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Gefragt in Plauderecke von witti Mitglied (959 Punkte)
Ich habe da mal eine Frage die klingt jetzt provozierend, aber ich meine die jetzt wirklich nicht zynisch: Inwiefern hat ein Polizist mit den Menschen jetzt mehr Kontakt als sagen wir eine Supermarkt Verkäuferin? Wieviel Prozent der Polizisten sind im Außendienst? Und wieviel davon kommen mit den Personen in Körperkontakt?  Wohlgemerkt ich schätze den Polizeidienst, der ist gut und notwendig! Warum sollen die bei der Impfungen vorgereiht werden?

Gruß Andreas!

18 Antworten

+1 Punkt
Beantwortet von steffen2 Experte (5.5k Punkte)
was passiert, wenn in einer Stadt oder einem Landkreis fast alle Mitarbeiter von Elektrogeschäften [hier diverse andere Berufe einfügen] in Quarantäne müssten oder erkranken?

--> nicht viel für die gesamte Bevölkerung.

Aber was passiert, wenn alle Polizisten nicht arbeiten können bzw.dürfen? Das wollen wir uns nicht vorstellen.
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Beantwortet von goldloeckchen Einsteiger_in (42 Punkte)
"was passiert, wenn in einer Stadt oder einem Landkreis fast alle Mitarbeiter von Elektrogeschäften [hier diverse andere Berufe einfügen] in Quarantäne müssten oder erkranken?"

Ich bin mir zwar nicht sicher ob das noch gilt, aber wenn man parallelen zu den Krankenschwestern zieht, durften/sollten sie auf Arbeit gehen bei positiven Tests aber ohne Symptome.

Also würde da erst mal kein Grund für die Quarantäne vorliegen☝️
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Beantwortet von miboba Mitglied (890 Punkte)
Um mal wieder dieses schöne Wort zu gebrauchen: Krankenschwestern sind systemrelevant!

Damals war das Krankenhauspersonal schon am Anschlag und wenn dann auch noch viele Kräfte ausgefallen wären, würde es evtl. sogar Menschenleben kosten.
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Beantwortet von supportgirl Einsteiger_in (18 Punkte)
Hallo, natürlich ist es eine schwierige Frage wer jetzt mehr gefährdeter ist und wer somit für die Impfung bevorzugt werden soll. Aber ich sehe bei der Polizei das Risiko, dass die die im Außendienst sind und nun mal meistens dann sehr engen Menschenkontakt haben, weil manche ihnen zu nah kommen, sie wohlmöglich anspucken oder sonstiges, gibt es ja alles. Und manchmal müssen sie die Menschen ja auch anfassen, was bei einem Verkäufer ja nicht der Fall ist und er meistens den Abstand durch die Scheibe hat, obwohl es da auch Sonderfälle von Kunden gibt die sich dann extra darum lehnen, um zu sprechen oder sonstiges.

Trotzdem finde ich es sehr schwierig zu sagen die eine Berufsgruppe ist gefährdeter und die andere nicht.
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Beantwortet von goldloeckchen Einsteiger_in (42 Punkte)
"AstraZeneca erst ab 60 Jahren – für Jüngere auf eigenes Risiko"

Quelle: spiegel,

Ob sich die unter 60-jährigen, ob nun Polizist oder nicht sei jetzt mal dahingestellt, damit eine gefallen getan haben?
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Beantwortet von supportgirl Einsteiger_in (18 Punkte)
Ich denke mal, dass das Impfen jetzt noch langsamer voran geht, weil ja die unter 60 jährigen jetzt einen anderen Impfstoff bekommen müssen und ich gehe davon aus, dass wir gar nicht genug anderen Impfstoff haben um die bestehende Impfgruppe unter 60 die mit AstraZeneca geimpft werden sollte, zu impfen.
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Beantwortet von flupo Profi (16.2k Punkte)
Das ganze Thema ist schon eine ziemlich verzwickte Angelegenheit. Ich beneide da weder die, die die Entscheidungen treffen (und vor der Öffentlichkeit vertreten) müssen, noch die, die das dann in der Organisation umsetzen müssen.

Meine Frau (55, mit pflegebedürftiger Mutter) hat heute Abend einen Termin für die AstraZeneca-Impfung. Die Hausärztin befürwortet die Impfung. Mal sehen, ob sie auch drankommt.
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Beantwortet von computerschrat Profi (26.3k Punkte)
@flupo: Dann wünsche ich dir bzw. deiner Frau, dass es mit der Impfung klappt.

Es ist für die Entscheidungsträger tatsächlich eine schwierige Situation. Wirklich helfen würde vermutlich nur die schnelle und breite Impfung möglichst vieler, aber dafür fehlt es an Impfstoff, den sich leider niemand einfach aus den Rippenschneiden kann.

Solange nicht ausreichend Impfstoff verfügbar ist, würde ein möglichst vollständiger Lockdown über einige Wochen helfen können. Das aber wiederum führt zu erheblichem Widerstand. Im Wesentlichen begründet seitens der Wirtschaft und dem Handel, weniger sachlich begründet von vielen Menschen und bewusst falsch begründet von der Querdenkerszene.

Weil aber der Lockdown nicht in voller Breite beschlossen werden kann, müssen immer wieder Kompromisse geschlossen werden, die natürlich zu wenig Wirkung zeigen. Leider zeigt hier der normalerweise durchaus positiv wirkende Föderalismus seine Kehrseite. Nach endlosen Diskussionen und gemeinsamen Beschlüssen in der Ministerpräsidentenrunde macht dann doch jeder, was er will. Dadurch kommen dann ziemlich unverständliche Situationen zustande, die der Bürger nicht mehr begreifen kann. Da werden Dinge erlaubt, die in gleicher Weise nur unter anderer Bezeichnung verboten sind. Zunehmende Verwirrung und undurchsichtige Regelungen sorgen dann bei vielen wieder für Unmut, der bei einigen dazu führt, dass sie sich von Querdenkern leichter beeinflussen lassen.

Letztlich heizt das natürlich auch Demonstrationen an und dann ist es wieder die Polizei, die an vorderster Front stehen muss. Ich kann gut verstehen, wenn die möglichst frühzeitig geimpft werden sollen.

Gruß computerschrat
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