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Gefragt in Windows98 von tacoomik Mitglied (358 Punkte)
Bearbeitet von tacoomik
- Die aufgabe: Einen bootbaren klon (backup) der system-HD erstellen
- Das Problem: Die festplatte will nicht booten

Die original-platte: WD800BJ Caviar SE, 80 GB
Die ziel-platte: Seagate Barracuda 7200.10, 80 GB
Die beiden platten sind byte-genau exakt gleich gross

Die scheibe hat 3 partitionen:
1. 8 GB - byte-genau maximum, was BIOS erlaubt, ausschliesslich das betriebssystem - W98 mit allen updates + alle installierten programme rauf, tabu für daten, zzt. zu ca. 45% voll.
2. 60 GB - das maximum, wo W98 keine probleme macht (grundsätzlich läuft auch mehr, doch dann kommen in gewissen situationen - in welchen genau weiss ich jetzt nicht mehr - einige schwierigkeiten, hängt vermutlich irgendwie mit der sektorengrösse zusammen, ggw. sehe ich nicht als problem) - arbeitsbereich für daten
3. 10 GB - der rest, 2. arbeitsbereich für daten

Um eine bootbare festplatte mit W98 zu erstellen muss zuerst auf die abolut leere 1. partition im reinen MS-DOS (die höheren partitionen sieht hier MS-DOS nicht, ab diskette gebootet am besten) das system mittels befehl SYS x: (x = der buchstabe dieser partition im DOS) das grund-MS-DOS übertragen werden. Dann wird mit der original-HD gebootet, wobei die ziel-HD als eine zusätzliche angeschlossen ist, am besten gleich partitioniert wie die erste. Ist man dann in Windows, können alle dateien auf den künftigen klon einfach kopiert werden, bis auf die 2 oder 3, die bereits vom befehl SYS x: rauf sind, insbesondere die IO.SYS darf nicht überschrieben werden (und die swap-datei WIN386.SWP, die verweigert kopiert zu werden, die braucht es von hier aber auch nicht).

Danach soll die kopie genau so funktionieren, wie das original, habe das so schon unzähligemal gemacht.


Jetzt aber funktioniert alles, bis auf das booten - dann kommt nur ein bild, das grafisch auffordert, die richtige diskette einzulegen.

Die festplatte habe ich im Ranish-Partitionmanager partitioniert, formatiert, sektorentest aller partitionen durchgeführt (wie immer), auch den master boot record und die unbenutzten 31 KByte zwischen ihm und der 1. partition so getestet, kein einziger fehler, nicht das geringste stolpern konnte ich während dem test sehen oder hören.

Dann habe ich noch probiert, sie so leer, nur mit den DOS-grunddateien (die sind alle korrekterweise da) ins DOS booten zu lassen, geht auch nicht (normalerweise schon), mit der gleichen monitor-anzeige. Genau gleich ohne erfolg habe ich noch versucht, diese partition kleiner zu machen, damit sie nicht so ganz am limit von BIOS läuft

Danach habe ich noch im DOS mit dem Scandisk den oberflächentest der 1. partition gemacht, auch da kein einziger fehler.


- Die frage: Hat jemand eine ahnung über die mögliche ursache und wie man das ding das gehorsam lehren könnte?

16 Antworten

+1 Punkt
Beantwortet von computerschrat Profi (28.9k Punkte)
Hallo tacoomik,

ist die Partition als aktiv markiert?

Gruß computerschrat
0 Punkte
Beantwortet von juergen26 Experte (3.4k Punkte)

Hallo tacoomik,

Windows 98 - ist ja schon ne Weile her. ich würde es mal mit https://clonezilla.org/ versuchen. Hast du ein CD-Laufwerk?

Gruß Jürgen

0 Punkte
Beantwortet von nostromo3456 Mitglied (441 Punkte)
Hast du es mal mit fdisk /mbr versucht? Damit wird ein neuer Bootsector angelegt.
0 Punkte
Beantwortet von tacoomik Mitglied (358 Punkte)
Also nochmals danke. Als aktiv war die partition gesetzt, doch als ich das noch überprüfen wollte, entdeckte ich dabei noch etwas, was sich als das richtige rausstellte: MBR-einstellungen im Ranish Partition Manager. Die grundeinstellung ist offenbar immer »Executable code: Unknown IPL«, und so ist es zufallssache, ob es für die jeweilige HD funktioniert oder nicht; bei der ursprünglichen hat das funktioniert, bei dieser nicht. So habe ichs auf »Standard IPL« umgestellt und jetzt ist es OK.


Jetzt noch etwas anderes: Ich habe gedacht, vlt. kann ich so ein kleines problem der bisherigen HD beseitigen, in dem ichs auch hier auf Standard schalte.

Die sache ist, wenn ich ab diskette boote, um ins DOS zu gelangen, noch bevor irgendwelche boot-ablaufmeldungen kommen, während akustisch alles gut tönt, wird auf die HD zugegriffen und in dem moment verhackt sich das ganze - ist diese HD angeschossen, komme ich auf diese einfache art gar nicht ins DOS.

Ich brauche das so normalerweise nur nach einem absturz bzw. hartem ausschalten, um mit Scandisk darauf aufzuräumen. Da man dies auch unter Windows machen kann (die system partition erst nach dem abschalten von Avast), obwohl mit weniger ausagekräftiger anzeige, kann ich damit grundsätzlich leben; doch wäre dieser - im endeffekt - schönheitsfehler weg, wäre ich auch froh.

Also falls jenand eine idee über die ursche hat, wäre ich dankbar.


Und weiteres, was mir dabei aufgefallen ist, statt Standard IPL kann ich den Boot Manager setzen, der mir da noch 4 sachen individuell einzustellen ermöglicht. Eins davon ist »Check for viruses«, standardmässig Yes.

Nun wird allgemein empfohlen, im BIOS die virusprüfung abzuschalten: erstens ist ihre art einmal gegeben ohne veränderungsmöglichkeit, ergo heutzutage hoffnungslos veraltet, zweitens kann sie hier eher probleme verursachen (vlt. fehlalarme oder was). Doch wie ist das hier? Bislang ist mir deswegen nichts aufgefallen, doch möglicherweise - ich nehme an, dass diese prüfung unabhängig vom installierten antivirus ist - könnte ich hier ebenfalls irgendwo eine verbesserung erreichen?

Wer kennt sich in dieser sache aus und kann etwas dazu sagen?
0 Punkte
Beantwortet von nostromo3456 Mitglied (441 Punkte)
Die "Virusprüfung" des Bios ist nur ein Schutz des Bootsectors.

Teste die Platte doch einfach mal mit einem anderen System, z.B. Linux.

Live Distri ziehen und sehen ob Platte funktioniert.
0 Punkte
Beantwortet von win98professor Experte (1.4k Punkte)
Hallo tacoomik

ich arbeite seit über zwanzig Jahren mit Western Digital Festplatten, wobei ich seit 2006 fast ausschließlich auch das Modell WD800JBSE verwende. Alle archivierten Festplatten werden einmal im Jahr komplett mit Western Digital Data Lifeguard Tools überschrieben und anschließend mit dem Extendet Test überprüft. Das hat mich bisher ganz gut vor Sektorenausfall und mechanischen Problemen geschützt, was jedoch nicht die Alterung der Platine aufhalten kann. Und so habe ich auch immer mal wieder eine Festplatte, die den Bootvorgang, vorwiegend im Wechselrahmen, verweigert. Wird die Festplatte wieder komplett gelöscht und neu formatiert ist in der Regel alles wieder in Ordnung. Für den schlimmsten Fall habe ich immer ein paar Ersatzplatinen liegen, die mir auch schon mehrmals die Daten gerettet haben. Daher kann es bei dir auch einfach an der Alterung der Festplatte liegen. Zur Einstellung des Partitionsmanagers kann ich leider keine Hilfe anbieten. Ich verwende seit vielen Jahren Paragon PartitionMagic, wobei ich heute eigentlich nur noch mit archivierten Masterplatten arbeite, von denen ich dann bei Bedarf eine exakte 1 zu 1 Kopie (Klon) ziehe.

Gruß Micha
0 Punkte
Beantwortet von tacoomik Mitglied (358 Punkte)
Zitat win98professor: »ich dann bei Bedarf eine exakte 1 zu 1 Kopie (Klon) ziehe.«
Vielen dank, Micha.

Mit welchem programm machst du diese 1:1 kopie? Geht das auch mit platten, deren daten ganz durcheinander sind?

Ich habe hier nämlich noch eine platte, die mir mals urplötzlich den dienst verweigerte (auch das bild, eine richtige diskette soll rein), war vor langer zeit auch ein thema von mir hier in SN. Bis jetzt konnte ich mit sicherheit feststellen, sie hat die partitionen ziemlich grob verändert, sonst aber scheint sie zumindest als HW IO zu sein, sektorentest fehlerfrei. So möchte ich im Ranish-PM versuchen, die partitionen wieder richtig zu stellen, wie sie waren, und hoffe, dann auch alle daten wieder so vorzufinden. Bevor ich da aber etwas mache, würde ich gern eine sicherungskopie von ihr so haben, wie sie jetzt ist. Angeblich soll das problemlos unter Linux gehen, ich kann aber nicht die zeit, resp. persönliche ruhe finden, um mich wie nötig konzentriert in die materie dieses systems zu vertiefen. Sollte das also auch unter W98 resp. MS-DOS (hier trotz die BIOS-plattengrössebeschränkung) doch irgendwie möglich sein, wäre ich froh.
+1 Punkt
Beantwortet von win98professor Experte (1.4k Punkte)

Hallo tacoomik,

nachdem mir vor Jahren mal Linux zur Datenrettung vorgeschlagen wurde, erlitt ich einen unwiederbringlichen Datenverlust, der mich bis heute schmerzt und die Erkenntnis, dass ein Standard Windows User eigentlich nicht Linux zur Datenrettung einsetzen oder auch einem anderen User vorschlagen sollte. Das führte damals zu meiner Suche nach einer möglichst einfachen "Einknopflösung" mit deutscher Sprachunterstützung. Ich testete alles, was am Markt verfügbar war, aber fast alle Programme waren hoffnungslos mit Einstellmöglichkeiten überfrachtet, die sicherlich für einen Profi nutzbar waren, aber den Einmalanwender in seinen Möglichkeiten, und was er davon nun für seinen Fall nehmen sollte, völlig erschlagen haben. Zudem gab es nur sehr wenige gute Programme, die seinerzeit mit DOS, Windows 98, ME und 2000 zurechtkamen.

Die meisten Datenrettungsprogramme wurden erst entwickelt, als Windows XP als neues Standardbetriebsystem verteilt wurde. Und das lag daran, dass die eigentlich vermeintlichen besseren und sicheren NTFS-Betriebssysteme sehr viel schneller auf Festplattenprobleme reagierten, als die alten FAT32 Systeme. Was zum Schutz beitragen sollte, brachte ganz neue Probleme mit sich und führte zu einem starken Anstieg der Festplattenwechsel. Ein Teil davon liegt durchaus an der Erfassung der Dateien. Während die alten Systeme die Datei 1 zu 1 abspeichern, wird ab NTFS für jede Datei eine verfolgbare Liste mit Zeitstempel, Ersteller, Besitzer usw. erstellt, die über die gesamte Lebenszeit der Datei weitergeführt wird. Das führt bei einer Kopie von NTFS zu FAT32 dann immer zur Sicherheitsmeldung, dass nicht alle Daten kopiert werden können. Das "Mehr" an auslesbaren Daten, vergrößert aber dadurch auch immer automatisch das Risiko der Fehlerquote der einzelnen Datei. Viele Festplatten waren nicht defekt, sondern enthielten in den Sektoren unleserliche Restdateien, die das NTFS-System als nicht reparabel kennzeichnete. Wurden diese dann per DOS mit den zusätzlichen Befehlen entsprechend Lowlevel überprüft und formatiert, konnten viele dieser Datenträger wieder einsatzbereit gemacht werden.

Ich setze wegen der für mich benötigten Rückwärtskompatibilität daher FAT32 auch noch bei 1,5 TB SATA Festplatten ein. Eine Doppelsicherung erfolgt immer auf zwei Datenträgern, von denen einer NTFS und der andere FAT32 ist. Nun aber zum eigentlichen Programm und seiner Bedienbarkeit. Die von mir verwendete Version ist nur für DOS / Win95 / Win98 / ME / (2000 mit FAT32) einsetzbar und startet auch unter Windows. Zum ersten Ausprobieren sollte es zunächst unter Windows mit einem zusätzlichen leeren Datenträger gestartet werden.

Um eine exakte 1 zu 1 Kopie zu erzielen, sollte aber ein Bootmedium erstellt werden. Das Programm installieren und starten > Auswahl Bootmedium erstellen (ich bevorzuge dafür noch die alte Diskette, meine ist bereits über zehn alt). Nach dem Erstellen die zu kopierende Festplatte als Master, die leere als Slave jumpern und an das Ide Kabel hängen. Beim Start die richtige Bootreihenfolge im Bios einstellen! Floppy oder CD danach HDD. Bios speichern und vor dem Neustart Bootmedium einlegen. Das Programm startet automatisch.

In 5 einfachen Schritten zur Kopie

1.) Festplatte zu Festplatte auswählen. Das Programm sucht nach angeschlossenen Festplatten.
2.) Masterplatte und Slave auswählen und bestätigen.
3.) Im nächsten Fenster alles so lassen nur die Glühbirne mit Smart Copy bei Bedarf ändern Unterschied: Smart Copy aktiviert, kopiert alle verfügbaren Partitionen und Daten (benötigt bei einer 80-GB-Festplatte ca. 30 Min.). Smart Copy deaktiviert, erstellt eine Sektorengenaue Kopie (nur für Datenrettung, benötigt ca. 60 Min.).
4.) Die Anpassung für das Zielmedium. Hier ergeben sich selbst bei identischen Festplatten häufig unterschiedliche Datengrundlagen. Das Programm passt hierzu die entsprechenden Partitionsgrößen an (automatisch auswählen) und schreibt damit auch die Partitionstabellen neu. Damit wird eine bestmögliche Anpassung und Funktion erzielt.
5.) Das Einzige, was noch zu tun ist: Kopieren starten und am Ende die automatische Anpassung bestätigen. Fertig. Ist das Programm durchgelaufen PC ausstellen, Bootmedium und Festplatten entnehmen und evtl. die Bootreihenfolge zurückstellen.

Da das Programm in der alten Freeware-Version nicht mehr im Internet verfügbar ist, habe ich dir das Programm + Handbuch in Deutsch beim Schweizer Sicherheitshoster Swisstransfer für 24 Std. zum Download hinterlegt. Link

Gruß Micha

0 Punkte
Beantwortet von kody Experte (1.3k Punkte)

Hallo tacoomik,

hast du die Festplatte auch richtig gejumpert, als MA = Master, SL = Slave, CS = CableSelectt, je nachdem, wie du sie eingebaut hast. Wenn du sie falsch gejumperst hast, dann bootet sie auch nicht.

https://supportnet.de/fresh/2006/3/id1287636.asp

MfG Kody

0 Punkte
Beantwortet von flupo Profi (17.1k Punkte)
Hi Kody,

seit wann gibt es bei S-ATA-Platten Jumper für Master/Slave? Das stammt doch noch aus Zeiten, wo zwei Platten an einem Kabel hingen.

Gruß Flupo
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