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Kratzer auf dem Metalliclack/Farbpolitur





Frage

Hallo zusammen! Habe leider einen ziemlich langen Dornenkratzer auf dem Auto! Hat jemand Plan von diesen Farbpolituren und ob sie etwas taugen? Vielen Dank für eure Statements! Rainer

Antwort 1 von DAU

Habe letztens eine Politur namens "Formel 1" gekauft, die gibt auch in der Werbung. Kostet laut Angabe auf der Flasche glaube ich knappe 50 öcken aber sie isses wert. Ist aber auch günstiger ranzukommen, habe sie aus Ebay, für einen Spottpreis.

Die lässt auch kleinere Kratzer verschwinden, ist allerdings keine Farbpolitur und ich habe nen hellen Wagen.

Antwort 2 von anno_58

also mal aus der Praxis für die Praxis:

Farbpolituren mögen für kleiner Kratzer(ohne Beschädigung der Oberfläche) ganz witzig sein, bei richtigen Kratzern funktionieren die nicht.

Die "SuperDuper" Polituren vom (oder besser: vor dem) Baumarkt sind im Normalfall Müll! Eine Flasche 50,-, 2 Stk 60,- und ab 3 kriegst du eine geschenkt und 1 Pfund Kaffee oben drauf.
Eigentlich schon selbsterklärend.
Es handelt sich hierbei um flüssige, leicht flüchtige Silikone. Schnell und leicht zu verarbeiten und Blenderei. Oben Glanz und unter der "verkleisterten" Oberfläche vergammelt der Lack weil 0 Nahrung. Bei roten Buntlacken sehr schön zu sehen. Nach dem "Polieren" mit "SuperDuper" sind die in aller Regel "weis".
Kleiner Exkurs:
Viele dürften das kennen: Man kauft für die Terrasse, den Garten diese schönen weisen Kunststoffstühle. Im ersten Jahr sehen sie super aus, im zweiten leicht grau und im 3 Jahr kann man sie in die Tonne kloppen weil sie nicht mehr suaber werden. Dabei hat man die ganze Zeit immer das gleiche gemacht: Mit Seifenwasser abgewaschen. Was ist also passsiert? Ganz einfach: Kunststoffe brauchen "Weichmacher" um auf umwelteinflüsse elastisch Reagieren zu können. Diese Weichmacher haben einen Nachteil: Sie verduften! Wirklich wahr! Sie dunsten aus. Die Oberfläche ist nicht so glatt wie sie uns erscheint. Sie hat Kratzer u.ä Beschädigungen. Sind die weichmacher verdunstet kann sich "Chemie" auf der Oberfläche festsetzen. Woher? Seifenwasser! Saurer Regen usw. Das Wasser verdunstet, die Chemie bleibt. Im Laufe der Zeit kommt es zu einer derart agressiven Chemiemenge, dass die Oberfläche regelrecht geknackt wird. Moderne Lacke sind Kunststoffe. Werden hier nicht regelmäßig "Weichmacher" zugefügt passiert das gleiche wie mit den Gartenstühlen. In guten Polituren sind derartige Weichmacher drin. Heißen dann z. Bsp. Canauba-Wachs. Hiermit den Lack regelmäßig gepflegt hat man lange "Spass".
Zu deinem Problem Rainer,
Zitat:
ziemlich langen Dornenkratzer
der dürfte im Normalfall nicht bis auf die Grundierung gehen. Hier kann man mit Lackreinigern für den "Profibereich" sowie mit "Lackverschiebung" etwas erreichen. Mit den Mitteln eines "Laien" wirst du hier nicht viel erreichen. Spar dir die 50 "Öcken" für die Politur, pack noch 50 drauf und such dir einen Gebrauchtwagen Aufbereiter. Kleiner Tipp: Frag mal in deiner "Fachwerkstatt". Die meisten "Marken" haben die Gebrauchtwagen Aufbereitung ausgelagert.

Gruß Anno

Rückmeldung wäre nett.