PC, der ein analoges Modem hat. Es scheitert schon beim Versuch, mit dem "ISDN-PC" (Win ME) eine telefonische Verbindung aufzubauen: Normalerweise ruft man die 2. Nebenstelle auf der Telefon-Tastatur mit "R2" oder "**2" an. Wenn ich dem PC als Rufnummer "**2" nenne, gibt es aber sofort eine Fehlermeldung. Meine Frage wäre also: Was ist die PC-Tastatur-Entsprechung für das Hook-Flash-Nebenstellen-"R" eines Telefons? Danke...

Antwort 1 von MacGyver031

Schon mal mit Backslash versucht? \*\*2

Sincerely your
MacGyver

Antwort 2 von Conn

Danke MacGyver, habs gerade probiert - derselbe Fehler, das war's leider nicht...

Antwort 3 von Conn

Niemand eine Idee, wie das telefonische "R" bzw. "**" in PC-tastaturisch heißt?

Antwort 4 von Undertaker

Hi,

also, im Standard AT Befehlssatz ist das Symbol für Hook Flash ein Ausrufezeichen (!).
Jedes Modem, das zum Hayes Befehlssatz kompatibel ist, sollte somit Hook Flash beherrschen. Allerdings ist es so, das ISDN-Karten (resp. deren CAPI) einen nur sehr eingeschränkten AT-Befehlssatz besitzen (vgl. die Anleitung Deiner ISDN-Karte). Beispielseise um die abgehende MSN, oder die MSN auf die das Gerät antworten soll, manuell eintragen zu können, oder um über die S-Register den Modus (PPP, Analog, Fax usw.) für den CAPI einstellen zu können...

Ich denke deshalb, das die ISDN-Karte keinen Hook Flash kann. Und selbst wenn sie es kann, müssen ISDN-Karte und Analog-Modem an einer TK-Ankage angeschlossen sein. Also nicht TK-Anlage und ISDN-Karte am S0-Bus, sondern die TK-Anlage muß einen S0-Bus zum Anschluß eines ISDN-Geräts bereitstellen.
Was ich noch aus meiner Modem-Zeit weiß ist, das es wohl möglich ist, zwei Modems direkt miteinander verbunden werden können, wenn sie diesen Modus unterstützen. Aber dazu sind dann wohl auch zwei identische Modelle nötig...

Was spricht denn gegen eine Netzwerkverbindung mit Patchkabel oder WLAN? Mal abgesehen von den Kosten und der einfacheren Konfiguration...

Gruß
Undertaker

Antwort 5 von Conn

Danke Undertaker für die ausführliche Antwort!

Gegen WLAN spricht, dass der PC mit dem analogen Modem kein USB hat. USB-Einbau wäre zwar kein Problem, aber: Benötigt man für WLAN nicht ein existentes Netzwerk? Ich habe ja kein DSL, nur einfaches ISDN...

An meiner ISDN-Anlage (Teledat X120) hängt das analoge Modem. Außerdem fungiert sie als "ISDN-Karte" des anderen PCs. Die Dokumentation ist dürftig, d.h. Hayes-Befehle zu den einzelnen virtuellen Modems sind nicht aufgeführt. Da hilft nur ausprobieren.

S0-Bus & Patchkabel sind mir leider unbekannte Vokabeln.

Viele Grüße,
Conn

Antwort 6 von Tab_

Kenne die X120 nicht so genau, deshalb mal zwei Fragen...

Lässt sich die ISDN-Karte überhaupt intern über eine Nebenstellennr. ansprechen?

Kann man bei der X120 die Nebenstelle, an der du das Modem betreibst auf manuelle Amtsholung umstellen? (dann könntest du dir den Hook-Flash sparen)

Tab

Antwort 7 von Conn

Hi Tab,

zunächst: Ich habe ja keine PC-Steck-Karte (hab mich oben falsch ausgedrückt); vielmehr ist die X120 eine ISDN-Telefonanlage inkl. ISDN-Modem. Der PC listet mir damit die virtuellen ISDN-Modems ganz normal auf.

Zu 1): Mit Telefonen kann ich von der 1. Nebenstelle zur 2. anrufen. Ich weiß nicht, ob die virtuellen ISDN-Modems meines PCs auf einen Anruf reagieren können & welches ISDN-Modem dann für das "Abnehmen" zuständig ist.

Zu 2): In der Dokumentation finde ich keine Erklärung für "manuelle Amtholung". Meinst Du damit, dass die Nebenstelle auf "intern" gestellt sein soll? Weiß nicht, ob das sinnvoll ist: An der Nebenstelle mit dem Modem hängt auch noch mein Fax... Außerdem bliebe ja dann das Problem, dass der ISDN-PC evtl. nicht auf den Anruf des Analog-Modem-PCs reagiert.

Danke Dir & freue mich auf eine neue Idee, wie PC 1 den PC 2 anrufen kann.

Antwort 8 von Tab_

Ja, ich weiß, dass du die ISDN-Karte in der X120 meinst.

Habe mir gerade mal die BDA der X120 angeschaut. So, wie du das ganze angehen willst, funktioniert es nicht. Der Anlage fehlen dafür einige Features, so dass du eine Verbindung zw. analogem Modem und X120-ISDN-Karte nur über eine externe Verbindung herstellen kannst.

Tab

Antwort 9 von Conn

Externe Verbindung hieße: Ich müsste statt der (kostenlosen) Nebenstellen-Verbindung zwischen den beiden PCs die volle Rufnummer anwählen? Schade... Aber danke für die Info!

Viele Grüße,
Conn

Antwort 10 von Undertaker

Hi,

>> S0-Bus & Patchkabel sind mir leider unbekannte Vokabeln.

Der S0-Bus ist das 4-adrige Kabel, mit dem die Teledat (oder auch andere ISDN-Geräte) am NTBA angeschlossen werden.

Patchkabel sind fertig konfektionierte (beidseitig mit Steckern belegt) 8-adrige Netzwerkkabel für sternförmige Netzwerke mit 10, 100 oder 1000 MBit.

>> Gegen WLAN spricht, dass der PC mit dem analogen Modem
>> kein USB hat. USB- Einbau wäre zwar kein Problem, aber:
>> Benötigt man für WLAN nicht ein existentes Netzwerk?
>> Ich habe ja kein DSL, nur einfaches ISDN...

Hui...
Also, USB hat nicht zwingend mit LAN bzw. WLAN zu tun. Es sei denn Du willst einen Netzwerk-Adapter für USB haben. Aber anstatt eine USB-Karte einzubauen, kann man gleich eine Netzwerkkarte für PCI einbauen.
Und DSL ist für ein LAN (local area network, privates Netzwerk) nicht nötig. Es sei denn, man verbindet mehrere, örtlich getrennte LANs mit VPN über das Internet.
WLAN (Funk) hat den Vorteil, das man keine Kabel verlegen braucht. Ein Access-Point ist in einem Add-Hoc Netzwerk nicht nötig. Nachteilig ist aber der relativ hohe Preis für die WLAN-Karten (PCI) und die geringe Übertragungsrate (max. 54 MBit abzüglich Verwaltungsdaten etc.).

Für ein Netzwerk bräuchtest Du zwei 10/100MBit Netzwerkkarten (PCI) und ein Cross-Kabel (Patchkabel mit gekreuzten Sende/Empfangleitungen). Die Netztwerkkarten in die PCs einbauen, Treiber installieren, die Karten mit dem Cross-Kabel verbinden und auf den beiden PCs den Client für Microsoft Netzwerke, die Datei- und Druckerfreigabe für Microsoft Netzwerke und das TCP/IP-Protokoll installieren. Abschließend im TCP/IP-Protokoll die IP-Adresse 192.168.0.1 (PC1)bzw. 192.168.0.2 (PC2) und die Netzwerkmaske 255.255.255.0 eintragen, den selben Namen für die Arbeitsgruppe vergeben und Laufwerke bzw. Ordner freigeben. Fertig ist das Netzwerk, mit dem Dateien ausgetauscht werden können, Spiele gemeinsam gespielt werden können und noch viele weitere Anwendungen benutzt werden können.

Gute Netzwerkkarten (z.B. die DFE-530TX von D-Link) bekommst Du schon für unter 7.- Euro. Cross-Kabel gibt es in unterschiedlichen Längen zu 1/3/5/10/20/30 Meter.

Wie Du das Netzwerk unter Windows installierst, wird ausführlich bei www.windows-netzwerke.de beschrieben.

Umfassende Informationen zu Netzwerken findest Du bei www.netzmafia.de

Gruß
Undertaker

Antwort 11 von Conn

Wow Undertaker, großen Dank!

Und jetzt kommt das
Aber:

Die beiden PCs, die Daten austauschen können sollen, sind auf 2 verschiedenen Etagen. Ich möchte kein Netzwerkkabel durch die Wohnung verlegen. Darum habe ich in stundenlanger Frickelei die einzig existente Datenleitung nach oben - nämlich die alte Telekomleitung, die seit ISDN tot war - wieder ans Netz (2. Nebenstelle) angeschlossen.

WLAN wäre prima, würde aber, wie Du schon sagst, etwas kosten - sowohl der Aufbau des Netzwerkes als auch die Funkübertragungs-Geräte. Daher dachte ich: Versuch's doch erstmal ohne Ausgaben, indem du die Gratis-Verbindung zwischen 1. und 2. Nebenstelle der ISDN-Anlage nutzt.

Da liegt der Pudel: Wie bringe ich den ISDN-PC (unten) dazu, über die 1. Nebenstelle den obigen PC, der an der 2. Nebenstelle hängt, anzurufen (oder umgekehrt)? Es scheitert schon daran, dass der ISDN-PC die 2. NS nicht anrufen kann (weil er das Hook-Flash-R wohl nicht wählt?!). Der Analogmodem-PC kann zwar unten anrufen (das Telefon an der 1. NS bimmelt), aber der ISDN-PC reagiert nicht.

Ich weiß, das ist alles sehr verwirrend... Ich weiß es genau...

Antwort 12 von Undertaker

Hi,

nö, verwirrend ist es nicht, nur vertreten wir unterschiedliche Meinungen. Während Du eine umständliche und langsame Lösung favorisierst, mache ich mir lieber die Arbeit, verlege ein Kabel und habe damit ein relativ gutes Preis/Leistungsverhältnis.

Also, die Geschichte mit den beiden Modems ist nicht zu empfehlen. Das ganze ist viel zu umständlich und hat zu viele Nachteile.

Wenn Du kein Kabel installieren willst, bleiben eigentlich nur zwei Lösungen: Wireless LAN PCI (beispielsweise D-Link 54MBit) oder das relativ teure MicroLink dLAN Ethernet von Devolo, das über das hauseigene Stromnetz funktioniert.
Wenn die Wände nicht zu dick sind und die Decken nicht aus Stahlbeton sind, bietet sich Wireless an. Andernfalls ist das MicroLink dLAN Ethernet eine Möglichkeit, ein Netzwerk über das hauseigene Stromnetz herzustellen, wobei große Verbraucher wie Waschmaschine, Geschirrspüler usw. starke Störungen verursachen können. Und mit 14 MBit ist das MicroLink dLAN Ethernet auch relativ langsam.

Gruß
Undertaker

Antwort 13 von Conn

Hi Undertaker,

wir vertreten keine unterschiedlichen Meinungen, nur: Du hast Ahnung von Netzwerken, ich nicht.

Hinzu kommt, dass ich mir sofort eine etwas teurere Netzwerklösung wie Du sie vorziehst leisten würde, wenn ich ein "echtes" Heimnetz etablieren wollte. Mir geht's aber nur darum, hin und wieder über eine DFÜ-Verbindung Dateien vom ISDN-PC auf den alten Win98-Analogmodem-PC schieben zu können - was immer noch nicht klappt...

Die PCI-WLAN-Karte(n) schaue ich mir mal genauer an, danke dafür und guten Rutsch!

Conn

Antwort 14 von Undertaker

Hi,

>> hin und wieder

wenn Du also nur "manchmal" Dateien austauschen willst und kein Netzwerk haben möchtest, gibt es auch noch andere Möglichkeiten, als beispielsweise zwei WLAN-PCI-Karten (ca. 55.- Euro * 2):

- Falls beide PCs über Brenner verfügen, könntest Du eine CDRW verwenden. CD-Brenner bekommst Du ebenfalls unter 50.- Euro / Stück. Preislich wäre es ungefähr gleich und die Brenner können auch für andere Zwecke eingesetzt werden (z.B. Datensicherung, Bilder von der DigiCam archivieren usw.).

- Ein USB-Stick wäre auch eine Lösung. Eine USB-PCI-Karte (für den PC ohne USB) + USB-Stick (64MB) liege bei ca. 70.- Euro. Ca. 30.- Euro günstiger als zwei WLAN-Karten und mit dem USB-Stick kann man Daten auch relativ einfach mitnehmen (Firma/Freunde <-> Privat).

- Wenn die Daten mehr als 700 MB betragen, könnte auch eine Festplatte (30-40GB) + zwei Wechselrahmen eine Möglichkeit darstellen. Kostenpunkt ca. 50.- Euro für ´ne 40GB Platte und 20.- Euro für zwei Wechselrahmen.


Gruß und Dir auch einen guten Rutsch
Undertaker

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