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Nachträglich Raidcontroller einbauen - problematisch?





Frage

Hallo, ich wollte nachträglich einen Raidcontroller in ein Epox 8KHA+ - Board einbauen. Da sollen zwei bereits formatierte und in Betrieb befindliche Festplatten angehängt werden (die beiden Harddisks, die jetzt am Festplattencontroller angeschlossen sind). Müssen diese Festplatten jetzt in jedem Fall neu formatiert werden? Es soll ein Raid 0 - System werden, also ohne Spiegelung. Das Formatieren, die damit vorher verbundene Datensicherung und das sowohl langweilige als auch langwierige Neuinstallieren von Betriebssystem und Programmen wollte ich mir ersparen. Ist das irgendwie machbar und alles kein Problem? Bin halt sehr faul. ;-) Danke.

Antwort 1 von Pumuckel

sollte auch so möglich sein:

Bau den Controller ein, laß aber die Platten so wie sie sind.
Installiere die Treiber für den Controller.

Ziehe Dir ein Image beider Platten auf eine andere Platte oder auf CD/DVD - ja ich weiß daß das viiiiieeeeele CDs werden, aber wenn man nicht neu installieren will...
Programme zum Image erstellen sind Northon Ghost oder DriveImage. Acronis TrueImage kann ich nicht empfehlen, die Testversion erkannte bei mir keine Raid0-Arrays.

Wenn die Images erstellt sind, hängst Du beide Platten an den Raid-Controller, erstellst das Array und spielst dann die Images wieder zurück.
Beim Erstellen des RAID0-Arrays werden beide Platten gelöscht. Das ist unvermeidlich...

Wenn die Images zurückgespielt wurden, mußt Du im BIOS die Bootreihenfolge ändern. Meist ist die Einstellung SCSI zuständig für PCI-Controller.

Ich gebe aber keine Garantie, daß es auch 100%ig funktioniert. Also auf eigenes Risiko...

Antwort 2 von Nina23

Ja, danke für die Antwort.

Der Raidcontroller ist eingebaut, der Modus steht im Moment auf "Normal", also kein Array, der Rechner bootet einwandfrei, Internet geht auch ;-) und nun muss ich wohl mit der Komplettsicherung anfangen.

So ein Mist.

Und anders geht es wirklich nicht?

Oder ist der Vorteil eines Raid 0 - Arrays gegenüber ATA 133 gar nicht so groß, und der Wechsel auf das Array zahlt sich sooo toll nicht aus?

Was wäre denn eure Empfehlung?

Antwort 3 von bitfix

RAID 0 bietet gesteigerte Transferraten, indem mehrere Festplatten zusammengeschlossen werden und Schreiboperationen auf allen parallel durchgeführt werden. Die Performance-Steigerung beruht darauf, dass die zu schreibenden Daten zunächst auf die Caches der verschiedenen Platten verteilt werden und jede einzelne Platte so weniger zu tun hat. Umgekehrt wird auch der Lesevorgang beschleunigt. Fällt jedoch eine der Festplatten durch einen Defekt aus, lassen sich die Daten nicht mehr rekonstruieren, da die Teil-Daten, aus denen der RAID-Controller nachher die ursprüngliche Datei zusammensetzt, jeweils nur auf einer Platte liegen. Streng genommen ist dies gar kein RAID, da es keine Redundanz gibt.
Alles klar?

Sowas macht man nur, wenn man die Performance (z.B. Aufzeichung von unkomprimiertem Video in Echtzeit) wirklich unbedingt braucht. Das schreiben und Lesen geht dann theoretisch doppelt so schnell. Aber die Sicherheit leidet natürlich!

Good Luck!

Antwort 4 von Nina23

Ja, wäre dann ein Raid 0 + 1 - Array am sinnvollsten?

Welche Methode ist die bessere?

Ziel: Möglichst den Zugriff auf die Festplatten beschleunigen und erhöhte "Datenredundanz" (um es mal so lausig zu umschreiben)! ;-)

Das sich die Gesamtkapazität der Hardisks halbiert, scheint wohl unvermeidlich.